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SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

17. Januar 2015

Rückspiegel: L’Hannibal Total 1988

von Tom

Grande randonnée d’été tout terrain dans les Alpes.

Aus dem Familienalbum. Auf den Spuren Hannibals führte die von Total organisierte Offroad-Tour im Sommer 1988 über die französisch-italienische Alpenkette. Vallée della Tarentaise, Col de l’Iseran, Colle dell’Assietta, Colle delle Finestre, Lago Nero, Sommeiller, Col de Forclaz…

Ich erinnere mich an eine kernige Truppe aus Land-Rover, Land-Cruiser, Trooper, Patrol, Suzuki SJ, Mercedes-Benz G, T3 Syncro oder Daihatsu Rocky, außergewöhnliche Panoramen, Biwak in einmaligen Berglandschaften und reichlich Staub und Dreck und Schlamm… Geländewagen waren damals übrigens noch keine SUVs.

ähnlich: Rückspiegel: Alpentour 1991

10. Januar 2015

Porschegeschichten: Phil und sein kristallblauer ’69er

von Markus

Phil und Evan sind zwei autoverrückte Brüder aus Michigan und wir hatten das eine oder andere Mal schon von Ihnen berichtet. Damals hatten wir Evans sandbeigen Porsche 911 und Phil mit seiner Alfa Romeo Giulia Sprint vorgestellt. Nun hat auch Phil einen alten Elfer, genauer gesagt ein kristallblaues Exemplar von 1969! Hier schreibt er die Geschichte seines Fahrzeugs.

I’d like to introduce you to my Crystal blue ‘69T…

This whole story began in October 1968 when a Miss Patricia Schuessler flew to Germany to order this car directly from the factory for her father. She specifically ordered the car to have Crystal blue with S options including Comfort package, S brakes and 5-speed gearbox.

Miss Schuessler and her father were both officers in the military. They resided in Huntsville Alabama working for the Arsenal, from what I understand; the father was temporarily stationed in Germany. So after tourist delivery they drove the car in Germany for a few months before being shipped back to Alabama. From there, the Schuessler family drove the car for many years with government stickers on the windshield showing valid until 1994. I also have documents showing that the car transferred ownership from the father back to the daughter (Patricia) in 1986.

This car has cheated death by nearly missing a few tornados in the Huntsville area. Actually, that’s how the previous owner whom we purchased the car from discovered the car. Huntsville local, had a brother in the tree removal service, he was hired to pull a fallen tree off of the garage in which this car sat for a number of years. Since there wasn’t any petrol available for sale in the Huntsville area, the previous owner drove down some petrol from Tennessee to help his brother with the tree removal service. Huge air-cooled Volkswagen drag racer, noticed the crystal blue 911 in the damaged garage. He ended up purchasing the car from Patricia in 2011. Making the car a single-family ownership from new until then, he then removed the engine and completely refurbished the drivetrain to factory spec.

We acquired the car in early summer of 2013, at some point the car was fitted with an air conditioning unit. When the previous owner re-furbished the engine he pulled the condenser; this lead to a number of electrical issues that had to be addressed in order to make a reliable driver. We replaced the batteries, alternator, distributor, new plugs, carb rebuild and flushed the fuel tank. It was apparent that after the engine rebuild the car sat for about a year without being driven much at all.  The car is an absolute joy to drive. For now I’m going to enjoy it while slowly piecing together the bits in the interior that need to be replaced. Eventually the original glass will be carefully taken out and a new dash-top will be fitted. The car will be complimented with a new coat of paint. It was re-sprayed sometime in the 80’s with a close but not exact match to the Crystal blue. The car still wears its original paint in parts of engine bay/door jams and under the trunk lid. After all this time, I still can’t but wonder why she didn’t order an E? I think it would have been cheaper for her don’t you think?

Thank you for your time,

Phil

Also check his Instagram and Twitter!!!
Mehr Porschegeschichten hier.

5. Januar 2015

7. Winterteilemarkt Magdeburg

von Tom

Das erste Oldtimer-Event im Jahr in Deutschland!

Die Altautos sind im Winterschlaf. Es sind noch etliche Wochen bis zum Saisonstart. Für die Ungeduldigen drehte sich in drei Hallen am Magdeburger Elbauenpark derweil am Wochenende schon mal alles um die Schätzchen von einst. Ein frohes Teileschauen und -jagen und ein spannendes Stöbern in altem Zeug: für den Caprigrünen fand sich sogar eine lang ersehnte passende – noch originalverpackte – Auto-Seiten-Antenne vom VEB Antennenwerke Bad Blankenburg… ;)

Oldtimer & Teilemärkte

formfreu.de: Oldtema Erfurt 2013
formfreu.de: Oldtema Erfurt 2014
formfreu.de: 31. Oldiebasar Neuruppin

31. Dezember 2014

Reise 1939 vom 29.VI. bis zum 4.VIII: Glocknerstrasze

von Tom

Flohmarktfund: Reise 1939 vom 29.VI. bis zum 4.VIII

Die Reise der Grolls geht von Nürnberg nach Venedig. Eine Etappe auf der Rückfahrt ist die Glocknerstrasze:

26.VII. – Heiligenblut – Obere Schütt und Groszglockner – Groszglocknergletscher – Franz-Josef-Haus – Freiwand – Parkplatz Edelweiszspitze, 2571m – Glocknerhaus – Parkplatzfreiwandeck – Hochtorstrecke – Ausblick vom Hochtortunnel – Hochtortunnel – Mittertörltunnel, Edelweiszspitze – Oberes Naszfeld und Groszen Wiesbachhorn, 3570m – Oberes Naszfeld – Hexenküche mit Brennkogl, 3018m – Ferleiten – Kehre 6 mit Sonnenwelleck, 3266m und Fuscherkarkopf, 3332m – Fuschertörl mit Groszglockner, Sonnenwelleck und Fuscherkarkopf*

Die berühmteste Alpenstrasse! Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet als hochalpine Gebirgsstraße die beiden österreichischen Bundesländer Salzburg und Kärnten. Sie führt von Bruck an der Großglocknerstraße über die beiden Pässe Fuscher Törl und Hochtor nach Heiligenblut am Großglockner und weist Abzweigungen zur Edelweißspitze und zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf. Sie ist die höchstgelegene befestigte Passstraße in Österreich.** Auf 48 Kilometern Hochalpenstraße mit 36 Kehren, bei einem Höhenanstieg bis auf 2.504 Meter gibt es ein Natur- und Fahrerlebnis der besonderen Art! Wunderbare Kurven! Man durchquert eine einzigartige Gebirgswelt. Blühende Almwiesen, Bergwälder, mächtige Felsen und ewiges Eis bis zum Fuße des Großglockners, der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe! Die Aufnahmen zeigen immer wieder einen Steyr 50, mit dem die Reisenden offenbar unterwegs waren.

Mehr Großglockner Hochalpenstraße bei formfreu.de gibt es hier:
CrossRoads Designers’ Rallye 2014
Großglockner Hochalpenstraße

Und mehr historische Automobilfotos gibt es bei autostolz.formfreu.de

*Fotoalbum: Flohmarktfund: Reise 1939 vom 29.VI. bis zum 4.VIII
**wikipedia.de

Hinweis: Die gezeigten Fotos wurden auf einem Flohmarkt erworben. Urheber und Rechteinhaber des Bildmaterials sind unbekannt. Sollte jemand nachweislich im Besitz der Bildrechte sein, bitten wir ihn, sich mit formfreu.de in Verbindung zu setzen.

29. Dezember 2014

Louwman Museum Den Haag

von Tom

Kathedrale der Automobilgeschichte

Die Louwman Collection ist die älteste private Fahrzeug-Sammlung und wurde von zwei Generationen der Familie Louwman zusammengestellt. Über 300 Fahrzeuge werden heute in Den Haag gezeigt, darunter höchst seltene Exemplare der Marken Bugatti, Isotta-Fraschini, Voisin, Hispano-Suiza und Düsenberg oder Rennwagen, Luxusautos und Jedermannautos.

Seit 2010 ist die Sammlung im vom amerikanischen Architekten Michael Graves entworfenen Gebäude in Den Haag zu sehen, wo auch der Rest der aufgelösten Rosso Bianco Collection in die Ausstellung integriert wurde.

Meine ganz besonderen Highlights sind die kuriose Bréguet A2 Voiture Electrique, der Fiat 8V Demon Rouge (Michelotti/Vignale), der skurile Shanghai SH760 und der wunderbare Toyota 2000GT

Den Haag ist also eine Reise wert!

Louwman Museum

14. Dezember 2014

Hingucker und Krachmacher: Melkus RS 1000 GTR

von Tom

Melkus RS 1000 GTR für Motor 77

Gold trifft Gold. Frank’s Melkus RS 1000 GTR vor goldenem Tor und goldenem Herbstlaub. Der 1969 vorgestellte RS 1000 war ein straßentauglicher Mittelmotorsportwagen auf Basis des zweitaktenden Wartburg 353 und der einzige Sportwagen der DDR. Tolle volle Formen, Flügeltüren und geiler Knatter-Sound. Der totale Hingucker und Krachmacher.

Die komplette Story und Fotoreihe gibt es im neuen Rallye-Magazin/Motor 77. Ab 22.12. im Handel. Freut Euch drauf! Kaufen!

Rallye-magazin/Motor 77

Der aufmerksame formfreu.de-Besucher kennt den goldenen Melkus natürlich bereits vom Zweitakterz Süd Treffen Denkendorf. Noch mehr Melkus findet ihr bei uns hier und hier.

12. Dezember 2014

Go East #3

von Tom

Unterwegs im Osten. IFA-Garten-Sammlung…

ähnlich: Go East #1
Go East #2
Go North #2
Go South

7. Dezember 2014

Adventsschrauben

von Tom

Schraubertag 2014.11 @ Zweitakterz Süd

Heute: Lässiges Zündungseinstellen beim 311er

Zweitakterz Süd

Schraubertag 2014.06
Schraubertag 2014.10

6. Dezember 2014

Auto Retro Barcelona 2014

von Markus

Die Auto Retro in Barcelona geht noch bis zum Montag. Zu sehen gibt es viel altes Blech und Automobilia. SEAT feiert 30 Jahre Ibiza, Mercedes 60 Jahre Ponton, und es gibt eine BMW Sonderausstellung mit M1, 327, 328, 502 oder 503. Bei Nou Once steht der erste in Spanien zugelassene 911er und der Bierfabrikant Moritz hat mal wieder jede Menge seiner SEAT 600er mitgebracht und hübsch neben Exponaten der SEAT Collection in Szene gesetzt. Es lohnt sich also wieder!

Auto Retro

Auto Retro 2007-2014 bei formfreu.dehier.

autoretrobarcelona#

30. November 2014

Den Ku’ Damm ‘rauf und runter’

von Tom

Im Oldtimertaxi durch die Berliner Nacht und den Ku’ Damm ‘rauf und runter’.

Der Reinickendorfer Ralf Werner ist 77, sein Gefährt 50 Jahre alt. Beide sind absoluter Kult. Der Chauffeur trägt ein rotes Indienhemd und auf dem Kopf Irokesen-Schnitt. Der Wagen heißt Nepomuk und ist ein heckflossiger Mercedes-Benz 190 Dc der Baureihe 110, Baujahr 1964. Dieselmotor. Farbe Hellelfenbein. 55 PS, 140 km/h Spitze nach Tacho.

Am späten Sonntagabend führt er am Droschkenstand in Schöneberg die wartende Fahrzeugsreihe aus modernen B- und E-Klassen an. Sein schwarz-gelbes Taxischild auf dem Dach ist kleiner und leuchtet schwächer.

Zeitreise! Irgendwo stelle ich mein Auto ab und eile zu den Taxen. Ich greife zur Beifahrertür des Klassikers: “Guten Abend. Einmal Zeitreise bitte. Zeitreise nach Westberlin. Den Ku’ Damm ‘rauf und runter…” Elegante Heckflossen, ein mächtiger Kühlergrill, Säulentacho, Lenkradschaltung, rote Polster und weiße Häkeldeckchen beschwören Stil und Geist der 1960er Jahre. Ich nehme Platz auf den weichen Polstern. Was für eine Rundumsicht! Auf einem Schildchen auf der Armaturentafel ist in Handschrift und mit liebenswertem Schreibfehler zu lesen: „Du fährst im ältestem Taxi Berlins.“ – was wohl mittlerweile nicht mehr ganz so richtig ist, seit es seit ein paar Jahren einen trapezförmigen 1963er Peugeot-Oldie im Berliner Droschkenbetrieb gibt. Über eine Million Kilometer hat Nepomuk jetzt runter. Seine Gebrauchsspuren verleihen ihm eine besondere Ästhetik und machen ihn erst richtig schön – ‘automobile Patina’ heißt das neudeutsch. Zum Taxi wurde die Heckflosse erst 1990 umgebaut und in RAL 1015 umlackiert. Unter der Motorhaube nagelt ein Austauschherz aus einem 123er.

Die Fahrt geht über den Nollendorfplatz, über die bekannte Shopping-Meile Tauentzienstraße am KaDeWe vorbei zum Kurfürstendamm zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, dem östlichen Punkt des weltberühmten Boulevards, und weiter Richtung Rathenauplatz und dann zurück.

Ralf Werner erzählt. Viele berühmte Fahrgäste habe Nepomuk schon gesehen. Harald Juhnke oder Paul van Dyk seien mit ihm durch die Nacht gefahren. Für die meisten Kinder heute sei Nepomuk kein stolzer Mercedes, sondern einfach der “große Trabant”. Das kleine Ostauto mit seinen ebenso hohen kreisrunden röhrenförmig aus den Kotflügeln wachsenden Scheinwerfern und spitzen Flossen am Heck sei heute eben vielmehr im allgemeinen Bewusstsein als die W110er trotz ihrer imposanten Kühlermasken…

Zur Weihnachtszeit pflegen Ralf Werner und Nepomuk übrigens eine ganz besondere Tradition. Mit einer brennenden Kerze auf dem Instrumentenbrett sorgen sie für erstaunte – und bisweilen etwas um ihre Sicherheit besorgte – Fahrgäste und für besinnliche Stimmung.

Die Oldtimerdroschke fährt zuschlagsfrei zu den regulären Tarifen. Bei Fahrtende zeigt mir das Taxameter 16 Euro an: nicht viel für einen wunderbaren Ausflug in die Vergangenheit und für unvergessliche Streicheleinheiten für die Altautoseele.