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20. Februar 2010

Raphael Krome: My First Mercedes

von Tom

Hochschule Pforzheim – Fakultät für Gestaltung

“Wie es ist, 18 zu sein. Aus sozialpsychologischer Sicht befindet sich ein 18-Jähriger In einer Art Ortlosigkeit, einer gewissen Translokalität zwischen jugendlichem und erwachsenem Dasein, zwischen Freiheit und Zwang, zwischen Rebellion und dem Geradestehen für die eigenen Fehler.”

Raphael Krome hat für seine Semesterarbeit diesen ‘Schwebezustand’ von 18-Jährigen aufgegriffen und zum konzeptionellen Thema seines Interieurprojekts gemacht.

“Der Fahrer bekommt in meinem Fahrzeug keinen festen Platz zugewiesen. Er sitzt nicht mehr passiv auf einem gepolstertem Stuhl und bedient ein Interface. Er benötigt kein Interface mehr. Das Fahrzeug lässt sich intuitiv durch Körperbewegung steuern. Der Fahrer wird in einem beweglich gelagerten Sitz mit Fixpunkten im Arm und Nackenbereich bei seinen Lenkbewegungen von einem aktiven, elastischen Biokomplex unterstützt. Ich habe sozusagen die Funktion von Lenkrad und Sitz ausgetauscht. Mein Fahrer hält sich fest und steuert das Fahrzeug durch seine Eigenbewegung im Rumpfbereich. Das Fahrgefühl gleicht der Bewegung unter Wasser, flüssig und leicht. Dadurch bleibt die eigene, echte Mobilität des menschlichen Körpers derer ich einen 18-Jährigen durch den Eintritt in die Automobilität nicht berauben möchte, erfühlbar. Mein Fahrzeug wird sich nicht bewegen, wenn sich der Fahrer nicht bewegt.

Das Interieur als Erweiterung des Körpers. Raumeroberung des Körpers. Sichtbare Bewegungsenergie, keine Grenze, sondern Erweiterung des Körpers.”

Faszinierend ist die badeschaumähnliche Gel-Ästhetik. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Advanced Design.

Sehrsehrinteressant.

www.kromjuwelen.de

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Pics und Zitate: Raphael Krome

#Pforzheim

1 Kommentar zu “Raphael Krome: My First Mercedes”

  1. Markus sagt:

    Wow, Glueckwunsch zu diesem fantastischen Projekt. Und auch zu den Fotos im Blog!!!Sehr inspirierend.

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