formfreu.de
SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

25. September 2016

Hahnweide 2016: Ferryflug in der Ju 52/3m

von Tom

OTT16 – 18. Oldtimer-Fliegertreffen. Luftfahrtgeschichte erleben. Mit der “Tante Ju” oder der “Grande Dame der Luftfahrt” von Dübendorf auf die Hahnweide. Die Ju52/3m prägte den zivilen Luftverkehr wie nur wenige weitere Flugzeuge und ist heute das wohl bekannteste historische Flugzeug aus deutscher Produktion. Einzigartig sind die für Junkers typische Wellblechbeplankung sowie die brummenden Sternmotoren. Thomas Meinicke war mit an Bord.

Ju-Air

Die Fotos von 2013 gibt es bei uns hier und hier. Noch mehr Ju52/3m findet ihr bei uns in folgenden Beiträgen: Junkers Ju52/3m @ ILA Berlin Air Show 2010 und Junkers Ju52/3m @ AVA Göttingen.

Fotos: Copyright: Thomas Meinicke

Fliegerbilder#

18. September 2016

7. NATO-Militärfahrzeug-Treffen Reutlingen

von Tom

7. NATO-Militärfahrzeug-Treffen Reutlingen

Am letzten Wochenende hatten die Reutlinger Reservisten zur diesjährigen Mittelpunktveranstaltung der Landesgruppe Baden-Württemberg auf das Motocross-Gelände, dem ehemaligen französischen Standortübungsplatz, in Reutlingen geladen. Jede Menge olivgrünes Kulturgut gab es zu bestaunen: Unimog, Jeep, Munga, Iltis & Co. Trabant Kübel und Wartburg Funkstreife repräsentierten die Fahrzeugtechnik von einst jenseits des ‘Eisernen Vorhangs’.

Neben zahlreichen Besitzern von militärischen Oldtimern und ehemaligen Blaulichtfahrzeugen aus der Nachkriegszeit waren auch Truppenteile der Bundeswehr mit aktuellen Fahrzeugen, wie Boxer San BAT, Hägglunds, Dingo 2 vor Ort. An der zweieinhalbstündigen Ausfahrt über Betzingen, Wannweil, Kirchentellinsfurt, das Neckartal und Sondelfingen hatten 37 Fahrzeuge teilgenommen.

Für die Bewirtung sorgte der Feldküchentrupp der Reservistenkameradschaft Reutlingen mit Erbseneintopf, Kürbissuppe und Gegrilltem.

Reservistenverband

formfreu.de: Wünsdorf 2012
formfreu.de: Wünsdorf 2015

Mini Berlin

von Tom

Street Life Kreuzberg: Mini Mk1

16. September 2016

16. Rheinhessen-Rallye 2016

von Markus

Mit der alljährlichen Rheinhessen-Rallye kündigt sich mal wieder das Ende der Saison an. Das traumhaft schöne Wetter, lässt dies gar nicht vermuten und tröstet so über die eine oder andere verregnete Ausfahrt im Frühsommer hinweg. Um die 60 Fahrzeuge fanden sich am letzten Samstag zum Start in Alzey ein und machten sich alsbald auf die wunderschöne Strecke. Gefahren wurde nach Skizzen auf dem kürzesten Weg, zu Suchen waren die stummen Wächter und zu meistern waren einige Geschicklichkeits- oder Gleichmäßigkeitsprüfungen. 400m waren mit einem 30er Schnitt zu fahren, wobei das Ziel mit exakt 20km/h zu durchfahren war. Stein-Bockenheim war mit Chinesenzeichen zu durchfahren und in Wöllstein wartete die erste Sonderprüfung auf uns. Einmal auf einer engen, mit Pylonen abgesteckten Fläche wenden, bitte. Das war mit unseren GT4 natürlich eine Katastrophe. Riesiger Wendekreis und fehlende Servolenkung machten die Übung zur Tortur für Fahrer und Fahrzeug. Da wünschte man sich doch einen Mini, der die Aufgabe in einem Rutsch, ohne zu rangieren erledigte…die SP2 war eine Schätzaufgabe. Zu wissen galt die minimale Bodenfreiheit seines Fahrzeugs in der Wagenmitte. Auch hier lagen wir etwas daneben.

Nach der Mittagspause bei Wörrstadt ging es mit Strich- oder Strich-Punkt Skizzen in teilweise uraltem Kartenmaterial von 1936 oder aus den 60er Jahren weiter. Eine Lange GLP in Monzersheim war ebenfalls mit einer alten Karte zu bestreiten, was teilweise zu Verwirrung im Cockpit führte. Ziel war, wie immer, auf dem Marktplatz in Oppenheim, wo uns die noch amtierende rheinhessische Weinprinzessin Kathrin Weinbach mit einem leckeren Fläschchen empfing. Bei Siegersekt und einem Eis vom Kaffee gegenüber verkürzten wir uns die Wartezeit, bis alle Teilnehmer im Ziel waren. Dann ging es im Konvoi zur Abendveranstaltung Dienstleistungszentrum ländlicher Raum, wo der Abend bei der Siegerehrung ausklang. Wie immer bekam jedes Team eine Flasche Wein mit der Platzierung. Bei und war es diesmal die 33. Ein großer Dank und Lob geht an die Organisatoren und Helfer, die dieses Jahr eine besonders spannende und schöne Rallye auf die Beine gestellt haben. Die Strecke war ein Traum, ein Bach war zu durchqueren, ein Weinberg zu durchfahren, eine Fischgräte aus einer Telefonzelle zu holen. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr. Am 09.09.2017 ist es soweit…

formfreu.de: Rheinhessen-Rallye 2014, 2013, 2012 und 2011
formfreu.de: Rheinhessen-Rallye-Team: Osterausfahrt 2011

Rheinhessen-Rallye

15. September 2016

Giro Francoforte @ Weekend Italiano Storico

von Markus und Tom

Die Oldtimerrallye Giro Francoforte fand dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen des Weekend Italiano Storico in der Klassikstadt Frankfurt statt. Über 80 Alfa Romeo, Fiat, Lancia, Lamborghini, Maserati oder Ferrari machten sich auf den Weg über die 285 km lange Strecke in Richtung Vogelsberg und wir waren mit Startnummer 46 und dem 308 GT4 dabei. Jede Menge Italoflitzer auf einen Streich. Klaro: die Alfa-Spider-Truppe war erwartungsgemäß sehr stark vertreten. Aber wann haben wir das letzte Mal soooo viele Alfasud oder Fiat 124 Coupé gesehen? Ganz große Freude! Der weisse Panda war das einzige nichtsportliche Brot-und Butter-Auto in der Horde. Vergeblich war leider die Ausschau nach 127er, 128er, Uno, Y10, Thema oder A 112…

Die technische Abnahme und Registrierung konnte man schon am Freitag Nachmittag machen. Ebenso wurde am Abend ein Beifahrerlehrgang für Neulinge oder Neugierige angeboten. Start der Rallye war dann am Samstag nach reichlich Frühstück und Fahrerbesprechung um 9:45h. Sie war gespickt mit sieben Gleichmäßigkeitsprüfungen und teilweise verschachtelten Aufgaben. Gemessen wurde mit Lichtschranke oder Druckschläuchen und es galt, auf die Hundertstelsekunde genau zu fahren. Los ging es mit der ersten Doppelprüfung gleich nach dem Start noch auf dem Gelände. Dann erstmal aus Frankfurt raus, ein kurzes Stück Autobahn Richtung Hanau und Gründau zum Fahrsicherheitszentrum Rhein-Main. Weil Fiat der Hauptsponsor der Veranstaltung war, wurden und für einige Aufgaben die neuesten Konzernfahrzeuge der FCA-Gruppe zur Verfügung gestellt. Hier war es die neue Giulia, in der wir einen Pylonenkurs mit einer Dreierzeitprüfung zu fahren hatten. Auf dem Schottenring, einer ehemaligen Motorradrennstrecke, wartete eine lange Prüfung (2,73km in 6,40 Minuten). Das Ziel liegt etwas versteckt auf einem Parkplatz. Mittagspause war im Gut Neumühle in Muschenheim. Die ehemalige Getreidemühle bietet mit Restaurant und einem weitläufigen Park die ideale Kulisse für unsere Rallye. Auch hier gab es eine interessante Wertungsprüfung. Mit Jeeps musste erst ein Bach durchquert werden und dann 850m langer Geländeparcours mit zwei Sollzeiten exakt gefahren werden. Gut gestärkt und motiviert konnte der Nachmittag beginnen. Die schöne Strecke führte Richtung Süden, am Feldberg vorbei, wo nochmals eine Langprüfung wartete (3,92km in 7:49 Minuten). Zurück in Frankfurt ging es auf das Gelände der FCA Germany AG. In der Tiefgarage durften wir den neuen Fiat 124 Spider Probe fahren. Nicht zum Spaß natürlich. Auch hier war die genaue Sollzeit zu beachten. Gegen 17:30 rollten wir im Ziel in der Klassikstadt ein, wo die letzte Dreier-Sollzeitprüfung zu durchfahren war. Bis zum Dinner und der Siegerehrung war noch reichlich Zeit, die wir auf dem Gelände und in der Werkskantine verbrachten. Ein wunderschöner Tag. Bestes Sommersonnenwetter, tolle Fahrzeuge und überall klasse Laune. Die Rallye war fantastisch organisiert. Es wurde an alle Details gedacht und die Veranstalter haben sich spannende und interessante Prüfungen ausgedacht, die sicher für den einen oder anderen Neuling etwas herausfordernd waren, aber auch den fortgeschrittenen Rallyefahrern Spaß gemacht haben. Glückwunsch zur gelungenen Premiere des Giro Francoforte!

Giro Francoforte

formfreu.de: Alfa Romeo Renntag 2015 @ Klassikstadt
formfreu.de: Auto Zeitung Youngtimer Classic @ Klassikstadt

14. September 2016

@ Itzelberger See

von Tom

Sommersamstag

Autoausflug mit den Ostmobilen und Britenflitzer zu Daniela und Bernd an den Itzelberger See… Der Lotus hat sich unterwegs dank großen Spoilerbretts als perfekte Getränketheke erwiesen… ;)

12. September 2016

Denkendorf 2016

von Tom

Zweitakt- und Ostfahrzeugtreffen Süddeutschland 2016

Zum vierten Mal luden die Zweitakterz Süd zum großen Altautowochenende in die Filderebene. Das Treffen für historische Fahrzeugen mit dem knatternden Zweitaktmotor und Ostmobile ist mittlerweile schon eine schöne und kultige Tradition. Der Schotterplatz am Denkendorfer Heerweg war voll! An beiden Tagen gaben über 150 verschiedenste Automobile und Zweiräder ihr Stelldichein: ein tolles Potpourri aus Trabant, Wartburg, Barkas, Lada, Skoda, MZ, Simson & Co. war zu bestaunen… Zur Horde der Ostfahrzeuge gesellten sich wieder auch einige DKW-Schätzchen aus westdeutscher Produktion. Ganz besondere automobile Highlights waren der seltene Sachsenring P3, das elegante Wartburg 311 Coupé und der skurrile AWS Shopper.

Viele Besucher reisten mit Qek & Co. an. So sorgten die historischen Wohnwagen und Zelte wieder für die typische Atmosphäre wie einst auf dem Campingplatz… Die Gäste kamen aus dem Stuttgarter Umland, aber auch aus Baden, Brandenburg, Thüringen, Bayern und der Schweiz. Den Pokal für die weiteste Anreise ging an Ad Bontje. Er knatterte mit dem pinkfarbenen Barkas B1000 von Budapest aus nach Süddeutschland und legte dabei insgesamt über problemfreie und fröhliche 2000 Zweitaktkilometer zurück.

Tolle Fahrzeuge, nette Leute und allerbeste Laune. So macht es Spaß! Der nasse Samstagabend – offenbar hatte irgendjemand die Gulaschsuppe am Freitagabend nicht aufgegessen – ließ sich so sehr leicht verschmerzen.

Zum Treffen gehören traditionell Unterhaltungsprogramme, kulinarische Spezialitäten vom Grill aus Thüringen und abendliche Lagerfeuerromantik. Die große Samstagsausfahrt war wieder eine kunterbunte Runde ins Denkendorfer Umland. Die Fahrzeugpräsentationen standen in diesem Jahr im Zeichen der Eisenacher Jubiläen “50 Jahre Wartburg 353″ und “60 Jahre Wartburg 311″.

Zweitakterz Süd

Die Fotostrecken der letzten Jahre findet ihr hier, hier und hier

28. August 2016

Ahorngelb @ AWE

von Tom

August 2016. Heimweh-Treffen in Eisenach. Der Wartburg 353 W auf dem Gelände seiner Geburtsstätte…

23. August 2016

1er _X-berg

von Tom

Street Life Berlin: 1er-Golf in Kreuzberg

#Volkswagen, #Golf

Langenbeutingen

von Tom

Vom 12. bis 14. August trafen sich die Freunde von Trabi, Wartburg, MZ, Simson und Co. in Langenbeutingen zum 8. IFA-Sommertreffen vom Trabant & IFA Team Heilbronn–Hohenlohe. Auf der Festwiese des örtlichen Kleintierzüchtervereins vor dem Freibad gab es bei strahlendem Sonnenschein eine buntes Fahrzeug- und Campingpotpourri.

Trabant & IFA Team Heilbronn–Hohenlohe

ähnlich: Maiausfahrt 2015

17. August 2016

57. ADAC Cosmo Rallye Wartburg

von Tom

Das erste Augustwochenende in Eisenach stand nicht nur im Zeichen des großen Heimweh-Treffens, sondern die Motoren knatterten und brüllten auch für die 57. ADAC Cosmo Rallye Wartburg. Der siebte von zehn gemeinsamen Läufen des ADAC Rallye Masters und der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) wurde rund um die historische Wartburg in Eisenach ausgetragen.

Einen Höhepunkt der ADAC Cosmo Rallye Wartburg gibt es immer schon vorab am Freitagabend. Der nächtliche Showstart auf dem Marktplatz in Eisenach ist einer der bestbesuchten in Deutschland. Der sportliche Teil begann dann am Samstagvormittag auf dem Serviceplatz vor dem Opel-Werk. Die Straßen rund um das frühere Teilstück der Autobahn A4 sowie die Flächen der einstigen Raststätte Ramsberg bildeten das ‚Cosmodrom’, ein zentraler Anlaufpunkt für die Fans mit Stadion-Atmosphäre. Hier wurden drei der elf WPs am Samstag ausgetragen.

Wir haben den Flitzern am Marktplatz und am Cosmodrom zugeschaut. Dabei galt unsere Begeisterung ganz klar den Rallye Wartburg Legends, den Teilnehmern des Historic-Rallye-Cup. Hier geht es um Sollzeiten auf historischen Motorsportfahrzeugen. Es war eine große Freude, die historischen Wartburg, Trabant, Skoda, Lancia, Fiat oder Audi der Teams aus Tschechien, Polen und Deutschland in Action zu sehen. Neben den 353ern, den Delta oder quattro war der Panda 4×4 von Matthias Mensinck/Sandra Wamers der ganz besondere Hingucker und Sympathieträger…

formfreu.de: 52. ADAC Rallye Wartburg – Nachtstart

Fotos: Thomas Meinicke, Thomas Sälzle

16. August 2016

Elsass und Schwarzwald Tour__Ferrari 308 GT4 und Mercedes-Benz 280 SL

von Markus

Das war eine Sause! Drei Tage mit meinem Zwillingsbruder und seinem Sohn durch das Elsass und den südlichen Schwarzwald cruisen, über 1100km haben wir in unserem Ferrari 308 GT4 von 1977 und der 280er Pagode von 1969 zurückgelegt. Gestartet wurde in Mainz, bzw. Frankfurt, dann Richtung Süden auf der Autobahn bis Kandel, durch den Bienenwald nach Frankreich. Vorbei an Strassburg und zur ersten Station in Molsheim an der Bugatti Fabrik. Diese heißt Atelier und hier wird der 1500PS starke Chiron zusammengebaut. Wir sind mit unseren 235 bzw. 170 Pferdestärken etwas schwächer motorisiert, haben aber weiter keine Gedanken darüber verschwendet und machten uns stattdessen weiter auf die Reise durch die wunderschöne Landschaft, durchfahren Obernai und Ottrott und machen einen Mittagsstopp auf dem 763m hohen Odilienberg, auf dem sich das gleichnamige Kloster St Odile befindet. Würstchen mit Pommes für 7,20 Euro. Naja, das ist noch steigerungsfähig. Die Route führte uns weiter über Le Hohwald, den Col du Kreuzweg bis zur mächtigen Burg Haut-Kœnigsbourg. Die 260 m lange Anlage thront als Kammburg in 757 m Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mächtigen Buntsandsteinfelsen hoch über der Oberrheinischen Tiefebene und ist eine der höchstgelegenen Burgen im Elsass. Um sich nicht zu verlaufen, wurde ein Rundgang vorgegeben, der durch die verschiedenen Gebäudeabschnitte, Türme Räume führt. Eine weitere Station, die auch dem lieben Neffen gefallen hat, war der Affenwald bei Kintzheim. In einem riesigen Gehege leben über 200 Berberaffen, die man mit Popcorn füttern oder nur beobachten kann. Nach dem Kinderprogramm gab’s dann auch noch was für Erwachsene. Letzte Station für den Tag war im Weingut Domaine Jean Sipp in Ribeauville. Es befindet sich im Herzen der Altstadt in einem eindrucksvollen Bau aus dem Jahr 1416. Wir haben schick im Hof parkiert und uns mal durch einige der zwanzig Cuvées probiert, die die junge Dame und bereitwillig einschenkte. Gewürztraminer, Riesling oder Muscat, Cru und Grand Cru. Alles vom allerfeinsten und wir laden schließlich leicht beduselt einige Kistchen in unsere knapp bemessenen Kofferräume. Bis zum Tagesziel war es ja nicht mehr weit, die 349 Seelen-Gemeinde Zellenberg, in der Nähe von Riquewihr. Das Hotel „Le Riesling“ kann als Stopp in der Region empfohlen werden und  unsere Oldies dürfen auch in der Garage schlafen. Bei leckerem Essen auf der Terrasse und Blick in die wunderschönen Hügel und den Kirchturm mit Storchennest endete der erste Tag.

Der Samstag beginnt mit einer Fahrt nach Riquewihr und einem kurzen Spaziergang durch das hübsche, aber von Touristen nur so überlaufene Dörfchen. Eine Nippesbude reiht sich an die andere und wir fassen uns kurz, machen ein paar Bildchen von den bunten Fachwerkhäusern und fahren dann weiter zur nächsten Station: Die Schnapsbrennerei Miclo am Ortseingang von Lapoutroie. In dritter Generation schon bemüht man sich hier, leckere Früchte in Hochprozentiges zu verwandeln und in die schlanken Flaschen zu bekommen. Es ist zwar erst Vormittag, aber wir probierten dennoch schon mal ein wenig. Einen Ingwerlikör z.B. und nahmen gleich ein Fläschchen als Andenken mit. Die Route führte über La Bonhomme zum Mittagsstopp bei der Ferme-auberge La Graine Johé. Ein Bauernhof mit Gasthof und tollem Blick ins Tal. Der Munsterkäse ist aus eigener Herstellung und kommt in fast jedes Gericht. Nach der Stärkung ging es den Col de Schlucht (1135m) in Richtung Süden. Vorbei an Skiliften, die im Sommer die Mountainbiker auf den Berg katapultieren, Paraglidern und Kühen. Immer wieder kommt man auch mit netten Franzosen ins Gespräch, die sich über unsere Autos freuen oder uns die Gegend erklären.

Ein echtes Highlight ist die Fahrt über die Routes des Cretes, die Vogesenkammstrasse, zum Le Hohneck, dem mit 1363 Metern dritthöchsten Berg der Vogesen. Der Blick von dort oben ist unglaublich, an klaren Tagen kann man über 150 Kilometer weit bis zu den  Schweizer Alpen sehen. Aber mussten weiter, war doch unser nächstes Ziel die Cité de l’Automobile in Mulhouse, welches wir über die D430 erreichten. Als eines der größten Automuseen beherbergt es über 500 Fahrzeuge, allein 123 Bugatti! Wir kamen gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss rein und erfreuten uns an den fast menschenleeren Hallen und den freien Blick auf die Exponate. Aber um 18 Uhr werden die Türen geschlossen und für uns war es Zeit, das Elsass zu verlassen, um uns auf in Richtung Schwarzwald zu machen. Ein Stück über die Autobahn bis nach Freiburg, wo die  wir die Schauinsland Strasse unter die Räder nahmen. Motorräder dürfen hier an den Wochenenden nicht fahren. Und da es schon Abend ist, sind wir fast alleine auf der zwölf Kilometer langen Serpentinenstrecke, auf der von 1923 bis 1984 Bergrennen veranstaltet wurden. Bis heute ist sie die längste und kurvenreichste Bergrennstrecke Deutschlands. Nach einem kurzen Spaziergang zum Gipfel folgte das letzte Teilstück des Tages bis zum Hotel in Todtmoos. In dem beschaulichen Dörfchen werden leider um neun Uhr die Bürgersteige hochgeklappt, man bekommt nichts mehr zu essen… Gut für das asiatische Restaurant SaPa, welches noch eine Stunde länger serviert. Und so gab es Thai-Curry statt Schwarzwaldschinken. Und das war garnichtmal so schlecht!

Für den Sonntag stand die Rückreiseroute auf dem Programm. Durch Todtnau, dann über den Feldberg (1493m) weiter zum Titisee. Die ganze Strecke war ziemlich überlaufen und irgendwie wollen alle zum Baden an den See. Wir auch, aber zum Elektroboot fahren. So war es dem Junior versprochen. Also tuckerten wir eine Stunde kreuz und quer hin und her. Von Titi leider keine Spur, nur ein paar Kanufahrer. Egal, weiter ging’s über die Schwarzwald Höhenstrasse Richtung Norden. Wegen eines Motorradunfalls wurde ein Teilabschnitt gesperrt und wir entschlossen uns zu einem kleinen Umweg, welcher sich wegen seiner wunderschönen und autofreien Strecke durchaus lohnte. Dann wieder „Back on Track“, nach Furtwangen, vorbei an Deutschland höchsten Wasserfällen in Triberg und Richtung Autobahn A81. Letzte Station war das Porsche Museum in Stuttgart, wo derzeit noch bis zum 16. Oktober die Sonderausstellung über die Transaxle-Ära zu sehen ist. Nach einem Kaffee, kleiner Stärkung und ein paar obligatorischen Fotos mit dem Ferrari vor dem Museum ging es schliesslich zurück nach Hause. Die Reise ging zu Ende mit den Gedanken an die vielen schönen Impressionen, die fantastischen Strassenpassagen und Ausblicke im Elsass und im Schwarzwald, dem Essen und dem Wein. Eine Reise für alle Sinne!