Le Mans Classic 2016

Mein letzter Le Mans Classic Besuch ist schon 10 Jahre her ist und alle zwei Jahre überlege ich, mal wieder hinzufahren, scheue aber letztendlich den Aufwand und die weite Strecke. Dieses Jahr gab es aber keine Ausreden, denn es musste einfach mal wieder sein! Am Freitagmorgen mache ich mich mit dem 964er auf in Richtung Festival der Superlative. Die Wetteraussichten sind perfekt und die Vorfreude und Spannung steigt mit jedem Kilometer durch die französische Provinz. Am frühen Abend erreiche ich die Rennstrecke und parke auf der riesigen Wiese des Porsche Club France. Er ist zentral im Motodrom gelegen und mit Abstand der größte aller Clubs. An die 1000 Fahrzeuge werden erwartet. Er ist schon gut gefüllt und alle werden schön säuberlich nach Modellreihen aufgestellt und ausgerichtet. Ich schlendere gleich mal los in Richtung Paddock, um mir einen Überblick zu verschaffen. Es gibt acht Fahrerlager, gestaffelt nach Baujahren oder Marken. Vorkrieg, Nachkrieg, Jaguar, Ferrari oder Ford. Überall knattern Rennwagen, alte VW Busse, Enten oder Mehari als Shuttle Fahrzeuge, Mopeds und Gendarme mit Trillerpfeifen auf Motorräder über die Verbindungswege, auf der Rennstrecke röhren die Gruppe C Boliden der 80er Jahre, die dieses Jahr zum ersten Mal dabei sind und auf dem Freigelände neben den alten Renntransportern spielt eine Band.  Während die Sonne langsam untergeht, freue ich mich auf den nächsten Tag…

Um 6:30h klingelt der Wecker, extra früh aufstehen ist angesagt. Ich wohne in Vendome, eine knappe Stunde südöstlich von Le Mans und hier schläft um diese Zeit noch alles. Frühstück im Hotel gibt es erst ab 8h, also fahre ich mit leerem Magen los und endecke gleich um die Ecke einen leckeren Bäckerladen, wo ich mich mit allerlei Essbarem für den Tag eindecke. Mandel-Croissant inklusive :) .Die Anfahrt zu den Clubparkplätzen ist gut beschildert und führt über kleine und kleinste Nebenstrassen durch ein Wohngebiet direkt zur Rennstrecke. Ich bin aber nicht der einzige, tausende von Sportwagen und Klassikern müssen abgefertigt werden. Um einen gigantischen Rückstau zu vermeiden, werden wir auf einem großen Gelände in neun Reihen nebeneinander aufgestellt und blockweise abgefertigt. Nach einer ganzen Weile geht es endlich auf den Porsche Parkplatz, der sich rasch füllt. Da die Rennen hauptsächlich erst am Nachmittag losgehen (das Training am Freitag ging ja bis 3h morgens), entscheide ich mich zu einem Rundgang über die Clubparkplätze. Alpine ist ganz groß! Neben der Neuauflage stehen etliche Rennwägen zur Schau, daneben die alten Modelle aufgereiht. Auch ein paar Renault Sport Spider und R5 Turbo sind dabei. Im Zelt von Artcurial findet eine Auktion von 115 Oldtimern statt. Die Verkaufsquote ist eher mager und so bleiben der Ferrari 250GT Berlinetta SWB, der 330 GTS Spider Pininfarina, der 365 GTC/4 (das Ausstellungs-Fahrzeug vom Genfer Autosalon 1971) oder der Lancia Delta S4 Prototype unverkauft stehen.

Langsam wird es heiß. Nicht nur auf der Rennstrecke, nein auch die Sonne brennt erbarmungslos und jeder noch so dünne Baum muss als Schattenspender herhalten. Auf dem Clubarial reiht sich ein Highlight ans andere. Lotus ist wie immer stark vertreten und bekommt wohl dank dichter Parkweise am meisten Auto/Quadratmeter aufs Gelände. Auch Aston Martin ist zahlenmäßig gut dabei. Leckeres für die Augen gibt’s bei Lamborghini, Ferrari oder auch beim Ford GT40 Club, wo unfassbar viele Modelle zusammen gekommen sind. Die neueren GT werden sogar nach Farben sortiert. Gegen 16h gehen die eigentlichen Rennen los, die dann in immer wieder wechselnden Gruppen durch die ganze Nacht und den Sonntag gehen. Klassiker ist natürlich der typische „Le Mans Start“, bei dem die Fahrer erst zu ihren Rennern laufen müssen und dann so schnell wie möglich vom Fleck kommen sollten. Die Bandbreite der Fahrzeuge ist endlos und es fällt schwer seinen Liebling herauszupicken. Porsche 356, 550, 917, Ferrari Breadvan, Jaguar E-oder D-Type oder die 12 Ford GT40, die gegen 14 Shelby Cobras kämpfen. Zu schauen gibt es immer und überall etwas und man kann schön an der Rennstrecke vorbeilaufen und bekommt so immer wieder andere, faszinierende Blickwinkel auf den Circuit an der Sarthe zu sehen. Aber es sind auch die Zuschauer, die das Festival prägen, die teilweise neben ihren Fahrzeugen campen und sich alle zwei Jahre hier treffen, um drei Tage und zwei Nächte Motorsport vom Feinsten zu erleben. 123000 waren es in diesem Jahr und die allermeisten werden bei der nächsten Ausgabe wieder dabei sein. Ich bleibe noch bis zum späten Abend und mache mich am Sonntag schon wieder auf den Heimweg, während in Le Mans noch bis zum Nachmittag die Motoren röhren.

Le Mans Classic

formfreu.de: Le Mans Classic 2010
formfreu.de: Le Mans Classic 2012

OTTMA Dahme/Mark 2016

Der Oldtimer Teile- und Trödelmarkt (OTTMA) findet seit über 10 Jahren in Dahme im Landkreis Teltow-Fläming jeweils am letzten Sonntag im Juni statt. Dabei gibt es ein typenoffenes Oldtimer-Treffen. Aus der ganzen Lausitz und weit darüber hinaus sind Freunde historischer Fahrzeuge mit ihren glänzenden Schätzchen von einst sowie Tausende Besucher in Dahme eingerollt. Über 350 Fahrzeuge – darunter natürlich reichlich Ostmobiles – waren zu bewundern. Etwa 80 Teilehändler boten dieses Jahr ihre Ersatzteile für Old- und Youngtimer an. Kurzweil und tolles Flair gab es auch beim Antik- und Trödelmarkt mit 120 Ständen im Park und entlang des Teichs. Vor allem das besondere Ambiente zwischen der Schlossruine und dem Kornspeicher machen dieses Ereignis zu einem der schönsten Oldtimer-Termine im Raum Berlin/Brandenburg. Das nächste Datum: 25. Juni 2017. Vormerken!

OTTMA

Lonsee 2016

Trabant- und IFA-Treffen Lonsee 2016

Das alljährliche Campingwochenende auf der Schwäbischen Alb gab es in Lonsee-Ettlenschieß. IFA-Fahrer aus Süddeutschland und der Schweiz gaben sich mit ihren Schätzchen bei nicht ganz so schönem Wetter ihr Stelldichein. Ein netter Mix aus Trabanten, Wartburg, Barkas, Framo & Co. präsentierte sich neben Zelten und Wohnwagen auf der grünen Wiese. Veranstalter des Treffens war wieder das Trabant-Team Ulm. Thomas Meinicke war in Lonsee mit dabei.

Die Fotostrecke von 2013 und 2014 findet ihr hier und hier

Fotos: Thomas Meinicke

Z nation @ Motorworld ‘Cars & Coffee 2016′

Z nation meets Cars and Coffee.

Sonntagmorgen. Raststätte Wunnenstein West. Eineinhalb Dutzend Liebhaber und Freunde der Nissan Z-Reihe treffen sich, um gemeinsam im bunten und lauten 350Z- und 370Z-Schwarm zum Cars & Coffee 2016 der Motorworld Böblingen zu fahren. Zwischenstopp in Sindelfingen. Und Überfahrt aufs benachbarte Flugfeld. Dort sorgten allerhand PS-geladenes Fahrgerät, hochmotorisiertes Altblech, röhrende Motoren und jede Menge Spoilerwerk für große Freude und für den richtigen Oktangehalt im Blut…

Z nation ist eine Facebookgruppe von jungen Leuten mit Begeisterung für die knackigen Sportler der Z-Baumuster. Eine bunte Truppe aus breitspurigen, knalligen, röhrenden Fahrmaschinen und coolen Jungs und Mädels…

@Motorworld: Beim Parkplatzmanagement gibt es noch Verbesserungspotential. Auf der Präsentationswiese dominierte Großserienware aus A-Klasse, 3er BMW, Audi Avant oder TT. Der Nissantruppe wurde allerdings ‘mangelnde Exklusivität’ unterstellt und reichlich Parkgebühr für den kostenpflichtigen Schotterplatz in Rechnung gestellt. Erst mehrmaliges Nachhaken der Nissanpiloten beim Management und das besondere Engagement eines Mitarbeiters machte den Zugang zur Wiese möglich. Das geht besser! ;)

Z nation

formfreu.de: First Z nation Meet 2015

13. FCD Ferrari Dino-Ausfahrt

Nach der letztjährigen Ferrari Dino-Ausfahrt des Ferrari Club Deutschland ins Allgäu, ging es diesmal an die Ostseeküste. Statt Berge plattes Land und wunderschöne Alleenstrassen. Ausgangspunkt war Kühlungsborn, wo sich die 45 Teilnehmerfahrzeuge am Donnerstag in der Tiefgarage der Upstalsboom Hotelresidenz einfanden. Neben den Ferrari Dinos auch ein 308 GTS, ein 355er ein Fiat Dino Spider und ein Coupé.

Am Freitag war früh aufstehen angesagt. Nach Begrüßung und Briefing führte die Strecke in Richtung Süden zur Mecklenburgischen Seenplatte, über Krakow am See zum Schloss Ulrichshusen, einem der bedeutendsten Renaissancebauwerke Mecklenburgs. Der Hausherr selbst klärte und über die bewegende Geschichte auf und führte uns durch das Haus, welches er nach Verfall und Brand in den 80er Jahren dann nach der Wende mühsam wieder aufgebaut hatte. Nach soviel Infos war dann Essen im ehemaligen Pferdestall angesagt. Und auch die anschließende Rückfahrt verlief ohne Probleme und es blieb noch etwas Zeit zum ausspannen, bevor es zu Fuß zum Abendessen in den nahe gelegenen Hafen ging. Traumsonnenuntergang inklusive!

Der Samstag begann wie der Feitag mit frühem Aufstehen und kurzem Briefing. Der Wetterbericht sagte Sonne voraus und die Stimmung dementsprechend gut. Auf dem Programm stand die Fahrt entlang der Küste, über Rostock und das Ostseebad Ahrenshoop nach Stralsund. Geparkt wurden unsere Dinos im Hafen vor der dem Segelschulschiff Gosch Fock und besucht wurde das Ozeaneum gleich daneben, in welchem uns die Lebenswelten aus Ostsee, Nordsee und dem Nordatlantik nähergebracht wurden. Besonders beeindruckend war die Dauerausstellung „Riesen der Meere“, die in Zusammenarbeit mit Greenpeace in einem gigantischen Raum Wale, Fische oder Kraken in Originalgröße zeigt. Zurück zum Hotel konnte jeder Teilnehmer wieder nach Lust und Laune fahren oder aber über die empfohlene Strecke im Roadbook, welche über verkehrsarme Nebenstrassen führte. Der Abend klang bei Sekt, Essen, schönen Gesprächen und den Ehrungen der mehrmaligen Teilnehmer oder der weiten Anreisen aus. Einige waren über 1000 Kilometer gekommen, um dabei zu sein. Aus Frankreich, der Schweiz oder England. Auch wir waren knapp 2000 Kilometer mit unserem GT4 unterwegs und haben jeden einzelnen davon genossen!

Danke an Irina und Matthias für die tolle Organisation! Die nächste Ausfahrt geht vom 30.06.- 02.07.2017 in den Odenwald.

FCD Ferrari Dino-Ausfahrt 2015
FCD Ferrari Dino-Ausfahrt 2014

Garage GT4

Fotos: Markus Haub und Susana de Val

Sinsheim 2016

Zum zweiten Mal gab es im Auto & Technik Museum Sinsheim unter dem Motto „Trabi, Lada, Simson & Co.“ das Ostalgie-Treffen. Auf dem Freigelände des Museums waren alle Fahrzeuge bis Baujahr 1990 eingeladen, die in den ehemaligen Ostblock-Staaten gebaut wurden. Das Wetter hat es bei der diesjährigen Auflage nicht wirklich gut gemeint. Dauerregen bei der Anfahrt. Zwischendurch etwas Sonnenschein über Sinsheim. Macht nix. Trotzdem kamen 125 Teilnehmer aus Nah und Fern auf das Museumsgelände. Ein bunter Mix aus Trabanten, Wartburg, Lada und jede Menge Zweiräder. Der Star der Schau war zweifelsohne der Tatra 87 in wunderbarer Stromlinienform…

Auto & Technik Museum Sinsheim

Retro Classics meets Barock 2016

Das automobile Schaulaufen in Ludwigsburg.

Bereits zum 13. Mal findet vom 17. bis 19. Juni 2016 die Retro Classics meets Barock in Ludwigsburg statt. Vor der prächtigen Kulisse des Ludwigsburger Schlosses reiht sich ein historischer Oldtimer an den anderen. Mit einem exklusiven FIVA A Concours d‘Élégance werden die herausragendsten Fahrzeuge der Vor- und Nachkriegszeit von einer hochkarätigen Jury unteranderem auf technische und historische Merkmale und der Raffinesse ihre Designs bewertet und ausgezeichnet. Die Veranstaltung findet heuer ausschliesslich im Schlosshof statt und gestaltet sich kompakter und exklusiver als in den vergangenen Jahren.

Der besondere Hingucker ist das Sonderfeld “Facel Vega”. Ich habe noch nie so viele edle Modelle der französischen Marke auf einem Fleck gesehen wie dieses Wochenende im Schlosshof in der Residenzstadt. Elf wunderschöne Exemplare! Facel präsentierte 1953 mit dem Facel-Véga ihren ersten eigenen Sportwagen und eines der glamourösesten Fahrzeuge seiner Zeit. Facel steht übrigens für „Forges et Ateliers de Construction d’Eure et Loir“ und hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg von einem Metallverarbeitungsunternehmen zu einem der wenigen Karosserielieferanten für die französische Automobilindustrie, deren Produktion durch den Krieg eingeschränkt war, entwickelt. In den 50er und 60er Jahre war der Facel-Véga das Gefährt der Schönen und Reichen. Das Jetset-Gefühl der damaligen Zeit wird also noch einmal zum Leben erweckt und die Besucher können mit den gezeigten Exemplaren – angefangen von einem Facel-Véga Facel II, einem Facel-Véga Facel III Coupé oder einem Facel-Véga HK 500 – in die schicke und schöne und schnelle Welt von einst eintauchen. Wunderbar!

Desweiteren erfreuen hochkarätige Fahrzeuge wie Bugatti 37A, Maybach DS 8 Zeppelin, Voisin C11 oder der Röhr Stromlinienwagen aus dem Odenwald das Auge des automobilen Kenners. Sehr sympathisch: der Fiat 600 Multipla…

Retro Classic meets Barock läuft noch dieses Wochenende. Also hinfahren!

Alle unsere Beiträge zur Retro Classics der letzten Jahre findet ihr gebündelt hier.

Retro Classics

#RetroClassics

Klassikwelt Bodensee 2016

Nachlese Klassikwelt Bodensee 2016.

René Rollin war für uns auch dieses Jahr in Friedrichshafen. Insgesamt 38 700 Besucher ließen sich in den drei Tagen von der klassischen Mobilität begeistern. Da war für jeden was dabei: Historische Fahrzeuge in allen Preisklassen füllten zehn Messehallen und sorgten mit rund 800 Ausstellern, Clubs und Teilnehmern für ein buntes Potpourri…

“Die Messe ist echt der Wahnsinn, nächstes Jahr machen wir zwei Tage daraus! Ist wirklich nur ein Teil, ohne dem historischen Motorsport im Aussengelände! Eine der schönsten Veranstaltungen dieser Art, in traumhafter Umgebung!”

Klasse Fotos. Vielen Dank!

Klassikwelt Bodensee

formfreu.de: Klassikwelt Bodensee 2013
formfreu.de: Klassikwelt Bodensee 2016

Bilder: René Rollin

#RenéRollin

Automobile Welt Eisenach

Eisenach ist einer der ältesten automobilen Standorte in Deutschland. Das Museum “Automobile Welt Eisenach” zeigt eine spannende Reise durch die bewegte Geschichte der Fabrik. Es wurde 2005 in einem ehemaligen Werksgebäudes der Automobilwerks Eisenach zur Freude vieler Autofans eröffnet. Eisenach ist bekanntlich nicht nur Ursprungsort von Wartburg & Co., sondern auch Geburtsort und Wiege des Automobilbaus von BMW. Mit der Übernahme der “DIXI Fahrzeugfabrik Eisenach” durch die “BMW AG München” im November 1928 begann im Automobilwerk Eisenach die traditionsreiche Autoherstellung bei BMW.

Die Automobile Welt Eisenach präsentiert eine beeindruckende Sammlung: Historische Fahrzeuge, Stylingstudien, Prototypen und Konstruktionspläne gehören zu den feinen Stücken des Museums. Besonderes Highlight ist ein AWE-Rennwagen, der 1956 einen sensationellen Sieg in der deutschen Meisterschaft errang. Wunderbar: die historischen Dixi- und BMW-Fahrzeuge. Hingucker sind außerdem die gezeigten Prototypen wie der Wartburg 355, ein formaler Vorläufer des ersten VW Passat. Der ausgestellte – von 1981 bis 1984 von Konrad von Freiberg entwickelte – Viertaktmotor “Prototyp 234″ verweist auf die ganz politischen Rahmenbedingungen in der DDR-Wirtschaft. Der Motor sollte die Zweitakt-Ära beenden und war ohne Fahrzeugänderungen einbaufähig in den Wartburg 353 und den Barkas B 1000. Seine Verwandtschaft mit dem Zweitaktmotor des 353 hätte eine Verwendung eines Großteils der vorhandenen Fertigungseinrichtungen ermöglicht. Stattdessen war von Ost-Berlin der bekannte umständliche Deal mit Volkswagen befohlen worden…

Das Museum ist immer wieder einen Besuch wert…

Automobile Welt Eisenach

formfreu.de: Automobile Welt Eisenach 2011
formfreu.de: Ostkantine