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20. Februar 2011

This is not America & The Sound of No-One @ STATTBAD Wedding

von Tom

Das STATTBAD Wedding ist die ungewöhnliche und geniale Location für zeitgenössische Kunst und urbane Kultur in der Hauptstadt. Das im preussischen Stil 1907 errichtete, im Krieg beschädigte und Anfang des Jahrtausends stillgelegte ehemalige Stadtbad atmet irgendwie noch immer den Geist und die Ästhetik der 60er Jahre, in denen es zuletzt – zeitgemäß modern – wieder auf- und umgebaut wurde. Die eigentlichen Schwimmhallen, die Umkleiden und der Heizungskeller sind heute ein super spannender Rahmen und Kontext für Ausstellungen und Events. “Dort wo Frauen und Männer zu beginn des letzten Jahrhunderts noch getrennt in zwei Hallen ihre Bahnen zogen, bietet sich heute Kreativen aus aller Welt Raum für ihre Entfaltung.”*

Das STATTBAD Wedding startete mit einer großen Doppelvernissage in 2011. Für This is not America und The Sound of No-One öffneten sich den Besuchern zusätzlich zu den Lichthof-Galerien auch beide Schwimmhallen und weitere, sonst oft verschlossene Bereiche des Hauses.

This is not America richtet den Blick auf die amerikanische Metropole New York. “Bereits zum vierten Mal lud der renommierte amerikanische Fotograf Todd Weinstein (“Darkness into Light: Re-emergence of Jewish Culture in Germany”) im September 2010 die Designstudenten der Berliner Technischen Kunsthochschule (btk) zu einem Workshop nach New York ein. Die Ausstellung erzählt den Mythos der Stadt aus der Perspektive junger Fotografen und Fotografinnen, die ihren Fokus auf das Unscheinbare richten; ruhige, fast schon private Augenblicke beobachten und sie so aus dem hektischen und ewig pulsierenden Treiben der Großstadt herausschälen.” *

The Sound of No-One ist der Beitrag des STATTBAD Wedding zum Digital Arts and Sound Weekend (DAS Weekend). “Die teils minimalistischen, teils großformatigen Soundinstallationen von Guido Canziani Jona, Douglas Henderson und Marianthi Papalexandri-Alexandri spielen gekonnt mit den besonderen Räumlichkeiten des STATTBAD und laden das Publikum in das Reich eines Klangs ein, der stets wechselt zwischen dem Schönen und Unheimlichen. Damit lädt The Sound of No-One uns ein, unsere Position im digitalen Zeitalter neu zu erkunden.”* Die beiden Schwimmhallen und der Heizungskeller werden zu unerwarteten und einzigartigen akustischen Erfahrungen.

Die Ausstellungen sind noch bis 26. Februar im STATTBAD zu sehen.

STATTBAD

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*Zitate: stattbad.net

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