IAA 2009.
Noch einmal schlafen. Morgen geht’s los. “Erleben, was bewegt.”. 63. Internationale Automobil-Ausstellung Frankfurt. Letzte Vorbereitungen. Spannung und Vorfreude.
Wolfgang Fousek organisiert schon seit 2001 das “Mythos Sportwagen” Festival und hat nach der letzten Veranstaltung im Juni an der Allianz Arena in München auch jetzt wieder ein feines Programm für die Teilnehmer auf die Beine gestellt. Am Wochenende trafen sich einige der faszinierendsten Sportwagen mit ihren Besitzern auf dem ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum in Saalfelden, um es mal richtig krachen zu lassen. 3 Stunden freies Fahren. Ferrari 360, 430 oder 550, Porsche Turbo oder GT3, KTMs, Dodge Viper und Audi R8. Abends wurden die Teilnehmer im Brandhof verwöhnt. Am nächsten Tag ging es bei einer Panoramafahrt ins Strandkurhaus nach Waging am See, wo die Fahrzeuge nochmals präsentiert wurden und Demofahrten veranstalteten.
mehr Info bei: www.mythos-sportwagen.de/
Einige tolle Wagen aus allen möglichen Epochen von der Jahrhundertwende bis hin zu den 80ern und 90ern konnte man am Wochenende im Schlosspark in Schwetzingen auf der Classic Gala und dem Concours d’Elegance begutachten. Der Gesamtsieg ging an einen Rolls Royce Phantom I von 1928 der Schweizers Robert Braunschweig vor dem Bugatti 57 mit London Karosserie von 1934 und einem Alfa Romeo 1900 C Pininfarina von 1953. Best of Classic-Gala 2009 wurde der Lancia Aurelia mit Vignale Karosserie des Italieners Corrado Lopresto von 1953.
Besonders interessant fand ich neben den Schönheiten wie Lancia Flaminia Zagato oder dem sich in tollen Zustand befindlichen Toyota 2000GT auch den skurilen Tatra T75 Bohemia von 1935 oder den einmaligen Mercedes 320 mit Wendler Karrosserie von 1940. Auch ein Hingucker war der fahrbare Opel GT Prototyp. Er stand direkt neben dem Produktionsfahrzeug und so konnte man die beiden Modelle schön vergleichen.
www.formfreu.de/?p=9572
www.oldtimergala.de
#classic-gala
Die Cité de l’Automobile in Mulhouse im Elsass – Musée National – Collection Schlumpf ist das größte Automobilmuseum der Welt. Auf rund 25000m2 gibts über 500 Fahrzeuge zu sehen. Europäische und vor allem französische Autos von den Anfängen bis zur Gegenwart sind zu bestaunen. Allein 123 Bugatti, 7 Hispano Suiza, 3 Horch, 13 Ferrari, 4 Lotus, 6 Porsche, 14 Rolls Royce, 19 Panhard Levassor, 7 Maybach…. Der Höhepunkt sind wohl die Bugatti Royale, darunter das Coupé Napoleon, das Ettore Bugatti gehörte.
Sie Sammlung wurde von den Gebrüdern Fritz und Hans Schlumpf aufgebaut, die sich jedoch auch damit ruinierten.
“Der Textilproduzent Fritz Schlumpf war ein leidenschaftlicher Automobilsammler. Gemeinsam mit seinem Bruder Hans Schlumpf brachte er es zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und 1977 auf eine große Sammlung klassischer Automobile, darunter auch über hundert Bugatti. Zur Finanzierung dieses Hobbys belasteten sie ihr Unternehmen derart, dass es 1977 zahlungsunfähig wurde und über 2000 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit entlassen werden mussten. Die bis zu diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit nicht bekannte Automobilsammlung wurde bei Ausschreitungen im Rahmen eines Streiks von den ehemaligen Arbeitern des Textilwerkes entdeckt. Mit dem zu erzielenden Erlös aus dem Verkauf der Fahrzeuge hätten die Forderungen der Gläubiger bedient werden können, jedoch konnte die Sammlung – vor allem durch die Intervention der französischen Regierung unter François Mitterrand – in ihrer Gesamtheit erhalten werden. Die ehemaligen Werkshallen der Textilfabrik beherbergen heute das Museum. Das Streben und Wirken der Gebrüder Schlumpf ist widersprüchlich zu bewerten: Ihre wirtschaftliche und soziale Verantwortung, sowohl sich selbst als auch ihren Mitarbeitern gegenüber völlig außer Acht lassend hinterließen sie der Nachwelt eines der größten und faszinierendsten Automobilmuseen der Welt.”*
*Zitat: http://de.wikipedia.org/wiki/Cité_de_l’Automobile_–_Musée_National_–_Collection_Schlumpf
30. April 1978. Nardo.
Der aerodynamisch optimierte Mercedes-Benz C111-III (cw-Wert 0,183) stellt neun Weltrekorde für Dieselfahrzeuge auf. Als Antrieb dient der weiterentwickelte Turbodiesel mit einer Leistung von 230 PS. Vroooooooooooooooommm!!
formfreu.de: IAA Sonderausstellung – Mercedes C111
formfreu.de: Mercedes-Benz Museum__Stuttgart
Die Rhein Main Oldtimerfahrt ging am Wochenende in die 17. Ausgabe. 146 Teilnehmer fanden sich am frühen Morgen am Schloss Waldthausen bei Mainz ein, um nach dem Frühstück in Richtung Rheinhessen aufzubrechen, Durchfahrtskontrollen zu passieren und Rätsel zu lösen. Nach dem Mittagsstop in Alzey gings am Rhein zurück.
Einige schöne Stückchen waren am Start, ein Benz 14 von 1909, Borgward Isabella, Mercedes 190 und 300 SL, NSU TT, 3 Karmann Ghia, ein Puma GT 1600 Spyder oder ein Citroen SM.
Am Wochenende findet auf dem Nürburgring schon zum 37. Mal der AVD Oldtimer Grand-Prix statt. 600 Fahrzeuge nehmen in 20 Läufen am Training und Rennen teil und kämpfen in den verschiedenen Klassen um Sekunden. Ein Highlight reiht sich ans andere. Die Gruppe C Boliden mit Sauber C9 oder Porsche 936, der Orwell SuperSports Cup, Tourenwagen und GT oder historische Formel 1 Renner.
Auch viele Marken sind mit ihren Fans da und füllen über das Wochenende die Parkplätze im Innern des Motodroms. Porsche nutzt die Gelegenheit und zeigt den Panamera, Opel stelllt die 10. Generation Kompaktklasse in Form des noch getarnten Astra vor.
Heute fanden neben einigen Trainingsläufen der Historic Marathon 500 statt, bei welchem Fahrzeuge wie Lotus Elan, Porsche 911, 912, 904/6, 914, Jaguar E-Type, Ford Falcon und Mustang, Alfa Giulia GTA oder der wunderschöne Aston Martin DP 214 mitfuhren.
Besonders gefiel mir aber der Maserati Tipo 61 Birdcage, der sich im Fahrerlager versteckte und der weisse Ferrari 250 Testa Rossa!
www.avd.de/ogpracing/news.html
Das Autodromo Nacional Terramar in der Naehe von Sitges wurde 1923, nach nur einem Jahr Bauzeit eroeffnet und war die zweite permanente Rennstrecke in Europa! Sie wurde jedoch nur 2 Jahre lang genutzt. In den 30er Jahren wechselte der Besitzer und veranstaltete ua Rennen von Flugzeugen gegen Autos.
Heute liegt das Oval mit seinen riesigen Steilkurven verlassen in der Landschaft. Von Bueschen und Unkraut befreit zeigt sich der Belag noch in erstaunlich gutem Zustand und ist befahrbar. Wir hatten die Gelegenheit genau das auszuprobieren und durften einige Runden drehen. Ein Riesenspass!
Weitere tolle Fotos aus den 20ern und heute gibt’s hier.
#porschegeschichten
Letzten Samstag starteten einige Teams von Barcelona aus zur nunmehr schon 6. Ausgabe der Mongol Rally in Richtung Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Es gibt keine feste Route fuer die bis zu 17000 km lange Strecke. Sehr beliebt ist der Weg ueber die Tuerkei, Iran und Russland, die auf der alten Seidenstrasse entlangfuehrt.
Die Autos duerfen maximal 1200ccm haben, nicht aelter als 10 Jahre sein und werden am Ende der Strecke fuer einen wohltaetigen Zweck versteigert. In 4 Wochen wissen wir, wies ausgegangen ist.
www.mongolrally.at/
http://mongolrally.theadventurists.com/index.php
Zurück in die Zukunft oder so…
Vom 10.-12. Juli veranstaltete der De Lorean Club Deutschland sein diesjähriges Clubtreffen “in und um Stuttgart”. Am Samstag posierten 20 edelstählerne De Loreans in bester Kulisse vor dem Mercedes-Benz Museum. …Immer noch sehr sehr geile Schlitten im Giugiaro-Look der 70er!!
Ey Romain, auf Deiner Seite sind riiiichtig geile Bilder. Krass :/
“Vergangenes ist greifbar. Erinnerungen werden wach. Emotionen leben auf.”*
Das Wolfsburger AutoMuseum Volkswagen ist das absolute Kontrastprogramm zur inszenierten Markenwelt der Autostadt. In der Dieselstraße scheint die Zeit irgendwann in den frühen 80ern stehengeblieben zu sein. Die Baulichkeiten in ihrer Art erinnern vielmehr an eine Mehrzweckhalle einer kleinen Provinzstadt als an die “Schatzkammer” von Europas größtem Automobilhersteller. Aber das muß ja ganz und gar nicht negativ sein. Im Gegenteil: Das AutoMuseum versprüht Gelassenheit und einen ganz eigenen unprätentiösen Charme. Auch die Herzlichkeit der Mitarbeiterin am Empfang soll hier ganz besonders erwähnt werden.
Neben vielen Käfern und Gölfern gibt es zahlreiche Prototypen und Unikate zu bewundern. Insgesamt sind ca. 130 Fahrzeuge auf 5000 qm Museumsfläche zu sehen. Vom frühen Brezelkäfer zum Karmann-Ghia, vom Ur-Golf und Ur-Scirocco hin zu den aktuellen Modellen. Ein bemerkenswertes Stück deutscher Automobilgeschichte, ja bundesrepublikanischer Geschichte überhaupt. Der ausgestellte SP2 von VW do Brazil ist bestimmt die geilste und formal gelungenste Interpretation des Themas ‘luftgekühlter Volkswagen’. Irgendwo zwischen Lancia Fulvia Zagato und Porsche 911. Schöner geht es kaum!! Ein weiteres Highlight der Schau ist das Concept Car Noah aus dem Jahre 1995. Seine mittlerweile 14 Jahre sieht man ihm gewiß nicht an. Noch heute ein Design-Knüller! Das Herz schlägt höher…
Stiftung AutoMuseum Volkswagen
* Zitat: AutoMuseum Wolfsburg, Museumsbroschüre, S.2
Tags: Volkswagen SP2, Scooter, Chico, Chicco, Student, Concept 1, Fridolin, Fusca, Typ 4, T1, T2, Karmann-Ghia, Typ 3 Karmann-Ghia, ADAC-Käfer, Post-Käfer, Scirocco, Passat, Golf, Rabbit, Giugiaro, VW-Museum, Volkswagenmuseum