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27. Mai 2014

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2014

von Markus und Tom

Es ist noch früh am Samstagmorgen, als die ersten Gäste das mondäne Gelände der Villa d’Este betreten. Noch werden die letzten Fahrzeuge positioniert. Das am Vorabend weltpräsentierte Mini Superleggera Concept und die Beijing-Studie BMW Vision Future Luxury werden vor den Sonnenstrahlen geschützt unter einem Zelt geparkt. Daneben weitere Konzeptfahrzeuge von Maserati, Infiniti, Volvo oder Italdesign. Zagato zeigt nochmals den wunderbaren Aston Martin DBS Centennial und den vom Sammler Albert Spiess in Auftrag gegebenen Lamborghini 5-95 auf Gallardobasis. Seit dem Jahr 2000 hat BMW nun die Schirmherrschaft über den Concorso d’Eleganza und hat es wieder mal geschafft, über 50 aussergewöhnlichste Fahrzeuge für den Wettbewerb zu finden. Sie sind in Klassen mit klangvollen Namen wie „The Great Gatsby“, „Gone With The Wind“, „From St.Tropez to Portofino“ oder „Gentleman Drivers“ unterteilt. Zwölf Exemplare reisen aus den USA an, insgesamt sind zehn Ferrari, sieben Maserati und fünf Alfa Romeo dabei. Ein Stromlinien BMW 328 mit Wendler-Jaray-Karosserie, ein Cisitalia 202 B, Jaguar D-Type, verschiedene Maserati A6G, ein Porsche 904 GTS, Ferrari 195 und 212 Inter, 250 Europa, 250 GT Spyder, 250 GT Tour de France, 500 TRC … Ein Highlight auch der 250 GTO von 1963 aus der Lionshead West Collection. Die interessantesten Entwürfe sind in der Gruppe der „Fuoriserie“ zu finden. Hier stehen der knallgrüne skurile Fiat 132 Aster von Zagato, der Pininfarina Alfa Romeo 6C 3000 CM Superflow IV mit Glas-Panorama-Schiebedach, der von Giugiaro für Bertone gezeichnete 250 GT SWB oder de Hudson Italia Prototype H01 von Touring. Ein Schmuckstück ist auch der Mercedes 230 SL. Das Einzelstück wurde einst von Tom Tjaarda für Pininfarina entworfen und an den Verleger Axel Springer verkauft. Danach in schwarz und rot umlackiert und erst 1997 vom jetzigen Besitzer wieder in den Ursprungszustand versetzt. Der absolute Star des Concorso ist aber der ultraflache Abarth 2000 Scorpione, den der Japaner Shiro Kosaka mitgebracht hat. Er und seine Mitarbeiter lassen ihn keine Sekunde aus den Augen, polieren und wischen ihn stets mit Hingabe und leisten Schwerstarbeit, als der Renner auf die Präsentationsrunde vor Publikum und Jury geht. Das Gelände ist etwas uneben und die Bodenfreiheit des Abarth minimal. So werden kurzerhand in den Senken Bretter verlegt, damit dem Schatz nichts widerfährt. Die Mühen wurden mit dem Klassensieg belohnt. Sieger „Best of Show“ wurde in diesem Jahr der Maserati 450 S aus dem Jahr 1956. Sieger des Publikumsvotums und damit Gewinner der Coppa d’Oro Villa d’Este wurde der Alfa Romeo 6C 1750 GS aus dem Jahr 1931.

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

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