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8. Oktober 2016

Circuito di Morano sul Po

von Tom

Morano Sul Po ist ein kleines – den meisten wohl unbekanntes – Dorf mit etwa 1500 Einwohnern in der Provinz Alessandria zwischen den immensen und erhabenen Reisfeldern von Vercelli und dem mächtigen Po, unweit von Casale Monferrato. 1973 wurde der Circuito di Morano sul Po in einer zauberhaften Landschaft eröffnet. Zur Einweihung brachte Rennfahrerlegende Arturo Merzario den Formel-1-Ferrari 312 B2 nach Morano sul Po. Die Strecke ist 2460 Meter lang und besteht aus acht Kurven (davon sechs Rechtskurven).

Gute Erfolge im ersten Jahr nach der Eröffnung (1974 gab es 17 Rennen mit mit insgesamt 2151 Piloten und 100000 Zuschauern) führten zu Erweiterungsplänen für internationale Rennen, die allerdings aufgrund bürokratischer Hindernisse nie realisiert wurden. 1976 wird die Aktivität aufgrund Lärmbeschwerden und rechtlichen Schritten seitens der Anwohner deutlich reduziert. 1977 werden 500 Meter der Rennstrecke zerstört, was aber noch nicht das endgültige Aus bedeutet. Im Lauf der Folgejahre gibt es Bestrebungen zur Wiedereröffnung. 1980 wird so die Piste neu asphaltiert…

Heute ist der Circuito ein stiller – “postapokalyptischer” – Ort, das Dröhnen der Motoren ist verstummt. Die Sonne hat über Jahrzehnte hinweg den Asphalt ausgelaugt. Der Aussichtsturm steht noch. Die verblasste Beschriftung Fiat-Abarth verweist auf eine vergangene Epoche.

Fotos: Devis Vezzaro/I luoghi dell’abbandono

I luoghi dell’abbandono

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Fotos: Devis Vezzaro

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