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12. Februar 2018

Baltic Sea Circle 2017 #4

von Tom

Große Nachlese: Baltic Sea Circle 2017. Die lässigste Tour des vergangenen Jahres. 16 Tage hellwach im wilden Ritt um die Ostsee. 10 Länder im Wartburg 353.


9th Stage, 25. Juni: Lapland – Kandalakshsky District, 485 km
10th Stage, 26. Juni: Kandalakshsky – Petrosawodsk Area, 1098 km
11th Stage, 27. Juni: Petrosawodsk Area – St. Petersburg, “autofrei”

Der neunte Tag startet auf dem Kirkenes Camping an der E6. Das ist nur wenige Kilometer von der Grenze zur Russischen Föderation entfernt. Es gibt unter den Rallyeteams unklare Informationen, was man letztendlich an Esswaren oder an angebrochenen Lebensmittelpackungen in das größte Land der Erde einführen darf. Auch das Personal an der norwegischen Grenzstation Storskog kann – oder darf – uns hier keine verläßliche Auskunft geben. Um unnötige Diskussionen zu vermeiden oder eine Rückfahrt nach Norwegen nicht zu provozieren, entledigen wir uns sämtlicher geöffneter Lebensmittelpackungen. Auch das Frühstücksmüsli und die guten Hanfnüsse gehen in den Müll… Der Biervorrat in den Dachboxen wird sorgfältig durchgezählt.

Die Abfertigung auf der russischen Seite ist zunächst etwas unübersichtlich, verläuft aber eigentlich unproblematisch. Korrekt und höflich arbeiten die russischen Zoll- und Grenzbeamten. Wir bekommen die persönlichen Migrationskarten, die ab sofort im Reisepass mitzuführen sind. Für die Fahrzeuge werden Zollerklärungen ausgefüllt, die gewährleisten, dass jeder nach Russland eingeführte PKW auch wieder ausgeführt wird. Die Fahrzeuge werden einer Sichtkontrolle unterzogen. Wir müssen den Kofferraum fast vollständig ausräumen und der Beamte kann es kaum glauben: Spare Parts, Spare Parts, Spare Parts… Nach der Sichtung der Dachboxen und des Gepäcks im Innenraum hat er offenbar irgendwann genug und wir sind nach insgesamt zwei Stunden schließlich durch.

Träumen wir? Nein! Wir sind also tatsächlich in Russland. Mit unserem Altblech. In drei Stunden werden wir Murmansk erreichen. Bei Rosneft bekommt die grüne Biene erst mal was zu trinken und wir wundern uns, dass es im Shop die quadratisch-praktische Schokolade aus dem schwäbischen Waldenbuch in ziemlich allen Sorten gibt. Schneereste, militärische Bauten und Monumente säumen den Weg. Die Besichtigung des Hafens in Murmansk steht auf der To-Do-Liste des Roadbooks. Dieser war bis 1991 militärisches Sperrgebiet. Vor der Lenin, dem – mit drei Kernreaktoren ausgerüsteten – ersten Atomeisbrecher der Welt machen wir ein obligatorisches Erinnerungsfoto. Und aus der Kola-Bucht schauen wir hinauf auf den Hang und eine endlos graue Wand aus Plattenbauten.

Von jetzt an geht es Richtung Süden. Unser nächstes großes Ziel ist die Oblast Leningrad, das 1350 km entfernte St. Petersburg. Die Tagesetappe endet in einem Motel irgendwo bei Kandalaksha mitten im Wald. Da gibt es jede Menge aggressive Mücken und einen Skilift. Und sonst nichts.

Der Folgetag beginnt in strömendem Regen mit überfluteten Strassen und mit Frischkäse gefüllten Eierkuchen von der Tankstelle. Unsere Rallyegruppe entschliesst sich im Laufe des Tages, nach St. Petersburg durchzufahren und sich somit einen autofreien Tag in der zweitgrößten Stadt Russlands zu gönnen. Fahren, tanken, fahren, tanken,….

Sieht man von Bahnübergängen mit unkalkulierbar hoch herausragenden Schienen ab, ist die Beschaffenheit der Strassen in Russland übrigens unerwartet gut. Die russischen Autofahrer haben grundsätzlich ein robustes Verhältnis zu Verkehrsregeln und den Rechten anderer, aber eine besondere Aufmerksamkeit ist doch stets geboten. Überholen wird denn auch immer wieder gerne zu einem unerforschlichen Akt. Auf die Frage, warum man nicht auf einer geraden, langen Strecke ohne Gegenverkehr an einem gemächlich knatternden Wartburg vorbeizieht, sondern genau dann, wenn die entgegenkommenden Autos schon greifbar nahe sind, haben wir während unserer Reise allerdings keine Antwort gefunden…

Nach 1098 Kilometer kommen wir gegen 23 Uhr in St. Petersburg an. Der Wartburg darf nun – auf dem Parkplatz des Petro Sport Hotels an der östlichen Peripherie der Metropole – einen Tag Pause machen, während die Piloten die Stadt erkunden.

Superlative Adventure Club
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#BSC2017, #RussiaToday

2. Februar 2018

Rallye Monte-Carlo Historique 2018__Start in Barcelona

von Markus

Heute Nachmittag um 14:30 Uhr gingen 38 Teilnehmer aus fünf Nationen von Barcelona aus auf die Reise nach Monte Carlo. Andere Startorte für die Rallye Monte-Carlo Historique sind Reims, Oslo, Bad Homburg oder Glasgow.  314 Fahrzeuge der Baujahre 1955 bis 1980 sind dabei.

Rallye Monte-Carlo Historique

Alle unsere Fotostrecken der letzten Jahre zur Rallye Monte-Carlo Historique an einem Stück gibt es hier.

#RallyeMonteCarloHistorique

Baltic Sea Circle 2017 #3

von Tom

Große Nachlese: Baltic Sea Circle 2017. Die lässigste Tour des vergangenen Jahres. 16 Tage hellwach im wilden Ritt um die Ostsee. 10 Länder im Wartburg 353.


6th Stage, 22. Juni: Hov (Gimsøya) – Tromso & Lyngsalpene, 488 km
7th Stage, 23. Juni: Tromso & Lyngsalpene – North Cape, 497km
8th Stage, 24. Juni: North Cape – North Lapland, 538 km

Die taghelle Arctic Circle Partynacht ist zwar vorbei, aber die Magie der weissen Sommernächte hat uns verzaubert. Das Reisetagebuch geht weiter. Zu unserer Dreiergruppe aus Wartburg, Volvo und T4 kommt der quietschtürkisfarbene Sprinter dazu. Da wir auf etwaige Alkoholkontrollen seitens der norwegischen Autoritäten in den Zuwegen unseres Campingplatzes hingewiesen wurden, starten wir eher “etwas später” in den neuen Tag. Heute gilt es, ein gutes Stück Richtung Norden zurückzulegen. “Arm Wrestling Tournament” steht als Tagesaufgabe im Roadbook, Armdrücken mit skandinavischen LKW-Fahrern.

Norden, Norden, Norden. Wir passieren am siebten Tag schliesslich den 6875 Meter langen Nordkaptunnel, der 212 Meter unter Meeresgrund liegt. Uns begleitet zuletzt immer wieder ein unsympathisches Motorklingeln aus dem Maschinenraum der ‘Grünen Biene’. Doch die Abhilfe soll nicht lange dauern. In Honningsvåg liegt für uns zur großen Freude im örtlichen Coop ein Paket aus Deutschland. Wartburgfahrer Sven hat sein Teilelager durchsucht und uns per Expresssendung mit nagelneuen Unterbrecher- und elektronischen Zündungen versorgt. Damit kriegen wir den Zweitakter hoffentlich wieder zum Schnurren. Der Zusammenhalt in der Wartburg-Community ist etwas ganz Besonderes. Und DHL hat hier eine zuverlässige Spitzenleistung erbracht.

Wir erreichen Kirkeporten Camping, unser Kurzenachtquartier in 14 km Entfernung zum Nordkap, dem großen Ziel unserer Tour. Das Nordkap-Plateau ist die weltberühmte 308 m hohe, steile Klippe auf der Insel Magerøya. Sie erstreckt sich mächtig aus der Barentssee und ist der Endpunkt zum Eismeer im Norden. Wir erfahren so nebenbei, dass der eigentliche nördlichste Punkt Kontinentaleuropas nicht das prominente Plateau, sondern Knivskjellodden, eine Landzunge der Insel, sei. Diese liege rund 1380 Meter weiter nördlich… Hmmm… Macht aber nichts. Wir machen ein gemütliches Lagerfeuer, trinken ein wohlverdientes Pilotenbier und steuern gegen Mitternacht die 1978 errichtete Globusskulptur an.

Es ist eine unwirkliche und unvergessliche Nacht. Wir stehen mit unserem Wartburg 353 mit weit über Hundert alten Autos im Stau – am Nordkap, dem nördlichsten und eigentlich einsamsten Ende unseres Kontinents, stundenlang. Es ist 2 Uhr nachts und trotzdem nicht dunkel. Es ist Ende Juni und eigentlich schon Sommer, und doch sind wir – bei Temperaturen um den Gefrierpunkt – in dicke Wintermontur mit Daunenjacken, langen Unterhosen und Wollmützen gepackt. Die doppelte Lage Socken ist ein Muß. Die Mitternachtssonne legt sich über eine einzigartige kühle und windige Landschaft. Es ist eine traumartige Kulisse und wahrlich surreale Atmosphäre. Die Blechlawine will zum Globus, wo Erinnerungsfotos geschossen werden sollen. Fahrzeug für Fahrzeug. Und das dauert eben. Natürlich ist das Monument normalerweise nicht mit Fahrzeugen erreichbar. Da die ‚Nordkapphallen‘ ihren Ausstellungs- und Shopbetrieb um 1 Uhr in der Früh schließen, war irgendwie und ausnahmsweise dieser unvergessliche Zugang möglich.

Die Hälfte der Strecke liegt nun hinter uns. Die Reise Richtung Süden führt für uns über Russland. So entscheiden wir uns am nächsten Tag für den Abstecher nach Finnland über Väylä und Partakko entlang des Inarijäri, dem drittgrößten See des Landes der Tausend Seen. Am Abend sind wir im norwegischen Kirkenes, unweit vom Grenzübergang Storskog an der Europastraße 105. Während des Kalten Krieges war dies der einzige unmittelbare Landkontakt zwischen der NATO und der Sowjetunion innerhalb Europas.

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#BSC2017

15. Januar 2018

Austin Mini Van__January Drive

von Markus

Der Winter zeigt sich in diesen Tagen von der milderen Seite und so kann man den einen oder anderen Oldie mal aus der Garage lassen und ne Runde drehen, damit er sich die Reifen nicht so platt steht. Und so hoppeln wir in unserem 1964er Austin Mini Van über die Landstrassen des Mainzer Hinterlandes, machen hier und da einen Stopp, um ihn in der Nachmittagssonne zu fotografieren. Ziel ist das Gelände der Halle 45, eine ehemalige Waggon- und Panzerfabrik im Industriegebiet.

 

13. Januar 2018

Baltic Sea Circle 2017 #2

von Tom

Große Nachlese: Baltic Sea Circle 2017. Die lässigste Tour des vergangenen Jahres. 16 Tage hellwach im wilden Ritt um die Ostsee. 10 Länder im Wartburg 353.


3rd Stage, 19. Juni: Örebro Area – Strömsund Area, 164 km
4th Stage, 20. Juni: Strömsund Area – Bodø Area (Norwegen), 1074 km
5th Stage, 21. Juni: Bodø Area – Hov (Gimsøya), Arctic Circle Party Time, 113 km

Am dritten Tag will der Wartburg nur auf zwei Töpfen laufen. Das ist eigentlich kein untypisches Wartburgphänomen: Wir überprüfen Zündspulen, Kabel, Kerzenstecker und Kerzen – alles in Ordnung. Hmmmm…. Ein Defekt an der kontaktlosen Zündanlage erweist sich als – recht ungewöhnlicher – Verursacher des Problems. Zum Glück haben wir ja zwei – leider nicht vorab eingestellte – Unterbrecher-Zündungen für alle Fälle mit an Bord. Das Frontmittelteil wird abgebaut, die Werkzeugkisten werden ausgepackt und der Blutdruck steigt. Die Einstellarbeiten am Strassenrand unter knallender Sommersonne erweisen sich allerdings als schwieriger und zeitaufwendiger als gedacht, so dass wir die Kollegenteams ohne uns auf die Weiterfahrt schicken und uns entschliessen, den Wagen in eine Werkstatt in der Nähe bringen zu lassen, um dort in Ruhe die Problembeseitigung in Angriff zu nehmen. Während des stundenlangen Wartens auf den Abschleppwagen erreichen uns besorgte Meldungen unserer Freunde zu Hause, die sehen dass der Live-Tracker „hängt“. Wartburgfreund Toni verfolgt uns zu Hause in Thüringen fleissig über Facebook und stellt uns den Kontakt zu einem schwedischen Wartburgfahrer im vom aktuellen Standort in Fanthyttan rund 150 km entfernten Insjön in der schwedischen Provinz Dalarnas län her. Dort gebe es sogar eine Werkstatt unter „ostdeutscher“ Leitung mit Wartburgerfahrung. Da Telefonate an verschiedene Werkstätten im Pannenumkreis wenig erfolgversprechend waren, entscheiden wir uns, den Abschlepper auf eigene Kosten nach Insjön zu schicken. Wenngleich der ADAC diese Leistung zunächst abgelehnt hatte, wurden die entsprechenden Aufwendungen im Nachgang dann doch großzügig und kulant erstattet. Daumenhoch!

Eigentlich ist der Dienstag der Tag mit der traditionellen “Surströmming Drive Challenge“- ein intensiv faulig riechender Hering muß als berühmt-berüchtigte „Task of the Day“ über 200 Kilometer im Auto mitgenommen werden. Wir haben allerdings eine andere Agenda. Wir sind im 2000 Einwohner großen Insjön gelandet oder vielmehr gestrandet. Die zwiebelbeladene von syrischer Hand kreierte Pizza al Tonno vom Vorabend liegt zwar noch im Magen, aber das leckere schwedische Frühstück in der Pension Vintergatans lassen wir uns nicht entgehen. Um 8.30 marschieren wir mit dem Gepäck auf dem Rücken zu Insjöns Däckgarage, wo unser Rallyeflitzer steht. Dort bringen wir unser Auto nach mehreren Versuchen gemeinsam mit Holger Schulze schliesslich zum Laufen. Um 14.45 Uhr geht es dann wieder auf Tour. Nun gilt es, Kilometer zu machen. Das Wartburgherz klingelt am Berg und unter hoher Last – ist aber mit gelegentlichem fein dosiertem Choke-Einsatz dann doch gut fahrbar. Wir checken die Lage: Wir müßten am Folgetag gegen 7 Uhr im fast 1100 km entfernten in Bodø in Norwegen sein, um dort rechtzeitig die Fähre auf die Lofoten zu erreichen. Ja, das kriegen wir hin! Das packen wir! Durchfahren, also fahren, tanken, Kaffee holen, fahren, tanken, Kaffee holen, Hot Dog essen, fahren,… Wir treffen unterwegs an einer Tankstelle Mats, ein weiterer Oldtimerfahrer, der auf seinem historischen Motociclo Milani ebenfalls Richtung Nordkap unterwegs ist. Respekt!

Der Wartburg läuft durch die taghelle Nacht. Die Sonne geht nicht unter und berührt nur kurz den Horizont. Wir erreichen die Region Arjeplog am Polarkreis in Schwedisch Lappland mit ihren beeindruckenden gebirgigen Archipelen. Um 3 Uhr sind wir nunmehr alleine auf den Strassen auf über 750m Höhe und bei eisigen Temperaturen unterwegs. Bald erreichen wir die Grenzstation zu Norwegen. Und schliesslich stehen wir um 7:20 Uhr frühmorgens im Fährhafen von Bodø. Das waren 15 1/2 Stunden Fahrzeit. Wir sind kaputt und glücklich zugleich, die grüne Biene, so haben die anderen Teams den Wartburg getauft, hat es geschafft… Ticket lösen, und wir dürfen auf die Fähre rüber auf die Lofoten, nach Moskenes. Auf dem Schiff gibt es zur großen Freude auch ein Wiedersehen mit unseren Partnerteams…

Nördlich des Polarkreises gelegen, befindet sich die zu Norwegen gehörende Inselgruppe. Es ist eine Bilderbuchlandschaft. Malerische Fischerdörfer sind umgeben von steil aufragenden Bergen und tiefblauen Fjorden. Es ist Arctic Circle Party Time. Das erste Zwischenziel ist erreicht. Alle Rallyeteams kommen bei Gimsøya zur großen Partynacht zusammen und bejubeln den Polartag. Die Mitternachtssonne sinkt nicht unter den Horizont. Der Sprung ins Eismeer ist obligatorisch. Die Rallyefahrer feiern am Strand bei Bier und Bier. Geile Sause. Beste Stimmung. Klasse Leute. Die nach der Feierei verbliebene Tüte Schlaf ist kurz und hell und frisch, aber die Daunen im Schlafsack machen einen sehr guten Job…

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Zweitakterz Süd @ Baltic Sea Circle 2017
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#BSC2017

8. Januar 2018

Bilkyrkogården Ryd

von Tom

Baltic Sea Circle 2017. 2nd Stage.

Ein gewöhnlich erscheinendes Waldstück in der Nähe der Ortschaft Ryd im südschwedischen Småland, knapp 200 Kilometer nördlich von Malmö. Man schreitet durch den Wald über matschigen oder moosig-weichen Boden hinweg. Es ist aber kein gewöhnliches Waldstück. Hier zerfallen Automobile, bis sie – in wenigen Jahren – nicht mehr da sind. Bis dahin aber ist dieser ganz besondere Autofriedhof Kulturgut und als solches geschützt.

Der Kenner entdeckt so manches Schätzchen in dem kleinen Reich aus alten Saab, Volvo, Auto Union, Volkswagen oder Ford. Das jüngste Fahrzeug müßte der K70 sein, richtig? Rostiges Blech und Moosteppiche schaffen ganz besondere Kunstwerke. Farne wachsen aus den Motorenräumen. Das ist einerseits traurig. Denn wer würde nicht gerne einen T1-Bus sein eigen nennen oder den DKW Kombi wieder zum Leben erwecken? Andererseits ist das eine surreale Erfahrung ohnegleichen und ein wunderbar würdevoller Ort für die alten Autos, deren Seelen schon im Autohimmel sind.

Bilkyrkogården
Välkommen att besöka Bilkyrkogården i Ryd

ähnlich:
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#BSC2017

7. Januar 2018

Baltic Sea Circle 2017 #1

von Tom

Große Nachlese: Baltic Sea Circle 2017. Die lässigste Tour des vergangenen Jahres. 16 Tage hellwach im wilden Ritt um die Ostsee. 10 Länder im Wartburg 353.
Zehntausende von Bilddateien sind adurchforstet. Wir wollen mit Euch nochmals die geilsten Wochen des Sommers 2017 durchreisen.


Juni 2017: Wir sind bereit für das nördlichste automobile Abenteuer des Planeten. In der gut bepackten caprigrünen DDR-Reiselimousine und der Nummer 26 starten wir am 17. Juni in Hamburg. Mit dem Baltic Sea Circle knattern wir als Team “Zweitakterz Süd” an den nördlichsten Zipfel des Kontinents: Das Nordkap. Wir freuen uns auf holprige Straßen, weiße Strände, tiefe Fjorde, robuste Nadelwälder, die unglaubliche skandinavische Natur, Russland, die Baltischen Staaten und Polen. Wir freuen uns auf eine einmalige Rallye-Atmosphäre zur Sonnenwende mit Mittsommer am Polarkreis und “Weißen Nächten”. Schlafen kann man ja im Winter wieder. Wir freuen uns vor allem auch auf tolle Leute in den Städten und Orten, durch die wir reisen werden, und auf unvergessliche Momente zusammen mit den anderen Teams.

Eine Rallye, wie sie außergewöhnlicher nicht sein könnte – ohne Fokus auf Geschwindigkeit aber mit teilweise sehr herausfordernden Aufgaben entlang der Strecke. Das Fahrzeug darf nicht jünger sein als 20 Jahre und in der Anschaffung maximal 2500 € kosten. GPS-Navigationsgerät und Autobahnen sind tabu. Unglaubliche 250 verrückte und festentschlossene Rallye-Teams treten an, um mit ihren Old School Wagen und Youngtimern das Unmögliche möglich zu machen. Die Rallye ist auch eine gemeinnützige Veranstaltung. Die Wochen im Wartburg werden ein Abenteuer sein, welches wir sicher ein ganzes Leben nicht vergessen werden. Schön, wenn auch andere es nicht mehr vergessen. Die Grundidee der Rallye ist es, mit Spendengeldern die Welt ein bisschen besser zu machen. So sammeln wir im Rahmen des Baltic Sea Circle Spendengelder für Charity-Projekte. Für unsere Spendenpartner – der Anna e.V. – Unterstützung krebskranker Kinder in Aichtal und der Sage Hospital e.V. – kommen sagenhafte 1212 Euro zusammen. Vielen Dank!

1st Stage, 17. Juni: Hamburg – Österlen Area (Schweden),589 km
2nd Stage, 18. Juni: Österlen Area – Örebro Area, 614 km

Unser Abenteuer startet nach am Samstag, den 17. Juni auf dem Hamburger Fischmarkt. Die Sonne lacht, die Stimmung ist supergut und jede Menge coole Kisten füllen den Parc Fermé. Mit defektem Tacho und mit Ersatzteilen, 25 Litern Addinol-Zweitsaktöl, Zelt und Biervorrat maximalbpackt rollen wir von der Rampe und wählen den Landweg über Dänemark gen Norden. Wir fahren in der fröhlicher Gruppe mit unseren Stuttgarter Stammtischkollegen der Teams „Rotzaffa Racing“ im Volvo 850 und „Old Schmetterhands“ im Volkswagen T4-Bus, “Wolfgang” und “Gonza”. Zu den Tagesaufgaben gehören die traditionelle Wikingerweihe – mit dänischem Sand, schwedischem Holz und Meereswasser aus der Ostsee gilt es, auf allen Vieren um einen “Stone of Ale” zu krabbeln – und der Besuch des wilden Autofriedhofs in der Nähe der Ortschaft Ryd im südschwedischen Småland. Unvergleichlich schön sind die Landschaften im Süden Schwedens. Pro Tag sind wir um die 600 km unterwegs. Wildes Camping in unvergleichlich schöner Natur – in Sandhammeren an der schwedischen Ostsseeküste oder an einem Seeufer bei Nora – ist angesagt. Abends gibt es die wohlverdienten Feierabendbierchen in netter Runde. Der Gaskocher befeuert mitgebrachte Würste aus Thüringen oder Köttbullar aus dem lokalen Tankstellensupermarkt. Pulverkaffee und Müsli mit Hanfnüssen sind der kräftige Start in den Tag. Es wird übrigens nicht geduscht, sondern gebadet im Meer beziehungsweise im See, wo denn sonst?

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Zweitakterz Süd @ Baltic Sea Circle 2017
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#BSC2017

28. Dezember 2017

Wartburg Prague

von Tom

Neptunblau. Irgendwo in Prag.

Wartburg 353

23. Dezember 2017

Weihnachtlichst 2017!

von Tom

Wir wünschen allen formfreu.de-Freunden ein schickes und schönes und gar nicht schnelles Weihnachtsfest!

19. November 2017

Sputnik 2017.11

von Tom

Unterwegs mit dem Lada.

Am Freitag gab es die Nummernschilder und der 2108er machte seine ersten Kilometer in der neuen Heimat. Obligatorisch für unseren Russen mit Porsche-Genen waren Fotostopps in Weissach und Zuffenhausen. Dieser Lada kann auch Schwäbisch.

15. November 2017

Funkstreife im Einsatz

von Tom

Nächtlicher Einsatz: Wartburg 353 Funkstreife

13. November 2017

Cross The Alps__Ausstellung Porsche 9110101621

von Markus

X THE ALPS” ist der Titel unserer Ausstellung im M Studio Space & Gallery in Barcelona. Von der Reise in die Alpen mit unserem neu aufgebauten Porsche mit der Seriennummer 9110101621 haben wir ja schon ausführlich hier und in anderen Medien berichtet. Nun haben wir einige ausgewählte Fotografien mal an die Wand gehängt und auch ein längeres Video der Reise gezeigt. Am letzten Samstag war Premiere und es kamen jede Menge Leute vorbei. Ein grosses Fest also mal wieder!!! Bei deutschem Bier und spanischem Wein liess es sich bis spät nachts genüsslich durch die Alpen reisen :) Von den Katalogen haben wir noch einige übgig. A Format A4 , 34 Seiten, 25 Euro plus Versand. Bei Interesse melden …

Garage 911

Gentlemen Drive Magazine

Hier der link zur Langversion unseres Videos.