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4. Januar 2009

Dreilinden

von Tom

Der Kontrollpunkt bei Dreilinden – oder: ‘Checkpoint Bravo’ – war bis 1989 für die meisten Berliner und Besucher West-Berlins ein Ort von großer emotionaler Bedeutung. Viele Erinnerungen knüpfen sich an die Transitstrecke und das Procedere der Abfertigung. Wenige Bauten der Grenzanlagen haben die Nachwendezeit überdauert. Fotostrecke von der ehemaligen Tankstelle der Raststätte Dreilinden auf der östlichen Seite der Avus. Kühne Formensprache der “Pop-Architektur” der späten 60er und frühen 70er Jahre aus der Feder des Berliner “U-Bahn-Bahnhof-Architekten” Rainer G. Rümmler.

“Wer von West- und Süddeutschland mit dem Auto nach Berlin fährt, dem fällt noch heute das rote Brückenhaus über die Autobahn an der Stadtgrenze auf. Es war – genau wie die Bauten rechts und links der Autobahn – Teil der allierten Grenzübergangsstelle “Bravo” bzw. des zivilen Kontrollpunkts “Dreilinden” zwischen der DDR und Westberlin. Heute befindet sich auf dem Gelände das Zollamt Dreilinden und auf dem ehem. Stauraum des Kontrollpunkts eine Wagenburg der Sinti und Roma. Die alten Tankstellen sind längst verwaist, das Gelände, wo bis 1990 ein reges Treiben herrschte, ist heute ein trostloser, leerer Ort am Rande der Autobahn.”*

“Dreilinden is situated in the southwest of Berlin. The service area was a very important stop. A meeting place for tramper usually students who wanted westward. A place with a big bustle and a special atmosphere of anxiety and departure. Today Dreilinden service station is a point which one can reach neither by the car nor officially on foot. Here the highway still goes past, but there is no exit. So this historic place has lost its function. An abandoned, a recollection place.

It is nonetheless an authentic location, certainly, not a museum, but it admits as a real point of contact reflections about past, present and future. A space, a vacuum which is in the middle of a movement network. Round this area, something happens, something is in movement. (…)

Perhaps this place is a metaphor which stands for the variability of not changeable believed political settlements, just as to be for the movement in the life without purposeful determination. The whole areal seems to be a setting for the discourse on who we are, where we have been, and where we are going.”**

Auffallend die verschiedenen Schrifttypen der Ziffernblätter der Uhren auf der Nord- und Südseite der Tankstellenüberdachung. Fotos vom vergangenen Dezember.

transitloungeberlin.blogspot: Dreilinden

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*Zitat: http://home.arcor.de/agksj/suewe/bravo.htm
**Zitat: http://transitloungeberlin.blogspot.com/2007/02/step-6.html

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