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SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

1. Februar 2017

10 Jahre formfreu.de!

von Markus und Tom

10 Jahre formfreu.de!!

Am 1. Februar 2007 startete das Blog. “Es muß nicht alles zueinander passen. Aber alles steht miteinander in Bezug. Lieblingsprodukte. Marken. Persönliche Erinnerungen und Momente. Sinnstiftende Qualitäten. Vielschichtige Deutungsdimensionen. Bilder, Texte, Rhythmen, Haltungen, Stories.”

10 Jahre später gibt es über 1330 Beiträge mit ungezählten Fotodateien. Altblech und Architektur, Schickes und Schönes und Schnelles sind die Themen. Berlin, Barcelona, Porsche und Wartburg sind die Inspirationen. Und das macht riesig Spaß. 2009 heben wir bei facebook ab. Und im Jahr 2011 geht dann unsere Autostolz-Seite vom Stapel.

formfreu.de, das sind auch unsere Contributors, darunter vor allem René und Simon. Danke an dieser Stelle!

Das sind übrigens unsere beliebtesten Beiträge und Fotoreihen seit 2007:
1. Marzal, Stratos HF Zero, Bravo & Co. @ RM Auctions #2
2. Wartburg 353 W
3. Oldtimerfabrik Classic Neu-Ulm
4. BMW 328 Hommage @ Villa d’Este 2011
5. Werkschau Pforzheim 10./11. Februar 2012

Wir danken herzlichst unserer treuen formfreu.de-Community, allen unseren regelmäßigen und nichtregelmäßigen Besuchern, Fans und Freunden!

15. November 2016

“A Century of Heritage in Motion” FIVA Ausstellung @ UNESCO Paris

von Markus

Unser 911er in Paris!

Im August hatten wir mit ihm völlig überraschend die höchste Auszeichnung beim Concours d’Elegance “Jewels in the Park” bei den Classic Days im Schloss Dyck gewonnen. Den FIVA Preservation Award für das am besten erhaltene unrestaurierte Fahrzeug! Der Preis wir dieses Jahr zum 50 jährigen Jubiläum der FIVA vergeben und steht unter dem Patronat der UNESCO. Die Classic Days waren dieses Jahr der Platz in Deutschland, an dem die FIVA die Feiern zum „World Motoring Heritage Year“ mit der Präsentation dieses besonderen Preises beging. Es gab dieses Jahr nur acht Veranstaltungen, an denen er vergeben wurde. Die Classic Days sind neben Amelia Island, Villa d’Este, Pebble Beach, Le Mans, Chantilly oder Autoclassico in Argentinien dazu ausgewählt worden.

Einige der Gewinnerfahrzeuge sind nun mit unserem 911 in Paris auf dem Gelände des UNESCO Hauptsitzes ausgestellt. In der Ausstelung “A Century of Heritage in Motion” sind unter anderem der Alfa Romeo Guillietta SZ 1962 von Corrado Lopresto, der Bugatti 35B “Williams” von Friedhelm Loh, der 1966 CD Peugeot Le Mans, ein Delahaye 148L Chapron von 1937, aus dem selben Jahr ein Packard 8 Franay, ein Rolls-Royce Phantom 1 von 1927 oder auch ein Voisin C7 Lumineuse von 1925 zu sehen. Ganz besonders cool ist der ausgestellt Citroën TPV, einer von vier überlebenden Vorserienfahrzeugen von 1939.  Ältestes Fahrzeug ist ein Panhard & Levassor von 1892.

Letzte Woche haben wir die Aufbauarbeiten begleiten und konnten einige Impressionen einfangen. Das 1958 fertiggestellte Y-förmige UNESCO Gebäude mit seinen auf dem Gelände verteilten Skulpturen von Alexander Calder oder Henry Moore bot dafür eine wunderevolle Kulisse.

Die Ausstellung geht vom 14.-18.November und ist öffentlich zugänglich. Man muss lediglich einen Idenditätsausweis am Eingang hinterlegen. Adresse: 7 place de Fontenoy 75007 Paris. Die offizielle Eröffnung ist am Donnerstag um 18:30h.

FIVA Preservation Award

27. Mai 2014

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2014

von Markus und Tom

Es ist noch früh am Samstagmorgen, als die ersten Gäste das mondäne Gelände der Villa d’Este betreten. Noch werden die letzten Fahrzeuge positioniert. Das am Vorabend weltpräsentierte Mini Superleggera Concept und die Beijing-Studie BMW Vision Future Luxury werden vor den Sonnenstrahlen geschützt unter einem Zelt geparkt. Daneben weitere Konzeptfahrzeuge von Maserati, Infiniti, Volvo oder Italdesign. Zagato zeigt nochmals den wunderbaren Aston Martin DBS Centennial und den vom Sammler Albert Spiess in Auftrag gegebenen Lamborghini 5-95 auf Gallardobasis. Seit dem Jahr 2000 hat BMW nun die Schirmherrschaft über den Concorso d’Eleganza und hat es wieder mal geschafft, über 50 aussergewöhnlichste Fahrzeuge für den Wettbewerb zu finden. Sie sind in Klassen mit klangvollen Namen wie „The Great Gatsby“, „Gone With The Wind“, „From St.Tropez to Portofino“ oder „Gentleman Drivers“ unterteilt. Zwölf Exemplare reisen aus den USA an, insgesamt sind zehn Ferrari, sieben Maserati und fünf Alfa Romeo dabei. Ein Stromlinien BMW 328 mit Wendler-Jaray-Karosserie, ein Cisitalia 202 B, Jaguar D-Type, verschiedene Maserati A6G, ein Porsche 904 GTS, Ferrari 195 und 212 Inter, 250 Europa, 250 GT Spyder, 250 GT Tour de France, 500 TRC … Ein Highlight auch der 250 GTO von 1963 aus der Lionshead West Collection. Die interessantesten Entwürfe sind in der Gruppe der „Fuoriserie“ zu finden. Hier stehen der knallgrüne skurile Fiat 132 Aster von Zagato, der Pininfarina Alfa Romeo 6C 3000 CM Superflow IV mit Glas-Panorama-Schiebedach, der von Giugiaro für Bertone gezeichnete 250 GT SWB oder de Hudson Italia Prototype H01 von Touring. Ein Schmuckstück ist auch der Mercedes 230 SL. Das Einzelstück wurde einst von Tom Tjaarda für Pininfarina entworfen und an den Verleger Axel Springer verkauft. Danach in schwarz und rot umlackiert und erst 1997 vom jetzigen Besitzer wieder in den Ursprungszustand versetzt. Der absolute Star des Concorso ist aber der ultraflache Abarth 2000 Scorpione, den der Japaner Shiro Kosaka mitgebracht hat. Er und seine Mitarbeiter lassen ihn keine Sekunde aus den Augen, polieren und wischen ihn stets mit Hingabe und leisten Schwerstarbeit, als der Renner auf die Präsentationsrunde vor Publikum und Jury geht. Das Gelände ist etwas uneben und die Bodenfreiheit des Abarth minimal. So werden kurzerhand in den Senken Bretter verlegt, damit dem Schatz nichts widerfährt. Die Mühen wurden mit dem Klassensieg belohnt. Sieger „Best of Show“ wurde in diesem Jahr der Maserati 450 S aus dem Jahr 1956. Sieger des Publikumsvotums und damit Gewinner der Coppa d’Oro Villa d’Este wurde der Alfa Romeo 6C 1750 GS aus dem Jahr 1931.

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Alle Bilderreihen und Beiträge zu Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

16. Juni 2013

RM Auctions @ Villa Erba

von Tom

Nachlese Villa d’Este 2013.

Hochkarätige Klassiker unterm Hammer: Für alle, die noch nicht genug exquisite Autos gesehen hatten oder sich vielleicht noch eines zulegen wollten, lud RM Auctions wieder zum hochpreisigen Oldtimerversteigern in den Park der Villa Erba in Cernobbio am Lago di Como. Es war eine bis in die Nacht dauernde Auktion mit der Versteigerung ganz besonderer Preziosen. Aufregende Namen: Bugatti, Miura, Lancia Aurelia, Mercedes-Benz SL. Die Heldin des Abends war die Ferrari 340/375 MM Berlinetta, mit der Mike Hawthorn 1953 in Le Mans an den Start ging. Rot und kraftvoll und teuer: Sie wechselte für die Rekordsumme von 8,8 Millionen Euro den Besitzer. Insgesamt wurden 15 Ferraris zur Versteigerung angeboten, wovon allesamt sehr hohe Summen erreichen konnten: 400 Superamerica SWB Coupé Aerodinamico, F40 oder 275 GTB… Wunderbar elegant, avantgardistisch und detailversessen: der gelb-schwarze Bugatti Typ 46 – oft auch der “Kleine Royale” genannt.

RM Auctions

Die Fotostrecken zur Auktion von 2011 findet ihr hier und hier und hier.

Alle Bilderreihen und Beiträge zum Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

1. Juni 2013

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2013

von Tom

Nur die Schönsten und Seltensten und Teuersten dürfen dabei sein. Hochpreisigste Automobile geben ihr alljährliches Stelldichein im Garten der Villa d’Este am Comer See. Jede Menge wunderbares Edelaltblech. Man weiß gar nicht so recht, wo man überhaupt hinschauen soll. Die Chrome de la Chrome ist da: Lamborghini, Ferrari, Maserati, Bentley oder Aston Martin. Der weißgraue wolkenbehangene und nieselnde Samstag will leider nicht so recht zur Preziosenschau passen.

Das schlechte Wetter konnte Ralph Lauren allerdings nicht beeindrucken. Der 73-jährige amerikanische Modezar und Sammler wertvoller klassischer Automobile posiert lässig in marineblauem Anzug und mit Sonnenbrille in seinem tiefschwarz glänzenden Bugatti 57SC Atlantic aus dem Jahre 1938. Der nur viermal gebaute Wagen ist eine der wunderbarsten Ikonen der Automobilgeschichte und wohl eines der teuersten Autos überhaupt. Ein Kunstwerk auf Rädern. Der Bugatti mit der markanten Finne sahnt ab: Sechs Ehrungen nimmt er mit. Die „Coppa d’Oro“ der Villa d’Este 2013, der Gesamtpreis, gesellt sich nun wie selbstverständlich zu den vielen Preisen, die der Wagen ohnehin schon im Laufe seiner Geschichte gewonnen hat. Weitere Highlights der Parade am Lago die Como sind der Lamborghini 350 GTV Prototyp von 1963, der Ferrari Dino 166P/206P, der Mercedes-Benz 680S Torpedo Roadster von 1927, der Fiat 508 CS MM von 1938 und der Lancia Sibilo im genialen Bertone-Design der 70er Jahre, eine Art „Stratos der Zukunft“. Der Architekt Corrado Lopresto hat ihn in Cernobbio vor zwei Jahren ersteigert. Im Rahmen der RM Auctions kamen damals Sibilo, Athon, Bravo, Testudo, Marzal und Stratos HF Zero – fünf einzigartige Einzelstücke und ganz besondere Designikonen – unter den Hammer. Natürlich nutzte Schirmherr BMW den Concorso d’Eleganza auch zur eigenen Darstellung. Der blau-weiße Hingucker war das Gran Lusso Coupé aus der Feder von Pininfarina.

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Alle Bilderreihen und Beiträge zu Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

29. Mai 2012

Concorso d’Eleganza 2012__Villa Erba

von Markus

Traditionell richtet der BMW Konzern das Wochenende um den Concorso d’Eleganza in Cernobbio am Comer See aus und bringt am Sonntag die Fahrzeuge des zuvor in der Villa d’Este gezeigten Wettbewerbs in die benachbarte Villa Erba, um sie auch dem breiten Publikum zugänglich zu machen. Zusätzlich werden Sonderausstellungen zum Thema BMW Motorsport und Microcars gezeigt. Nach dem grossen Erfolg des Concorso für Motorräder im letzten Jahr, findet nun eine Neuauflage statt.

Die Besucher kommen in Scharen und es herrscht Volksfeststimmung. Freilich für gehobene Ansprüche. Man flaniert stilecht oder elegant gekleidet (aber auch Schlappen, Shorts und Bier aus dem Plastikbecher werden gesichtet). Bei Live-Combo Klängen kann man auf Liegestühlen ruhen, den Blick über den See und/oder die Oldtimer schweifen lassen und in Ruhe darüber nachdenken, welchem der Glanzstücke man mit seinem Votum zum Gewinner des Publikumspreises verhelfen möchte. Die Fahrzeuge sind nach Klassifizierung in Gruppen mit klangvollen Namen aufgestellt: Graceful Open Air Style, Interpretation Of Elegance, The Art Of Streamlining, Little Jewels, Stars of the Rock ‘N’ Roll Era, The Ferrari 250 Dynasty, La Dolce Vita, Gentlemen’s Sportscars, Heroes Of Le Mans oder auch die futuristischen Conceptcars und Prototypen. Die Besitzer der exklusiven Stücke geben bereitwillig darüber Auskunft, erklären den Restaurationsprozess oder die Besonderheiten, öffnen Türen und Hauben und lassen sogar manchmal die Motoren an. Schnell bilden sich Trauben um Ferrari 250 LM oder den Jaguar D-Type und die Fotohandys werden zum Filmen gezückt, um alsbald das gewonnene Digitalzelluloid bei Youtube hochzuladen oder mit den Daheimgebliebenen zu teilen. Für kurze Momente wird der sanfte Duft des Parks mit hochotanigen Molekülen der grollenden Motoren geschwängert und wir freuen uns live dabei zu sein. Ein Fest für Augen, Ohren und Nase.

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Concorso d’Eleganza Villa d’Este auf formfreu.de

live pics @ facebook

28. Mai 2012

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2012

von Markus

Schönheiten am Comer See

Der Concorso d’Eleganza in der Villa d’Este in Cernobbio hat auch dieses Jahr wieder einen Besuch gelohnt. Fahrzeuge der absoluten Spitzenklasse präsentierten sich am Samstag im Park bei Life-Musik und Champagner. Schon am Freitagabend konnten wir erste Eindrücke im noch verschlafenen Grandhotel sammeln. BMW präsentiert als Weltpremiere ein von Zagato entworfenes Coupé auf Basis des Z4. Nahe der Einfahrt postiert sich ein anderes Glanzlicht der Veranstaltung, welcher freilich ausserhalb der Wertung am Wettbewerb teilnimmt. Der Rolls Royce PII Jonckheere Aerodynamic Coupe von 1935, der extra aus dem Petersen Museum in Kalifornien nach Europa gebracht wurde. Er ist an Imposanz und Eleganz nicht zu übertreffen und befindet sich formal mit seiner dramatischen Proportion irgendwo zwischen Batmobil und Colani, wirkt dennoch mit seinen kreisrunden Türen und der Heckflosse ungeheuer modern und ausgwogen. Ein Kunstwerk auf Rädern! In der Tiefgarage erspähen wir die Stars des Concours, welche im dämmrigen Licht zu schlafen scheinen und wir freuen uns auf den nächsten Tag…

Samstag früh, es duftet nach See und Blumen, die Luft ist noch mild. Auf dem Wasser ziehen einige Yachten umher und im Garten sind die Concoursschönheiten postiert und werden im ersten Rundgang von der Jury begutachtet. Der Autofan wähnt sich im Paradies und der Pulsschlag erhöht sich beim Anblick einiger Fahrzeuge, die oftmals nach langjähriger Restaurierung zum ersten mal in der Öffentlichkeit gezeigt werden. In der Klasse The Art Of Streamlining finden wir einen Avions Voisin C25 Berline Aerodyne mit Bullaugenfenstern im Schiebedach, einen Tatra 87 mit 8 Zylinder Heckmotor aus Tschechien. Der Volkhart V2 Sagitta von 1947, der stilistisch als Bindeglied zwischen dem Porsche Berlin-Rom Wagen und dem 356 gilt. Er erreicht mit seinen 24,5 PS dank seiner Stomlinienform 150 km/h! Bei den Little Jewels stehen ein Porsche 550/1500 RS, ein O.S.C.A. Fratelli Maserati 1600 SP, der bis heute im Besitz der Maserati Familie ist und dem kleinsten Fahrzeug im Feld, dem wunderbaren Abarth Fiat 500 von Zagato, der mit seinem Besitzter Shiro Kosaka aus Japan angereist ist. Den Ferrari 250 wurde eine Sonderklasse gewidmet und wir sehen verschiedenen Karosserievarianten von Vignale, Pinin Farina, Zagato und Scaglietti. In der Klasse G (La Dolce Vita) konkurrieren ein Maserati 5000 GT, ein Ferrari 400 Superamerica, das von Tom Tjaarda gestaltete Einzelstück Lancia Flaminia Coupé, welches einst von Battista Farina mehrere Jahre als Privatwagen genutzt wurde, dem Ferrari 365 GTB/Daytona Prototype von 1967, der vorne noch Ähnlichkeiten zum 275 GTB zeigt, hinten jedoch schon den Daytona vorwegnimmt. Auch dabei ein von Valentino Balboni gesteuerten Lamborghini Miura SV/J mit 30 PS mehr und einigen Kilo weniger gegenüber der Serienversion und ein Countach LP 400, dem 28sten von 157 gebauten Exemplaren. Ganz besondere Highlights stehen in der Klasse der Heroes Of Le Mans: Aston Martin DBR1, Jaguar D-Type, Ferrari GTO und gleich daneben ein Ferrari 250 LM, Ford GT 40 Mk3 und der Porsche 917 K des Engländers Mark Finburgh, den wir schon vor Kurzem beim Espiritu de Montjuic Festival in Barcelona gesehen haben. Neben den tollen Fahrzeugen sind es aber gerade auch die Geschichten um ebendiese. So erfahren wir dass Mark seinen 917er vor knapp 40 Jahren von Porsche selbst für weniger als 10000 Dollar erworben hat. In Erwartung einer feierlichen Übergabe im Werk wurde er in einen gammeligen Hinterhof geführt, wo in einer Ecke unter einer schneebedeckten Plane (es war Winter) sein gerade erworbener Rennwagen stand. Das wars. Bereut hat er den Kauf dennoch nie.

In einer separaten Klasse wird der Bogen von der Vergangenheit zur Zukunft gespannt und Konzeptcars von Bertone, Pininfarina, Zagato, Aston Martin, Alfa Romeo, Rinspeed, Ford, Italdesign, Toyota und Rimac gezeigt. Rot schien hier die Modefarbe zu sein. Sieben von zehn waren so lackiert! Ebenfalls ausser Konkurrenz zeigte BMW ein weiteres Design Highlight: Das erste BMW Konzeptcar überhaupt, den 1972 als Sicherheitsfahrzeug von Paul Bracq entworfenen BMW Turbo. Er ging nie in Serie, hatte aber stilistisch Einfluss auf den sechs Jahre später präsentierten M1. Der Turbo wurde übrigens zweimal gebaut, der andere steht im BMW Museum in München.

Am Nachmittag fahren die Fahrzeuge vor der Jury und dem Publikum vor. Alle bekommen Applaus, einige auch Preise. Der Tatra 87 bekommt den Pokal für die weiteste Anreise auf eigener Achse, Der Porsche 917 gewinnt den Preis für das am besten erhaltene Nachkriegsmodell, der Lamborghini Countach den für das spektakulärste Design und die Coppa d’Oro, den grossen Goldpokal für den Sieger nimmt der Besitzter David Cohen mit seinem Alfa Romeo 1750 GS 6C Coupé mit einer Karosserie von Figoni mit nach Hause. Am Folgetag waren alle Teilnehmer nochmals in der benachbarten Villa Erba zu sehen, doch davon berichten wir im nächsten Beitrag…

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Alle Bilderreihen und Beiträge zu Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

live pics @ facebook

6. August 2011

Maserati Boomerang

von Markus

Vom Maserati Boomerang hatten wir vor einigen Jahren schon mal Fotos gepostet. Nun bin ich beim Ausmisten meines Fotoarchives wieder drüber gestolpert und möchte sie euch nicht vorenthalten. Gesehen beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2006.

Hier gibt es Infos zur bewegten Geschichte des Modells: supercars.net

Alle Bilderreihen und Beiträge zu Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier. Und mehr Maserati Boomerang gibt es hier.

 

6. Juli 2011

Marzal, Stratos HF Zero, Bravo & Co. @ RM Auctions #2

von Tom

Villa d’Este 2011. Unendlich viele Eindrücke von den Bertone-Prototypen im Rahmen der Versteigerung durch RM Auctions. Sibilo, Athon, Bravo, Testudo, Marzal und Stratos HF Zero. Teil 2.

formfreu.de: Marzal, Stratos HF Zero, Bravo & Co. @ RM Auctions #1

Alle unsere Beiträge mit den edlen Automobilen in Cernobbio: Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de

5. Juli 2011

Marzal, Stratos HF Zero, Bravo & Co. @ RM Auctions #1

von Tom

Villa d’Este 2011. Für alle, die noch nicht genug exquisite Autos gesehen hatten oder sich vielleicht noch eines zulegen wollten, gab es eine im Rahmen des Concorso d’ Eleganza erstmalig veranstaltete und bis in den späten Abend dauernde Auktion mit der Versteigerung ganz besonderer Preziosen. 32 Fahrzeuge sollten durch RM Auctions unter den Hammer kommen. Darunter waren sechs aufregende Prototypen aus der Sammlung der Designschmiede Bertone aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Sibilo, Athon, Bravo, Testudo, Marzal und Stratos HF Zero. Einzigartige Einzelstücke und wahrhafte Ikonen des Automobildesigns. Vielleicht ein letztmaliger gemeinsamer Auftritt. Irgendwie und irgendwo parken sie schon immer in der Tiefgarage meines Herzen. Meine Kindheitstraumautos schlechthin. Ganz viel Gänsehaut. Automobildesigneradrenalin pur. Zum Nichtsattsehen und Nichtsattfotografieren.

Von Giorgetto Giugiaro, Marcello Gandini und Marc Deschamps gezeichnete Meisterwerke. Flitzer, die allesamt wie aus einem Science-Fiction-Film wirken. Flach und futuristisch. Keilform pur. Schärfste Kanten. Vrroooommm….

Den Auftakt machte der braune Lancia Sibilo von 1978: Der Renner mit den Bullaugenschiebefenstern konnte für unerwartete 95200 Euro den Besitzer wechseln, und der 1980er Lamborghini Athon erreichte satte 347200 Euro. Wahnsinn: Der 1974er Lamborghini Bravo übertraf seine Preisvorstellungen von 150000 bis 220000 Euro mit unglaublichen 588000 um Längen. Der 1963er Chevrolet Testudo blieb mit 336000 Euro dagegen hinter den erwarteten Erlösen zurück, während der 1967er Lamborghini Marzal mit stolzen 1512000 Euro klar und souverän seine Erwartungen erfüllte. Überraschend niedrig war dann allerdings das Ergebnis des extrem gezeichneten 1970er Lancia Stratos HF Zero, der für ‘lediglich’ 761600 Euro den Besitzer wechselte.

Tausend Impressionen. Von der Preview und vom Auktionsabend im Park der Villa Erba.

Noch mehr schöne Autos und alle Fotostrecken vom Lago di Como: Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de.

Mehr automobile Träume aus Italien gibt es hier. Und mehr Marzal findet ihr hier.

4. Juli 2011

RM Auctions @ Villa d’Este 2011

von Tom

Hochkarätige Klassiker unterm Hammer.

Weiter geht es mit den Fotostrecken von Villa d’Este 2011. Im Rahmen des feinen Concorso d’Eleganza lud in diesem Jahr RM Auctions erstmals zum exquisiten und hochpreisigen Oldtimerversteigern in den Park der Villa Erba. Fahrzeuge im beeindruckenden Wert von 23 Millionen Euro wechselten den Besitzer. Während der Bugatti Type 57 SC Atalante oder der Ford GT Prototype Roadster nicht verkauft werden konnten, erreichte der 1955er Ferrari 375 MM Berlinetta die Rekordsumme von 3.360.000 Euro. Der bunte 1957er Ferrari 500 TRC wurde für 2.800.000 Euro verkauft. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Versteigerung von sechs Design-Prototypen aus der Bertone-Sammlung. Dazu dann demnächst eine gesonderte Fotostrecke.

RM Auctions ist das weltweit größte Auktionshaus für historische Automobile.

RM Auctions

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17. Juni 2011

DeZir & Co. @ Villa d’Este 2011

von Tom

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2011. Concept Cars e Prototipi.

Zeitreise am Comer See. Während in den Garten- und Parkanlagen des feinen Grand Hotels die kostbarsten historischen Fahrzeuge aus vergangenen Epochen um die Wette glänzen, braucht man nur wenige Schritte – auf die andere Seite der Hotelterrasse – zu machen, um aus der glorreichen automobilen Vergangenheit in eine spannende – elektrisch elektrisierende oder kohlefaservolle – Zukunft zu schauen. Die neuesten Concept Cars und Prototypen aus den Kreativabteilungen namhafter Autohersteller und kleiner Designschmieden präsentieren den Dernier Cri Automobile.

Die Schau der Designstudien in Cernobbio ist eine äußerst seltene Gelegenheit, diese Fahrzeuge außerhalb der künstlichen Inszenierungen auf Automobilmessen oder der offiziellen Pressefotos zu sehen. Man kann direkt bei Tageslicht die Formen mit ihren Reflexionen und Spiegelungen auf den lackierten Oberflächen betrachten und die Proportionen und die Details gegenüberstellen und studieren. Dieses Jahr gab es für die Formenschauer ein ganz besonderes seltenes – pitschenasses – Spektakel: Ein heftiger Platzregen donnerte und fegte während der Parade über die Hotelterrasse…

Weltpremiere: Aston Martin hat zusammen mit Zagato den Aston Martin V12 Zagato Concept aufgelegt. Der V12 Vantage wurde von den Italienern in ein komplett neues – für die Briten untypisches feurig rot lackiertes – Aluminium-Karosseriekleid gesteckt. Er soll an den DB 4 von 1960/61 und die Zusammenarbeit mit dem britischen Sportwagenbauer vor über 50 Jahren erinnern. Natürlich darf dem Zagato-Entwurf das typische Double-Bubble-Dach nicht fehlen. Die Studie wird übrigens kein Einzelstück bleiben. Schon im kommenden Jahr soll eine Kleinserie aufgelegt werden. Der spektakuläre Renault DeZir war schon vergangenen Herbst in Paris zu sehen: Ein futuristischer und gleichzeitig sinnlich-leidenschaftlicher Zweisitzer mit scherenartig gegenläufigen Flügeltüren, die auf der linken Seite in Fahrtrichtung und auf der rechten Seite entgegengesetzt öffnen, und mit in tiefem Rot lackierten muskulösen Flanken mit polierten Aluminiumeinsätzen…

Einen außergewöhnlichen Auftritt zeigte der Amerikaner James Glickenhaus mit dem Scuderia Cameron Glickenhaus P4/5. Der Supersportler wurde von Pininfarina als persönliches Projekt für den US-Milliardär entwickelt. Als Basis des in einer Karbonrüstung steckenden GT2 Renners im Stil des 330 P3/4 von 1967 dient ein Ferrari F430 Chassis. Der hier gezeigte P4/5 soll am 24 Stunden-Rennen am Nürburgring teilnehmen. Mercedes-Benz präsentierte nochmals seinen eleganten Shooting Brake auf Basis des neuen CLS und Infiniti den Etherea Concept mit unkonventionellem Säulenwerk. Der Audi quattro Concept in Col de Turini-Weiß soll dem Start der Allradaudis vor über 30 Jahren huldigen. ItalDesign Giugiaro parkte mit dem Minivan Volkswagen Go auf der berühmten Hotelterrasse. Eigentlich hätte das sportliche Schwestermodell Tex viel besser in den eleganten Kontext gepaßt. Und Gastgeber BMW feierte – außer Konkurrenz – mit dem 328 Hommage das 75-jährige Jubiläum der Markenikone 328 aus Eisenach.

Für Zagato war der Concorso d’Eleganza ein erfolgreiches Heimspiel: In der Klasse der ‚Concept Cars and Prototypes’ konnte sich der Entwurf der Lombarden für Aston Martin als schönstes Fahrzeug durchsetzen.

Noch mehr schöne Autos und alle Fotostrecken vom Lago di Como: Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de. Einen gesonderten Beitrag zum neuen Karbon-Heritage-BMW findet ihr hier. Und noch mehr DeZir gibt es hier und hier