Bei lecker Bratwurst, Erdbeerkuchen und Musik kamen viele Old- und Youngtimerfans mit ihren Fahrzeugen ins Meilenwerk und auf das benachbarte Gelände zu den 22. Oldtimertagen Berlin Brandenburg. Wir waren vor Ort und haben einige Impressionen gesammelt. Vom DKW Monza bis Goggomobil.
Barcelona International Motor Show
Nicht viel Neues und gähnende Lehre am Pressetag auf der Barcelona Autoshow dieses Jahr. Nach der ursprünglichen Absage im Januar kam sie immerhin doch noch zustande. Man munkelt, dass den Herstellern die Flächen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.
Viele der Conceptcars waren schon in Genf zu sehen. Der Nissan Qazana, der Infiniti Essence, Kiyora. Ein Fiat 500 Sondermodell “Barbie” ist pink und mit Kristallen besetzt. Audi besinnt sich mit einem wunderschönen Auto Union Typ D wiedermal auf die Vergangenheit und auch bei Peugeot steht ein Klassiker. Der 402 Eclipse von 1937 und versenkbaren Hardtop.
Das schönste an der Show ist aber die Location. Zwischen Plaza Espana und dem nationalen Kunstmuseum gelegen, wurde auf dem Gelände schon 1929 die Weltausstellung veranstaltet. BMW errichtete ein Zelt mit Freifläche für Motorsportaspektakel direkt neben dem von Mies van der Rohe errichteten deutschen Pavillon von damals. Weltklassekulisse.
Toyota präsentierte den IQ in einer offenen Lounge mit Blick über das ganze Gelände und die Stadt. Da wird es den Hostessen nicht langweilig.
#barcelonaautoshow
Bierpinsel___Westberliner Restmoderne
Bierpinselbilder. Berliner Poparchitektur der 70er Jahre, Wahrzeichen der Berliner Nachkriegsmoderne.
Der Bierpinsel – ursprünglich “Turmrestaurant Steglitz” genannt – wurde zwischen 1972 und 1976 nach den Entwürfen der Berliner Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaut. Das Gebäude ist in die Joachim-Tiburtius-Brücke integriert, die an dieser Stelle die Steglitzer Schloßstraße in Form einer Schnell- oder Hochstraße überspannt. Der 46 Meter hohe auf drei Etagen gastronomisch genutzte Bierpinsel wurde am 13. Oktober 1976 eröffnet.
Die Assoziation des Architektenpaares war ein Baum. Der aus einem Treppenturm mit aufgesetztem roten Polyeder bestehende Bau wirkt dann doch aber vielmehr wie ein aufregendes außerirdisches Flugobjekt. Gestaltendes Mittel war Sichtbeton mit futuristsich anmutenden und dramatischen knallroten Kunststoffverkleidungen bzw. Anstrichen. Ein Ziel des Turmbaus war es, den störenden Charakter der Hochstraße abzumildern und diese so in die gewachsene Stadtstruktur einzubinden.
Ähnlich wie viele andere Bauten, die der Berliner Poparchitektur zuzurechnen sind, war und ist auch der Bierpinsel architektonisch umstritten.
Seit April 2006 ist der Bierpinsel ungenutzt. Das Knallrot ist schon lange nicht mehr knallrot.
Es ist wohl ein Umbau zur “hochwertigen Gastronomie mit Panoramablick”* geplant. Ursrüngliche Pläne, die rote Farbe durch einen silbernen Anstrich zu ersetzen, scheinen nach Protesten vom Tisch zu sein… Es besteht aber Besorgnis, daß der ursprüngliche Entwurf verwässert wird.
“Seit geraumer Zeit ist nun zu beobachten, dass viele dieser Bauwerke der sogenannten Restmoderne verschwinden, wobei ‘verschwinden’ nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Bauwerke, wie zum Beispiel der Palast der Republik, gleich komplett abgerissen werden. Oft handelt es sich um Veränderungen, deren Ziel es ist, die Gebäude zu ‘modernisieren’, das heisst sie aktuellen ästhetischen Vorstellungen anzupassen, wodurch sie den Gebäuden zugleich aber ihren Charakter rauben.”*
mehr über das Werk von Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte auf formfreu.de:
formfreu.de: ICC Berlin
*Zitat: www.rettet-den-bierpinsel.de
Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2009___by Simon Grand
Am vergangenen Wochenende fand sich wieder einmal ein erlesenes Feld von klassischen Automobilen am Ufer des Comer Sees ein, um die schönsten unter ihnen von Publikum und Jury küren zu lassen. Hier eine genial-schöne Fotostrecke von Simon. “Ganz nah dran”-Detailaufnahmen.
Mit dabei der Bertone BMW 2800 Spicup aus dem Jahre 1969. Hat ihn schon jemand erkannt?
#SimonGrand
Copyright: Simon Grand
www.concorsodeleganzavilladeste.com
mehr zum Concorso d’Eleganza Villa d’Este auf formfreu.de:
formfreu.de: Villa d’Este 2004: Bertone Alfa Romeo B.A.T. 7
formfreu.de: Villa d’Este 2006: ItalDesign Maserati Boomerang
formfreu.de: Villa d’Este 2008: BMW M1 Hommage
formfreu.de: Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2008
und mehr von Simon Grand auf formfreu.de:
formfreu.de: Automotoretrò 2009 – Lingotto
formfreu.de: Ferrarirot
Bauhaus Dessau
Fotostrecke Bauhaus Dessau.
An keinem Ort ist das Bauhaus so präsent wie in Dessau. Hier steht der weltberühmte 1925-26 nach den Plänen von Walter Gropius erstellte Bauhauskomplex im Stadtteil Roßlau. Damals einzigartig war die völlig in Glas aufgelöste sog. “offene” Fassade (Curtain Wall). Transparenz, Leichtigkeit, Flächigkeit und Ornamentlosigkeit bestimmen den Bau und stellten alle damals herrschenden Vorstellungen von Ästhetik in Frage.
Mein Lieblingsdetail sind die zur Be- und Entlüftung mechanisch gesteuerten – im Detail super schön ausgearbeiteten – Lamellenflügel.
Mehr Info – auch zu den Veranstaltungen zum 90jährigen Bauhaus-Jubiläum – gibt es auf www.bauhaus-dessau.de.
1. Berliner DDR-Motorrad-Museum
Besuch im 1. Berliner DDR-Motorrad-Museum.
Unter den sechs S-Bahnbögen direkt neben dem Einkaufszentrum Berlin-Carré am Alexanderplatz warten über 90 Motorräder, Roller und Mopeds der Hersteller DKW/IFA/MZ, Simson-Suhl, IWL und EMW auf ca. 800qm Ausstellungsfläche über 2 Etagen verteilt auf ihre Besucher. Das sind nahezu alle Modelle aus 40 Jahren DDR Zweiradproduktion, dazu noch viele Gespanne, Sport- und Rennmaschinen sowie Sonderfahrzeuge und Behördenkräder. Alles sehr liebevoll und mit großer Freude zusammengestellt.
Eine besondere Rarität im Museum ist ein Eskorte-Motorrad der Ära Honecker mit originalem DDR-Emblem an der Verkleidung. Von diesen Maschinen gab es nur 60 Stück, wobei 30 nach Ungarn exportiert wurden. Inzwischen sollen von dem Eskorte-Motorrad nur noch sehr wenige existieren.
Derzeit gibt es zudem eine Sonderausstellung im 1. Berliner DDR-Motorrad-Museum: Die Entwicklung des PKW Trabant in 40 Jahren DDR Fahrzeugbau. Anlaß der Ausstellung ist der 20. Jahrestag der Maueröffnung im November dieses Jahres.
Für die Besucher läuft außerdem bis zum Mai 2010 ein Preisausschreiben, bei dem es eine restaurierte historische MZ TS 250/1 mit Original-DDR-KFZ-Brief zu gewinnen gibt. Na dann lohnt sich ein Besuch doch auf alle Fälle – und viel Glück!!
Öffnungszeiten: täglich 10.00 bis 21.00 Uhr.
Renault World Series 2009 Barcelona
Die World Series by Renault gastierte letztes Wochenende auf dem Circuit de Catalunya. Bei durchwachsenem Wetter wurden Rennen in mehreren Serien, wie Formel Renault 3,5 oder Clio und Megane Trophy ausgetragen. Auch historische Fahrzeuge durften auf die Strecke und begeisterten die 90000 Zuschauer.
Sehr interessant fand ich den Renault 20 Turbo 4×4 Dakar von 1982 und auch den Nervasport mit 5448 cm3 und 8 Zylindern von 1935.
Fotos von 2007 gibt’s hier.
For sale___Raststätte Dreilinden
Drei, zwei, eins… Wer den berühmten Rundbau der stillgelegten Raststätte am ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden kaufen möchte, kann jetzt bieten. Naja. Das Rot ist mittlerweile nicht mehr ganz so rot. Und seit 2002 rottet der unter Denkmalschutz stehende Rasthof in kühner Formensprache der Berliner Pop-Architektur vor sich hin. Dieses Stück “Restmoderne” am Rande der Autobahn steht seit Mittwoch zum Verkauf. Berlin will das Grenzrestaurant loshaben.
“Rundum gelungen schien das Rasthaus Dreilinden: Als es am 3. April 1973 am Zehlendorfer Autobahnkleeblatt eröffnet wurde, rühmten Bund und Senat die markante Architektur, das gastronomische Angebot, das Restaurant mit 100 Plätzen, das Stehbüfett für Eilige, Automaten für Kekse und Cola. Nur neun Monate später machte der rote Rundbau, entworfen von Rainer G. Rümmler aus der Senatsbaubehörde, wegen Publikumsmangels dicht.”* “Der Grenzkontrollpunkt war Anfang der 70er Jahre ausgebaut worden, als in und aus Richtung DDR-Übergang Drewitz stündlich bis zu 2000 Autos abgefertigt wurden. Ein großer Stauraum für fast 900 Autos wurde später kaum beansprucht, weil der Transitverkehr nach dem Berlin-Abkommen 1972 flüssiger lief. Für das neue Rasthaus, das von der Potsdamer Chaussee zu erreichen ist, hatten Auto- und Lkw-Fahrer keine Zeit.”*
“Nach Wiederbelebungsversuchen stand das Haus seit 2002 endgültig leer, die Haustechnik ist defekt, es gibt Vandalismusschäden. Jetzt will es der städtische Liegenschaftsfonds verkaufen. Seit letztem Oktober ist es aus der „fernstraßenrechtlichen Widmung“ entlassen, also von der Autobahn rechtlich geschieden. Aber es steht unter Denkmalschutz. Interessenten können bis 30. April ein Gebot abgegeben.”* (Also beeilen!!
)
Die Raststätte wurde in den Jahren 1969/70 als Stahlbetonbau durch die Hochbauabteilung der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen errichtet. Der unregelmäßig geschnittene, dreigeschossige Massivbau soll als Baudenkmal erhalten bleiben. “Machbar sei fast alles: Restaurant, Spielhalle oder auch Diskothek.”* hmm… oder vielleicht ein ungewöhnliches Designstudio mit formfreu.de-Galerie …
Für alle, die es haben wollen: hier geht es zum Verkaufsexposé im Internet: www.liegenschaftsfonds.de
Und hier die formfreu.de-Fotostrecke zur ehemaligen Tankanlage: formfreu.de: Dreilinden
Zitate: *Der Tagesspiegel: Christian van Lessen: Last mit der Rast – http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Rasthof-Dreilinden;art128,2733793
studio aisslinger___Salone Internazionale del Mobile Milano 2009
Salone Internazionale del Mobile Milano 22.-27. April 2009
Das für seinen wohnutopischen Loftcube weltbekannte Berliner studio aisslinger präsentiert im Rahmen der Mailänder Design Week eine Reihe von Produktneuheiten.
Wer in Mailand sein wird, der sollte sich unbedingt die new studio aisslinger editions – coral seating modules – coral lamps – mesh vases im Made in Berlin 09 Exhibition Space (Via Gaspare Bugatti 13, Zona Tortona) anschauen: coral basiert konzeptionell auf Honigwabenrhythmik und -strukturen – sehr sehr cool.
Oder einen Besuch im Mercedes-Benz Showroom (c/o Mercedes-Benz Milano S.p.A., Via Gallarate 450, Ecke Via Daimler) einplanen: Da gibt es die tree lamp (Hersteller: dab Barcelona) und den gap chair (Hersteller: Fornasarig Sedie Friuli) zu sehen. Außerdem zeigt studio aisslinger zum ersten Mal die neue Stuhlfamilie A-chair (Hersteller: L’Abbate) auf dem L’Abbate Stand Superstudio Più (Stand Nr. 16, Via Tortona 27). Viel Spaß in Mailand…
formfreu.de: Werner Aisslinger “BOOKS”- Haus am Waldsee
formfreu.de: Loftcube
formfreu.de: Loftcube in Neu-Ulm
Hier die offiziellen Produktflyer (Copyright studio aisslinger):
Visual Rhythms #2
Berlin Ecke Leipziger Straße – Jerusalemer Straße – Krausenstraße: Für die Architektur in der DDR typische Reliefelemente bilden eine einzigartige visuelle Rhythmik. Strukturen, Wiederholungen, Abfolgen, Aneinanderreihungen. Gesehen neulich in kräftigem kontrastreichem Frühlingslicht…
»born in berlin – for fashionists« – P/E 2009
…und hier das aktuelle Shooting zur Frühjahr-/Sommerkollektion des Modelabels born in berlin aus Turin in Italien.
Liebe Grüße an Judith Hohnschopp und Julia Buttkewitz…
born in berlin – for fashionists
born in berlin, Via delle Orfane 30, 10122 Torino, Italien, Tel +39 3343439585
born in berlin, Pappelallee 9, 10437 Berlin, Tel +49 (0)30 47374341
Fotos: born in berlin – Adele Obice + Alberto Raviglione
»Der Wedding« – Das Magazin für Alltagskultur!
»Der Wedding« das unabhängige Magazin für Alltagskultur ist wieder da!
Seit einigen Tagen erscheint die zweite Magazinausgabe berlin- und deutschlandweit. Axel Völcker und Julia Boeck zeigen darin einen sehr formfreudigen Alltag, jenseits der hochglanzfreudigen Welt. Diesmal zum Thema Verwandtschaft.
Orte wie den Berliner Wedding gibt es vermutlich in jeder deutschen Großstadt. Es sind Stadträume, die in kaum einem Reiseführer stehen, die unaufgeregt, selbstverständlich, improvisiert und dabei auch ein bisschen seltsam sind. Von diesen Orten erzählt »Der Wedding« und erkennt die Vielfalt im Detail. So interessieren die kleinen Geschichten, die alltäglichen Dinge, die unmittelbar vor der Haustür passieren und nicht auf den großen Bühnen dieser Welt.
Thematisierte die erste Magazinausgabe mit »Komm’se rin!« noch den Wedding von innen, schaut »Der Wedding« nun weit über die Grenzen des Bezirks hinaus. In der zweiten Magazinausgabe dreht sich alles um das Thema Verwandtschaft. Axel und Julia haben dazu gemeinsam mit 30 Schriftstellern, Journalisten und Fotografen spannende Geschichten aufgeschrieben und fotografiert, die aufwendig gestaltet wurden. So könnt Ihr Euch bei »Der Wedding« die Frage stellen, ob es das traditionelle deutsche Abendbrot als familiären Treffpunkt noch gibt, oder durch das private Fotoalbum einer alteingesessenen Weddinger Familie blättern oder in die Charlottenburger Wohnung der 97-jährigen Elisabeth Hildebrandt schauen, die ganz behutsam von ihrer Enkelin dokumentiert wurde.
‘ “In einem ersten Schritt haben wir daher versucht, eine Bildsprache zu finden, die zum Wedding passt”, so der diplomierte Kommunikationsdesigner Völcker. Heraus kam eine Typographie, die in den 1980er Jahren stehengeblieben zu sein scheint. Auf ein Zeitschriftenlogo wird bewusst verzichtet – der Ort Wedding ist schließlich auch nicht aus einem Guss.’*
»Der Wedding« – Das Magazin für Alltagskultur!
Vertrieb: Berlinweit ist »Der Wedding« im Bahnhofsbuchhandel sowie in zahlreichen Buch- und Zeitschriftenläden erhältlich. Eine Auswahl an regionalen und überregionalen Verkaufsstellen findet Ihr unter www.derwedding.de. Online zu bestellen ist das Magazin unter bestellung@derwedding.de.
*Zitat: http://panke.wordpress.com/2008/02/28/der-wedding-wie-er-ist/
Slanted: Der Wedding
tip Berlin: Weltberühmt im Wedding: Julia Boeck und Axel Völcker


















































