Saar-Lor-Lux Classique 2015

Was für ein Wochenende!!! Wenn wir einen Preis für die tollste Rallye des Jahres vergeben würden, hätte ihn schon jetzt die Internationale Saar-Lor-Lux Classique gewonnen! Drei Länder in zwei Tagen und Teilnehmer aus neun Nationen. Hier stimmte einfach alles.

Da unsere Rallyekollege Marcel verhindert war, hatte er uns kurzfristig seinen Starplatz angeboten. So kamen wir wie die Jungfrau zum Kinde zur Startnummer 9 und mussten in der „Experten“ Wertung antreten. Hmm, ein bisschen Erfahrung haben wir ja inzwischen, aber uns fehlt es bei einigen Aufgaben schlicht an geeigneten Messinstrumenten, um auf die erfolgreiche Jagt nach hundertstel Sekunden bei den Gleichmäßigkeitsfahrten zu gehen. So hatten wir nicht den Hauch einer Chance, was aber gar nicht schlimm war, denn der Spaß war riesengroß und unser Porsche 911 durfte mal so richtig rennen!

Am Donnerstag konnte man schon mal zum Testen und Kennen lernen den „Saar-Pfalz“ Prolog rund um das Basislager in Saarbrücken fahren. Am nächsten Morgen (Freitag) eine schnelle technische Abnahme auf dem Parkplatz der Congresshalle, Begrüßung durch Rallye Leiter Wolfgang Heinz  und ab ging’s auf die Piste der ersten Etappe „Saarland-Pfalz“. Bei hochsommerlichen Temperaturen kamen Fahrzeug und Insassen schnell auf Temperatur. Die erste Prüfung war gleich mit vier Sollzeiten versehen, danach eine Gleichmäßigkeitsprüfung mit 40er und eine mit 48er Schnitt, die wir mit ungenauem Tageskilometerzähler und Schnitttabellen tapfer abgefahren sind. Gar nicht so leicht, über 14 Kilometer einen konstanten Geschwindigkeit zu fahren. Auf der Landstrasse schleicht man und wird zum Verkehrshindernis und in den Ortschaften muss man flott um die Kurven zirkeln. Neben den Zeitprüfungen gab es in unserer Wertung auch Orientierungsaufgaben, die nach Pfeilen, Strich-Punkten oder Fächer (längste Strecke) auf der Karte gefahren werden mussten und den weg durch die wunderschöne Landschaft vorgaben. Nach der Mittagspause bei Pirmasens ging es über die Grenze nach Frankreich, nette Kaffeepause in Bitche und noch zwei Sollzeitprüfungen inklusive. Der Abend klang bei hochsommerlichen Temperaturen, Bier, internationalem Buffet und Ochsenschwanz aus. Hausaufgaben mussten aber auch noch gemacht und das Roadbook vorbereitet werden. Dieses bereitete uns mit einigen Aufgabenstellungen Kopfzerbrechen. Nette Rallyekollegen halfen uns aber auf die Sprünge und so konnten wir irgendwann müde ins Bett fallen und von der bevorstehenden Flugplatzprüfung träumen.

Samstag: Restart zur Etappe „Luxemburg-Lothringen“. Erste Prüfung war der „Hillklimb 1“, der in exakt 2:20 Min zu fahren war, danach ging’s auf den besagten Flugplatz Düren, wo wir mal richtig über die Landebahn und das Rollfeld fetzen durften. Nicht ohne dabei sechs Sollzeiten im Auge zu behalten. Den richtigen Weg (links-große Runde, links- kleine Runde, rechts-kleine Runde, links-kleine Runde, raus) hatten wir uns eingeprägt und auf einem Zettel aufgemalt. Gleich danach noch einen engen Pilonen-Parcour, dann wieder zurück in die „freie Wildbahn“ und wunderbare Strassen, wo immer wieder Gleichmässigkeits Prüfungen und Stempelkontrollen lauerten. Heute hatten wir versucht die Tachoabweichung mit höheren Schnitten zu kompensieren, um das schlechte Abschneiden vom Vortag nicht zu wiederholen. Eine weitere schöne Prüfung erwartete uns auf dem Firmengelände der Spedition Fixemer in Obermosel. Zuerst vier Sollzeiten auf dem engen Parkplatz und der Einfahrt erhaschen, dann eine Strecke von 860m um die Firmenhalle in 70 Sekunden fahren und dabei noch auf stumme Wächter achten! Da ging es ganz schön zur Sache! Herrlich!! Wir wären am liebsten gleich noch mal angetreten…Nach dem Mittagessen und billigem Tanken in Luxemburg ging es sportlich weiter. Im verschlungenen Weinberg (Hanglage!) waren vier Sollzeiten zu erreichen. Das Ziel der  Strecke von gut vier Kilometern und mit über 35 Abzweigungen über Kuppen und Senken war aber nur mit Vollgas zur erreichen (da wir uns auch einmal verfahren hatten und die Zeit aufholen mussten). Zeiten nicht erreicht, Fehler gemacht, scheißegal! Das war einfach megageil! Die Orientierungsaufgaben wurden wieder nach Pfeilen, Strichen und Punkten oder auch mal “Grenze Fahren“ gefahren und nach einer letzten Sechser-Sollzeitprüfung durchs Industriegebiet mit kreuzenden Teilnehmern und ahnungslosen Verkehrsteilnehmern konnte wir das Ziel in der Altstadt in Saarbrücken auf dem St. Johanner Markt ansteuern.

Ein wirklich großes Kompliment an die Veranstalter und Helfer. Allein die Tatsache, dass es bei der Saar-Lor-Lux  Classique fünf Wertungsklassen von „Beginner“ bis“ Experten“ mit teilweise unterschiedlichen Strecken und Prüfungen gibt, dazu noch eine eintägige „Mini-Classic“ für Einsteiger, ist ein unglaublicher Aufwand. Trotzdem war alles perfekt organisiert, die Strecke wunderschönst, zeitliche (zwar stramm aber) gut zu bewältigen, tolle Pausen und schöne Feiern am Abend. Mit viel Herz und Hirn wurden kniffelige und vor allem abwechslungsreiche Prüfungen ausgedacht. Noch nie waren wir in der Wertung so schlecht und hatten so viel Spaß dabei! Wir kommen gerne wieder!

Saar-Lor-Lux Classique

Zweitakt- und Ostfahrzeugausfahrt Süddeutschland 2015

Ein gelungener Altautosamstag bei den Zweitakterz Süd! Eine Ostautokolonne startete vergangenen Samstag mit zwei Dutzend Fahrzeugen zur großen Ausfahrt in Denkendorf. Mit Trabant, Wartburg, Wolga, Skoda und Barkas-Abschleppfahrzeug sowie drei Simsons ging es auf die Schwäbische Alb. Schloß Liechtenstein, die Bärenhöhle, die Bobbahn Donnstetten und die Ochsenwang Breitensteine in Bissingen an der Teck standen auf dem Programm der 160 km langen Tour. Der schlechten Morgenlaune von Wettermann Petrus trotzten die fröhlichen Ostautopiloten- und Pilotinnen mit bunten Autos, blauen Abgaswolken und bester Stimmung.

Zweitakterz Süd

27. Lufthansa Klassikertage Hattersheim

Einmal im Jahr steht das kleine Dorf Hattersheim bei Frankfurt Kopf. 60000 Besucher mit ca. 2700 Oldtimern kommen zu einer der größten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. Die Terrassen der Straßencafés in der Innenstadt sind proppenvoll, Klassiker stehen an allen Ecken und vor allem im Park um den kleinen See. Viele Besitzer postieren sich stolz auf Klappmöbeln neben ihren Gefährten, Clubs und Interessengemeinschaften kommen seit Jahren und beschlagnahmen die angestammten Plätze. Es hat was von einem großen Familientreffen. In einer Sonderausstellung unter dem Motte „Roadster, Cabriolet – einfach offen“ werden interessante Exponate gezeigt. Der Einsitzer Brütsch Mopetta mit 2PS zum Beispiel. Es existieren nur noch fünf Exemplare. Aber auch der letztgebauten Lorenz und Rankl Silver Falcon mit BMW Motor, der Porsche 984 Prototyp aus dem Porsche Museums Depot, ein Puma Spyder, Isdera Spyder 036i oder ein Kleinschnittger F125. Der Termin fürs nächste Jahr steht schon fest: 21./22. Mai 2016

Lufthansa Klassikertage

formfreu.de: 25. Lufthansa Klassikertage Hattersheim

20. Trabant- und IFA-Treffen Mühlhausen

Die erste Etappe der Überführungsfahrt unseres Funkstreifenwagens endete am Samstag Abend in Mühlhausen/Thüringen beim traditionellen Trabant- und IFA-Treffen. Unser erstes Altautoevent für den olivgrün-weißen Toniwagen. Auf dem Gelände des ehemaligen Freibades direkt am Schwanenteich drehte sich alles um die automobilen Schätzchen von einst. Trabant, Wartburg, Skoda, Lada, Barkas, Melkus etc… Das Ostfahrzeugtreffen wurde vom Trabant-Club Mühlhausen e.V. zum 20. Mal organisiert.

Trabant-Club Mühlhausen e.V.

Welcome Wartburg #3

Neu: Toniwagen im formfreu.de-Fuhrpark

Zuverlässige und tapfere Überführungsfahrt im Wartburg 353 W Funkstreifenwagen der Deutschen Volkspolizei. Mit stolzer Doppelblaulichtbrücke knatterte der olivgrün-weiße Toniwagen die 870 km lange Tour aus dem hohen Nordosten der Republik in die neue Heimat im Südwesten. Zwischenstopp in fröhlicher Runde in Thüringen beim ‘Trabant- und IFA-Treffen’ in Mühlhausen sowie am historischen AWE-Tor in Eisenach. Ganz große Zweitaktfreu.de!

Welcome Wartburg #1
Welcome Wartburg #2

32. HMSC Oldtimerrallye Wiesbaden & Concours d’Elegance

„Spaß muss sein“ schien das Motto der 32. HMSC Oldtimerrallye Wiesbaden zu sein. Nicht nur waren Roberto Blanco und Gattin Luzandra unter den Teilnehmern, sondern wurde auch das Konzept der Veranstaltung radikal hin zu mehr Fahrfreude, Genuss, Essen und Gemütlichkeit verlagert. Die anspruchsvollen Orientierungsaufgaben der letzten Jahre fielen mit dem neuen Fahrtleiter Karlheinz Schott (den wir schon bei der Sachs Franken Classic kennenlernen durften) komplett weg und wurden durch Sollzeit- und Gleichmäßigkeitsprüfungen ersetzt. Ein langes Oldtimerwochenende mit Dreh- und Angelpunkt in der hessischen Landeshauptstadt.

HMSC

Wiesbaden Concours d’Elegance bei formfreu.de2013 und 2011

Technische Abnahme

Am Donnerstag gab es die technische Abnahme der 120 Fahrzeuge auf dem Schlossplatz. Die Dokumente und der technische Zustand der Teilnehmerfahrzeuge wurden gecheckt. Damit die Teams in Schwung kamen und die Zuschauer was zum Schauen hatten, wurde eine Prologprüfung mit doppelter Zeitmessung vor dem Rathaus organisiert. Vrooooommm…

Rheingau-Etappe

Am Freitag war der Start des ersten Fahrzeugs um 8:30 Uhr, wir hatten im Porsche 911 die Nummer 99 ergattert und konnten etwas länger schlafen. Die „Rheingauroute“ führte eigentlich durch Rheinhessen. Es ging durch Mainz in Richtung Finthener Flugplatz. Dort fand übrigens mit der Erstauflage 1964 das erste Rennen des HMSC (Hesse Motor Sport Club) auf einem 2,2km langen Parcours mit über 250 Teilnehmern statt. Wir hatten auf einem kleinen Teilstück einen Parcours in vorgegebener Zeit zu fahren und konnten noch ein zweites Frühstück einschieben. Gestärkt rollten wir also nach Ingelheim und dann über weitere Wertungsprüfungen Richtung Oppenheim am Rhein entlang bis zur ausgedehnten Mittagspause auf dem Hofgut Laubenheimer Höhe. Ein schönes Fleckchen mit Blick von der Terrasse bis nach Frankfurt. Der Nachmittag verlangte uns weitere Ortsdurchfahrten, Wertungs- und Gleichmäßigkeitsprüfungen ab. Durch die Rheinhessische Schweiz ging es Richtung Bingen, dann mit der Fähre über den Rhein und zurück nach Wiesbaden, wo Passanten und Sonnenschein erwarteten.

Taunus-Etappe

Samstag. Wieder früh raus, Startzeit 9:32h. Kurhaus Wiesbaden. War die Streckenführung am Vortag wegen der vielen Ortschaften etwas anstrengend, sollten wir heute auf der Taununs-Tour mit tollen Strassen, Hügeln und Kurven belohnt werden. Man kam auch mal bis in den vierten Gang und konnte es laufen lassen. Frühstückspause auf dem Sandplacken, dann rauf auf den Feldberg, Mittagspause auf dem Zauberberg, dann Richtung Bad Camberg und den Selters Mineralquellen. Dazwischen einige ZKs, DKs, eine Rollprüfung, bei der man eine vorgegebene Zeit ohne Motor absolvieren musste, Gleichmäßigkeitsprüfungen und einige stumme Wächter. Kurz vor dem Ziel empfing uns die „Letzte Tankstelle“. Die Sektkellerei Henkell öffnete die Tore für eine Wertungsprüfung auf dem Gelände und anschließendem Umtrunk am historischen Firmensitz. Speziell für den Altautofahrer gibt es jetzt von Henkel übrigens den feinen Schaumwein auch in alkoholfreier Ausführung… Zieleinlauf war wieder das Kurhaus, wo auch am Abend der festliche Ball stattfand.

Concours d’Elegance

Den Abschluss fand die viertägige Veranstaltung wie immer mit dem Concours d’Elegance am Sonntag im Kurpark. Alle Teilnehmerfahrzeuge wurden hübsch um den See postiert und in zwei Paraden nochmals dem Publikum und der Jury präsentiert, die auf der Bühne der Konzertmuschel saß. Wie die allerdings aus der Distanz die Fahrzeuge begutachten wollte und so den Sieger kürte blieb schleierhaft.

Das neue Format und Regelwerk der Rallye scheinen erfolgsversprechend. Bei den Wertungsprüfungen hätten wir uns jedoch etwas mehr Abwechslung gewünscht. Neun von 16 Teilabschnitten waren in fünf oder sechs Sekunden und ähnlicher Geschwindigkeit zu fahren. Das wird auf die Dauer etwas langweilig: Hier hätte man ohne Probleme etwas mit den Zahlen spielen können.

Zweitakterz Süd @ Erwin Hymer Museum

Für die Zweitakterz Süd ging es am vergangenen Sonntag nach Oberschwaben. Torsten hatte auf der CMT den Hauptgewinn gezogen: einen Gruppenausflug zum Erwin Hymer Museum nach Bad Waldsee mit Stadtbesichtigung und kulinarischer Verköstigung. Zwei Wartburg, ein Trabi und eine Pagode durften also bei schönstem Frühlingssonnenschein nach Bad Waldsee knattern bzw. brummen.

Da kurzfristig die geplante Stadtführerin ausgefallen ist, kümmerten sich Bürgermeister Roland Weinschenk und Kurgeschäftsführer Walter Gschwend persönlich um die sonntäglichen Gäste aus Stuttgart. Es war also eine ganz besondere und individuelle Tour durch das schöne Städtchen Bad Waldsee. Vielen Dank!

Kulturgeschichte und Technik: Das Erwin Hymer Museum lädt zu einer einzigartigen Entdeckungstour durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft des mobilen Reisens ein. Über 80 Reisemobile, Caravans, PKWs und Anhänger aus den vergangenen Jahrzehnten sind auf rund 10.000 Quadratmetern zu sehen. Darunter Wohnanhänger aus den 30ern, der UR-Troll von 1955, das erste mobile Fahrzeug des Wohnmobilherstellers Hymer und allerhand an Campinggerät aus der DDR… Das Museum ist kurzweilig und macht tollen Spaß!

Der aufmerksame formfreu.de-Besucher kennt das Erwin Hymer Museum natürlich schon von der Bodensee Klassik 2013. Damals war der Janus übrigens noch nicht rot…

Zweitakterz Süd
Erwin Hymer Museum

Designers Classic Reunion 2015

Cars and Coffee. Autodesigner, Absolventen, Studenten und Freunde des Studiengangs “Transportation Design” der Hochschule Pforzheim kamen am Samstag wieder mit ihren automobilen Schätzchen zum traditionellen Designerbrunch in die Eutinger Straße 111. Es gab wieder eine bunte Auswahl an Altblech, feinen Kaffee, einen lecker gedeckten Frühstückstisch und reichlich spannende Benzin- und Formgespräche…

Die Fotoreihen der vergangenen Jahre gibt es hier: 2013, 2014.

Dino Register Deutschland Frühjahrsausfahrt 2015

Dinos im Hühnerhof

Im Dino Register Deutschland folgt nach dem Herbsttreffen das Frühjahrstreffen. Fiat und Ferrari vereint durch den Markenname Dino versammelten sich zur zweitägigen Ausfahrt, die uns nach Osthessen in die Region Vogelsberg führte. Organisiert wurde die Veranstaltung dieses Mal von Matina und Reinhard und – das sei schon gleich zu Anfang erwähnt- es war wunderbar! An alles wurde gedacht, „Dino“ Schilderpfeile wurden gemalt und stets hübsche Parkplätze reserviert oder mit Flatterband abgesperrt. Das Roadbook war fehlerfrei und gut zu lesen, das Essen war lecker, das Wetter wurde fein geplant, der Regen in die Nacht verlegt und auch die kulturelle Bildung kam nicht zu kurz. Belohnt wurde das mit eine stattlichen Anzahl von ca. 35  angemeldeten Fahrzeugen, allein neun GT4 waren dabei und auch einige Fremdfabrikate wurden geduldet. Basislager für das Wochenende war das Hotel Gut Hühnerhof in Gründau-Gettenbach mitten im Grünen gelegen und mit viel Platz im Innenhof für unsere Dinos und einer Terrasse, von der aus am Freitag Nachmittag die ankommenden Oldies begrüßt werden konnten. Damit auch jeder die Hofeinfahrt finden konnte, parkte Reinhard seinen Stratos am Eingang.

Am Samstag ging es nach kurzer Ansprache auf die große Fahrt durch Mitteleuropas größtes zusammenhängendes Vulkangebiet. Die Strasse war noch etwas feucht, und man war besser dran, es gemächlich anzugehen. Gefahren lauerten überall. Ließen im Hühnerhof die Vögel gerne mal von oben was auf den Lack klatschen, um ihr Revier zu markieren und den Darm zu entleeren, waren es nun frische Hinterlassenschaften einer Kuhherde, die für so machen braunen Anstrich am Schweller sorgten. Beim ersten Pausen-Stopp auf dem Hoherodskopf konnten man sehr schön anhand der Menge und Winkel der Spritzer die Treffgenauigkeit und gefahrene Geschwindigkeit ablesen. Matthias hat mit seinem gelben Spider volle Punktzahl erreicht, wollte die Pracht aber nicht den ganzen Tag spazieren fahren und erbat im nächsten Dorf die Hilfe eines Anwohners, der gerade seine Einfahrt reinigte und ließ sich kurzerhand den halben Wagen kärchern. Da werden Sie geholfen! Weiter ging es über hügelige Landschaften durch wenig bis gar nicht besiedeltes Gebiet, vorbei an Pferdekoppeln oder prächtigen Rapsfeldern in Richtung Schotten. Hier befuhren wir ein Teilstück des „Schottenrings“, einer der ältesten Rennstrecken Deutschlands, die 1925 eröffnete wurde. Auf dem 16 Kilometer langen Rundkurs fanden bis 1956 hauptsächlich Motorrad-Strassenmeisterschaften statt. Mittagsrast war im nahgelegenen Landgasthof Hessenmühle, wo wir die Dinos schön nach Modellreihen sortieren konnten und auch was Herzhaftes zwischen die Zähne bekamen. So gestärkt und ausgeruht konnte der Nachmittag in Angriff genommen werden und die 90 Kilometer Fahrt bis zur Kaffeepause in der Ziegelhütte vergingen wie im Flug. Überraschungsgast war dort ein Lamborghini Urraco-Fahrer, der von unserer Ausfahrt gehört hat und mit seinem Flitzer auf uns wartete. Bis zum Hotel war es dann nicht mehr weit und es blieb noch ein halbes Stündchen zur freien Verfügung, bevor es mit dem gemütlichen Teil des Tages weiterging. Italienisches Essen, französische Weine und die Ansprachen der Dino Register-Mandatsträger. Der Abend war noch lang, die Nacht viel zu kurz und was Weckerklingeln war das unmissverständliche Zeichen, dass auch der Sonntag noch mit einem Halbtagesprogramm auf uns wartete.

Höhepunkt war der Schlossbesuch in Büdingen. Unsere Führerin war schon 76 Jahre alt, hatte aber sichtlich Freude daran, uns über die Besonderheiten der Festung aufzuklären. Diese steht im Sumpfgebiet und wurde auf Eichenstämmen errichtet, die horizontal unter den Mauern liegen. Eine heikle Konstruktion, denn so hebt und senkt sich das Ganze mit dem Grundwasserspiegel und sorgt für Risse im Gemäuer. Überhaupt war das Leben dort kein Spaß. Die Bude war immer feucht, kalt und Licht kam auch kaum rein, weil es nur ein paar kleine Fenster zum Innenhof gab.  Alles wurde getan, um eine Eroberung zu verhindern oder zu erschweren. So waren die einzelnen Räume anfangs nicht durch Türen oder Treppen verbunden, sondern man musste  mit einer Leiter in den Hof hinunter klettern um dann wieder mit einer Leiter durchs Fenster in einen angrenzenden Raum  zu gelangen. Später, als Eroberungen etwas aus der Mode gekommen waren, wurden Türen, Fenster, Treppen oder Erker angebaut, um das gräfliche Leben etwas zu erleichtern und auch für die Damen des Hauses attraktiver zu gestalten. Zur Verabschiedung sang uns die Führerin noch ein Lied und etwas durchgefroren waren wir dann auch froh wieder im Vorhof in der Sonne stehen zu können, wo ein Glas Sekt /Orangensaft auf uns wartete. Auch zur letzten Station, dem Mittagessen im modernen Clubhaus des Golfparks Hühnerhof, war es nicht mehr weit. Hier endete die wunderschöne Frühjahrsausfahrt und es bleibt nur die Vorfreude auf das Herbsttreffen im September in Bad Wöhrishofen im Allgäu…

Garage GT4
Dino Register Deutschland

formfreu.de: Herbsttreffen 2014

9. OST-Fahrzeugtreffen @ Luftfahrtmuseum Finowfurt

Finowfurt 2015!!

Das alljährliche Kulttreffen auf dem ehemaligen sowjetische Militärflugplatz in Finowfurt in der Märkischen Heide ist ein Pflichttermin im Kalender des Ostfahrzeugfreunds. Ende April war es wieder soweit: Zwischen alten Flugzeugen, Hubschraubern, Triebwerken, Wracks und Wrackteilen gab es auch dieses Jahr eine tolle Zeitreise in vergangene Jahrzehnte mit den automobilen Schätzen und Kuriositäten von einst. Motorenkrach und blauer Zweitaktqualm. Teilmärkte und Grillwurstduft. Wartburg, Trabant, Barkas, IFA, Skoda, Moskvich, Lada, Multicar etc. posierten auf dem sandigen Boden vor der Linse. Neben den bunten zivilen Altautos waren auch landwirtschaftliche Geräte, Lastkraftwagen, Behördenfahrzeuge und natürlich auch olivgrüne Militärtechnik zu sehen.

Ein besonderer Hingucker war der vierachsige Sattelschlepper MAZ 537. Diese Zugmaschine ist eines der gigantischen Machtsymbole der legendären Sowjetarmee. Der gelbe B 1000 mit dem Triebwerk der Aero L-29 Delfín auf der Pritsche badete das gesamte Gelände in unvergesslichem Sound. Die letzte erhalten gebliebene Feldbackanlage der NVA versorgte die hungrigen Gäste mit lecker Brot und Kuchen.

Eine geniale und ungezwungene Veranstaltung. Finowfurt macht einfach Spaß! Bis 2016!

Die Fotostrecken der vergangenen Jahre findet ihr hier: 2011, 2012, 2013 und 2014.

Luftfahrtmuseum Finowfurt

Maiausfahrt ‘Trabant & IFA Team Heilbronn-Hohenlohe’

Maifeiertag 2015

Da hatte jemand vergessen, das Fax mit der Schönwetterbestellung an Petrus zu schicken. Nichtsdestotrotz ließen wir uns die Maifeiertagslaune nicht verderben und sind mit Wartburg und Skoda nach Neuenburg am Kocher gefahren, um uns dort dem traditionellen Maiausflug des ‘Trabant & IFA Team Heilbronn-Hohenlohe e.V.’ anzuschließen. Die blauen Abgaswolken sollten dem grauen Regenhimmel ein Stück Bedrücktheit nehmen.

Mit einem guten Dutzend Fahrzeuge und mit knatternden Motoren ging es dann durch das schöne Jagsttal nach Dörzbach zu den Jagsttalbahnfreunden. Der 1984 gegründete Museumsbahnverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die denkmalgeschützte Jagsttalbahn zu erhalten. Dazu gehört Instandsetzung des Bahnhofs Dörzbach und die Restaurierung der historischen Fahrzeuge, was uns im Rahmen einer hochinteressanten Führung über das Bahnhofsgelände und durch historischen Hallen und Werkstätten gezeigt wurde. Am Grill vor dem Lokschuppen konnten sich dann die hungrigen Ostmobilpiloten stärken.

Wir danken dem Trabant & IFA Team Heilbronn-Hohenlohe fürs Mitfahrendürfen und die Orga von Streckenführung und Ziellocation!!

Trabant & IFA Team Heilbronn-Hohenlohe e.V.

formfreu.de: Maifeiertag 2014

Frühlingsfest im Bw Schöneweide

Berlin macht Dampf

Am Wochenende öffnete das historische Bahnbetriebswerk Schöneweide seine Tore und lud große und kleine Fans der Eisenbahn zum traditionellen Frühlingsfest. Die Dampflokfreunde Berlin e. V. zeigten mehr als 20 Lokomotiven und Wagen. Eisenbahnromantik zum Anfassen. Man konnte in das ein oder andere Führerhaus hinaufklettern und dort den stolzen Platz des Lokführers einnehmen. Die Besucher durften die riesigen Motoren bestaunen und konnten spannende Dampf- und Dieselgespräche führen. Die Drehscheibe vor dem Lokschuppen bat zum Fototermin. Im historischen MITROPA-Speisewagen gab es Speisen und Getränke. Und der Bahnmarkt bot so manche Sammlerstücke nicht nur für den Modelleisenbahnfreund. Als ein Highlight stand wieder die 52 8177, die einzige betriebsfähige Dampflok Berlins, zu Mitfahrten auf dem Führerstand unter Dampf. Ein ganz besonderer Hingucker war die Diesellok der DR-Baureihe 132 aus der Lokomotivfabrik Woroschilowgrad. Die gezeigte “Ludmilla” wurde 1974 an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert und gehört nach Stationen bei der DB AG und in Polen seit Januar zur WFL – Wedler Franz Logistik in Potsdam. Deren Kolomna 5D49 ist ein 16-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor und liefert 3000 PS…

Berlin macht Dampf