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SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

21. September 2014

Colours of Saarbrücken

von Tom

Septembersonntagnachmittag in Saarbrücken. Unterwegs in der saarländischen Hauptstadt mit der Leica T.

Leica Camera AG

Ähnliche Fotoreihen findet ihr hier und hier und hier und hier und hier

14. August 2014

Spreepark Berlin

von Tom

Die Natur überwuchert die einstige Achterbahn. Das berühmte Riesenrad erhebt sich einsam über das Gelände und trotzt dem Wind. Lost place: Wildwasserbahn, Dinosaurier, Schwanenfahrt, Kulissen im Dornröschenschlaf. Verzaubert, verwunschen, verwildert.

Der Spreepark Berlin war ein Vergnügungspark im Norden des Plänterwaldes im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Er trug zunächst den Namen “VEB Kulturpark Plänterwald”(1969-1991). Seit seiner Schließung 2002 liegt das Gelände brach. Aus dem glamourösen Vorzeigepark der DDR ist heute eine Ruine geworden.

Hohe Schulden belasteten das Gelände und erschwerten lange den Verkauf. Gerüchteumwoben ist die Geschichte der Familie Witte, die den Park nach der Wende betrieb. Ende März diesen Jahres erwarb schließlich das Land Berlin das insgesamt etwa 30 Hektar große Gelände. In der Nacht zum Montag zerstörte ein Großfeuer die “Alt-England”-Kulissen.

berliner-spreepark.de

Eine ausführliche Beschreibung der bewegten Historie von Kulturpark bzw. Spreepark gibt es hier.

27. Juli 2014

Oscar Niemeyer__Belo Horizonte & Pampulha

von Markus

Als Oscar Niemeyer fast 105 jährig vor zwei Jahren in Rio de Janeiro starb, ist die Architekturwelt um ein Genie ärmer geworden.  Als Schüler Le Corbusiers galt er als Wegbereiter der modernen brasilianischen Architektur und hat im Laufe seines Lebens über 600 Projekte realisiert. Einige sind noch immer im Bau andere schon lange zu Ikonen geworden. Bekannt wurde er durch den Entwurf der Uno-Zentrale in New York oder den Bau der gesamten Regierungsgebäude der in den 50er Jahren am Reißbrett entstandenen Hauptstadt Brasilia. Für seine geschwungenen Formen bekam er 1988 den Pritzker-Preis, so eine Art  Nobelpreises für Architektur. Legendär ist seine Aussage, die für ihn typischen Kurven in seinen Gebäuden seien inspiriert vom Körper der brasilianischen Frau.

In Belo Horizonte verwirklichte Niemeyer einige seiner ersten, aber auch seine letzten Werke.  Etwas außerhalb der Stadt steht der neue Regierungsbezirk Cidade Administrativa de Minas Gerais, der 2010 nach sieben Jahren Planungs- und Bauzeit fertig gestellt wurde. Im Stadtzentrum findet man das 1954 gebaute Wohnhaus Edifício Niemeyer. In Pampulha, einem nördlichen Stadtteil, hatte er bereits in den 40er Jahren Gelegenheit, einige Projekte umzusetzten. Sie stehen in weitem Abstand um eine künstliche Lagune. 1943 entstand die Kirche Igreja de São Francisco de Assis. Sie beherbergt in unter ihrem bogenförmigen Dach die ausdrucksvollen Paneele des Malers Candido Portinari und ist außen verkleidet mit vom gleichen Künstler bemalten Kacheln. Infolge einer zwiespältigen Diskussion zwischen Künstlern und Klerikern wurde die Kirche bisher nur ein einziges Mal für eine Messe geöffnet. Geht man am Ufer entlang und am Fussballstaion Mineirão (dem zweitgrößten Brasiliens) und dem Olympiastadion entlang, kommt man zum Tennisclub (gebaut 1942) und dem Casa do Baile, einem als Restaurant und Tanzsaal geplanten Gebäudekomplex, welcher sich mit seinen Rundungen in die Form der Lagune einfügt. Auf der gegenüberliegenden Uferseite schließlich steht das größte Gebäude. Das Museu de Arte da Pampulha. Es wurde 1943 ursprünglich als Casino gebaut und Chrystal Palace genannt, 1946 jedoch, nachdem das Glücksspiel in ganz Brasilien verboten wurde, schon wieder geschlossen. Seit 1957 dient es als Kunstmuseum.

4. Juni 2014

DMY 2014 _Berlin Design Week

von Tom

Berlin Design Week 2014

In Ergänzung zum DMY International Design Festival in den Hangars des historischen Zentralflughafens Tempelhof öffneten wieder zahlreiche Satellitenveranstaltungen ihre Türen. Viele Ausstellungen luden dazu ein, in Berliner Designstudios, Showrooms, Ateliers, Galerien, Museen und Hochschulen die kreativen Orte der Stadt zu erkunden. Wir waren unterwegs in folgenden Sonderausstellungen und Locations:

Pepe Heykoop & Tiny Miracles – Aspiring the antidote @ DAD Gallery Berlin. Innovatives Design mit sozialem Gewissen: Objekte aus Heykoop’s Werkstatt für Design im Rotlichtviertel von Mumbai werden gezeigt. Pepe Heykoop

“Design aus Berlin” @ minimum Cooles Einrichtungshaus mit toller Produktauswahl und -inszenierung. minimum

NO WÓDKA Pop-Up Shop Kunst und Design made in Poland. NO WÓDKA

AUTHENTIC FURNITURE by NOODLES NOODLES & NOODLES CORP. Im Shop in Prenzlauer Berg zeigt die NOODLES NOODLES & NOODLES CORP. markante Möbel aus Stahl und Massivholz, u.a. im trendigen Obstkistenlook… NOODLES NOODLES & NOODLES CORP

Reborn Recraft Atelier Summer Showroom @ Fichtestudios Premiumupcycling. Weggeworfene Objekte werden zu einzigartigen Einzelstücken mit viel Liebe zum Detail. Reborn

e27 Berlin Die Agentur e27 feierte ihr 20jähriges Jubiläum. Prototypenauktion und Designergrillen im Hinterhof… e27

Berlin Design Week

Alle unsere DMY Beiträge findet ihr zusammengefaßt hier.

DMY#

3. Juni 2014

DMY International Design Festival Berlin 2014

von Tom

Zum 12. Mal gab es DMY Berlin, die internationale Plattform für Design, die einmal im Jahr in den heiligen Hangars des ehemaligen Zentralflughafen Berlin-Tempelhof Produkte, Prototypen, Materialinnovationen und experimentelle Konzepte von jungen Designern präsentiert: ein kurzweiliges Potpourri aus funktionalem Design, überraschendem Klimbim, handgefertigten Designobjekten, verwirrenden Kuriositäten, spannenden Designergesprächen und jeder Menge lässigen Spaß. Die weitläufigen Hallen boten Platz für über 500 ausstellende Designer. Ein Schwerpunkt diesmal: Social Design.

DMY Berlin

Coole Ausstellerlinks:

theALU
Merel Bekking
weenalee
Provaz Design
anna liesch
Room in a Box
LAB Rahyja Afrange
tipla
Freudwerk
Chorin
Jesper Jensen
Lambert Kamps
Steinbuehl
Berlinord
statthocker
Victor Foxtrot

Alle unsere bisherigen DMY Beiträge findet ihr gebündelt hier. Und alle unsere Bilderreihen zum Zentralflughafen Tempelhof haben wir hier.

THF#, DMY#

21. April 2014

Technikmuseum “Hugo Junkers” Dessau

von Tom

Jede Menge Fluggerät auf dem Gelände der ehemaligen Junkers-Flugzeugwerke Dessau.

Das Technikmuseum „Hugo Junkers“ im Stadtteil Kleinkühnau beschäftigt sich insbesondere mit dem Leben und dem Werk von Professor Hugo Junkers.

Das Glanzstück der Ausstellung ist eine restaurierte – im 1940 im Zweiten Weltkrieg in Norwegen versunkene – Junkers Ju 52/3m. Desweiteren sind eine MiG-15UTI, Jak-27R und DFS Olympia Meise und jede Menge Motorentechnik zu bestaunen.

Außerhalb der Halle gibt es eine vom VEB Flugzeugwerke Dresden gefertigte Iljuschin Il-14 in den Farben der Deutschen Lufthansa, mehrere Militärflugzeuge (MiG-21U, MiG-23MF, Su-22M-4, Su-22UM-3K) und einen Polizeihubschrauber der ehemaligen DDR (Mil Mi-2) sowie Kühlwaggons aus dem Waggonbau Dessau zu besichtigen.

Die Überreste des historischen Windkanals von 1934 sind ein ganz besonderes – ziemlich surreal wirkendes – Highlight. Er ist einer der frühesten bekannten Schalenbetonbauten und der erste Großraum-Windkanal der Welt, der zum Testen von Flugmodellen diente. Der Junkers Windkanal war damals der größte in Europa, er arbeitete mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 900 km/h und wurde bis in die Nachkriegszeit als Vorbild für weitere Entwicklungen auf diesem Gebiet verwendet.*

Technikmuseum “Hugo Junkers” Dessau

Mehr Ju 52 bei formfreu.de gibt es hier: Junkers Ju 52/3m @ ILA Berlin Air Show 2010, Hahnweide 2013: Ferryflug in der Ju 52/3m und Junkers Ju 52/3m – Aerodynamische Versuchsanstalt AVA Göttingen. Weitere Fliegerbilder: Schneevögel @ Luftwaffenmuseum Gatow, Tempelhofflieger, ILA Berlin Air Show 2010, Hahnweide 2013,…

*vgl. http://www.spesa.de/de/projects/project_sheets/0065_Hugo-Junkers-Windkanal_Dessau.htm

Fliegerbilder#

10. März 2014

Parkhausrampe @ ICC Berlin

von Tom

Das ICC hat am Sonntag seine Tore für die Öffentlichkeit geschlossen. Im größten Kongresszentrum Europas gehen nach 35 Jahren die Lichter aus. Die Zukunft des riesigen Gebäudes ist ungewiss. Das aluminiumverkleidete Raumschiff ist für den über die Avus anreisenden Berlinbesucher eine Art Stadttor und ein markantes hauptstädtisches Wahrzeichen.

Rampenbilder von der Parkhausauffahrt. Die markante und maschinenartige – für die Architektursprache der 70er Jahre typische – Fassade und die knallorangefarbenen gekachelten Unterführungsbereiche zeigen wir in unserer großen Fotostrecke Tschüß, ICC Berlin.

Eine schöne Bilderreihe vom Parkhausen Berlin Saisonabschluß für Oldtimer, Youngtimer & Amis 2013 im ICC Parkhaus gibt es hier.

ähnlich: formfreu.de: Lingotto

4. März 2014

Berlin Shoe Days @ Postbahnhof

von Tom

Die tolle Schuhschau im ehrwürdigen Postbahnhof am Ostbahnhof.

Berlin Shoe Days heißt die neue Tradeshow für Schuhe, die sich nicht nur an Einkäufer, Händler und Fachbesucher richtet, sondern den direkten und persönlichen Kontakt zum Endverbraucher in den Vordergrund stellt. 90 Aussteller zeigten, worin im Herbst/Winter unsere Füße stecken könnten…

Das Highlight war das temporäre Schuhmuseum: Die Niederländerin Liza Snook brachte ihr international bekanntes ‘Virtual Shoe Museum’ mit nach Berlin. Über den gesamten Messezeitraum wurden im Erdgeschoss des Postbahnhofes 50 ausgefallene – eigentlich untragbare – Kreationen und zum Staunen schöne Skulpturen unterschiedlichster Designer aus aller Welt gezeigt, die bereits in Museen wie dem Grassi in Leipzig oder der Villa Roth in Ulm ausgestellt wurden.

Berlin Shoe Days
Virtual Shoe Museum

26. Februar 2014

Street Art Meeting 2014 @ Urban Spree Gallery

von Tom

Die Winter-Edition des Street Art Meetings in der Urban Spree Gallery gab es am Wochenende: Livepaintig, Siebdruck, Party und Führungen auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain. Von Freitag bis Sonntag konnte man den Künstlern beim kreativen Arbeiten über die Schultern schauen. Screenprint, Sketch Club, Stickeria und das Darkroom Cinema waren weitere kurzweilige Programmpunkte.

Urban Spree Gallery

9. Februar 2014

Diesterweg-Gymnasium

von Tom

Restmodern und knallorange.

“Knallorange leuchtet das Gebäude des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding, dunkelgrüne Details setzten markante Akzente. Neben der Farbe sind abgerundete Fassadenelemente auffällig: soft-edge-Nachkriegsmoderne, leider von Verfall und Abriss bedroht. Die Schule entstand Mitte der 1970er Jahre im Sanierungsgebiet Brunnenviertel auf einem Baublock zwischen der Putbusser und der Swinemünder Straße.”* Der vom vom Architekturbüro Pysall, Jensen und Stahrenberg & Partner entworfene Bau weist den typisch futuristischen poppigen Stil dieser Zeit auf, den man z.B. auch im ICC oder Bierpinsel findet.

Man rechnet heute das Diesterweg-Gymnasium auch der sog. “Restmoderne” zu, ein von dem Architekturkritiker Oliver Elsers und dem Fotographen Andreas Muhs ins Leben gerufener Begriff. “Der Blick richtet sich hier nicht auf die architektonischen Stars, sondern auf die zeittypischen, im Alltagsgebrauch abgegriffenen Bauten, deren Architekten noch nie bekannt oder aber schon lange in der Vergessenheit verschwunden sind. Die Restmoderne ist also eine virtuelle Epoche der Architektur, die einzig davon zusammengehalten wird, dass ihre Ikonen die nächsten zehn bis zwanzig Jahre vermutlich nicht überleben werden.”**

“Leider sind Schule und Bibliothek seit 2011 geschlossen. Das Brunnenviertel, ein Gebiet mit schwieriger Sozialstruktur, hat mit der Schließung der Schule einen wichtigen Bildungsort und Treffpunkt verloren. Die konkrete Nachnutzung von Gebäude und Umfeld sind bislang ungeklärt, geplant ist eine Neubebauung mit Wohnhäusern.”* Was ist aus dem Konzept des Architektenteams Clemens, Horlitz und Hummel geworden?

Unsere Fotostrecke von 2009 findet ihr hier.

Ähnlich: Ernst-Reuter-Sekundarschule Wedding, Dreilinden, Behördenzentrum Suhl

*Zitat: http://www.urbanophil.net/staedtebau-architektur/adventskalender-tag-20-diesterweg-gymnasium-in-berlin-wedding/
**Zitat: http://www.kultura-extra.de/kunst/spezial/restmoderne.html