Saisonauftakt @ Meilenwerk Stuttgart

Der automobile Saisonauftakt im Ländle.

Der Start in die schönste Zeit des Jahres. Bei launigem Aprilwetter gab es am vergangenen Wochenende für alle Autointeressierten eine kunterbunte Mischung an chromblitzenden Fahrzeugen und brummenden Motoren auf dem ehemaligen Flugfeld in Böblingen. Eine der vielen Attraktionen war die Meilenwerk-Rallye, eine halbtägige mit Sonderprüfungen gespickte Ausfahrt. Mit dem Roadbook auf dem Schoß gab es einen abwechslungsreichen Ausflug in die malerische Landschaft des Schönbuchs. Vrrrroooomm…

Meilenwerk

Alle unsere Beiträge zu Meilenwerk bzw. Classic Remise findet ihr übrigens hier.

#Meilenwerk

Colours of Wittenberge

Wittenberge liegt im nordwestlichen Brandenburg in der Prignitz am nördlichen Ufer der Elbe. So ziemlich genau zwischen Berlin und Hamburg. Farben, Nuancen und Stimmungen.

Espiritu de Montjuïc 2012_Barcelona

An den drei Tagen Espititu de Montjuïc Festival auf dem Circuit de Catalunya wurde viel geboten. 21000 Besucher waren gekommen, um die Master Historic Racing Serie, die CanAm Interserie Challange, die World Sportscar Masters oder die GP Masters live zu erleben. Dazu wurde am Sonntag der 25. Geburtstag des Ferrari F40 mit einem Auflauf an verschiedenen Ferrari-Modellen gefeiert, am Samstag war der Zieleinlauf der Rallye Targa Catalunya, und Fans konnten mit ihren eigenen Klassikern und den Teilnehmern auf der Rennstrecke ein paar Runden drehen. Beim Concurso de Elegancia waren edle Exponate ausgestellt, die am Samstag vor dem Publikum defilierten und einige ihre Preise entgegennahmen.

Espiritu de Montjuic

formfreu.de: Espiritu de Montjuic 2011

25 Jahre Ferrari F40

Familientreffen

So viel rot! Der Ferrari F40 wird 25 Jahre alt, ist fast schon ein Oldtimer. Kinder, wie die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch daran, ihn auf dem Foto in der Auto Zeitung im zum ersten Mal gesehen zu haben. Im September dann auf der IAA 1987 in live. Was für ein Auto!!! Im Rahmen des Espititu de Montjuic feierten die Ferraristi den Geburtstag mit einem grossen Treffen. Sieben F40, zwei F50, ein 288 GTO, ein Enzo, ein 250 GT SWB und viele andere Modelle kamen zur Party und zum Drehzahl-Defilee auf dem Circuit de Catalunya, um die Motoren röhren zu lassen. Die Zuschauer waren begeistert.


Targa Catalunya

Auf drei Rennstrecken unterwegs:

Die Targa Catalunya führte die ca 40 Teilnehmer bei ihrer Premiere über drei Rennstrecken. Los ging es früh am Morgen vor dem Olympiastadion auf dem Montjuïc, dem Hausberg Barcelonas. Hier wurden bis 1975 noch auf öffentlichen Strassen Formel 1 Rennen gefahren. Nach einer Runde auf dem ehrwürdigen Asphalt ging es auf zur nächsten Destination Richtung Sitges, wo sich am Ortsrand das Autódromo Nacional Sitges Terramar versteckt (dort hatten wir 2009 schon einmal Gelegenheit, die Strecke zu testen und einige Fotos zu machen). Das Steilkurvenoval wurde 1922 erbaut und schon Tazio Nuvolari ist hier Rennen gefahren. Vor einiger Zeit wurde die original erhaltene Strecke etwas gesäubert und ist nun für Veranstaltungen wieder zugänglich gemacht worden. In zwei Gruppen unterteilt konnten einige Runden drehen. Die letzte Etappe führte uns durch das Weinanbaugebiet Penedès, mit einem kurzen Stopp in Sant Sadurni, wo wir vom Sponsor mit einer Kiste Rebensaft beglückt wurden. Dann weiter zum Circuit de Catalunya, der aktuellen Formel 1 Rennstrecke, wo derzeit das Montjuic Revival Festival stattfindet. Und auch hier durften wir in der Mittagpause mit anderen angereisten Klassikern über die Piste fahren. Zum Abschluss wurden noch die schönsten Fahrzeuge in verschiedenen Kategorien bei einem Concours d’Elegance gekührt. Unter den Rallyeteilnehmern wurden Porsche 356, Aston Martin DB6 und Bugatti Typ 35 geehrt, unter den das ganze Wochenende im Motodrom ausgestellten Fahrzeugen konnte der Porsche 917K den Preis abräumen.

Fotos: Markus Haub und Ulfert Janssen

Vorschau: Espiritu de Montjuic

Nur noch wenige Tage bis zum Espiritu de Montjuic Festival auf dem Circuit de Catalunya. Zur Einstimmung posierten heute vor dem Weltausstellungspavillon von Mies van der Rohe schon mal einige der Superboliden. Ein Porsche 917K aus dem Rennstall von John Wyer, mit welchen Derek Bell und Gijs van Lennep beim 24 Stunden Rennen in Barcelona 1971 den zweiten Platz belegten. Auch gingen ein Porsche 908, Ford GT40 oder ein Jaguar E-Type Semi-Leightweight auf ein paar Proberunden auf der altehrwürdigen Strecke des Montjuic Berges, wo bis 1975 noch Formel 1 Rennen ausgetragen wurden. Jochen Mass gewann damals das letzte Rennen, welches wegen eines schweren Unfalls abgebrochen wurde…

Espiritu de Montjuic

Fotos: Ulfert Janssen und Markus Haub

Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival 2012

Beim neuerdings von Bosch gesponsorten Hockenheim Historic (13.-15.04.2012) kann man die Saison bei lauten Motoren, Rennbenzingeruch und fetten Reifen beginnen. Verschiedene Rennserien sind zu Ehren des auf der Rennstrecke verunglückten Jim Clark am Start und bieten den Zuschauern ein schönes Spektakel. Fia Histroric Formula 1, Fia HFO Championchip, Formel 2, Lurani Trophy, BOSS GP, RaceHistoryonTrack oder der Kampf der Zwerge sind einige der Klassen. Bunt und heiss her geht es auch bei der Youngtimer Touring Car Challange mit Lotus Europa, Porsche 911, 924, 944 und 964, Ford Sierra Cothworth und Escort RS, BMW 316 und M3, Opel GTE, Renault 12 Gordini, Lotus Sunbeam, VW Golf GTI und Scirocco oder Trabant 601rs!! Old- und Yountimer Fans, für die das Freigelände an der Mercedes Tribüne reserviert ist konnten gestern Abend zum Weltrekordversuch auf die Rennstrecke. Es galt “Das grösste rollende Automobile Museum der Welt” mit mehr als 948 Fahrzeugen auf die Räder zu stellen. Dann wäre der Rekord aus Zandvoort von 2002 eingestellt. Ob es geklappt hat, wird heute noch vom Veranstalter verkündet.

Hockenheim Historic

Alle Beiträge bei formfreu.de zum Hockenheim Historic hier.

#JimClark

Hockenheim Historic 2012 – Historische Renntransporter

Vom 13.-15.- April kann man auf dem Hockenheim Historic-Das Jim Clark Revival Festival wieder Rennsport hautnah erleben. Als Sonderthema treffen sich nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr auch diesmal wieder historische Transporter von Rennfahrzeugen im Fahrerlager. Am Freitag Abend war schonmal Fototermin mit einigen Exemplaren auf der Start und Zielgeraden und nach langem Rangieren standen schliesslich alle so wie es geplant war. Am Samstag wird dann noch der schönste Transporter von 20 Studenten des Studiengangs Transportation Design der Hochschule Pforzheim und Professor James Kelly prämiert werden. Im lezten Jahr gewann der Fiat 642 RN 2 Bartoletti-Transporter mitsamt seiner wertvollen Ladung, einem Ferrari 250 Testa Rossa und vielleicht hat dieses Jahr der frisch restaurierte Vanvall Formel 1 Transporter gute Chanchen…

Hier unsere Beiträge zum Hockenheim Historic von 2008-2012 …

#JimClark

Frühlingstag in Seoul

Ein Frühlingstag in Seoul!
Roberto – unser Mann in Fernost – berichtet.

Nicht das man behaupten müsste, die koreanische Hauptstadt Seoul sei aus dem Winterschlaf erwacht, spürt man doch die neugewonnene Frühlingsenergie die sich durch die Straßen der 10,5-Millionen-Einwohner-Metropole ausbreitet. Graphiken wirken schriller denn je, und nicht so selten parken wieder die teuren Errungenschaften stilvoll am Straßenrand. Wer das Panorama sucht, für den wird der Besuch im Jongnotower Restaurant in der Area Gwanghwamun, hoch über den Dächern von Seoul, für viel Abwechslung sorgen. Und nicht zu Letzt wird mit ein Besuch im Live-Club All that Jazz in der Nähe von Itaewon, auch noch etwas für interessierte Jazzfreunde geboten…

Text und Photos: Roberto Kühn

Welcome Porsche 911 SWB 2,0l

Aus dem formfreu.de Fuhrpark: Überführungsfahrt Porsche 911 SWB, 1968

Es ist Donnerstag,  3:00h früh, ich schäle mich aus dem Bett und ich mache mich noch vor Fuchs und Hase auf den Weg zum Flughafen Hahn, um den Flieger meiner Lieblingsairline Ryanair nach London zu nehmen. Kindergequengel, die dämlichen Ansagen und vor allem aber die Aufregung lassen mich keine Mütze Schlaf mehr nehmen.

Vor 4 Wochen hatte mir Richard, ein guter Freund aus England, die Verkaufsanzeige für seinen geliebten Porsche zum Weiterleiten geschickt. Habe ich aber nicht gemacht, sondern mir das Auto kurz darauf bei Ihm zu Hause angeschaut und mich kurzerhand zum Kauf entschlossen. Das gute Gefühl hat entschieden. Heute kommt er mich am Flughafen abholen und wir fahren noch gemeinsam bis nach Dover, wo wir die Formalitäten erledigen und er sich sichtlich gerührt verabschiedet. Die ersten Meter im nun eigenen Wagen sind sehr kurz und führen erst einmal in den dicken Bauch der Fähre. Ich habe Zeit und versinke im dicken Dokumentenordner mit alten Rechnungen, Werbeanzeigen, Fotos und Briefen. Richard hatte in den letzten Jahren mit allen noch lebenden Vorbesitzern und Porsche in Stuttgart Schriftverkehr, um Fragen nach Auslieferungsdetails, ausgeführten Reparaturenund oder Zustand zu klären und Anekdoten zu erfahren, um so einige der Puzzlestücke der Fahrzeughistorie zusammenzusetzten. Es ist eines von 742 bei Karmann 1968 gebaute USA Modelle, noch mit kurzem Radstand und original erhalten. Jedoch mit Spuren seines Lebens, so erinnert am vorderen Kotflügel eine kleine Beule daran, dass ein Gartenstuhl in der Garage bei einem schweren Erdbeben in San Francisco daraufstürzte. Hinten am Stossfänger ist Steinschlag von den breiteren Fuchsrädern zu verzeichnen, die einer der Vorbesitzter montiert hat. Nun sind wieder originalen 1968er Stahlfelgen drauf. Ich finde einen Artikel von einem Texaner, der das Auto für 4000 Dollar bei Ebay ersteigerte. Auf der Rückfahrt nahm er am Ventura German AutoFest in Kalifornien teil und gewann völlig unerwartet den ersten Platz in der ’65-68er Klasse. “Compared to the spotless, colorfully painted and restored cars, my Sand Beige car seemed just a bit plain and ordinary. (..), when I heard my name was announced on the loudspeaker, (…) I thought I was being punished.” Richard selbst fuhr zum 40. Geburtstag des 911ers nach Zuffenhausen und wurde vom Porsche Museum mit offenen Armen empfangen und mit seinem Auto fotografiert. Auch hat er es geschafft, dass er mit Stirling Moss am Steuer seines Wagens in Goodwood ein paar Runden drehen konnte oder mit Richard Attwood, der 1970 mit Hans Herrmann auf Porsche 917 den Sieg in Le Mans holte, ein Fahrertraining absolviert. Beide Rennfahrer haben sich auf dem Auto verewigt. Während die Fähre auf der bewegten See vor sich hin schaukelt und sich Calais nähert, bleibe ich besonders an einem Foto hängen. Es zeigt die Shipsteads aus Santa Monica neben ihrem damaligen Wagen. Sie waren die zweiten Besitzer und haben 1994 beim Porsche Club of America-Concours d’Elegance den ersten Preis in ihrer Klasse gewonnen. Sie sehen sehr glücklich aus…

Die Autobahn erwartet mich nun wieder auf der richtigen Seite und sie führt mich durch Frankreich und Belgien. An einer Tankstelle hinter Aachen treffe ich einen Engländer in seinem Jaguar MK2, der Frau und Kinder in Köln besuchen will und wir plaudern ein bisschen, während es langsam dunkel wird. Erschöpft komme ich nach 18 Stunden Reise wieder an, der Porsche hat die 850km Etappe von Oakham nach Mainz ohne Zwischenfälle überstanden. Aus den Nachrichten erfahre ich, dass am selbigen Tag Ferdinand Alexander Porsche, der Designer der Porsche 911, verstorben ist. Welch ein trauriger Zufall.

Wir denken, dass der Porsche ein schöner Ersatz für den Karmann Ghia ist und hoffen, dass er uns bei den kommenden Ausfahrten genauso viel Freude bereiten wird und wir so einige weitere Kapitel in seiner Geschichte schreiben können.

#porschegeschichten

MainRallye 2012

Die sportliche Rallye zum Saisonauftakt.

Zum zweiten Mal veranstaltete der MainOldtimer Club die MainRallye. Unterschieden wurde wieder in Klassik und Sport, beide hatten jedoch kniffelige Aufgaben auf der Strecke zu Meistern. Zeit- und Gleichmässigkeitsprüfungen, Orientierungsaufgaben mit Würmern, Halbpfeilen, Chinesen oder Spinnen. Gestartet und angekommen wurde in der Klassikstadt in Frankfurt. Dazwischen führte uns das Roadbook über über 180 km auf schönsten Strässchen Richtung Gründau auf das Gut Hühnerhof, wo getrüffelte Parmesanpasta auf die Teilnehmer wartete. Sonnenschein, gute Laune und schöne Klassiker waren immer treue Begleiter über den ganzen Tag und die Zuschauer boten und einen tollen Ziel-Empfang am Nachmittag.

Am Abend wurden alle Aufgaben multimedial aufgelöst und die Sieger und Ehrenpreisler gekührt. Wir landeten mit unserem Karmann-Ghia dank hervorragend gefahrener Gleichmässigkeitsprüfungen (und nur mässigem Erfolg bei der Orientierung, hehe) auf dem 6. Platz in der Klassiker-Wertung!! Unser bisher bestes Ergebnis überhaupt, immer, jemals, seit allenzeiten. Leider war dies die letzte Rallye mit dem guten formfreu.de-Karmann. Er steht nach 13 gemeinsamen Jahren ab sofort zum Verkauf, weil eine Klassiker-Neuerwerbung ansteht. Interessenten können sich gerne bei uns melden…

Und hier geht es zur Bilderstrecke vom vergangenen Jahr. Vrrrrooooooommmm….

MainOldtimer e.V.

Unser Tipp: Die 4. MainAusfahrt am 6. Mai 2012. Das ist die Spaßfahrt von MainOldtimer mit Bildersuche. Sie wird durch den wildromantischen Spessart führen. Auf wunderschönen, gut asphaltierten Straßen werden die Teams eine traumhafte Frühlingslandschaft genießen und sich bei Spaßaufgaben in und ausserhalb des Wagens beweisen können. Anmelden!