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SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

9. Februar 2014

Diesterweg-Gymnasium

von Tom

Restmodern und knallorange.

“Knallorange leuchtet das Gebäude des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding, dunkelgrüne Details setzten markante Akzente. Neben der Farbe sind abgerundete Fassadenelemente auffällig: soft-edge-Nachkriegsmoderne, leider von Verfall und Abriss bedroht. Die Schule entstand Mitte der 1970er Jahre im Sanierungsgebiet Brunnenviertel auf einem Baublock zwischen der Putbusser und der Swinemünder Straße.”* Der vom vom Architekturbüro Pysall, Jensen und Stahrenberg & Partner entworfene Bau weist den typisch futuristischen poppigen Stil dieser Zeit auf, den man z.B. auch im ICC oder Bierpinsel findet.

Man rechnet heute das Diesterweg-Gymnasium auch der sog. “Restmoderne” zu, ein von dem Architekturkritiker Oliver Elsers und dem Fotographen Andreas Muhs ins Leben gerufener Begriff. “Der Blick richtet sich hier nicht auf die architektonischen Stars, sondern auf die zeittypischen, im Alltagsgebrauch abgegriffenen Bauten, deren Architekten noch nie bekannt oder aber schon lange in der Vergessenheit verschwunden sind. Die Restmoderne ist also eine virtuelle Epoche der Architektur, die einzig davon zusammengehalten wird, dass ihre Ikonen die nächsten zehn bis zwanzig Jahre vermutlich nicht überleben werden.”**

“Leider sind Schule und Bibliothek seit 2011 geschlossen. Das Brunnenviertel, ein Gebiet mit schwieriger Sozialstruktur, hat mit der Schließung der Schule einen wichtigen Bildungsort und Treffpunkt verloren. Die konkrete Nachnutzung von Gebäude und Umfeld sind bislang ungeklärt, geplant ist eine Neubebauung mit Wohnhäusern.”* Was ist aus dem Konzept des Architektenteams Clemens, Horlitz und Hummel geworden?

Unsere Fotostrecke von 2009 findet ihr hier.

Ähnlich: Ernst-Reuter-Sekundarschule Wedding, Dreilinden, Behördenzentrum Suhl

*Zitat: http://www.urbanophil.net/staedtebau-architektur/adventskalender-tag-20-diesterweg-gymnasium-in-berlin-wedding/
**Zitat: http://www.kultura-extra.de/kunst/spezial/restmoderne.html

24. Januar 2014

Flughafen Berlin-Tegel

von Tom

Flohmarktfund: Historische Aufnahmen des Flughafens Berlin-Tegel

Die Tage von TXL sind gezählt. Zwei gewaltige, sechseckige und mehrstöckige Waben aus Glas, Stahl und Beton markieren den Entwurf der Architekten Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg. Der restmoderne “Drive-in-Airport” ist ein typischer Vertreter der Architektursprache der 70er Jahre, eine Zeitreise ins einstige Berlin (West) von Harald Juhnke oder Edith Hancke. Der Flughafen wurde 1974 eröffnet.

Ähnlich: Flughafen Berlin-Tempelhof 2010 und Flughafen Berlin-Tempelhof 2008.
Restmoderne in Berlin: ICC Berlin, Bierpinsel

Hinweis: Die gezeigten Fotos wurden auf einem Flohmarkt erworben. Urheber und Rechteinhaber des Bildmaterials sowie die fotografierten Personen sind natürlich unbekannt. Sollte jemand nachweislich im Besitz der Bildrechte sein, bitten wir ihn, sich mit formfreu.de in Verbindung zu setzen.

12. Januar 2014

Tschüß, ICC Berlin

von Tom

Die Hauptversammlung der Daimler AG am 9. April wird die letzte Großveranstaltung im Internationalen Congress Centrum Berlin (ICC Berlin) sein. Danach wird das Gebäude in den ‘Stillstandbetrieb’ überführt. Das heißt, es wird geschlossen. Ob es saniert und in ein paar Jahren beispielsweise als Einkaufszentrum wieder geöffnet wird, ist offen.

Als ein stolzes Stück Berlin begrüßt das aluminiumverkleidete Raumschiff im Ortsteil Westend des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf den über die Avus anreisenden Hauptstadtbesucher. Der Bau scheint aus einer Episode der Zeichentrick-Reihe ‘Captain Future’ zu entstammen. Er wird heute der sogenannten Restmoderne zugerechnet. Vor fast 35 Jahren wurde das ICC Berlin nach vierjähriger Bauzeit eröffnet. Es war Europas größte Tagungsstätte und eine der Top-Kongressadressen der Welt. Der neue City-Cube an der Stelle der abgerissenen Deutschlandhalle übernimmt diese Funktion.

Das 320 Meter lange, 80 Meter breite und 40 Meter hohe Gebäude wurde nach Plänen der Berliner Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaut. Die markante und ziemlich space-ige Fassade ist typisch für die Architektursprache der 70er Jahre. Wie der berühmte ‘Bierpinsel’ der beiden Architekten gehört das ICC mit seiner Betonung der technischen Elemente zum West-Berlin der 70er und 80er Jahre wie Harald Juhnke, Edith Hancke oder ‘Die drei Damen vom Grill’.

Ich liebe den Parkplatzbereich und die Unterführung zum Messegelände mit den knallorangefarbenen Kacheln. Sehr cool! Ich mag orange, und ganz besonders wenn es glänzt!

Fotostrecke mit mehr als einer Träne. Zum Nichtsattsehen und Nichtvergessen.

formfreu.de: ICC Berlin

13. August 2013

Restmodern: Behördenzentrum Suhl

von Tom

Suhl Stroll.

Über die Stadt Suhl und über den Thüringer Wald ragt das Behördenzentrum Hölderlinstrasse in DDR-Bauweise. Bis 1989 befand sich in dem Bau die Bezirksverwaltung Suhl des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Die verwitterte Blechverkleidung wirkt wie beissende Zähne. Die Antennen auf dem Dach erinnern und ermahnen an die einstige Funktion.

Unbedingt anschauen: Kinosaal im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit. Und mehr ‘Restmoderne’ findet ihr bei uns hier und hier und hier und hier

6. August 2013

Restmodern: Ernst-Reuter-Sekundarschule Wedding

von Tom

“restmodern” ist ein von dem Architekturkritiker Oliver Elsers und dem Fotographen Andreas Muhs ins Leben gerufener Begriff. Als “restmodern” bezeichnet man die typischen, aber vom Verschwinden bedrohten Bauten und Details der Nachkriegsmoderne.

Zum 1953 an der Bernauer Strasse in Berlin-Wedding errichteten Schulgebäude wurde 1980 ein viergeschossiger Neubau aus Stahl- und Stahlbeton-Fertigteilen mit vorgehängter Fassade aus Betonelementen für Verwaltung, Mensa, Klassenräume und Fachräume der neuen Gesamtschule geschaffen. Ein typischer 80er-Ausdruck mit space-iger abgerundeter Fenstergestaltung.

Mehr “restmodern” findet ihr bei formfreu.de hier und hier und hier

31. März 2013

Bitte wachküssen: Bierpinsel Berlin

von Tom

Bunt gemustert.

Im Rahmen der “Turmkunst”-Aktion besprühten vor drei Jahren internationale Street-Art-Künstler die Fassade des berühmten poppig roten Bierpinsels in Steglitz. Seit dem Herbst 2010 liegt der markante Bau wieder im Dornröschenschlaf. Bitte wachküssen: Für dieses Jahr planen die Eigentümer die Neueröffnung – unter dem alten Namen „Schlossturm“ soll das 46 Meter hohe Bauwerk zum Café-Restaurant und Zentrum für Kunst und Kultur werden – und seine ursprüngliche rote Farbe zurückerhalten. Der Bierpinsel ist ein wunderbares Beispiel der sogenannten Space-Age Architektur. Er gehört zum alten West-Berlin der 70er Jahre wie Harald Juhnke, Edith Hancke, Evelyn Gressmann oder ‘Die drei Damen vom Grill’. Der ufo-artige Bau nach den Plänen der Architekten Ralf Schüler und Ursula Schüler-Witte könnte aus einer Episode der Zeichentrick-Reihe ‘Captain Future’ entstammen. Tatsächlich inspirierten alte Segelschiffe die Architekten.

Alle unsere Fotostrecken zum Thema findet ihr hier und hier und hier und hier

13. April 2011

iQ Store Berlin

von Tom

Im Februar wurde der deutschlandweit erste iQ Store in der Stralauer Allee in Berlin eröffnet. Eigens gewidmet dem Stadtauto Toyota iQ. Künstlerisch und spielerisch interpretierten dazu vier Designbüros aus der Hauptstadt den kleinsten 4-Sitzer der Welt. André Wyst, Mario Lombardo, Floor5 und Hort sind kreativ am Werk gewesen. Herausgekommen sind vier iQs, die unterschiedlicher in ihrer Visualität nicht sein könnten.

André Wyst ist verantwortlich für die Gestaltung vieler schöner Hefte – wie des renommierten Design- und Architektur-Magazins AD oder der deutschen Ausgabe von Intersection. Seine Idee zum iQ heißt “Moon Patrol” und ist angereichert mit Merkmalen und grafischen Features aus der Zukunft – super space-ig und wie ein fiktives Fahrzeug aus 2001 Odysee im Weltraum, Blade Runner oder Star Wars. Von André haben wir die Images mit seiner Entwurfszeichnung und den Foliensatz zur Herstellung der Aufkleber erhalten. Very cool!!

Das Design von Mario Lombardo thematisiert Vergänglichkeit. Er hat seinen iQ mit Tafellack lackiert und ihn anschließend mit Kreide bemalt oder vielmehr bezeichnet. Ein hochspannendes Wechselspiel zwischen Fahrzeug, Witterung, Umgebung, Passanten und der aktuellen Stimmung und Laune des iQ-Fahrers entsteht. Das Bekritzeln des geparkten Autos ist nicht verboten, sondern ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Das fremde Auto als Kommunikationsobjekt.

Das Designbüro Floor5 von Marek Polewski und Jens Pieper thematisiert den geringen Verbrauch des iQs und bearbeitet den Gedanken der Erzeugung von Energie durch Windräder bei Fahrtwind auf spielerische Art: 2500 kleine verchromte Windräder bedecken die Außenhaut des kleinen Flitzers. Der fahrende – oder parkende – iQ wird zum Kleinkraftwerk…

Der iQ von Hort ist mit vielen handgezeichneten und knallbunten Grafiken beklebt, die für Geschwindigkeit, Bewegung und ständiges Sichverändern stehen.

Auf youtube könnt ihr ein sehr schön gemachtes Video zu Konzept und Entstehung der vier Entwürfe sehen.

iQ Store Berlin

ähnlich: formfreu.de: The Krink Mini

Copyright der Entwurfszeichnung und des Foliensatzes: André Wyst

15. Mai 2010

Craig “KR” Costello___ The Krink Mini___ Turmkunst 2010

von Tom

Der New Yorker Streetartist Craig “KR” Costello verpasste vergangenen Herbst einem Mini Cooper S seinen einzigartigen Style. Das gesamte Automobil wurde in der typischen Krink Tropfenästhetik gestaltet: “Krink dripping ink aesthetics” sind Motive, bei denen die Farbe nach unten hin verläuft, als ob sie zu dick aufgetragen wäre. Die silberne auf dem schwarzen Wagen verlaufende Farbe macht so aus dem Cooper S ein ungewöhnliches Objekt urbaner Straßenkultur.

Vom 9.-19. April kümmerte sich der New Yorker Künstler im Rahmen des Turmkunst 2010-Projekts um die Gestaltung des Stamms des Bierpinsels in Berlin-Steglitz. Daher parkt der Mini in diesen Tagen vor dem Eingang des Bierpinsels unter der Joachim-Tiburtius-Brücke, direkt am Zugang zur U-Bahn-Station Schlossstrasse. Momentaufnahmen.

krink.com: The Krink Mini

Turmkunst 2010 auf formfreu.de
formfreu.de: Blickfang 2010

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Turmkunst 2010 – Finale

von Tom

Es ist so weit. Sechs Wochen lang wurde er bemalt und besprüht und bepinselt, nun erstrahlt der Bierpinsel in neuem Gewand.

Heute Abend ist Vernissage Berlin Steglitz. Sollte man nicht verpassen. Da sein ab 20.00h.

Vier internationale Streetart-Künstler arbeiteten am Turm: Flying Förtress, Sozyone, Honet und Craig „KR“ Costello hatten den knapp 50 Meter hohen Turm an der Schloßstraße am 1. April in Beschlag genommen und seitdem jeden Tag von einem Fassadenlift aus besprüht. Fast 2000 Farbdosen wurden verbraucht. Die Werke bleiben noch eine ganze Weile am Turm. Die Farbe von den mit einer Wachsschicht behandelten Oberflächen soll irgendwann im Herbst 2011 wieder abgewaschen werden. Im Turm gibt es zudem in einem Kunstcafé Arbeiten weiterer 9 Künstler zu sehen. Inititatorin des Projekts ist Larissa Laternser.

Die Aktion polarisiert natürlich und findet nicht nur Freunde. Das Berliner Architektenpaar Schüler-Witte, welches maßgeblich an der Prägung der Architektur der Berliner Nachkriegsmoderne beteiligt war, ist entsetzt und andere wiederum sehen den Ausverkauf einer Straßenkultur…

Turmkunst 2010

Turmkunst 2010 auf formfreu.de

ilovegraffiti.de: Turmkunst Finale
VRU Berlin: Turmpinseln und Bierkunst

Geniale Fotos vom Projekt gibt es bei Just.

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4. April 2010

Bierpinsel__Turmkunst 2010

von Tom

Der Steglitzer Bierpinsel gehört zum West-Berlin der 70er Jahre wie Harald Juhnke, Edith Hancke, Evelyn Gressmann oder ‘Die drei Damen vom Grill’. Der ufo-artige Bau nach den Plänen der Architekten Ralf Schüler und Ursula Schüler-Witte könnte aus einer Episode der Zeichentrick-Reihe ‘Captain Future’ entstammen. Tatsächlich inspirierten alte Segelschiffe die Architekten.

Der Bierpinsel lag jahrelang im Dornröschenschlaf und wird jetzt zum Kunstobjekt wachgeküßt. Szene-Leben soll Einzug halten. Der knapp 50 Meter hohe Turm an der Schloßstraße wird seit Donnerstag von internationalen Streetart-Künstlern sechs Wochen lang mit Farbe besprüht. 2000 Spraydosen stehen bereit. Das Turmkunst-Projekt unter Leitung von Larissa Laternser wird zur “spektakulärsten Freiluftgalerie Europas”. Street-Art XXL. Ja: das ganze Wahrzeichen wird von außen angemalt!

Der Hamburger Streetart-Künstler Flying Förtress wird als erster eine komplette Seite des Bierpinsels von der Fensterputzgondel aus besprühen – vielleicht mit einem riesengroßen Teddy Trooper-Bären? Es folgen Sozyone, Honet und Craig „KR“ Costello.

Hier eine aktuelle Bierpinsel-Fotostrecke. Von unten, von oben, von außen und von innen.

Turmkunst 2010
formfreu.de: Turmkunst 2010

Noch mehr Bierpinselfotos zum Anschauen:
formfreu.de: Bierpinsel___Westberliner Restmoderne
formfreu.de: West-Berlin

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17. Januar 2010

Turmkunst 2010

von Tom

Seit Jahren schläft mitten in Berlin ein Riese, die Farbe verblasst und die einzigartige Architektur verschwindet langsam im tristen Stadtbild. 2010 wird das seit 2006 ungenutzte Wahrzeichen wachgeküssssssssst! Der Bierpinsel in Steglitz heisst jetzt Schlossturm und beendet seinen Dornröschenschlaf.

Der Riese bringt eine besondere Herausforderung mit sich: Er ist 46 Meter hoch, von bislang roter Farbe und ein Symbol der futuristisch anmutenden Architektur der 1970er Jahre. Gebaut wurde der Turm mit dem aufgesetzten Mehreck (plus Treppenturm) zwischen 1972 und 1976 nach Plänen der Architekten Ralph Schüler und Ursulina Schüler-Witte, die auch das bekannte ICC entwarfen. Seither wird das Gebäude immer wieder von Architekten aus der ganzen Welt studiert. Der Bierpinsel ist Pop-Ikone und Ausdruck des Überlebenswillens des alten West-Berlins.

Turmkunst 2010: Im Frühjahr 2010 wird ein ganz besonderes Kunstprojekt europaweit für viel Diskussionsstoff sorgen: Es entsteht die spektakulärste Open-Air-Galerie Europas. Hoch über den Dächern von Berlin, schreiben die weltweit bekannten Street-Art-Künstler Honet (Frankreich), Flying Förtress (Deutschland), KR Costello (USA) und Sozyone (Spanien) ein neues Kapitel der Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum. Drei Künstler arbeiten vier Wochen lang in 40m Höhe, ein vierter kümmert sich um den Stamm des Turms. Das Projekt steht unter der Leitung der Kuratoren Tornow, Grau und Link (Vicious Gallery).

Dokumentiert wird das Werk am Berliner Wahrzeichen Bierpinsel von Szenefotograf JUST, seine Arbeit erscheint als Kunstbuch im Jaron Verlag.

Turmkunst 2010 ist ein Projekt der Schlossturm GmbH.

Turmkunst 2010
Video Turmkunst 2010

Bierpinselfotos zum Anschauen:
formfreu.de: Bierpinsel___Westberliner Restmoderne
formfreu.de: West-Berlin

Termine zum Vormerken:
1.4.2010 Erster „Pinsel“strich: Flying Förtress beginnt!
15.5.2010 Eröffnung
1 Turm
2000l Farbe
3 Kuratoren
4 Künstler

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Source: www.turmkunst.de. Fotos by JUST.
Dank an Timo für den Hinweis!!