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SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

18. Juni 2013

DMY 2013 _Berlin Design Week

von Tom

Berlin Design Week.

Ergänzend zur Zentralen Ausstellung in den Hangars des historischen Zentralflughafens Tempelhof öffneten zahlreiche Satellitenveranstaltungen ihre Türen. Viele Ausstellungen luden dazu ein, in Berliner Designstudios, Ateliers, Galerien, Museen und Hochschulen die kreativen Orte der Stadt zu erkunden. Wir waren unterwegs in folgenden Sonderausstellungen und Locations:

Lobby for a Week: „Lobby for a Week“ war ein Projekt der Berliner Gestalter Stefan Reinberger, Rainer Wiencke, Frank Dingel und Karsten von Kuczkowski. Eine temporäre Couture-Concept-Galerie in den privaten Räumen des Stylisten-Duos “DvonK”. Über den Dächern von einem der schönsten Plätze Berlins gab es einen spektakulären Blick sowohl auf den Gendarmenmarkt als auch auf Mode, Schmuck, Dekorationsobjekte, ungewöhnliche Installationen und spannende Objektkompositionen. Lobby for a Week

HSOWL @ Plattenpalast: Die Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur ist ein Pool von jungen Gestaltern. Es wird konzipiert, entwickelt, experimentiert, ausprobiert und umgesetzt. Der Plattenpalast war ein toller Rahmen für die Ausstellung. Der Plattenpalast ist ein gelungenes Beispiel für “Recyclingarchitektur”. Er besteht aus demontierten Großflächenplatten des Plattenbautyps WBS 70 und – genial!!! – Fensterscheiben des Palasts der Republik. Zum Ende der Abbrucharbeiten des Palasts der Republik im Dezember 2008 wurden die Scheiben dieses viel diskutierten Bauwerks in dem recycelten Plattenbau in Berlin Mitte wieder eingebaut. Hochschule Ostwestfalen-Lippe

tokyobike: tokyobike ist eine kleines, unabhängiges Fahrradunternehmen gegründet im Jahr 2002 in Yanaka, einem ruhigen Vorort von Tokio. In gleicher Weise wie das Mountainbike für die Berge konzipiert wurde, sind tokyobikes für Tokio entworfen. Basierend auf dem Konzept “Tokyo slow” sind die Räder leicht und setzen einen Schwerpunkt auf Komfort über Geschwindigkeit. tokyobike

Institut für Produkt- & Prozessgestaltung an der UdK Berlin: X-fach-Playterst für experimentelle Produktionslinien. Prototyping in the Wild. Das weite Sortiment an Materialien und Halbzeugen bei Modulor bot ein “Paradies für parasitäre und partizipatorische Wertschöpfungsstrategien“. UdK Berlin

Zur Berlin Design Week gehörte auch die Ausstellung Werner Aisslinger: Home of the Future im Haus am Waldsee. Aisslinger stellte anhand zahlreicher Möbel- und Objektbeispiele sein zentrales Thema des Materialtransfers vor. Es wurden urbane Themen, Alltagstendenzen und Wohnvisionen gezeigt. Den formfreu.de-Beitrag findet ihr hier.

DMY Berlin
formfreu.de: DMY 2013 _Berlin Design Week

DMY 2013 _Zentrale Ausstellung

von Tom

DMY International Design Festival Berlin 2013 @ Zentralflughafen Berlin-Tempelhof

Zum elften Mal gab es DMY Berlin. Der ehemalige Flughafen Tempelhof beherbergte dieses Jahr 500 Designer. Jede Menge Kreativität und Spaß in den Hangars: neue Produkte, Hochschulen, Prototypen, konzeptionelles Denken und Materialinnovationen. Eine wunderbare Plattform. Polen war als fünftes Gastland des DMY International Design Festivals in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin eingeladen: Präsentationen, Installationen und formschönes Design von mehr als 40 Designstudios, Unternehmen oder Design-Hochschulen gaben einen umfassenden Blick auf den aktuellen Designausstoß unseres Nachbarlandes. Eine tolle Schau in einer großartigen Location!

Einige coole Ausstellerlinks:
diefabrik
roststoff
dookke
Meike Harde
o432
Jeder Quadratmeter Du
Aleksandra Michalowska
Hanna Emelie Ernsting
Malgorzata Chwedoruk

Das Verzeichnis der zahlreichen Aussteller findet ihr hier.

DMY Berlin

Die Fotostrecken von DMY@THF aus den vergangenen Jahren gibt es hier und hier und hier und hier. Und alle unsere Bilderreihen zum Zentralflughafen Tempelhof findet ihr hier.

THF#

16. Juni 2013

RM Auctions @ Villa Erba

von Tom

Nachlese Villa d’Este 2013.

Hochkarätige Klassiker unterm Hammer: Für alle, die noch nicht genug exquisite Autos gesehen hatten oder sich vielleicht noch eines zulegen wollten, lud RM Auctions wieder zum hochpreisigen Oldtimerversteigern in den Park der Villa Erba in Cernobbio am Lago di Como. Es war eine bis in die Nacht dauernde Auktion mit der Versteigerung ganz besonderer Preziosen. Aufregende Namen: Bugatti, Miura, Lancia Aurelia, Mercedes-Benz SL. Die Heldin des Abends war die Ferrari 340/375 MM Berlinetta, mit der Mike Hawthorn 1953 in Le Mans an den Start ging. Rot und kraftvoll und teuer: Sie wechselte für die Rekordsumme von 8,8 Millionen Euro den Besitzer. Insgesamt wurden 15 Ferraris zur Versteigerung angeboten, wovon allesamt sehr hohe Summen erreichen konnten: 400 Superamerica SWB Coupé Aerodinamico, F40 oder 275 GTB… Wunderbar elegant, avantgardistisch und detailversessen: der gelb-schwarze Bugatti Typ 46 – oft auch der “Kleine Royale” genannt.

RM Auctions

Die Fotostrecken zur Auktion von 2011 findet ihr hier und hier und hier.

Alle Bilderreihen und Beiträge zum Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

12. Juni 2013

Der Raketen-Fritz

von Tom

Veranstaltungstipp: Automobilhistorie als Theaterkomödie.

Eine Doku-Komödie nennt Steffen Jobst sein zweites Theaterstück, das sich mit der Geschichte der Firma Opel auseinandersetzt. Letztes Jahr sahen das Stück “Der Fahrradunfall” über 5.000 Besucher in Rüsselsheim und erfuhren auf höchst unterhaltsame Weise wie die Firma Opel anfing, Fahrräder zu bauen. Das ganze natürlich in hessischer Mundart, ganz so wie Adam Opel selbst auch “gebabbelt” hat. Es geht eine bisschen zu wie bei den Hesselbachs und doch legt Jobst Wert auf historische Korrektheit. So erfuhr der Zuschauer nicht nur einiges über die aufstrebende Arbeiterbewegung der Jahre 1886, die Adam Opel das ein oder andere Zugeständnis abrang, sondern auch über die technische Begeisterung der Opel Söhne, die überhaupt erst den Antrieb dazu gaben, dass der Nähmaschinen-Hersteller erste Schritte in die Produktion von Fortbewegungsmitteln unternahm, während zeitgleich in Paris ein gewisser Gustave Eiffel sich anschickte einen über 300 Meter hohen Turm zu bauen.

Das “Verdammte Rüsselsheimer Volkstheater” führt die Familiensaga dieses Jahr in bekannt komödiantisch-historischer Art und Weise fort. Diesmal sind es des Firmengründers Sohn Wilhelm und Enkel Fritz, die im noblen Hotel Adlon in Berlin für typisches Rüsselsheimer “Dorschenanner” sorgen. Es sind die letzten Stunden vor Fritz Opels epochaler Raketenfahrt 1928 auf der Avus die sich sich sehr turbulent gestalten. Denn das Erscheinen von GM Boss Alfred P. Sloan, der Nackttänzerin Josephine Baker und einigen alten Bekannten aus Rüsselsheim sorgt nicht gerade für einen reibungslosen Ablauf der Vorbereitungen. Als wären die
wilden 20er nicht schon aufregend genug!

Der Automobilenthusiast weiß um die epochale Bedeutung dieses Zeit. Hier legte Fritz Opel zusammen mit den Raketenpionieren Max Valier und Friedrich Wilhelm Sander den Grundstein für die bemannte Weltraumfahrt. Mit 120 Kilo Sprengstoff im Rücken “flog” Opel mit 238 km/h über die AVUS. Und seinen ersten Raketenflug 1 Jahr später vorweg greifend malte Fritz Opel in seiner Rede vor dem Start bereits den bemannten Flug zu benachbarten Himmelskörpern aus. Ein technischer Visionär mit Hang zu handfesten Selbstversuchen. Das ausgerechnet auch der Verkauf der Opelwerke, damals übrigens Deutschlands größter Automobilproduzent mit einem Marktanteil von 27,5 Prozent, an General Motors mit in diese Zeit fällt ist geschickt in die Geschichte eingebunden. Denn der 1 Jahr später folgenden Übernahme gingen bereits 1928 “Sondierungsgespräche” voraus.

Das Stück von Steffen Jobst, der auf Grund seines energischen Einschreitens für die Freiheit der Kunst übrigens vom städtischen Rüsselsheimer Kulturbetrieb mit Auftrittsverbot belegt ist, ist nicht nur für Automobilenthusiasten und Opelfans eine Perle der Unterhaltung und gleichzeitig historisch lehrreich. Die Aufführungen sind am 10., 11., 12., 13., 18., 19., 20. und 21. Juli jeweils um 20 Uhr.

Aufführungsort ist der Ballsaal des traditionsreichen Hotel Adlers, Frankfurter Straße 6 in 65428 Rüsselsheim, in dem sich übrigens schon die Opel-Belegschaft noch zu Zeiten der Nähmaschinenproduktion traf. Die Vorstellungen sind schnell ausverkauft und ein rechtzeitiger Kartenerwerb sei empfohlen. Online geht das unter: Kultur 123 Rüsselsheim. Informationen zum “Verdammten Volkstheater” Rüsselsheim gibt es hier.

Text, Plakat und Pressefoto: Steffen Jobst/Das Verdammte Volkstheater
Im Bild: Autor Steffen Jobst am Steuer des RAK2 Nachbaus der Adam Opel AG, daneben Regine Schröder-Kracht, Leiterin des Verdammten Volkstheaters Rüsselsheim.

3. Juni 2013

HMSC Oldtimer Rallye Wiesbaden & Concours d’Elegance 2013

von Markus

In und um Wiesbaden war ja in Sachen Oldtimerei so einiges los in den letzten Tagen. Vorheriges Wochenende erst die 36. Internationale Rallye Wiesbaden und am Donnerstag waren wir bei der MainAusfahrt dabei. Am selben Tag startete auch die vom HMSC organisierte Oldtimerrallye Wiesbaden mit einem Prolog auf dem Schlossplatz. Am Freitag stand dann der Rheingau auf dem Programm. Heftiger Regen, umgestürzte Bäume und ein Bauer, der aus Protest mit seinem Trekker die Lichtschranke blockierte, führten jedoch zur Annullierung einigeer Wertungsprüfung. Samstags lief es wieder und wir empfingen die 178 Teams bei der letzten Zeitprüfung und Zieleinfahrt vor dem Kurhaus. Einigen Fahrzeugen klebte noch reichlich Dreck am Blech, nur ein Team kam sauberer zurück, als es gestartet ist. Der Mercedes-Benz 280 CE von 1977 hatte auf der letztes Jahr gefahrenen Rallye Hamburg-Shanghai viel Schlamm gesammelt, welcher vom Regen der letzten Tage zum guten Teil abgewaschen wurde.

Feierlicher Abschluss der schon zum 30. Mal ausgetragenen Veranstaltung war wie immer der Concours d’Elegance im Kurpark. Hier defilierten die Teilnehmer nochmals vor Publikum und bekamen ihre Pokale. Optische Leckerbissen waren ganz klar der Lamborghini Miura von 1967, der Maserati 3500GT von 1962 oder der skuril-schöne Aston Martin Lagonda von 1983. Besonders selten auch ein Porsche 356 Pre-A von 1951. Er ist einer der letzten knapp 50 überlebenden Exemplare aus dieser ersten Serie, die noch bei Reutter gebaut wurden. Heute befindet sich das sorgfältig restaurierte  Stück im Besitz von Recaro und berichtet als Markenbotschafter von der spannenden Vergangenheit des Unternehmens, welches 1963 aus dem Karrosseriewerk Reutter hervorging. Grosser Sympathieträger war der T1 Samba Bus vom Favorite Parkhotel aus Mainz, der vollgepackt mit guter Laune, Musik und Freunden vor der Konzertmuschel vorfuhr. Klasse!!

www.hmsc.de

Wiesbaden Concours d’Elegance 2011 und 2008

2. Juni 2013

5. MainAusfahrt 2013

von Markus und Tom

Bereits zum 5. Mal veranstaltete MainOldtimer e.V. aus Frankfurt die alljährliche MainAusfahrt. Das ist keine typische ‘Rallye’ im Klassiker, sondern vielmehr eine Spaßfahrt nach Chinesenzeichen mit fröhlicher Bildersuche. Die Teams konnten wunderschöne Straßen und Kurven in einer noch nicht so ganz sommerlichen Landschaft genießen. Wir waren dabei im Porsche 911 mit der Startnummer 11 und haben natürlich einige Eindrücke mit der Linse eingefangen.

Treffpunkt für die 80 Teams war das Neue Schützenhaus am Rande von Wiesbaden. Perfekte Wahl, weil sehr idyllisch, ausreichend Parkplätze und prima Frühstück! Alles deutete also auf einen vergnüglichen Tag hin. Selbst das Wetter sollte sich als sonniger Begleiter erweisen, was in diesen Tagen ja nicht selbstverständlich ist und deshalb erwähnt wird. Alle waren „gut druff“, wie man hier sagt und um 10 Uhr durfte das erste Teilnehmerfahrzeug, ein Lagonda M45 Le Mans von 1935 durch den aufblasbaren Start- und Zielbogen fahren und auf die Strecke in Richtung Bad Ems gehen, um die Abenteuer und Prüfungen des Tages zu bestehen. Aufgaben gab es reichlich zu lösen, so musste man z.B. im Roadbook aufgelistete Bilder auf der Strecke entdecken und die dazugehörigen Ortsnamen in die Bordkarte vermerken. Am Vormittag acht, am Nachmittag waren dann sogar 16 Bildchen zu finden und der Weg nach Kirchtürmen, Garagentoren, Wandgemälden oder Skulpturen am Wegesrand abzuscannen. Bei Sonderprüfung 1 wurde dann gleich mal die Spreu vom Weizen getrennt. Auf einem Teilstück des Verkehrsübungsplatzes waren die auf Schildchen an der Strecke stehenden Autotypennamen den richtigen Marken zuzuordnen und aufzuschreiben. Aber das wäre ja noch einfach gewesen. Zusätzlich musste man die in den Bezeichnungen enthaltenen Zahlen (und das waren einige!) addieren und am Schluss zusammenzählen. Das alles ohne anzuhalten und hinter der ersten Kurve standen sooo viele Schildchen, dass das Chaos schnell in Hysterie und mittlere Panik umschlug. Das mit dem Zahlenzusammenzählen hatte sich sowieso erledigt. Ich will das Team sehen, welches es fehlerfrei geschafft hat!! Sonderprüfung 2 war da schon gemütlicher. Zu einer zuvor erzählten Geschichte wurden nach und nach Fragen gestellt. Da konnten wir ein paar Punkte sammeln und waren wieder beschwichtigt.

Mittagsrast war im schönen Kurort Bad Ems (der aufmerksame formfreu.de-Besucher erinnert sich bestimmt an die ADAC Mittelrhein-Classic 2010 ). Auf dem kurzen Fußweg vom Parkplatz vor dem Casino zum Restaurant waren die Fragen der Stadtrallye zu beantworten. Wer mit offenen Augen ging, war klar im Vorteil. Mit lecker Grillgut und vitamingeladenen Sättigungsbeilagen gestärkt, konnten Etappe 3 und 4 in Angriff genommen werden. Fahrtleiter David Jayne hatte wieder die schönsten Sträßchen der Region gesucht, gefunden und in Rallyechinesisch für das Roadbook übersetzt. In Katzenelnbogen bei  Sondeprüfung 3 auf einem Spielplatz war Ballgefühl und Tastsinn gefragt, bei Sonderprüfung 4 in der Altstadt von Idstein war die Spielstrasse Weiherwiese im Schritttempo zu befahren und sechs Fragen dazu zu beantworten. Johannes Hübner kommentierte die Oldtimer fachgerecht auf dem Marktplatz und vor der Eisdiele Rialto gab’s für alle ein Eis vom Chef. Eine willkommene Erfrischung nach der vielen Arbeit. Perfektes Timing – wie eigentlich alles bei dieser Ausfahrt. Nichts war zu lang oder zu kurz, immer war ausreichend Zeit vorhanden (bis auf bei Sonderprüfung 1, hehe) und alles hat prima geklappt ohne langweilig zu sein. Im Gegenteil. Die Organisatoren und Helfer haben alles richtig gemacht und den netten Teilnehmern einen tollen Tag beschert. Selbst das Bordbuch, Bordkarte und Fragebogen waren grafisch sehr hübsch gestaltet (was formfreu.de natürlich freut). Und so fand die Veranstaltung dort, wo sie am Morgen begonnen hatte, bei herrlicher Nachmittagssonne einen schönen Ausklang. Die Sieger wurden gekürt, Kinder bekamen eine Extrawertung (so ist auch für den Nachwuchs gesorgt), und jeder ist auf seine Kosten gekommen. Wir schnitten mit dem 13. Platz einigermassen gut ab. Ein Wehrmustropfen bleibt natürlich: Dieses Jahr veranstaltet MainOldtimer leider keine MainRallye (hier Fotostrecken von  2011 und 2012). Dafür gibt’s aber im September ein Oldtimerautokinoabend. Am 13.09.2013 läuft John Carpenters „Christine“, und vielleicht trifft man dort den einen oder anderen “MainOldtimer” wieder.

MainOldtimer e.V.

 

1. Juni 2013

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2013

von Tom

Nur die Schönsten und Seltensten und Teuersten dürfen dabei sein. Hochpreisigste Automobile geben ihr alljährliches Stelldichein im Garten der Villa d’Este am Comer See. Jede Menge wunderbares Edelaltblech. Man weiß gar nicht so recht, wo man überhaupt hinschauen soll. Die Chrome de la Chrome ist da: Lamborghini, Ferrari, Maserati, Bentley oder Aston Martin. Der weißgraue wolkenbehangene und nieselnde Samstag will leider nicht so recht zur Preziosenschau passen.

Das schlechte Wetter konnte Ralph Lauren allerdings nicht beeindrucken. Der 73-jährige amerikanische Modezar und Sammler wertvoller klassischer Automobile posiert lässig in marineblauem Anzug und mit Sonnenbrille in seinem tiefschwarz glänzenden Bugatti 57SC Atlantic aus dem Jahre 1938. Der nur viermal gebaute Wagen ist eine der wunderbarsten Ikonen der Automobilgeschichte und wohl eines der teuersten Autos überhaupt. Ein Kunstwerk auf Rädern. Der Bugatti mit der markanten Finne sahnt ab: Sechs Ehrungen nimmt er mit. Die „Coppa d’Oro“ der Villa d’Este 2013, der Gesamtpreis, gesellt sich nun wie selbstverständlich zu den vielen Preisen, die der Wagen ohnehin schon im Laufe seiner Geschichte gewonnen hat. Weitere Highlights der Parade am Lago die Como sind der Lamborghini 350 GTV Prototyp von 1963, der Ferrari Dino 166P/206P, der Mercedes-Benz 680S Torpedo Roadster von 1927, der Fiat 508 CS MM von 1938 und der Lancia Sibilo im genialen Bertone-Design der 70er Jahre, eine Art „Stratos der Zukunft“. Der Architekt Corrado Lopresto hat ihn in Cernobbio vor zwei Jahren ersteigert. Im Rahmen der RM Auctions kamen damals Sibilo, Athon, Bravo, Testudo, Marzal und Stratos HF Zero – fünf einzigartige Einzelstücke und ganz besondere Designikonen – unter den Hammer. Natürlich nutzte Schirmherr BMW den Concorso d’Eleganza auch zur eigenen Darstellung. Der blau-weiße Hingucker war das Gran Lusso Coupé aus der Feder von Pininfarina.

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Alle Bilderreihen und Beiträge zu Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

26. Mai 2013

Werner Aisslinger: Home of the Future

von Tom

Die Efeu berankte Fassade ist hinter farbigen Quadraten verschwunden. Selbst Stammbesucher können die Gründerzeitvilla in Zehlendorf wohl kaum wiedererkennen. Vor dem Haus am Waldsee mit seiner derzeit mit knallbuntem Wollstoff überzogenen und neu eingekleideten Fassade steht – wie zufällig geparkt – ein textilummantelter Porsche 928, ein Exemplar des wohl space-igsten Sportwagens der 1970er Jahre. Werner Aisslinger verwandelt den Ausstellungsort für internationale Gegenwartskunst noch bis zum 9. Juni in ein „Home of the Future“. Der international bekannte Designer stellt anhand zahlreicher Möbel- und Objektbeispiele sein zentrales Thema des Materialtransfers vor. Es werden urbane Themen, Alltagstendenzen und Wohnvisionen gezeigt. Die Ausstellung ist eine umfassende Präsentation des bisherigen Werks von Werner Aisslinger.

“Das Stoffoutfit des Fahrzeugs ist ein farbenfroher Hinweis auf die mögliche Weiterverwertung älterer Autos, wenn diese ästhetisch im Sinne einer “car fashion” aufgefrischt werden. Upcycling & Tuning wird hier als Tool zur Verlängerung von Produktlebenszyklen gesehen – ist der CO2-Footprint eines neu zu produzierenden Autos trotz seines geringeren Benzin- und Energieverbrauchs heute doch insgesamt kaum noch zu rechtfertigen. Der Designer wird hier zum Re-Designer bereits exisitierender Objekte”* Auch die Fassade des Ausstellungshauses wird durch Stoffflächen anders proportioniert und mit einem Farbverlauf als Pixelmuster belegt. “Wie beim textilen Auto wird auch hier ein Bestandsgebäude einer nichtpermanenten Aktualisierung unterworfen, ein Konzept, das nicht Sanieren oder das Bauen im Bestand propagiert, sondern die temporäre asthetische Aktualisierung.”*

In der Ausstellung sind u.a. modulare Bausysteme als Stauräume zu sehen sein sowie Energiespeicher oder nachwachsende Möbel, mit denen Aisslinger in jüngster Zeit spektakulär experimentiert sowie sein bekannter Loftcube, der seit 2007 im Park des Hauses am Waldsee installiert ist. (…) Biologische Strukturen, Nachhaltigkeit und praktische Aspekte spielen am Anfang seiner Entwurfspraxis stets die Hauptrolle. Die Funktion ist Folge eines Materialtransfers, den der Designer anstößt und eigenhändig durcharbeitet. * Seine aus die aus alten Büchern zusammengeschraubten Books Leuchten kennt der aufmerksame formfreu.de-Besucher bereits aus dem Michelberger Hotel in Berlin.

Im zugehörigen Park gibt neben dem Loftcube auch die Skulpturen aus gestapelten Kühlschranken von Thomas Rentmeister sowie die muschelartige Kraft-Form Outspan von Tony Cragg zu sehen.

Mehr zu Werner Aisslinger gibt es bei formfreu.de hier und hier und hier und hier und hier. Noch mehr Haus am Waldsee findet ihr hier.

*Zitate: Haus am Waldsee

25. Lufthansa Klassikertage Hattersheim

von Markus

Schon seit 25 Jahren gibt es die Scuderia Lufthansa, die nun schon genauso lange das Klassikertreffen in Hattersheim organisiert. Inzwischen ist es zu einem der Größten in ganz Deutschland gewachsen. Über 2000 Fahrzeuge werden an diesem Wochenende erwartet. Wir waren gestern schonmal dort – die Wetteraussicht versprach, halbwegs trocken durch den Tag zu kommen – und haben uns die zahlreichen Oldtimer, die im Park um den See und in der Fußgängerzone parkten, gesichtet, ‘ne Bratwurst gegessen und einige nette Gespräche geführt. Interessant war auch die Sonderausstellung zum Thema “Prototypen”. Ausgestellt waren die  Opel Diplomat Frua CD Studie und die Opel CD Studie von 1969, die wir aus der Opel Classic-Werkstatt und von den Schloss Bensberg Classics 2010 kennen. Daneben ein Bitter CD von 1969 und Rallye GT von 1984, ein von Porsche entwickeltes Einzelstück mit dem Namen “Forschungsprojekt Langzeitauto” (Porsche FLA) von 1973, welches auf eine Lebensdauer von 20 Jahren und eine Laufleistung von 300000 km ausgelegt war und der “beradino”, den Johannes Peter Paulussen 1975 in Eigenregie baute (hier bei den Classic Days Schloss Dyck 2011). Im Posthof war unter anderem die Studie Citroen Xanae von 1994 mit seinem ziemlich innovative Raumkonzept ausgestellt . Aus ihm wurde später der Picasso. Also, wer heute noch nichts vor hat: Nix wie hin!!

Lufthansa Klassikertage

Mehr Lufthansa Klassikertage Hattersheim bei formfreu.de gibt es hier und hier.

20. Mai 2013

26. Oldtimertage Berlin-Brandenburg @ Classic Remise Berlin

von Tom

Die 26. Oldtimertage Berlin-Brandenburg fanden auch in diesem Jahr traditionsgemäß in Gemeinschaft mit der Classic Remise Berlin statt. Das automobile Kulturgut wurde aus den Garagen der Hauptstadt geholt und entlang der Wiebestraße und dem angrenzenden Mitarbeiterparkplatz der Firma Siemens geparkt. Ein tolles Potpourri. Autobunt mit so mancher Kostbarkeit von Amphi Ranger, Awtowelo-BMW, EMW, Saporoshez oder Tatra. Schon mal einen Nissan Pao gesehen? Hero auf der Showrampe war der kleine Fabian im gelben Matra M25. Vrrooooommm….

Oldtimertage Berlin-Brandenburg
Classic Remise Berlin

Mehr Oldtimertage Berlin-Brandenburg findet ihr bei formfreu.de hier und hier. Alle unsere Beiträge zu Classic Remise bzw. Meilenwerk gibt es hier.

#Meilenwerk

19. Mai 2013

Anklam 2013!!

von Tom

Zweitaktgeknatter und Fischbrötchen im hohen Norden. Das war das 19. Internationale Trabi-Treffen in der Hansestadt Anklam.

Trabi, Wartburg, Barkas und andere fahrbare einstige Ostfabrikate regierten auf dem Flugplatz der Geburtsstadt von Otto Lilienthal. Die Flugzeuge waren bestenfalls schmückendes Beiwerk. Die DDR-Mobile gab es in allen Variationen zu bestaunen: original oder kreativ umgebaut, als das einstige Einheitsauto im Standardlook von damals oder tiefergelegt und nach persönlichem Geschmack und eigenen Ideen individualisiert, als hochglanzpoliertes Schätzchen oder als fiese Straßenratte. Alles ist erlaubt.

Der Sonnengott machte Samstag nachmittag offenbar Pause. Lediglich die azurblauen Abgasfahnen und die teils knallbunten Altpappen konnten farbliche Akzente setzen. Nichtdestotrotz spürte man an allen Ecken des Geländes beste Laune und eine super coole Atmosphäre. Zu kalt zum Sexy-Car-Wash: die spannende Mischung aus Trabi plus Bikini blieb wohl den anderen Tagen der Veranstaltung vorbehalten… Fahrzeugbewertungen, Benzinparty, Burnout-Shows und spannende Spiele wie Getriebeweitwurf oder Trabiziehen gehörten zum bunten Programm. Höhepunkt und Klassiker des Treffens war die Ausfahrt von Trabi & Co. durch den Altkreis Anklam. Endlose Alleenstraßen in einer wunderbaren Landschaft. Der Autor durfte bei Eberhard in den Genex-353 mit Qek Aero im Schlepptau einsteigen. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle!

Die Fotostrecken zu den großen Ostautotreffen bei formfreu.de findet ihr zusammengefaßt hier und hier

#Wartburg

18. Mai 2013

XXXVI. Tatra-Treffen

von Tom

Tatra in Berlin!

Die Tatra-Freunde-International veranstalteten vergangenes Wochenende nun zum 36. Mal ihr alljährliches Treffen. Dieses Jahr kamen die tschechoslowakischen Limousinen in die deutsche Hauptstadt. Start- und Zielort war die charmante Altstadt von Köpenick mit dem malerischen Schloss. Die dreitägige Veranstaltung umfaßte verschiedene Orientierungsfahrten. Am Samstag ging es ins Berliner Umland zum Schiffshebewerk Niederfinow.

Jede Menge Begeisterung für die Ledwinka’schen Stromlinientatras. Gänsehaut pur: einzigartige Blechkunst, zentrale Flossen, der Sound der luftgekühlten V8-Motoren, T87, Tatraplan, T603… Ungewöhnlichst: der T613 im damals zeitgenössischen italienischen Chic aus der Carrozzeria Vignale. Ein ganz besonders einzigartges Designmerkmal der Luxuskarrosserie aus der CSSR sind die wie Finnen ausgebildeten hinteren Dachpfosten. Sowas gab es sonst wohl nur bei Ferrari & Co.… In die Tatratruppe eingeschlichen hatten sich zwei Wartburg und ein Trabant – auch sehr schön.

Tatra-Freunde-International

Noch mehr Tatra findet ihr bei uns hier und hier und hier und hier und hier.