Bayer K67 – der Polyurethan-BMW

nochmal Knallorange!

Die siebte und letzte Etappe der Creme 21 Youngtimer Rallye 2009 endete vergangenen Sonntag unmittelbar vor dem Bayer Kommunikationszentrum („BayKomm“) am Stammsitz in Leverkusen. Das erste Kunststoffauto der Welt, der K67, passt sowohl zum Lebensgefühl als auch zur Optik der “creme-21-igen” 70er Jahre: Es besticht ebenfalls durch orangefarbenen Lack in knalligstem RAL-2000. Bayer baute dieses Fahrzeug vor über 40 (!!) Jahren in Zusammenarbeit mit BMW in München und stellte es zur Siegerehrung der besten Rallye-Teilnehmer ebenfalls vor dem BayKomm aus. Bei seiner Präsentation anlässlich der Kunststoffmesse 1967 galt das Auto als Inbegriff der automobilen Zukunft. Und selbst heute wirkt der K67 kaum gealtert. Super schöne Ecken und Details. Die Talbot-Außenspiegel des K67 mit integrierten Blinkleuchten waren Lichtjahre ihrer Zeit voraus…

“”Wenn du das Geld lockermachst für die Kunststoffentwicklung”, sprach einst BMW-Manager Paul Hahnemann zu Hermann Holzrichter, Vorstandsmitglied des Chemie-Riesen Bayer Leverkusen, “dann mache ich die Mittel locker für die Mechanik und deren Abstimmung.” Beide machten locker, Bayerns Gloria verbündete sich mit dem Bayerkreuz. Der Liaison (…) entsprang das erste Auto der Welt mit nichtmetallischem Rückgrat – sein Chassis war aus Kunststoff. “So einen fahrstabilen Schinken habe ich bisher noch nicht unterm Kreuz gehabt”, verwunderte sich BMW-Versuchsingenieur Heinrich Eppelein nach Probefahrten mit dem bayrisch-rheinischen Prototyp ohne Dach und Türen, den Designer der Gugelot Design GmbH in Neu-Ulm entworfen hatten.”* Horst Diener war übrigens zu dieser Zeit designverantwortlicher Prokurist im Studio von Gugelot. “Man wollte es den Stahlleuten mal so richtig zeigen. Schließlich hofften die Bayer-Oberen, dass der K67-Prototyp auf BMW 1600ti-Basis die Autobosse dazu bewegen würde, von Metall auf Plastik umzusatteln.(…) Verblüffend, wie sich Bayer schon damals mit der Unfallsicherheit beschäftigte. So genannte Crashpads aus Integralschäumen am Instrumententräger sollten bei einem Unfall Aufprallenergie der Insassen absorbieren: Funktion ähnlich den Knieschützern beim Fußball.”**

Der K67 wird BMW-intern als E4 geführt.

daz24.de: Oliver Lauter: Der Polyurethan-BMW

Ein Ur-Enkel des K67 ist übrigens der Hyundai i-Mode aus dem Jahre 2008. Auch er ist das Resultat einer engen Entwicklungspartnerschaft zwischen Bayer MaterialScience und einem Partner aus der Automobilindustrie… Info zum i-Mode gibt es hier.

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* Zitat: Zukunft im Sack. Der Spiegel 46/1987 vom 09.11.1987, Seite 280B-284
**Zitat: http://www.daz24.de/03_redaktion/magazin.php?artikel=once&from=list&id=3809&SerchHersteller=&SerchTyp=&opener

Lebensgefühl in Knallorange__Creme 21 Youngtimer Rallye

Fotostrecke Creme 21 Youngtimer Rallye.

“Creme 21 – kenne ich doch? In den siebziger Jahren war sie die Kultkosmetik: “Creme 21″. Beinahe jeder deutsche Haushalt hatte die Hautcreme in der runden orangeroten Dose im heimischen Badezimmer-Spiegelschrank oder im Handschuhfach des damaligen Neuwagens der stolz am Straßenrand geparkt wurde. Creme 21 gehörte einfach dazu. In einer Zeit als Disco noch Familien am heimischen Fernseher vor der Fototapete einte und Ilja Richter Vorbildfunktion für die halbstarke Jugend hatte, die für sich in Anspruch nahm, schon längst erwachsen zu sein. Creme 21 – da ist sie wieder! Heute steht der Name neben der endlich wieder erhältlichen Kultpflegeserie für ein Lebensgefühl. Die geburtenstarken Jahrgänge verbinden mit ihm Unbeschwertheit, Batik T-Shirts, Schlaghosen, Flokatis, Discokugeln und ganz besondere Autos. Die Autos ihrer Kindheit und den Ausblick von der Rücksitzbank. Man kennt sie als Charakter-Typen: vom giftgrünen Porsche 911 Targa über den fast unzerstörbaren Mercedes /8 bis hin zum Citroen CX mit seinem berühmten Science-Fiction-Armaturenbrett. Was lag also näher als das Lebensgefühl und die Autos in der Gegenwart wieder zu vereinen. Als Klassiker-Veranstaltung voll eigenem Flair.”*

Die Youngtimer-Rallye mit dem Namen einer Hautpflege-Serie fand dieses Jahr vom 16. bis 21 September zum achten Mal statt. Mit dabei der formfreu.de-Karmann mit der Startnummer 24 inmitten eines bunten, abwechslungsreichen Starterfelds, das von den Extremen Isdera Imperator und Fiat Panda 34 markiert wurde. Oder Fiat 500 und Lotus Esprit Turbo. Oder Talbot Tagora und DMC De Lorean.

Die Rallye ging nach einem Start bei Bosch Automotive Tradition in Karlsruhe und einer eintägigen Schwarzwald-Runde über Mannheim, Luxemburg und Düsseldorf nach Leverkusen. Insgesamt über 1200 Kilometer für die 140 Youngtimer. Zwischendurch galt es, ein paar Wertungsprüfungen pro Tag zu absolvieren. Das waren keine sonst üblichen Zeit- oder Geschicklichkeitsprüfungen, sondern Spiele und Rätsel, die eigentlich mehr an Kindergeburtstage (das tägliche Kofferspiel!!) als an Rallyes erinnern. Aber irgendwie muss man schließlich den Sieger ermitteln… ;-)

Die feinst ausgewählte Streckenführung über die Hochschwarzwaldstraße, Weinberge an der Weinstraße, die Kurven des Pfälzer Walds, die Hunsrückhöhenstraße oder die Braunkohlerevier am Niederrhein machte einfach nur Spaß. Dafür ein ganz großes Kompliment an die Organisatoren! Unbekannteste Ecken Deutschlands (und Luxemburgs) entdecken und kennenlernen. Es gab immer was zu sehen. Es wurde niemals langweilig. Zu Mittag gab’s leckere Schwarzwälder Schlachtplatte oder ein exquisites Menü bei Burger King. Und überall auf der Rallye natürlich viele nette Leute und coole Autofreaks. Für Turbo-Partystimmung auf der Abschlußveranstaltung sorgten die ‘Dicken Kinder von Landau’…

Eine geile Sause für Pilot, Co-Pilot und Fahrgerät!

Creme 21 Youngtimer Rallye

Das sind jetzt erst einmal die Pics von mir. Der Haubi hat demnächst bestimmt noch ‘nen weiteren Kofferraum voll mit cremigsten Fotos… ;-)

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*Zitat: http://www.creme21-rallye.de

BMW Vision Efficient Dynamics_IAA 2009

Hier noch ein paar Extrabilder vom tollen BMW Hybrid-Showcar.

In ganz neuen Kleidern kommt dieser BMW daher. Leichtigkeit und Effizienz waren ihm ins Lastenheft geschrieben worden. Trotzdem – oder gerade deswegen – kann er mit sportlichen Leistungen aufwarten: 365 PS, 4,8 Sekunden auf 100 und 250km/h und das bei einem Verbrauch von gerade mal 3,76 Liter Diesel. BMW scheint für die Zukunft gerüstet und voller Ideen. Sehr schön.

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IAA Frankfurt 2009

Ereignisreiche Tage liegen hinter uns und viele Fotos wollen eingestellt werden. Von der IAA gings direkt zur Creme21 Rallye und deshalb verzögerte sich die Berichterstattung aus Frankfurt etwas.

Die Selbstbeweihräucherung auf den Pressekonferenzen einiger Hersteller war schon etwas aufdringlich. Jeder wollte mit niedrigen Verbrauchswerten und CO2 Emissionen glänzen und so wurden die Erfolge auf dem Weg zur umweltfreundlichen Mobilität gepriesen. Weniger Verbrauch bieten sie also alle. Und das ist auch gut so. Als erfrischend kurz und knapp erwies sich die Präsentation von Carlos Ghosn und seiner 4 Elekro-Flitzer, die in den nächsten Jahren so oder so ähnlich zunächst in Zusammenarbeit mit “Better Place” in einigen ausgesuchten Märkten vertrieben werden. Das übliche Unternehmensgeschwafel unterblieb hier glücklicherweise.

Zu sehen gab es viel. Besonders gefiel mir der wie vom Wind gezeichnete BMW Vision EfficientDynamics mit seiner Leichtigkeit. Werde wohl noch ein paar Extrafotos einstellen. Auch gelungen, wenn auch etwas lang geraten war der VW 1L, der vom Messerschmitt Kabinenroller sein Sitzkonzept entleiht. So schlank und leicht kann man mit 1,38 l auf 100 km durch die Heide rollen. Flügeltüren sind auch wieder hoch im Kurs. So sah man sie am neuen Mercedes AMG SLS, der skurile Hartung Helmet oder die Neuauflage des Melkus, genannt RS 2000. Auch eine Neuauflage gabs vom Trabbi zu sehen. Etwas glupschäugig und den aufblasbaren Crash-Autos auf dem Freigelände nicht unähnlich erinnerten einige Bauteile irgendwie an einen Mini.(?) Ein wunderschöner Entwurf ist Pininfarina nach den zuletzt etwas komliziert geratenen Ferraris mit dem neuen 458 Italia gelungen. Da lohnt sich das Sparen wieder. Beim Peugeot BB1 Konzept hätte man sich das auch gewünscht. Leider ist die an sich schlaue Idee der Sitzanordnung in ein roboterartiges, verkompliziertes Design gehüllt. Den Rest der Autos und einige hübsche Mädels kann man sich ja auf den Bildern ansehen.

Mehr IAA gibt es hier: unautodox.de: IAA 2009

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IAA-Bilder

Rundgang IAA 2009.

Hier mal ‘ne erste Reihe Bilder und Eindrücke aus Frankfurt. Von Markus gibt’s dann in Bälde hier im Blog einen ausführlichen Messebericht zu den automobilen Neuheiten und Highlights .

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the streets of Turin

the streets of Turin – a personal outlook on the fascinating world surrounding intriguing and historic vehicles

formfreu.de-Contributor Simon Grand hat seit heute seinen eigenen Fotoblog mit schönen automobilen Fotos im Netz. Willkommen in der Welt der Autoblogger!!! Von unserer Seite viel Spaß und Erfolg mit den Straßen von Turin! Hoffentlich fällt für formfreu.de auch weiterhin die eine oder andere Grand’sche Fotostrecke ab… hehe ;-)

Simon lebt und arbeitet in Turin. Seine Arbeit ist geprägt von der Leidenschaft für italienisches Autodesign ‘Made in Turin’: “As a child, Turin was the centre of my universe. Whilst school class-mates admired posters of ‘pin up’ girls proudly displayed on their bedroom walls my attention was (mostly) focused on the products of Turin’s legendary automotive design and coach-building industry or “carrozzerie”.”

thestreetsofturin.wordpress.com

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IAA 2009___Citroen REVOLTe

“Citroën rollt in Frankfurt mit der Studie REVOLTe auf den Hof und holt damit den legendären Look des 2CV zurück. Pariser Chic trifft Hybridantrieb – eigentlich viel zu schön, um nicht in Serie zu gehen.”* Mit einem verführenden Chromkußmund und geheimnisvoll glimmenden Scheinwerferaugen… Sexxy.

Noch viel mehr schöne IAA-Bilder gibt’s demnächst…

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*Zitat:http://www.autobild.de/artikel/citroen-revolte-auf-der-iaa-2009_974537.html

Knallrote Pop-Architektur

Fotostrecke U-Bahnhof Fehrbelliner Platz.

Rainer G. Rümmler gestaltete von Mitte der 1960er bis Mitte der 1990er Jahre annähernd alle neu erbauten U-Bahnhöfe in Berlin. Oft scheint dabei die eigentliche Funktion des U-Bahnhofes teilweise völlig in den Hintergrund zu treten und die Gestaltung mehr an Theaterkulissen denn an Verkehrsbauten zu erinnern. Eines der prägnantesten Werke Rümmlers ist der skulpturale Eingangspavillon des U-Bahnhofs Fehrbelliner Platz. Sieht aus wie eine überdimensionale Pop-Art-Plastik. Abgerundete Ecken. Feuerrot mit grünen und gelben Akzenten. Und ganz klar in krassem Gegensatz zu den Verwaltungsbauten aus der Zeit des Dritten Reichs, die den Platz im Halbrund einfassen. Sehr kräftig. Das ist knallrote Pop-Architektur aus den frühen 70er Jahren und gleichzeitig auch eine Art von formaler Verkörperung des Westberliner Überlebenswillens.

Mehr Rümmler gibt es hier zu sehen:
formfreu.de: Dreilinden
formfreu.de: For Sale: Raststätte Dreilinden

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Palais am Funkturm

“Hier werden die 50er und 60er Jahre wieder lebendig mit geschwungenen Formen, stilechtem Interieur und großer Terrasse samt Wasserspielen. Feiern Sie unter der Blattgolddecke bis in den frühen Morgen wie Gina Lollobrigida, Curd Jürgens und Heinz Rühmann.”*

Das Palais am Funkturm auf dem Berliner Messegelände wurde in den Jahren 1956/57 nach den Plänen von Bruno Grimmek errichtet. Eine Zeitreise. Meine Konnotationen: Tanzorchester. Conny Froboess. Caterina Valente.

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*Zitat: http://www.capital-catering.de/locations/palais_funkturm/index.htm

Mythos Sportwagen_Saalfelden

Wolfgang Fousek organisiert schon seit 2001 das “Mythos Sportwagen” Festival und hat nach der letzten Veranstaltung im Juni an der Allianz Arena in München auch jetzt wieder ein feines Programm für die Teilnehmer auf die Beine gestellt. Am Wochenende trafen sich einige der faszinierendsten Sportwagen mit ihren Besitzern auf dem ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum in Saalfelden, um es mal richtig krachen zu lassen. 3 Stunden freies Fahren. Ferrari 360, 430 oder 550, Porsche Turbo oder GT3, KTMs, Dodge Viper und Audi R8. Abends wurden die Teilnehmer im Brandhof verwöhnt. Am nächsten Tag ging es bei einer Panoramafahrt ins Strandkurhaus nach Waging am See, wo die Fahrzeuge nochmals präsentiert wurden und Demofahrten veranstalteten.

mehr Info bei: www.mythos-sportwagen.de/

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