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12. Januar 2012

Detroit Autoshow NAIAS 2012

von Markus

Auf der North American International Autoshow NIAIS in Detroit stehen traditionsgemäss die amerikanischen Marken im Mittelpunkt. Ford zeigt mit einer grossen Show den neuen Fusion, der in Europa als Mondeo zu sehen sein wird. Chevrolet stellt zwei interessante Studien vor. Den TRU140S, einen extrem sportlich gezeichnetes 4-sitziges Coupe mit cab-forward-Architektur und den konventioneller daherkommenden Code 130R, dessen Silhouette an einen BMW 1er Coupe erinnert. Beide sind in Kalifornien entworfen worden und richten sich explizit nach den Wünschen jüngerer Kunden. Die Interiors der beiden Konzepte existieren bisher nur als digitaler Datensatz, denn sie sollen nun erst mit unteraktiver  Einbeziehung der Comunity entwickelt werden. Chryslers präsentiert den Dodge DART, der auf Basis der Alfa Romeo Giulietta gebaut wird.

Die Stände der europäischen Marken fallen hier etwas kleiner aus als in der Heimat. Nichtsdestotrotz haben sie einige Neuig- oder Nettigkeiten im Gepäck. VW pflanzt dem Beetle einen reinen Elektroantrieb ein und drückt das Dach im Style eines Hardtopspeedsters platt. Heraus kommt E-Bugster, ein lustiges Krabbeltier, dem der neue Look gut steht! Bei Mercedes-Benz ist der gewichtsmässig 140 Kilo abgespeckte neue SL der Star und der wurde sehr schön mit seinem Urahn, dem 300 SL von 1952 inszeniert. Aus diesem wurde ab 1954 der serienproduzierte 300SL mit seinen charakteristischen Flügeltüren, die dann bis unter die Gürtellinie reichten. So feiert Mercedes 60 Jahre “SL” (Super Leicht) und besinnte sich darauf, dass Leichtbau heute wie damals einer der Schlüssel für Effizienz ist. Bei BMW steht der neue 3er im Licht, bei Smart der knuffige Pick-up “for-us”, bei Mini der Roadster, bei Porsche der offene 911 und Audi pimpt den Q3 für den Wintersport in einer “Vail” genannten Version. Da hatte Honda/Acura Schärferes zu bieten. Nach mehr als 20 Jahren zeigen die Japaner einen neuen NSX. Er soll dann zum 25. Geburtstag des Modells an in Ohio gebaut werden. Den mit Abstand schönsten Messestand hatte Lincoln. Luftig und grosszügig gestaltet, mit zwei harmonisch atmenden mechanischen Kugeln verstömte er eine Ruhe wie man sie sie eher bei Rolls-Royce erwarten würde. Ein Glanzpunkt war der in der ersten Etage ausgestellte, wunderschön schlichte 40 Special Speedster von 1934 , den Edsel Ford persönlich mitentwickelte und fuhr.  Das MKZ Conceptcar wurde leider erst am nächsten Tag enthüllt. Auch Lexus, Hyundai, Toyota oder Scion liessen sich bis am späten Nachmittag oder Dienstag Zeit, Ihre Neuentwicklungen zu enthüllen, so dass ihnen hier leider keine Würdigung zu Teil werden kann. Schade, aber wir mussten weiter. Das Ford Innovation and Design Fantasy Camp ging auf eine weitere Etappe…

Eindeutiger Trend bei den amerikanischen Marken war neben der Verbrauchsreduzierung, alternativen Antrieben und Hybriden, die starke Einbindung der mit Facebook, Google oder Apple aufgewachsenen Jugend in den Entwicklungsprozess. Auf den Monitoren der Pressekonferenzen waren weniger Modells und schöne Landschaften, als vielmehr ganz normale Kunden zu sehen und zu hören, die ihre Erwartungen an das Auto kundtun. Die Hersteller sind Ohr wie nie. Ob das zu besseren oder interessanteren Produkten führt, bleibt abzuwarten. Wie vielleicht kein anderer Hersteller hat Ford das Potenzial der Social Medias erkannt, die ihre Botschaften ungefiltert in die Welt schicken und so mit ihren Inhalten zur Meinungsbildung beitragen. Den ganzen Tag über gab es Gelegenheit mit Verantwortlichen am Messestand zu diskutieren und live zu berichten. —”The internet is like water or air. You can’t go without it.” (Aufgeschnappt als Message auf einer der Pressekonferenzen)

NAIAS

#FordNAIAS

Hinweis: Ford Motor Company hat die Reisekosten und Unterbringung für das zweitägige Innovation and Design Fantasy Camp übernommen. Ich wurde des Weiteren in keinster Weise vergütet. Die hier beschriebenen Eindrücke sind meine eigenen.

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