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SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

10. September 2010

OPEL ICONA _Commuter Vehicle for Land and Sea

von Markus

Uns hat Post aus Schweden erreicht. Juan Pablo Bernal hat für das Umea Institute of Design seine Master-Abschlussarbeit in Zusammenarbeit mit Opel im GM Europe Design Center gemacht und wir stellen sie kurz vor.

Mit seinem Projekt blickt er auf die umwelttechnischen und demografischen Herausforderungen der Gesellschaft im Jahr 2050. Die Weltbevölkerung wächst und die schmelzenden Gletscher führen zum Ansteigen des Meeresspiegels. Das V-förmig gestaltete Fahrzeug kann sich sowohl auf dem Land, als auch auf dem Wasser fortbewegen und ermöglicht es so neue oder unbewohnbar gewordene Gebiete zu besiedeln. Wind dient als Antrieb und Solarzellen auf dem Segel speisen zusätzlich Elektromotoren mit Energie. Vater und Sohn, bzw Mutter und Tochter können so zusammen im Einklang mit der Natur in derselben unterwegs sein, die Elemente spüren und jede Reise zum Erlebnis werden lassen. Das Fahrzeug dient so nicht nur der Fortbewegung, sondern fördert und fordert durch die gemeinsam zu verrichtenden Bewegungsabläufe die Verbindung der Passagiere untereinander. Werte, die im Zeitalter der Videogames und elektronischen Medien Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten.

www.juanpablobernalp.carbonmade.com

8. September 2010

Familientreffen _Porsche 911 im Autowerk

von Markus

Das Treffen der ungleichen Brüder fand in der grandiosen Kulisse einer alten Fabrikhalle im Autowerk auf dem Opelgelände statt. Ein Porsche 911 G-Modell von 1985 tritt zum optischen Vergleichstest gegen einen der letztgebauten 964er von 1993 an. Puristischer Heck- gegen progressiven Allradantrieb.

Die aus den 60er Jahren stammende Urform des 11ers wurde  in den darauf folgenden 30 Jahren nur behutsam verändert und technischen Anforderungen oder dem Zeitgeist angepasst. Unser G-Modell zieren die Faltenbalg-Stoßstangen, die aufgrund der US-amerikanischen Parkrempler-Vorschriften seit 1973 verbaut wurden und über 16 Jahre stilprägend waren. Auch trägt er die von F.A. Porsche entworfenen Fuchsfelgen aus geschmiedetem Aluminium. Einen feststehender Heckflügel gab´s damals optional. Die Formfreunde verzichteten aber darauf. Der 964 hingegen stellt mit seinen aerodynamisch geglätteten Stoßfängern und dem ausfahrbarer Heckspoiler die Endstufe der klassischen Form dar. Der Unterboden war vollverkleidet und so wurde der CW-Wert entscheidend reduziert und die Fahrleistungen auf die der Turboversion von 1989 gehievt. Im direkten Vergleich wirkt er deutlich bulliger und schwerer, als der zierliche Bruder aus der G-Serie. Auf seinen silbernen 17 Zoll 5-Speichen Felgen steht er auf dem vom Öl vieler Jahrzehnte verschmutzen Holzboden der alten Produktionshalle. Durch die Dachfenster fällt die Nachmittagssonne und reflektiert sich im dunkelblauen Lack beider Carreras. Schön zeichnen sich die Formen ab.  Man fühlt sich in die Zeit versetzt, als die Welt noch schwarz/weiß war und irgendwie kann man in der Stille noch den Lärm der Maschinen hören. Er scheint für immer in den Wänden zu stecken. Die ca. 10000 m2 große Halle bietet einen wunderbaren Rahmen und lässt die Autos winzig klein erscheinen. Säulen und Rohre wohin man blickt. An den Wänden hängen Schalterkästen, die Farbe schält sich von den Wänden und Efeu wuchert durch die Fenster herein. Hier, wo ist die Zeit stehen geblieben ist, finden wir die perfekte Kulisse….

Als Teil des künftigen Opel-Forums soll das Autowerk in seinen denkmalgeschützten, historischen Räumen und Hallen den Ort für eine markenübergreifende Oldtimerwelt bieten. Mit Teilehandel, Restauration, Wartung, Pflege, Gastronomie, Eventbereichen und Abstellflächen für Old-und Youngtimer soll der größte Treffpunkt für Freunde klassischer Automobile im Rhein-Main Gebiet entstehen. Im April und Juni fanden bereits der Saisonstart und ein Teil des Rüsselsheimer Kultursommers statt. Weitere Veranstaltungen sind geplant. Die Vermietung von Büro-, Lager- oder Werkstattflächen hat begonnen.

Autowerk

formfreu.de: Porsche 964 im Autodromo Terramar Sitges

#porschegeschichten

7. September 2010

Byblos Art Hotel _Verona

von Markus

Das Byblos Art Hotel ist ein wahres Kleinod. Gelegen am Stadtrand von Verona, in Reichweite von Verdi, Puccini und Bizet also. Zugegeben, man muss den schrillen Mix von Alt und Neu mögen oder sich zumindest damit arrangieren. Aber ist dies geschehen, entdeckt man allerorten Kunst wie sonst nur im Museum. Mosaike und Gemälde aus dem 16. Jahrhundert treffen auf zeitgenössische Werke und bilden so eine eklektische Mischung aus verschiedenen Stilen und Experimenten. Im ganzen Gebäude verteilt sind Arbeiten von Vanessa Beecroft, Damien Hirst, Anish Kaoor, Cindy Sherman, Takashi Murakami und vielen anderen. Die 60 Zimmer des der Facchini Familie gehörenden Hotels wurden von Alessandro Mendini eingerichtet, dessen Atelier sich auch für die künstlerische Leitung der Renovierung verantwortlich zeigte. Es wurde 2005 eröffnet und gehört zu den “Leading Small Hotels of the World”.

Byblos Art Hotel

Schöner Reisen mit formfreu.de: Hoteltipps auf formfreu.de

Hotel#

6. September 2010

Classic-Gala Schwetzingen 2010

von Markus

Herr Hübner, der sich auch schon bei der Sachsen Classic als grosser formfreu.de-Fan gezeigt hat, konnte mit seinem Team auch diesem Jahr wieder ein exklusives, wie bunt gemischtes Teilnehmerfeld präsentieren. Auf der Classic-Gala im Schlosspark in Schwetzingen fand nun schon zum 8. Mal der internationale Concours d’Elegance für klassische Automobile statt. 100 Jahre Alfa Romeo wurde mit einer Sonderschau gefeiert, auch 80 Jahre Pininfarina und 40 Jahre Citroen SM. Sehr schön der Maserati Tipo 63 Birdcage, Maserati Bora und Merak, Datsun 240Z, VW SP2, Bitter CD, Ferrari 365 GT4 BB oder auch jüngere Modelle, die in der Klasse der “Classics of the Future” eingefasst wurden. Porsche 928, Alfa Romeo F12 Kleinbus, De Lorean, Isdera 036 und Imperator 108i, Jaguar XJ220. Lange nicht mehr gesehen: Ein Ford Sierra XR4i von 1980. Wow, schon 30 Jahre alt…..

www.oldtimergala.de

formfreu.de: Classic-Gala Schwetzingen 2009

5. September 2010

Renault World Series 2010_Hockenheimring

von Markus

Die World Series by Renault gastierte am Wochenende in Deutschland. Nach 4 Jahren auf dem Nürburgring wurde das bewährte Konzept nun erstmals auf dem Hockenheimring ausgetragen. Für die kleinen Besucher gabs Riesenrad, Autoscooter oder Hüpfburgen. Die Älteren durften in den Fahrsimulator, sich die aktuelle Modellpalette anschauen und natürlich die verschiedenen Rennserien live erleben. Formula Renault 2.0, 3.5 Series, Clio Cup oder auchmal einen echten Formel 1 Renner über die Piste jagen sehen. Ich fand mal wieder die alten Autos schöner. Besonders die zahlreich erschienenen Alpines in den verschiedenen Generationen…leckerlecker.

World Series by Renault

formfreu.de: Renault World Series 2009 Barcelona
formfreu.de: Renault World Series 2007 Barcelona

Fondation Vasarely – Aix en Provence

von Simon Grand - Gast

Simon Grand hat uns poppige optische Effekte von Victor Vasarely aus Südfrankreich mitgebracht:

As an experience the Fondation Vasarely is all-embracing. The building provides the perfect setting in which to appreciate the work of one of the protagonists of the 1960’s ‘op-art’ movement.

“When internationally acclaimed artist Victor Vasarely imagined the “Cité polychrome du Bonheur” (“Polychromatic City of Happiness”), he imagined a centre that would bring together urban planners, architects and artists. In 1966, Vasarely established a Foundation to promote his ideas of “art for all” and of the “city of tomorrow”, a city in which art harmoniously blends with architecture. “Our existence is driven by two major forces: renewal and preservation. While the world advances from the past into the future, as individuals, we travel from the future into the past … this is our tragedy.”

Fondation Vasarely

Zitate: Fondation Vasarely
Photos: Simon Grand

3. September 2010

Festgefahren. Unwirklich. Verwunschen.

von Tom

Wiesenrennenkarts. Dornröschenschlaf. Verzaubert. Traumhaft.

Tags: Berlin, Friedrichshain, Kart, Go Kart

Porsche Berlin-Rom-Wagen _Typ 64

von Markus

Im Rahmen des Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring wurde auch der Urvater aller Porsche, der Typ 64 aus dem Jahr 1939, gezeigt.

Er wird auch „Berlin-Rom-Wagen“ genannt, weil Porsche ihn eigens für diese im September 1939 geplante Fernfahrt entwarf. Das Rennen fand wegen des Kriegsbeginns nie statt, dieser Porsche Typ 64 aber überlebte als eines von drei Exemplaren die nächsten 70 Jahre wie durch ein Wunder. Nun kommt dieses einzigartige Aluminium-Coupé nach fast 30 Jahren vom 13. bis 15. August 2010 erstmals wieder auf den Nürburgring -  zum 38. AvD-Oldtimer-Grand-Prix.

Heute gilt der aerodynamische Heckmotor-Boxer als Urvater aller Porsche, aber damals galt das wenig: Der nur 40 PS starke Leichtbau-Wagen wurde als Versuchswagen eingesetzt und nach dem Krieg am 14. Juni 1949 für den Preis eines VW-Käfers an den österreichischen Rennfahrer Otto Mathé verkauft. Der setzte ihn bis 1953 bei diversen Rennen erfolgreich ein und behielt ihn als „Ahnherrn“ bis zu seinem Tod im Dezember 1995 in seiner Sportwagensammlung. Das Hamburger Museum Prototyp kaufte damals fast alle diese Rennwagen – aber nicht den Typ 64, der schließlich zu seinem jetzigen Besitzer nach Deutschland gelangte. Dieser bringt ihn nun auch zum Nürburgring. Dort startete dieser berühmte „Berlin-Rom-Wagen“ mit seinem langjährigen Fahrer, AvD-Mitglied Otto Mathé, in einem Sonderlauf schon einmal in den Anfangsjahren des AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Auch dies ein Grund, ihn nun am AvD-Stand im Fahrerlager prominent auszustellen.*


*Text: www.avd.de

2. September 2010

Megaspree Tours

von Tom

Spreeschippern – Media- vs. Megaspree im Schauen erleben. Für eine Stunde die Spree rauf und runter.

‘Mediaspree’ ist eines der größten Investorenprojekte in Berlin. Es strebt die Ansiedlung von Kommunikations- und Medienunternehmen entlang eines Teils des Spreeufers und eine diesem Bereich entsprechende Umstrukturierung an. Die Initiatoren sehen in dem Projekt eine große Chance für den Osten Berlins, Kritiker allerdings den Ausverkauf seiner wertvollsten Flächen.

Wie schon die Bürgerinitiative ‘Mediaspree Versenken’ und der Bürgerentscheid ‘Spreeufer für alle!’ wendet sich das ‘Megaspree’-Aktionsbündnis aus Anwohnern, politischen Gruppen und Kulturprojekten gegen die Vermarktung und Privatisierung des Spreeufers. “Rette deine Stadt!” – vor Ausverkauf, Gentrifizierung, Zubetonierung, Kulturkahlschlag, Verkehrschaos, Baumonotonie, Ignoranz,…*

Jeden Donnerstag um 18 Uhr heißt es ‘Leinen los’ für Megaspree Tours. Jan Sputnik organisiert “eine einstündige Bootstour auf der Spree zwischen den Treptowers und der Jannowitzbrücke – dorthin wo viele Berliner Clubs und Strandbars ihr Zuhause haben. Er will damit seinen Passagieren zeigen, wie sehr sich schon heute das Spreeufer im Zuge des Bauvorhabens “Mediaspree” verändert hat. Käpt’n Sputnik erzählt auf seiner Fahrt viele interessante Geschichten über Berlin, wie es war, wie es ist und wie es sein wird. Wer eine politisch ausgewogene Beschreibung über die Bebauungspläne des Spreeufers erwartet, ist bei der Megaspree-Tour allerdings falsch. Jan Sputnik sagt selbst: er sei kein Mann der Worte, sondern der schönen Bilder. Und derer gibt es von seinem Kahn aus viele.”**

Entlang des geplanten Mediaspreestreifens gibt es ungewohnte Ausblicke auf Universal, MTV, Molecule Men, Arena, Badeschiff, Oberbaumbrücke, o2-World, Strandgut, Sage Restaurant, Maria, Radialsystem, Eisfabrik, Bar25… Die Fahrt im Kahn mit dem gut gelaunten Käpt’n, Schiffshund Loki, guter Mucke und Diskokugel an Bord…

Abfahrtspunkt: Neben dem Eastern Comfort Hostel an der Oberbaumbrücke. Jeden Donnerstag – noch bis zum 23. September – ab 18 Uhr. Unkostenbeitrag: 5€. Heute ist Donnerstag. Bringt ‘ne Tüte Sonne mit und fahrt mit!!

Megaspree Tours
Megaspree

*www.megaspree.de
**www.bln.fm

Tags: Friedrichshain, Xberg, Kreuzberg, Treptow