1. Berliner DDR-Motorrad-Museum

Besuch im 1. Berliner DDR-Motorrad-Museum.

Unter den sechs S-Bahnbögen direkt neben dem Einkaufszentrum Berlin-Carré am Alexanderplatz warten über 90 Motorräder, Roller und Mopeds der Hersteller DKW/IFA/MZ, Simson-Suhl, IWL und EMW auf ca. 800qm Ausstellungsfläche über 2 Etagen verteilt auf ihre Besucher. Das sind nahezu alle Modelle aus 40 Jahren DDR Zweiradproduktion, dazu noch viele Gespanne, Sport- und Rennmaschinen sowie Sonderfahrzeuge und Behördenkräder. Alles sehr liebevoll und mit großer Freude zusammengestellt.

Eine besondere Rarität im Museum ist ein Eskorte-Motorrad der Ära Honecker mit originalem DDR-Emblem an der Verkleidung. Von diesen Maschinen gab es nur 60 Stück, wobei 30 nach Ungarn exportiert wurden. Inzwischen sollen von dem Eskorte-Motorrad nur noch sehr wenige existieren.

Derzeit gibt es zudem eine Sonderausstellung im 1. Berliner DDR-Motorrad-Museum: Die Entwicklung des PKW Trabant in 40 Jahren DDR Fahrzeugbau. Anlaß der Ausstellung ist der 20. Jahrestag der Maueröffnung im November dieses Jahres.

Für die Besucher läuft außerdem bis zum Mai 2010 ein Preisausschreiben, bei dem es eine restaurierte historische MZ TS 250/1 mit Original-DDR-KFZ-Brief zu gewinnen gibt. Na dann lohnt sich ein Besuch doch auf alle Fälle – und viel Glück!!

Öffnungszeiten: täglich 10.00 bis 21.00 Uhr.

1. Berliner DDR-Motorrad-Museum

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For sale___Raststätte Dreilinden

Drei, zwei, eins… Wer den berühmten Rundbau der stillgelegten Raststätte am ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden kaufen möchte, kann jetzt bieten. Naja. Das Rot ist mittlerweile nicht mehr ganz so rot. Und seit 2002 rottet der unter Denkmalschutz stehende Rasthof in kühner Formensprache der Berliner Pop-Architektur vor sich hin. Dieses Stück “Restmoderne” am Rande der Autobahn steht seit Mittwoch zum Verkauf. Berlin will das Grenzrestaurant loshaben.

“Rundum gelungen schien das Rasthaus Dreilinden: Als es am 3. April 1973 am Zehlendorfer Autobahnkleeblatt eröffnet wurde, rühmten Bund und Senat die markante Architektur, das gastronomische Angebot, das Restaurant mit 100 Plätzen, das Stehbüfett für Eilige, Automaten für Kekse und Cola. Nur neun Monate später machte der rote Rundbau, entworfen von Rainer G. Rümmler aus der Senatsbaubehörde, wegen Publikumsmangels dicht.”* “Der Grenzkontrollpunkt war Anfang der 70er Jahre ausgebaut worden, als in und aus Richtung DDR-Übergang Drewitz stündlich bis zu 2000 Autos abgefertigt wurden. Ein großer Stauraum für fast 900 Autos wurde später kaum beansprucht, weil der Transitverkehr nach dem Berlin-Abkommen 1972 flüssiger lief. Für das neue Rasthaus, das von der Potsdamer Chaussee zu erreichen ist, hatten Auto- und Lkw-Fahrer keine Zeit.”*

“Nach Wiederbelebungsversuchen stand das Haus seit 2002 endgültig leer, die Haustechnik ist defekt, es gibt Vandalismusschäden. Jetzt will es der städtische Liegenschaftsfonds verkaufen. Seit letztem Oktober ist es aus der „fernstraßenrechtlichen Widmung“ entlassen, also von der Autobahn rechtlich geschieden. Aber es steht unter Denkmalschutz. Interessenten können bis 30. April ein Gebot abgegeben.”* (Also beeilen!! ;) )

Die Raststätte wurde in den Jahren 1969/70 als Stahlbetonbau durch die Hochbauabteilung der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen errichtet. Der unregelmäßig geschnittene, dreigeschossige Massivbau soll als Baudenkmal erhalten bleiben. “Machbar sei fast alles: Restaurant, Spielhalle oder auch Diskothek.”* hmm… oder vielleicht ein ungewöhnliches Designstudio mit formfreu.de-Galerie …

Für alle, die es haben wollen: hier geht es zum Verkaufsexposé im Internet: www.liegenschaftsfonds.de

Und hier die formfreu.de-Fotostrecke zur ehemaligen Tankanlage: formfreu.de: Dreilinden

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Zitate: *Der Tagesspiegel: Christian van Lessen: Last mit der Rast – http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Rasthof-Dreilinden;art128,2733793

Visual Rhythms #2

Berlin Ecke Leipziger Straße – Jerusalemer Straße – Krausenstraße: Für die Architektur in der DDR typische Reliefelemente bilden eine einzigartige visuelle Rhythmik. Strukturen, Wiederholungen, Abfolgen, Aneinanderreihungen. Gesehen neulich in kräftigem kontrastreichem Frühlingslicht…


formfreu.de: Visual Rhythms

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»Der Wedding« – Das Magazin für Alltagskultur!

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»Der Wedding« das unabhängige Magazin für Alltagskultur ist wieder da!

Seit einigen Tagen erscheint die zweite Magazinausgabe berlin- und deutschlandweit. Axel Völcker und Julia Boeck zeigen darin einen sehr formfreudigen Alltag, jenseits der hochglanzfreudigen Welt. Diesmal zum Thema Verwandtschaft.

Orte wie den Berliner Wedding gibt es vermutlich in jeder deutschen Großstadt. Es sind Stadträume, die in kaum einem Reiseführer stehen, die unaufgeregt, selbstverständlich, improvisiert und dabei auch ein bisschen seltsam sind. Von diesen Orten erzählt »Der Wedding« und erkennt die Vielfalt im Detail. So interessieren die kleinen Geschichten, die alltäglichen Dinge, die unmittelbar vor der Haustür passieren und nicht auf den großen Bühnen dieser Welt.

Thematisierte die erste Magazinausgabe mit »Komm’se rin!« noch den Wedding von innen, schaut »Der Wedding« nun weit über die Grenzen des Bezirks hinaus. In der zweiten Magazinausgabe dreht sich alles um das Thema Verwandtschaft. Axel und Julia haben dazu gemeinsam mit 30 Schriftstellern, Journalisten und Fotografen spannende Geschichten aufgeschrieben und fotografiert, die aufwendig gestaltet wurden. So könnt Ihr Euch bei »Der Wedding« die Frage stellen, ob es das traditionelle deutsche Abendbrot als familiären Treffpunkt noch gibt, oder durch das private Fotoalbum einer alteingesessenen Weddinger Familie blättern oder in die Charlottenburger Wohnung der 97-jährigen Elisabeth Hildebrandt schauen, die ganz behutsam von ihrer Enkelin dokumentiert wurde.

‘ “In einem ersten Schritt haben wir daher versucht, eine Bildsprache zu finden, die zum Wedding passt”, so der diplomierte Kommunikationsdesigner Völcker. Heraus kam eine Typographie, die in den 1980er Jahren stehengeblieben zu sein scheint. Auf ein Zeitschriftenlogo wird bewusst verzichtet – der Ort Wedding ist schließlich auch nicht aus einem Guss.’*

»Der Wedding« – Das Magazin für Alltagskultur!

Vertrieb: Berlinweit ist »Der Wedding« im Bahnhofsbuchhandel sowie in zahlreichen Buch- und Zeitschriftenläden erhältlich. Eine Auswahl an regionalen und überregionalen Verkaufsstellen findet Ihr unter www.derwedding.de. Online zu bestellen ist das Magazin unter bestellung@derwedding.de.

*Zitat: http://panke.wordpress.com/2008/02/28/der-wedding-wie-er-ist/


Slanted: Der Wedding

tip Berlin: Weltberühmt im Wedding: Julia Boeck und Axel Völcker

ICC Berlin

Das Internationale Congress Centrum Berlin (ICC Berlin) im Ortsteil Westend des Berliner Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf feiert Geburtstag. Vor genau 30 Jahren, am 2. April 1979, wurde das ICC Berlin nach vierjähriger Bauzeit eröffnet. Europas größte Tagungsstätte hat Berlin mit seinen Veranstaltungen zu einer der Top-Kongressadressen der Welt gemacht.

Das 320 Meter lange, 80 Meter breite und 40 Meter hohe Gebäude wurde nach Plänen der Berliner Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaut. Die markante und ziemlich spacige Aluminium-Fassade ist typisch für die Architektursprache der 70er Jahre. Das ICC ist der Berliner Nachkriegsmoderne zuzurechnen. Wie der berühmte “Bierpinsel” (Steglitz) der beiden Architekten ist das ICC mit seiner Betonung der technischen Elemente für viele Betrachter sicherlich von eher zweifelhafter Ästhetik und wird daher entweder gehaßt, geliebt, oder – was noch schlimmer ist – schlicht ignoriert… Bleibt zu hoffen, daß das ICC im Rahmen der ab 2011 stattfindenden Sanierung nicht ‘vermodernisiert’ wird: also irgendwelchen aktuellen ästhetischen Vorstellungen angepaßt und zugleich “verwässert” und seines klaren Charakters beraubt wird….

Super cool und abgefahren ist auch der Parkplatzbereich bzw. die Unterführung zum Messegelände in knalligstem Orange…

Fotostrecke unter der ersten Frühlingssonne vom vergangenen Wochenende.

die alltägliche Nachkriegsarchitektur in Berlin: restmodern

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BERLIN HAUSHOCH MAGAZIN

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BERLIN HAUSHOCH MAGAZIN
FOTO & DESIGN MAGAZIN ÜBER DIE ALTEN STADTTEILE BERLINS

Berlin ist eine wunderbare Stadt. Spannend ist sie jedoch nicht nur Unter den Linden oder am Potsdamer Platz. Das authentische Berlin findet man vor allem in den verschiedenen Bezirken. Keiner ist wie der andere.

Das neue Magazin BERLIN HAUSHOCH setzt sich in jeder Ausgabe mit einem der Berliner Stadtteile auseinander. Mit hochwertigen Fotografien, Illustrationen, Grafiken und journalistischen Texten wird das Alltägliche und das Besondere der einzelnen Kieze und Stadtteile abgebildet. Die Geschichten, Träume und Probleme der jeweiligen Bewohner und Bewohnerinnen werden visualisiert. In Berlin Haushoch #1 drehte sich alles um Marzahn, in #2 um den Wedding.

Nun erscheint #3 CHARLOTTENBURG

Dies kunstvoll in seiner ganzen historischen, sozialen und kulturellen Vielfalt abzubilden, ist eine Herausforderung, der wir – die drei Herausgeberinnen Alexandra Bald, Ana Lessing und Esra Rotthoff – uns gerne stellen. Rolf Eden, der goldene Westen und die Kinder vom Bahnhof Zoo. Olympiastadion, KuDorf und eine Kindheit in Charlottenburg, sind angedachte Themen. Das Magazin-Konzept versucht bewusst, eine neue ästhetische Sprache jenseits des Metropolenmagazin-Hypes zu formulieren. Mit subtiler Ironie setzt es sich über fotografische Klischees hinweg und betont bewusst das, was sich nicht in den Vordergrund drängt. Mit jeder Ausgabe entwickelt sich das Konzept weiter. Daß bereits die erste Ausgabe zu einem Erfolg wurde, spricht für die hohe Qualität des Magazins.

Mit folgenden Preisen wurde es ausgezeichnet:

ADC Junior Award
Canon ProFashional Newcomer Award
RedDot Auszeichnung für hohe Designqualität
iF Communication Design Award

Tagesspiegel vom 26.02.08
Von Marion Hartig
„Kontrast ist Konzept bei „Berlin Haushoch“. Wie in der ersten Ausgabe über Marzahn setzt das Magazin
auch in der gerade erschienenen zweiten Ausgabe über den Wedding auf Verfremdung, auf ästhetische
Bilder, die man so noch nicht gesehen hat. Die attraktiven Damen bringen Glamour in den schlichten
Wedding, das provoziert, da guckt man zweimal hin.“

Taz vom 31.01.08
Das Magazin „Berlin Haushoch“ zeigt Bezirke aus neuer Perspektive. Im aktuellen Heft wird Wedding
als glitzernde Hochglanzkulisse inszeniert. Von Nina Apin
„Berlin Haushoch will die gängigen Kiezklischees aufbrechen und jeden Bezirk so zeigen, dass sogar
langjährige BewohnerInnen überrascht sind. Das schaffen die drei 26-Jährigen, (…), vor allem durch eigenwillige
Fotostrecken und eine durchkomponierte Optik.“

Text und Bild: www.berlinhaushoch.de

Berlin Haushoch Magazin
Neongrau – Alexandra Bald

taz: Currywurst mit Schlagsahne

Dreilinden

Der Kontrollpunkt bei Dreilinden – oder: ‘Checkpoint Bravo’ – war bis 1989 für die meisten Berliner und Besucher West-Berlins ein Ort von großer emotionaler Bedeutung. Viele Erinnerungen knüpfen sich an die Transitstrecke und das Procedere der Abfertigung. Wenige Bauten der Grenzanlagen haben die Nachwendezeit überdauert. Fotostrecke von der ehemaligen Tankstelle der Raststätte Dreilinden auf der östlichen Seite der Avus. Kühne Formensprache der “Pop-Architektur” der späten 60er und frühen 70er Jahre aus der Feder des Berliner “U-Bahn-Bahnhof-Architekten” Rainer G. Rümmler.

“Wer von West- und Süddeutschland mit dem Auto nach Berlin fährt, dem fällt noch heute das rote Brückenhaus über die Autobahn an der Stadtgrenze auf. Es war – genau wie die Bauten rechts und links der Autobahn – Teil der allierten Grenzübergangsstelle “Bravo” bzw. des zivilen Kontrollpunkts “Dreilinden” zwischen der DDR und Westberlin. Heute befindet sich auf dem Gelände das Zollamt Dreilinden und auf dem ehem. Stauraum des Kontrollpunkts eine Wagenburg der Sinti und Roma. Die alten Tankstellen sind längst verwaist, das Gelände, wo bis 1990 ein reges Treiben herrschte, ist heute ein trostloser, leerer Ort am Rande der Autobahn.”*

“Dreilinden is situated in the southwest of Berlin. The service area was a very important stop. A meeting place for tramper usually students who wanted westward. A place with a big bustle and a special atmosphere of anxiety and departure. Today Dreilinden service station is a point which one can reach neither by the car nor officially on foot. Here the highway still goes past, but there is no exit. So this historic place has lost its function. An abandoned, a recollection place.

It is nonetheless an authentic location, certainly, not a museum, but it admits as a real point of contact reflections about past, present and future. A space, a vacuum which is in the middle of a movement network. Round this area, something happens, something is in movement. (…)

Perhaps this place is a metaphor which stands for the variability of not changeable believed political settlements, just as to be for the movement in the life without purposeful determination. The whole areal seems to be a setting for the discourse on who we are, where we have been, and where we are going.”**

Auffallend die verschiedenen Schrifttypen der Ziffernblätter der Uhren auf der Nord- und Südseite der Tankstellenüberdachung. Fotos vom vergangenen Dezember.

transitloungeberlin.blogspot: Dreilinden

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*Zitat: http://home.arcor.de/agksj/suewe/bravo.htm
**Zitat: http://transitloungeberlin.blogspot.com/2007/02/step-6.html

Palast der Republik__Rückbau___Update 04

Hier eine aktuelle Fotostrecke zum Rückbau des ‘Palast der Republik’ in Berlin mit Aufnahmen vom vergangenen Wochenende. Da ist jetzt nichts mehr da. Und daher folgt wohl auch kein weiteres Update zum Thema. Ungewohnte Weitsichten auf dem Schloßplatz.

formfreu.de begleitete die letzten Jahre von “Erichs Lampenladen”. Bilder gibt es hier und hier und hier und hier.

An dieser Stelle allen formfreu.de-Besuchern dann noch viele Plätzchen, Lametta, Kugeln, Lichter, Bratäpfelduft und frohe Gesichter! Merry Christmas!!

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#PdR

born in berlin___Shop in Berlin

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neu!!!__’born in berlin – for fashionists’__Shop in Berlin!!!

Ende November eröffnet das Turiner Modelabel born in berlin einen neuen Laden. Erstmals in Berlin. Pappelallee 9. Prenzlauer Berg. Nähe U-Bhf Eberswalderstraße. Gegenüber vom ‘Klub der Republik’.

“born in berlin è un laboratorio. born in berlin fa vestiti per donna e per uomo. born in berlin lavora a torino e apre a fine novembre a berlino un negozio. passate!” “born in berlin ist eine werkstatt. born in berlin macht kleidung für frauen und männer. born in berlin arbeitet in turin und eröffnet ende november in berlin einen laden. kommt vorbei!”

Mehr zu born in berlin sowie die Links zu den aktuellen und bisherigen Kollektionen gibt es hier.

Der ‘Klub der Republik’ ist übrigens ein in schönem DDR-Stil eingerichteter Klub (oder Bar), ein optimaler Treffpunkt bevor es richtig auf die Piste geht. Vorsicht, nicht zuviel trinken, ansonsten gibt’s gebrochene Schenkel an der steilen baugerüstartigen Treppe… (Der KDR befindet sich nämlich im Obergeschoss). Am besten einfach da bleiben, die Musik ist in der Regel erste Sahne (irgendwo zwischen psychedelisch, trashig und elektronisch) und so schnell sieht man sich an der Einrichtung auch nicht satt. Für Fans des ehemaligen ‘Schick und Schön’ im Mainzer Südbahnhof genau das Richtige… ;-)

Rumpler Tropfenwagen

Rumpler Tropfenwagen – Luftfahrt Know-how im Automobilbau

Wir kennen ihn aus Fritz Langs ‘Metropolis’. Inmitten von imposantem historischem Fluggerät in der Luftfahrtabteilung des Deutschen Technikmuseums in Berlin steht heute einer der beiden noch exisitierenden Rumpler Tropfenwagen. Das automobilgeschichtliche Highlight in der Hauptstadt!

Von Grund auf völlig anders als alles andere damals übliche im Automobilbau. Ungewöhnlich in jeder Hinsicht und bis heute einfach abgefahren space-ig und f… cool!!!

Edmund Rumpler (1872-1940), Maschinenbauingenieur und Automobilkonstrukteur, beschäftigte sich ab 1908 mit der Fertigung von Flugzeugen. Der Durchbruch gelang ihm 1910 mit der Rumpler-Taube, die auf einen Entwurf von Igo Etrich zurückging. Im Ersten Weltkrieg fertigte Rumpler vor allem Flugzeuge für die Aufklärung und Artilleriebeobachtung. Als nach Kriegsende der Flugzeugbau in Deutschland verboten war, wandte sich Rumpler erneut der Entwicklung von Automobilen zu. Hierfür nutzte er seine Kenntnisse aus der Luftfahrt.”*

Auf der Berliner Automobilausstellung 1921 präsentierte Rumpler seinen Tropfenwagen.

Augenfällig war seine vermeintlich einem fallenden Tropfen nachempfundene windschlüpfige Karosserieform, bei der zum ersten Mal gewölbte Glasscheiben verwendet wurden. “Im Grundriß hatte dieser Wagen die Form eines Tragflügelprofils, im Aufriß angenähert die eines Rechtecks.”** Noch heute sensationell sind die Luftwiderstandswerte des Rumpler Tropfenwagens: “Messungen, die R. Buchheim an einem vom Deutschen Museum bereitgestellten Original dieses Wagens im VW-Windkanal 1979 durchgeführt hat, ergaben folgende Werte: Stirnfläche A=2,57m², Widerstandsbeiwert cw=0,28.”*** Die aerodynamisch ungünstigen freistehenden Räder dürften diesen dabei sogar um mindestens 50% erhöht haben.****

“Technische Neuerungen wie dem ersten vor der Hinterachse eingebauten Mittelmotor für weltweites Aufsehen.”***** Alle Räder waren einzeln aufgehängt. Der Fahrer saß vorn in der Mitte, dahinter war Platz für vier Passagiere.

“Trotz raffinierter und technisch aufwändiger Details war der Tropfenwagen kein Erfolg. Insgesamt fertigten die Rumpler Werke (von 1921 bis 1925) etwa 100 Exemplare. Mängel wie Motorkühlungsprobleme, eine schwergängige Lenkung, flatternde Vorderräder und das Fehlen von Gepäckstauraum waren für den Misserfolg ausschlaggebend. Der Sechszylinder-Fächermotor erwies sich als störanfällig. Er wurde ab 1925 durch einen Vierzylinder-Reihenmotor ersetzt.”*******

Das andere der beiden letzten erhaltenen Fahrzeuge steht im Deutschen Museum in München. Edmund Rumpler hat ihn dem Museum persönlich geschenkt.

www.dtmb.de

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Zitate:
* Deutsches Technikmuseum Berlin, Ausstellungsbeschreibung Rumpler Tropfenwagen
** Wolf-Heinrich Hucho: Aerodynamik des Automobils. Würzburg 1981, S. 31
*** Wolf-Heinrich Hucho: Aerodynamik des Automobils. Würzburg 1981, S. 31f
**** vgl. Wolf-Heinrich Hucho: Aerodynamik des Automobils. Würzburg 1981, S. 32
***** Deutsches Technikmuseum Berlin, Ausstellungsbeschreibung Rumpler Tropfenwagen
****** Deutsches Technikmuseum Berlin, Ausstellungsbeschreibung Rumpler Tropfenwagen