Michal Plata: Growing. My First Mercedes.

Hochschule Pforzheim – Fakultät für Gestaltung.

“Individuation, der Prozess des Selbstwerdens, des Erwachsenwerdens war der Ausgangspunkt dieses Projektes. Psychologisch zwar auf die frühe Kindheitsphase bezogen, meint das Erlangen von (selbst)Bewusstsein. Ich behaupte, dass der 18 jährige eine vergleichbare Phase durchläuft. Das Selbstwerden und Selbsterfinden bestimmt diese Phase des Wachstums. Ein beschleunigtes Wachstum, da so starke, plötzliche und gravierende Änderungen des Ich im Erwachsenenleben nur noch selten vorkommen. Man sucht nach Individualität, doch was bedeutet das? Die Autoindustrie antwortet mit Austattungsvarianten und Customizing, dabei vermisst man jedoch die wahre Freiheit. Schaut man weiter, so gelangt man zu Tätowierungen, die diese Freiheiten bieten, doch bei näherer Betrachtung, kann man die meisten Tattoos Gruppen zuordnen. Der Mensch bekommt die freie Wahl zur Individualisierung und wählt die Gruppe. Meiner Meinung nach findet sich die wahre Individualität in der unbewussten Tat. Wirklich individuell und mich beschreibend ist mein eigenes Zimmer, die Wege die ich laufe, die Bookmarkliste etc.

Ein Fahrzeug, mein erster Mercedes, soll eine Projektion von mir sein. Das Fahrzeug wächst mit und individualisiert sich parallel zu meiner Entwicklung. Es passt sich an und verändert sich durch Eingabe von bewussten, sowie unbewussten Koordinaten, wie ein Muskel der bewusst trainiert werden kann, sich jedoch zurückbildet (optimiert) wenn er nicht belastet wird. Das Fahrzeug besteht aus zwei Elementen der flexiblen Struktur, die bewusst beeinflusst werden kann und dem Kristall, welches die festigende Rolle einnimmt. Strukturell nötige und belastete Fahrzeugteile sind kristallisiert, somit in der optimalen Position “versteinert”. Verändert sich jedoch die Situation, wie im Falle des Inhabers meines Modellfahrzeuges, er ist Single geworden, so bildet sich der nicht mehr genutzte Beifahrersitz langsam zurück.

Mein erster Mercedes reagiert zwar wie ein Organismus, bleibt aber Maschine, ohne künstliche Menschlichkeiten (siehe Navisysteme heute). Auch die Aussagen, die es über den Fahrer trifft, sind nicht offensichtlich zu deuten, ein Zustand der dem Erwachsenwerden in unserer überkomplexen Gesellschaft entspricht.”

Supersuperinteressant. Growing entstand als Semesterprojekt in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Advanced Design. Das Projekt wurde von Steffen Köhl und Karim Habib betreut.

(mi:hau) – Michal Plata

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Fotos und Zitat: Michal Plata

#Pforzheim

BLICKFANG 2010

A bißle was Deseiniges aus Schduddgart.

Am Wochenende gab es Kreativitäten in der Liederhalle. Zum 18. Mal gab es die BLICKFANG Stuttgart. Möbel, Leuchten, Mode und Schmuck.

BLICKFANG

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Farbwerte goes China.

Farbwerte – SchwarzRotGold

Am 20. März 2010, nur wenige Wochen vor der der Eröffnung der EXPO 2010 in Shanghai, startet Farbwerte mit einer Ausstellungseröffnung im M50 Creative Space eine längere Projektreihe in China. Um die Thematik weiter zu dynamisieren, werden im Rahmen dieser Ausstellung Protagonisten, Künstler und Designer aus China in das Projekt eingebunden. Die Ergebnisse werden in China und Deutschland ausgestellt. Vom 1. bis zum 21. Mai wird das Projekt Farbwerte auf der EXPO 2010 präsentiert.

Das Projekt Farbwerte – SchwarzRotGold wurde im März 2009 ins Leben gerufen und fordert weltweit Designer und Künstler auf, sich inhaltlich und gestalterisch mit der schwarz-rot-goldenen Flagge auseinander zu setzen. Ergänzend werden Protagonisten mit der deutschen Flagge fotografiert. Bis heute sind über 100 Exponate und Fotografien entstanden.

Initiator Robert Eysoldt: „Das Projekt „Farbwerte – SchwarzRotGold“ nimmt das Spannungsverhältnis zwischen Skepsis und Begeisterung auf und verweist auf unterschiedliche Positionen. Die unterschiedlichen Exponate und Fotografien sorgen mit den dazugehörigen Texten für einen kreativen Impuls, für Reflexion und Diskussion.“

Am 1. Oktober 2009 wurde in Berlin die erste Farbwerte-Ausstellung erfolgreich eröffnet. Auf über 750 qm konnte sich der Betrachter über die 100 Exponate, Fotografien und Texte in das Thema vertiefen und seine eigene Position reflektieren. Im November 2009 war das Projekt Farbwerte Kooperationspartner der Konferenz „Denk ich an Deutschland“. Vom 29. Januar bis zum 28. Februar 2010 war das Projekt zu Gast in der Malzfabrik in Berlin.

Übrigens: Robert Eysoldt hat meine ‘Deutschland-Nudeln’ mit im Gepäck nach Shanghai… ;-)

„Farbwerte – SchwarzRotGold“
Eröffnung: Samstag, 20. März 2010 – 16:00 – 20:00
M50 Creative Space | 50 Moganshan Rd | 200060 Shanghai | China

Die Ausstellung läuft bis zum 11. April und ist täglich von 11:00 bis 18:00 geöffnet.

Farbwerte
formfreu.de: Farbwerte SchwarzRotGold

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born in berlin. P/E 2010.

Primavera/Estate 2010. Die neue Kollektion von born in berlin.

born in berlin wurde im Januar 2005 in Turin von Judith Hohnschopp und Julia Buttkewitz mit der Eröffnung eines kleinen Laden-Ateliers gegründet. Seit Juni 2006 ist Simone Mussat Sartor mit dabei, der Innenarchitekt der Räume und Designer der Lederlinie. Heute ist born in berlin eine Gruppe von mehreren Personen mit einem zweiten Laden in Berlin. Ein paar weitere Geschäfte in Europa bieten eine Auswahl der Linie an. born in berlin legt seit der Gründung viel Wert auf die handwerkliche Herstellung. Alle Kleidungsstücke werden komplett von den Designern erdacht und mit Hilfe der Mitglieder der Firma realisiert. Nichts wird delegiert. born in berlin macht alles von der Auswahl der Stoffe bis zum Kassenbon…

born in berlin, Via delle Orfane 30, 10122 Torino, Italien, Tel +39 3343439585
born in berlin, Pappelallee 9, 10437 Berlin, Tel +49 (0)30 47374341

born in berlin – for fashionists
born in berlin bei formfreu.de

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Pics: born in berlin

18th International Tattoo Convention Frankfurt

Deutschlands größte Tattoo-Messe fand an vergangenem Wochenende in Frankfurt statt. Die Tattoo Convention Frankfurt ist das Mega-Event der Tattooszene in Europa. Rund 400 Tätowierer aus aller Welt trafen sich hier und zahllose Fans drängten in die Messehallen. Die meisten von ihnen haben monatelang auf einen Termin gewartet, lassen sich jetzt von den Stars der Szene verschönern. Die Tätowiernadel surrt überall, manchmal ertönt ein leises Wimmern. ‘Hairtattoos’ sind offenbar der neueste Trend. Ein Rahmenprogramm mit verschiedenen Tattoo Contests, Shows und Acts rundete die Veranstaltung ab.

International Tattoo-Convention

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VitraHaus___Weil am Rhein

Besuch im VitraHaus.

Der bizarre Bau der Basler Architekten Herzog & de Meuron wurde im Februar eröffnet. Von außen besteht es aus mehreren, scheinbar willkürlich zusammengewürfelten Giebelhäusern. Sie verschmelzen zu einer dreidimensionalen Collage. Die Giebelseiten sind komplett verglast – für eine wunderbare Aussicht auf die umgebende Landschaft. Und im Innern bietet das VitraHaus Platz für die Stuhlsammlung, einen Konferenzbereich, ein Café, den Vitra Design Museum Shop und natürlich den vierstöckigen Showroom, in dem die gesamte Home Collection präsentiert wird.

Charles und Ray Eames, Alvar Aalto, Verner Panton, George Nelson, Jean Prouvé, Max Bill, Ronan und Erwan Bouroullec,…

Die VitraHaus-Architekten bedienen sich übrigens der gleichen Außenbereichsleuchten wie schon im Beijing National Stadium

VitraHaus
Charles-Eames-Straße 2
79576 Weil am Rhein
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr

www.vitra.com

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Ambiente 2010 Frankfurt

Die weltgrößte Konsumgütermesse fand vom 12. bis 16. Februar 2010 in den Frankfurter Messehallen statt. Dining, Living und Giving. Oder Weihnachtsbaumkugeln, Kleiderbügel und Bilderrahmen. Oder Bratpfannen, Osterhasen und Klodeckel. Oder Kuckucksuhren, Blumenübertöpfe und Quietscheenten. Oder China, Italien und Schwarzwald… 4.504 Aussteller aus 93 Ländern. Deko- und Geschenkartikel überall. Eher selten visuell wertvoll. Mittendrin: das Förderprogramm “Talents” als Anlaufstelle für Newcomer-Design und junge Kreative, der “Designpreis der Bundesrepublik Deutschland” und die Sonderausstellung “Trends 2010 – eine Entdeckungsreise in die kommenden Lebensstile und Konsumtrends”

Ein Messerundgang.

Hier ein paar besuchenswerte Ausstellerlinks:
Lienehuis – Evelin Stamhuis
Laure Pregger – DesignLab
Fountain Studio – Jaewon Yang
Sven Henkel “kopfundkragen”
Samuel Treindl “tickreich”
Maria Volokhova
Objecthood
arturo alvarez emotional light
Peta-Lee Woolf

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Raphael Krome: My First Mercedes

Hochschule Pforzheim – Fakultät für Gestaltung

“Wie es ist, 18 zu sein. Aus sozialpsychologischer Sicht befindet sich ein 18-Jähriger In einer Art Ortlosigkeit, einer gewissen Translokalität zwischen jugendlichem und erwachsenem Dasein, zwischen Freiheit und Zwang, zwischen Rebellion und dem Geradestehen für die eigenen Fehler.”

Raphael Krome hat für seine Semesterarbeit diesen ‘Schwebezustand’ von 18-Jährigen aufgegriffen und zum konzeptionellen Thema seines Interieurprojekts gemacht.

“Der Fahrer bekommt in meinem Fahrzeug keinen festen Platz zugewiesen. Er sitzt nicht mehr passiv auf einem gepolstertem Stuhl und bedient ein Interface. Er benötigt kein Interface mehr. Das Fahrzeug lässt sich intuitiv durch Körperbewegung steuern. Der Fahrer wird in einem beweglich gelagerten Sitz mit Fixpunkten im Arm und Nackenbereich bei seinen Lenkbewegungen von einem aktiven, elastischen Biokomplex unterstützt. Ich habe sozusagen die Funktion von Lenkrad und Sitz ausgetauscht. Mein Fahrer hält sich fest und steuert das Fahrzeug durch seine Eigenbewegung im Rumpfbereich. Das Fahrgefühl gleicht der Bewegung unter Wasser, flüssig und leicht. Dadurch bleibt die eigene, echte Mobilität des menschlichen Körpers derer ich einen 18-Jährigen durch den Eintritt in die Automobilität nicht berauben möchte, erfühlbar. Mein Fahrzeug wird sich nicht bewegen, wenn sich der Fahrer nicht bewegt.

Das Interieur als Erweiterung des Körpers. Raumeroberung des Körpers. Sichtbare Bewegungsenergie, keine Grenze, sondern Erweiterung des Körpers.”

Faszinierend ist die badeschaumähnliche Gel-Ästhetik. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Advanced Design.

Sehrsehrinteressant.

www.kromjuwelen.de

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Pics und Zitate: Raphael Krome

#Pforzheim