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SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

1. Juni 2013

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2013

von Tom

Nur die Schönsten und Seltensten und Teuersten dürfen dabei sein. Hochpreisigste Automobile geben ihr alljährliches Stelldichein im Garten der Villa d’Este am Comer See. Jede Menge wunderbares Edelaltblech. Man weiß gar nicht so recht, wo man überhaupt hinschauen soll. Die Chrome de la Chrome ist da: Lamborghini, Ferrari, Maserati, Bentley oder Aston Martin. Der weißgraue wolkenbehangene und nieselnde Samstag will leider nicht so recht zur Preziosenschau passen.

Das schlechte Wetter konnte Ralph Lauren allerdings nicht beeindrucken. Der 73-jährige amerikanische Modezar und Sammler wertvoller klassischer Automobile posiert lässig in marineblauem Anzug und mit Sonnenbrille in seinem tiefschwarz glänzenden Bugatti 57SC Atlantic aus dem Jahre 1938. Der nur viermal gebaute Wagen ist eine der wunderbarsten Ikonen der Automobilgeschichte und wohl eines der teuersten Autos überhaupt. Ein Kunstwerk auf Rädern. Der Bugatti mit der markanten Finne sahnt ab: Sechs Ehrungen nimmt er mit. Die „Coppa d’Oro“ der Villa d’Este 2013, der Gesamtpreis, gesellt sich nun wie selbstverständlich zu den vielen Preisen, die der Wagen ohnehin schon im Laufe seiner Geschichte gewonnen hat. Weitere Highlights der Parade am Lago die Como sind der Lamborghini 350 GTV Prototyp von 1963, der Ferrari Dino 166P/206P, der Mercedes-Benz 680S Torpedo Roadster von 1927, der Fiat 508 CS MM von 1938 und der Lancia Sibilo im genialen Bertone-Design der 70er Jahre, eine Art „Stratos der Zukunft“. Der Architekt Corrado Lopresto hat ihn in Cernobbio vor zwei Jahren ersteigert. Im Rahmen der RM Auctions kamen damals Sibilo, Athon, Bravo, Testudo, Marzal und Stratos HF Zero – fünf einzigartige Einzelstücke und ganz besondere Designikonen – unter den Hammer. Natürlich nutzte Schirmherr BMW den Concorso d’Eleganza auch zur eigenen Darstellung. Der blau-weiße Hingucker war das Gran Lusso Coupé aus der Feder von Pininfarina.

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Alle Bilderreihen und Beiträge zu Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

26. Mai 2013

Werner Aisslinger: Home of the Future

von Tom

Die Efeu berankte Fassade ist hinter farbigen Quadraten verschwunden. Selbst Stammbesucher können die Gründerzeitvilla in Zehlendorf wohl kaum wiedererkennen. Vor dem Haus am Waldsee mit seiner derzeit mit knallbuntem Wollstoff überzogenen und neu eingekleideten Fassade steht – wie zufällig geparkt – ein textilummantelter Porsche 928, ein Exemplar des wohl space-igsten Sportwagens der 1970er Jahre. Werner Aisslinger verwandelt den Ausstellungsort für internationale Gegenwartskunst noch bis zum 9. Juni in ein „Home of the Future“. Der international bekannte Designer stellt anhand zahlreicher Möbel- und Objektbeispiele sein zentrales Thema des Materialtransfers vor. Es werden urbane Themen, Alltagstendenzen und Wohnvisionen gezeigt. Die Ausstellung ist eine umfassende Präsentation des bisherigen Werks von Werner Aisslinger.

“Das Stoffoutfit des Fahrzeugs ist ein farbenfroher Hinweis auf die mögliche Weiterverwertung älterer Autos, wenn diese ästhetisch im Sinne einer “car fashion” aufgefrischt werden. Upcycling & Tuning wird hier als Tool zur Verlängerung von Produktlebenszyklen gesehen – ist der CO2-Footprint eines neu zu produzierenden Autos trotz seines geringeren Benzin- und Energieverbrauchs heute doch insgesamt kaum noch zu rechtfertigen. Der Designer wird hier zum Re-Designer bereits exisitierender Objekte”* Auch die Fassade des Ausstellungshauses wird durch Stoffflächen anders proportioniert und mit einem Farbverlauf als Pixelmuster belegt. “Wie beim textilen Auto wird auch hier ein Bestandsgebäude einer nichtpermanenten Aktualisierung unterworfen, ein Konzept, das nicht Sanieren oder das Bauen im Bestand propagiert, sondern die temporäre asthetische Aktualisierung.”*

In der Ausstellung sind u.a. modulare Bausysteme als Stauräume zu sehen sein sowie Energiespeicher oder nachwachsende Möbel, mit denen Aisslinger in jüngster Zeit spektakulär experimentiert sowie sein bekannter Loftcube, der seit 2007 im Park des Hauses am Waldsee installiert ist. (…) Biologische Strukturen, Nachhaltigkeit und praktische Aspekte spielen am Anfang seiner Entwurfspraxis stets die Hauptrolle. Die Funktion ist Folge eines Materialtransfers, den der Designer anstößt und eigenhändig durcharbeitet. * Seine aus die aus alten Büchern zusammengeschraubten Books Leuchten kennt der aufmerksame formfreu.de-Besucher bereits aus dem Michelberger Hotel in Berlin.

Im zugehörigen Park gibt neben dem Loftcube auch die Skulpturen aus gestapelten Kühlschranken von Thomas Rentmeister sowie die muschelartige Kraft-Form Outspan von Tony Cragg zu sehen.

Mehr zu Werner Aisslinger gibt es bei formfreu.de hier und hier und hier und hier und hier. Noch mehr Haus am Waldsee findet ihr hier.

*Zitate: Haus am Waldsee

25. Lufthansa Klassikertage Hattersheim

von Markus

Schon seit 25 Jahren gibt es die Scuderia Lufthansa, die nun schon genauso lange das Klassikertreffen in Hattersheim organisiert. Inzwischen ist es zu einem der Größten in ganz Deutschland gewachsen. Über 2000 Fahrzeuge werden an diesem Wochenende erwartet. Wir waren gestern schonmal dort – die Wetteraussicht versprach, halbwegs trocken durch den Tag zu kommen – und haben uns die zahlreichen Oldtimer, die im Park um den See und in der Fußgängerzone parkten, gesichtet, ‘ne Bratwurst gegessen und einige nette Gespräche geführt. Interessant war auch die Sonderausstellung zum Thema “Prototypen”. Ausgestellt waren die  Opel Diplomat Frua CD Studie und die Opel CD Studie von 1969, die wir aus der Opel Classic-Werkstatt und von den Schloss Bensberg Classics 2010 kennen. Daneben ein Bitter CD von 1969 und Rallye GT von 1984, ein von Porsche entwickeltes Einzelstück mit dem Namen “Forschungsprojekt Langzeitauto” (Porsche FLA) von 1973, welches auf eine Lebensdauer von 20 Jahren und eine Laufleistung von 300000 km ausgelegt war und der “beradino”, den Johannes Peter Paulussen 1975 in Eigenregie baute (hier bei den Classic Days Schloss Dyck 2011). Im Posthof war unter anderem die Studie Citroen Xanae von 1994 mit seinem ziemlich innovative Raumkonzept ausgestellt . Aus ihm wurde später der Picasso. Also, wer heute noch nichts vor hat: Nix wie hin!!

Lufthansa Klassikertage

Mehr Lufthansa Klassikertage Hattersheim bei formfreu.de gibt es hier und hier.

20. Mai 2013

26. Oldtimertage Berlin-Brandenburg @ Classic Remise Berlin

von Tom

Die 26. Oldtimertage Berlin-Brandenburg fanden auch in diesem Jahr traditionsgemäß in Gemeinschaft mit der Classic Remise Berlin statt. Das automobile Kulturgut wurde aus den Garagen der Hauptstadt geholt und entlang der Wiebestraße und dem angrenzenden Mitarbeiterparkplatz der Firma Siemens geparkt. Ein tolles Potpourri. Autobunt mit so mancher Kostbarkeit von Amphi Ranger, Awtowelo-BMW, EMW, Saporoshez oder Tatra. Schon mal einen Nissan Pao gesehen? Hero auf der Showrampe war der kleine Fabian im gelben Matra M25. Vrrooooommm….

Oldtimertage Berlin-Brandenburg
Classic Remise Berlin

Mehr Oldtimertage Berlin-Brandenburg findet ihr bei formfreu.de hier und hier. Alle unsere Beiträge zu Classic Remise bzw. Meilenwerk gibt es hier.

#Meilenwerk

19. Mai 2013

Anklam 2013!!

von Tom

Zweitaktgeknatter und Fischbrötchen im hohen Norden. Das war das 19. Internationale Trabi-Treffen in der Hansestadt Anklam.

Trabi, Wartburg, Barkas und andere fahrbare einstige Ostfabrikate regierten auf dem Flugplatz der Geburtsstadt von Otto Lilienthal. Die Flugzeuge waren bestenfalls schmückendes Beiwerk. Die DDR-Mobile gab es in allen Variationen zu bestaunen: original oder kreativ umgebaut, als das einstige Einheitsauto im Standardlook von damals oder tiefergelegt und nach persönlichem Geschmack und eigenen Ideen individualisiert, als hochglanzpoliertes Schätzchen oder als fiese Straßenratte. Alles ist erlaubt.

Der Sonnengott machte Samstag nachmittag offenbar Pause. Lediglich die azurblauen Abgasfahnen und die teils knallbunten Altpappen konnten farbliche Akzente setzen. Nichtdestotrotz spürte man an allen Ecken des Geländes beste Laune und eine super coole Atmosphäre. Zu kalt zum Sexy-Car-Wash: die spannende Mischung aus Trabi plus Bikini blieb wohl den anderen Tagen der Veranstaltung vorbehalten… Fahrzeugbewertungen, Benzinparty, Burnout-Shows und spannende Spiele wie Getriebeweitwurf oder Trabiziehen gehörten zum bunten Programm. Höhepunkt und Klassiker des Treffens war die Ausfahrt von Trabi & Co. durch den Altkreis Anklam. Endlose Alleenstraßen in einer wunderbaren Landschaft. Der Autor durfte bei Eberhard in den Genex-353 mit Qek Aero im Schlepptau einsteigen. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle!

Die Fotostrecken zu den großen Ostautotreffen bei formfreu.de findet ihr zusammengefaßt hier und hier

#Wartburg

18. Mai 2013

XXXVI. Tatra-Treffen

von Tom

Tatra in Berlin!

Die Tatra-Freunde-International veranstalteten vergangenes Wochenende nun zum 36. Mal ihr alljährliches Treffen. Dieses Jahr kamen die tschechoslowakischen Limousinen in die deutsche Hauptstadt. Start- und Zielort war die charmante Altstadt von Köpenick mit dem malerischen Schloss. Die dreitägige Veranstaltung umfaßte verschiedene Orientierungsfahrten. Am Samstag ging es ins Berliner Umland zum Schiffshebewerk Niederfinow.

Jede Menge Begeisterung für die Ledwinka’schen Stromlinientatras. Gänsehaut pur: einzigartige Blechkunst, zentrale Flossen, der Sound der luftgekühlten V8-Motoren, T87, Tatraplan, T603… Ungewöhnlichst: der T613 im damals zeitgenössischen italienischen Chic aus der Carrozzeria Vignale. Ein ganz besonders einzigartges Designmerkmal der Luxuskarrosserie aus der CSSR sind die wie Finnen ausgebildeten hinteren Dachpfosten. Sowas gab es sonst wohl nur bei Ferrari & Co.… In die Tatratruppe eingeschlichen hatten sich zwei Wartburg und ein Trabant – auch sehr schön.

Tatra-Freunde-International

Noch mehr Tatra findet ihr bei uns hier und hier und hier und hier und hier.

14. Mai 2013

Budapest Stroll

von Tom

Budapest Stroll. 2013.04.

Momente und Stimmungen aus der ungarischen Hauptstadt. Gerade das Unperfekte – also alte Möbel, verwitterter Lack oder urbane Patina – fasziniert. Ähnliche Fotoreihen findet ihr hier und hier und hier und hier und hier

10. Mai 2013

2. Bodensee-Klassik 2013

von Markus und Tom

Altblech im Süden. Schickes und Schönes und Schnelles.

Wie die Hamburg-Berlin-Klassik im Norden ist auch die Bodensee-Klassik aus dem jährlichen Oldtimer-Kalender nicht mehr wegzudenken.

Die Organisatoren von Auto Bild Klassik haben bei der diesjährigen Ausgabe wieder die malerischsten Straßen der Bodensee-Region ausfindig gemacht. Die zweite Auflage führte die rund 160 Oldtimer auf fünf Etappen durch das Appenzeller Land, Liechtenstein, Vorarlberg, das Allgäu und Oberschwaben. Insgesamt 584 teils recht hügelige und kurvige, aber immer ansprechende Kilometer wollten bewältigt werden. Steigungen und Gefälle verlangten den Piloten und Maschinen so einiges ab. Knifflige Sonderprüfungen warteten auf die Teams und ihre Stoppuhren. formfreu.de begleitete im Wartburg 353 W die Rallye als Fotografenteam: Jede Menge schicke und schöne und schnelle Impressionen vom “rollenden Automobilmuseum” am Bodensee.

2. Mai: Festspielhaus Bregenz

Ausgangspunkt und Rallyelager ist der Platz vor dem Festspielhaus Bregenz und der riesigen Seebühne – eine einzigartige Kulisse. Am Mittwoch und am Donnerstag Vormittag ist technische Abnahme, die Dokumente werden ausgehändigt, Aufkleber aufgeklebt, Roadbücher studiert und die Konkurrenz gesichtet.  Wir mischen uns unters fahrende bzw. parkende Volk und erspähen erste Highlights. Porsche 914-6, ein Ferrari 365 GT4 2+2, ein Ford Capri RS 2600, ein BMW M1, ein Veritas RS, ein BMW 326, einige sehr schöne Porsche 356 und ebenso schöne VW T1 Busse als Samba oder Sondermodell Deluxe. Der Favorite Parkhotel-Bulli aus Mainz ist gerade erst fertig restauriert und macht seine erste grosse Fahrt! Audi ist als Hautsponsor mit einigen Rennern dabei. Urquattro, Sport quattro, 100 Coupé S, 80 GTE und der DKW F12 Roadster mit Tagesschau-Mann Jan Hofer am Steuer. ZeitenMobile ist mit einem ganz besonderen Einzelstück am Start, dem Wartburg 1.3 New Line Irmscher Tourist. Die Wartburgfahrer freuen sich über einen schönen 311er aus Polen.

2. Mai: Etappe 1: Bregenz-Vaduz

Um 14 Uhr ist Start zur ersten Etappe. Der Weg führt durch das Appenzeller Land auf  106 km Richtung Vaduz. Gleich hinter Bregenz geht es schon mächtig den Berg rauf und wir folgen einer Gruppe 356er. Das Gras ist saftig und der Löwenzahn blüht schön gelb, das kommt gut auf den Fotos! An einer Stempelkontrolle trinken wir erstmal ein Tässchen Kaffee. So lassen wir uns über den Nachmittag immer weiter durch das Fahrerfeld reichen und sehen auch mal die hinteren Teilnehmer. Höhepunkt ist dann die Auffahrt nach Malbun in Lichtenstein. Wieder es geht steil bergauf, an den Seiten liegt noch Schnee und die ersten Fahrzeuge stehen mit offener Haube am Strassenrand. Die Besatzungen der AvD-Servicewagen haben die Hände voll zu tun. Unser Wartburg schnurrt wie ‘ne Biene und wir kommen am oberen Ende der Route an, wo sich die Rallyeteilnehmer auf einem Parkplatz unter einem Heißluftballon sammeln und auf ihre Wertungsprüfung warten. Tolle Kulisse mit Blick auf das Skigebiet.

Bergab gehts dann wieder die selbe Strecke Richtung Triesenberg. Die steile Abfahrt sollte aber bald die Bremsanlage unseres ‘freilaufenden’ Eisenachers überfodern: Siedende Bremsflüssigkeit und der gefürchtete ‘Tritt ins Leere’!! Zum Glück war ein Schutzengel an Bord und der Bremsausfall vor einer Bergkurve mit Hofeinfahrt und reichlich Schotter, wohin wir geradeaus handbremsend schießen konnten. Wir stehen kollisionsfrei. Puuuuh!! Was nun? Wenig später kommt der rote 1.3er mit Fachmann Volkmar vorbei. Er beruhigt nach kurzem Check “Keine Sorge, Bremsflüssigkeit abkühlen lassen und dann weiter!!” Ach so? Na dann… Nach guten 90 Minuten hat das Bremspedal wieder schönen Druck und es geht weiter Richtung Zieleinfahrt ins nahe gelegene Vaduz. Der Zielempfang ist allerdings schon vorbei, das Essen schon abgeräumt. Wir ergattern gerade noch zwei Bier (ok, vier Bier) und die meisten Teilnehmer sind schon auf dem Heimweg Richtung Bregenz. Bei einer schnellen Pizza an der Ecke erzählen wir den verbliebenen Teams von unserem bestandenen Abenteuer und machen uns dann im Dunkeln auf in Richtung Bodensee. Am Freitag heisst’s wieder früh aufstehen, denn die zweite und dritte Etappe wollen gemeistert werden…

3. Mai: Etappen 2 und 3: Bregenz – Bad Waldsee – Bregenz

Kurz vor acht: Die Jungs vom AvD machen Frühschicht und checken unsere Bremsanlage. Sie gönnen ihr frischen DOT 4-Saft. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle! Die Teams trudeln ein und postieren sich lose auf dem Parkplatz. Die Wolken haben sich über Nacht ausgeregnet, es strahlt die Sonne und es verspricht ein wunderschöner Tag zu werden. 8:30h: Start für die 229 km der Freitagsetappen. Heute stehen Allgäu und Oberschwaben auf dem Plan bzw im Roadbook. Es geht somit etwas weniger bergig als am Vortag zu. Das ist schon mal sehr beruhigend. Wir reihen uns wieder bei den vorderen Startnummern ein und machen einen ersten Fotostopp bei der Langenargener Kabelhängebrücke, wo auch eine ganze Menge Zuschauer warten. Scheint in der Region bekannt zu sein. Aufs Werksgelände von ZF in Friedrichshafen, wo auf die Oldtimer auf der Teststrecke eine ausgebuffte Wertungsprüfung wartete, durften wir nicht und hätten sowieso nicht fotografieren dürfen. Dafür aber am Dornier Museum. Eine ganze Weile haben wir hier geknipst, was das Material hergab. Zu schön waren die Motive mit der Do 31 E1 vor dem Eingang.  Auf Anfrage positionieren wir den Wartburg hübsch neben seinem ebenfalls in Eisenach gebauten ‘Großvater’, dem blauen BMW 326 von 1938. Autoconferencier Johannes Hübner, der alle Teilnehmerfahrzeuge den zahlreichen Zuschauern fachkundig vorstellte, ließ es sich nicht nehmen, auch unseren Flitzer über das Mikrophon zu kommentieren. .

Ein weiterer Höhepunkt erwartet uns bei der Mittagsrast. Das Erwin-Hymer-Museum in Bad Waldsee empfängt uns in seiner Sammlung. Wir werden auf eine einzigartige Entdeckungstour durch die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des wohnmobilen Reisens eingeladen und an jeder Station im Museum mit kulinarischen Köstlichkeiten zum Thema verwöhnt. In der Dauerausstellung werden mehr als 80 historische Wohnwagen und Reisemobile präsentiert. Leider ist die Zeit zu kurz, um alles ausreichend zu besichtigen. Dennoch war der Aufenthalt auch dank der superfreundlichen Mitarbeiter ein echtes Erlebnis. Zum Wiederkommen! Wirklich klasse!! Am Nachmittag geht die Rallye nun nach Wolfegg, wo wir das weitläufige Gelände des Fritz-B.-Busch-Museums und des fürstlichen Schlosses durchfahren und auch einen kurzen Blick in die bekannte Autosammlung machen dürfen. Mit viel Liebe zum Detail hat der Autoschriftsteller sein “Erzähl-Museum” geschaffen. In zwei Gebäuden stehen über 200 Oldtimer. Hier muss man definitiv nochmal mit mehr Ruhe hin. Auf den letzten Kilometern kurz vor dem Etappenziel in Bregenz ereilte uns dann doch noch der Regen. Dicke Tropfen prasselten aufs Dach, die Wischer kämpften mit den Wassermassen und die Cabriofahrer waren nicht zu beneiden.

4. Mai: Etappen 4 und 5: Bregenz – Füssen Festspielhaus – Bregenz

Der Wartburg knattert heute mit halber Besatzung – ohne navigierendem und fotografierendem Copiloten – aus der Tiefgarage. Die Etappen des Tages führen über die steilsten Kurven von Riedbergpass und Oberjoch nach Füssen und wieder zurück nach Bregenz. Wir folgen heute nicht dem Roadbook, sondern warten an verschiedenen Punkten der Wegführung auf die vorbeibrummenden und -röhrenden Old- und Youngtimer. Das Festspielhaus am Forggensee mit Blick auf Schloß Neuschwanstein ist eine sehr schöne Location für die Mittagspause und vor allem eine traumhafte Kulisse für das wertvolle Altblech. Der Himmel bleibt grau: Die Sonne schafft es leider nicht so recht, die Wolken am dritten Tag zu durchbrechen. Aber immerhin will Petrus auch heute den Rallyeteams wenigstens einen weitgehend regenfreien Tag gewähren! Ab 16 Uhr erreichen die ersten Fahrzeuge das Ziel in Bregenz.

#BKLive, #Wartburg

9. Mai 2013

Barcelona International Motorshow 2013

von Markus

Es gibt ihn noch, den Autosalon in Barcelona. Alle zwei Jahre findet er im Wechsel mit Madrid statt. In den letzten Jahren stark geschrumpft oder gar vom Aussterben bedroht verschonte ihn die Krise nicht. Die Jahre der Mega-Show und aufwändig gestalteten Offroad-Freiflächen, die über die Treppen hinauf zum Museum MNAC führten, sind lange vorbei. Auch die Stände sind recht übersichtlich geworden. Renault, VW und andere haben ihre Flächen gestutzt, manche Hersteller (BMW, Opel, Skoda, Citroen oder Fiat) bleiben gleich ganz weg. Überraschenderweise wird aber nicht am Essen gespart. Bei Jaguar, Nissan und VW werden die Journalisten mit lecker Jamon Ibérico, Sushi, Pilzrisotto, Fideuà, Fois Gras-Kürbis Häppchen oder blauen Marshmallows gefügig gemacht.

Was gibt’s denn so Neues? Nicht so viel. Ich hatte mich eigentlich auf den Twizy Sport F1 gefreut. Der wird aber erst um 17:30h gezeigt. Zu spät für die schnelllebige Bloggerwelt. Da ist schon Siesta angesagt. Bei VW hat der e-UP! Weltpremiere. Zum ersten Mal in Europa sind der Audi A3 Sedan und der Range Rover Sport zu sehen. Dazu kommen noch ein paar Spanienpremieren. Auch der Mercedes GLA hat Premiere in der alten Welt, ist aber so unauffällig in der hintersten Ecke des Standes postiert, dass ich ihn glatt übersehen habe. Also schaue ich mich mal weiter um und entdecke eine interessante Sonderschau zum Thema „50 Jahre Car of the Year Award“, welche die leeren Hallenflächen etwas füllt. Der Rover 2000 machte 1964 den Anfang, die siebte Golf-Generation hat den begehrten Preis dieses Jahr bekommen. Dazwischen liegen Renault 16, Fiat 124, Peugeot 504, Audi 80, Citroen GS, Simca 1307, Rover 3500, Porsche 928, Lancia Delta oder der Audi 100.  Allein Fiat konnte die Trophäe neunmal abräumen! Während die Autos aus den 60ern und 70ern in durchweg schönem Zustand da stehen, sind die der 90er und frühen 2000er eher jämmerlich und scheinen von Fähnchenhändler um die Ecke direkt in die Messehalle geschoben worden zu sein. Klar, sie sind noch keine Klassiker. Aber konnte man nichts Besseres auftreiben?? Fiat Bravo, Ford Focus, 3er Golf, Micra oder Peugeot 307und 405 sind verbeult und/oder schlecht lackiert, der Megane II ist verkratzt und hat schlammige Radhäuser, der Clio I verschiedenfarbige Türen. Der Scorpio ist der Abschuss. Er war ja nichtmal im Neuzustand eine Augenweide, aber so etwas hat er nicht verdient. Das ausgestellte Exemplar hat Beulen rundrum und die Stossfänger sind gerissen. Selbst bei den Ludolfs auf dem Hof stehen bessere Exemplare. ..

Barcelona International Motorshow

Die Beiträge von 2009 und 2011 gibt es hier.

5. Mai 2013

9. Sielminger Oldtimer-Festival

von Tom

Alles Gute bringt der Mai. Auch in diesem Jahr veranstaltete der MSC Sielmingen im Rahmen seines Maifestes sein traditionelles Oldtimer-Festival. Blasmusik, Festzelt, Bratwurst und jede Menge Benzingespräche. Im Zweitakt ging es mit drei 353ern auf die Verkehrsübungsanlage in Filderstadt-Sielmingen. Ich schwärme für caprigrün. Das ist überhaupt die Frühlings-Farbe schlechthin!!

MSC Sielmingen