Schneevögel @ Luftwaffenmuseum Gatow

Snow Birds.

Schneebedecktes Fluggerät auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Berlin-Gatow. Die technische Ästhetik verfremdet und eingefroren unter dem weißen Zuckerguss. Aufregende Skulpturen. Schneevögel eingefangen.

Dick und mehrfach winterfest eingepackt ging es über das Freigelände und über die ehemaligen Pisten. Das Luftwaffenmuseum stellt die Geschichte der militärischen Luftfahrt in Deutschland dar. Die Dienststelle der Streitkräftebasis in Berlin-Gatow beherbergt die weltweit größte Sammlung von Militärflugzeugen beider großen Militärbündnisse aus der Ära des Kalten Krieges. MiG, Iljuschin, Mil, Sukhoi, Sikorsky und Starfighter nebeneinander. In den Hangars und im ehemaligen Tower kann man sich prächtig aufwärmen und dabei noch mehr wertvolle Exponate zur Militärfliegerei in Deutschland bestaunen und Informationen zur Geschichte des Flugplatzes und zur Luftbrücke bekommen.

Luftwaffenmuseum Gatow

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formfreu.de: Luftwaffenmuseum Gatow

Fliegerbilder#

Thorsten Klapsch: Palast der Republik

Buchtipp: Thorsten Klapsch: Palast der Republik

Zum 20. Jahrestag der Palastschließung und der deutschen Wiedervereinigung erschien letzten Sommer ein super spannendes und schönes ca. 120 Seiten starkes Fotobuch im Verlag Edition Panorama. Der Fotograf Thorsten Klapsch zeigt ungewöhnliche und ganz eigentümliche Einblicke in den ehemaligen Palast der Republik in Berlin, ein ganz besonderes Zeugnis der DDR-Architektur und Teil der deutschen Geschichte.

“1993, also fast 3 Jahre nach der endgültigen Schließung des Palastes der Republik, jedoch noch unberührt und komplett möbliert, erhielt Thorsten Klapsch Zugang zum menschenleeren „Haus des Volkes”. Dies dokumentierte er in einer soweit bisher bekannt einzigen und umfangreichen Arbeit, die durch einen betont sachlich distanzierten und ästhetisch reduzierten Blick brilliert. Die Arbeiten schlummerten bis zu den ersten Ausstellungen im Sommer 2009, nach dem endgültigen Abriss des Palastes, in seinem Archiv.”*

Der einstige Sitz der DDR-Volkskammer und das repräsentative und ideologiebeladene Kulturhaus einsam und verlassen. “Dort, wo einst Leben herrschte, ist Stille eingekehrt: die Ruhe vor dem Abriss.”** Der ‘Rückbau’ des Palast der Republik endete 2008.

Edition Panorama: Thorsten Klapsch: Palast der Republik

Format 31 x 31 cm
120 Seiten mit 65 Fotografien in Farbe
Mit einem einleitenden Text in Deutsch und Englisch
Gestaltet von Marcus Bela Schmitt und Edition Panorama
ISBN 978-3-89823-429-0

48.00 EUR

Thorsten Klapsch
Thorsten Klapsch – Blog

formfreu.de: Plattenpalast___Thorsten Klapsch

Die Fotoreihe zum Rückbau vom Palast der Republik auf formfreu.de gibt es hier und die formfreu.de-Buchtipps findet ihr alle hier.

Fotos: © THORSTEN KLAPSCH

*Zitat: http://www.bruecke66.com/2010/05/palast-der-republik-1993-von-thorsten-klapsch/
** Zitat: Dr. Andreas Schenk, Vorwort zu Thorsten Klapsch: Palast der Republik. http://editionpanorama.com/texte/palast-vorwort/#c2160

#Buchtipp

Rest-Berlin

Buchtipp: Andreas Muhs: Rest-Berlin

Nicht Ost-, nicht West-, sondern Rest-Berlin. Seit zwanzig Jahren wird Berlin abgerissen, aufgebaut, saniert, neuerfunden. Mit jedem Bauvorhaben verschwinden Brachen, Baulücken, Brandwände, schmucklose Alt- und Plattenbauten, die über Jahrzehnte das Stadtbild geprägt haben. Der Architekturfotograf Andreas Muhs dokumentiert seit 2009 in der Serie „Rest-Berlin“ diese Orte und Symbole. Ein schönes Berlinbilderbuch.

Andreas Muhs
Rest-Berlin
Fotografien 2009-2010

80 Seiten, 75 ganzseitige Abbildungen, 25 x 20 cm
Softcover: 22,95 Euro + Versand
Hardcover, Schutzumschlag: 32,95 Euro + Versand
book on demand bei blurb

Rest-Berlin bei blurb

Schöner Lesen mit formfreu.de: unsere Buchtipps

Fotos: Andreas Muhs

#Buchtipp

Spiegelradfahrrad

Hallo 2011! Hallo formfreu.de-Welt!

Zum Start ins neue Jahr gibt’s eine surreale Begegnung mit einem super ungewöhnlichen Fahrrad. Die Räder sind gebrochene Spiegelflächen. Um die dritte Dimension beraubte Discokugeln. Oder eine ganz neue Generation von Photovoltaikmodulen… Vielleicht ist das ja das zukunftsweisende ‘metaphysische Elektrobike’…

check out: formfreu.de: unzertrennlich

Schneesterne

Snow Stars. Klassische Mercedes-Benz im frostigen Hauptstadtwinter. Berlin Cars #5.

Seit gestern zeigt die offizielle Mercedes-Benz Museum Facebook Seite unsere feinsten formfreu.de-Fotos mit den Autos mit dem Stern. Für alle, die von Mercedes-Benz-Bildern nicht genug bekommen können, gibt es hier eine aktuelle Streetlife Fotostrecke aus dem verschneiten Berlin. W108, W114/115, W123, W126, C107, C126,… Saukalt. Aber schööön!!

Mercedes-Benz Museum auf Facebook

Und hier gibt’s schön zusammengefaßt alle unsere Berlin Cars.

#BerlinCars

nhow Berlin

Das nhow öffnete seine Türen: seit einem Monat hat das erste Musikhotel Europas in Berlin-Friedrichshain, zwischen Universal und MTV Studios und am Schmelztiegel der Musik-, Fashion- und Kreativszene seinen Platz gefunden. Ein 4-Sterne plus Designhotel. Das markante, von Sergei Tchoban von nps Tchoban Voss entworfene Haus direkt am Spreeufer bietet Interior Design vom Star-Glovallove-Designer Karim Rashid und als einziges Hotel in Europa zwei Tonstudios. Extravagant, ausgefallen, poppig!

“Die Berliner “Musikmeile” am Friedrichshainer Ufer des Osthafens, die bisher aus dem deutschen Sitz von Universal und dem Fernsehunternehmen Viacom (u.a. MTV, Viva) bestand, wurde mit der Eröffnung des neuen Nhow Hotels ergänzt. Das neue Haus gehört der bekannten, spanischen Hotelkette NH Hotels. Nhow Hotels gibt es allerdings, im Gegensatz zu den herkömmlichen NH-Hotels, nur ein einziges Mal pro Land. (…) Das erste Nhow wurde 2006 in Mailand eröffnet. Ausstattung und Architektur folgten dort dem Thema “Mode”. Für Berlin hat sich der bekannte New Yorker Designer Karim Rashid ein exklusives, futuristisches Design rund um das Feld der Musik einfallen lassen. (…) Im Gegenteil zur äusseren Ansicht des Hotels, das sich mit seiner Backsteinoptik an die ehemaligen Lagerhallen am Osthafen anlehnt, dominieren im Inneren des Nhow grelle Farben und ausgefallene runde Formen. Dem Gebäude aufgesetzt wurde ein sogenannter “Kran”, ein vorragender Turm, der sich bis an die Grenzen des architektonisch Machbaren (…) der Spree entgegenstreckt. Die Unterseite des Kranturms ist verspiegelt, so dass das Gebäude je nach Lichteinfall und Wetter in einer andere Atmosphäre erstrahlt.”*

Rashid’s durchgestylter Plastikwelt kann man nicht entkommen. Seine fließenden Formen aus Kunststoff begegnen dem Hotelbesucher gleich an der Rezeption. Pink dominiert. Die Aufzüge sind knallbunt verkleidet. Seine Graphiken und Patterns erstrecken sich von den Zimmerwänden bis hin zur rosaroten Bettwäsche. Das wirkt dann doch alles in allem irgendwie künstlich und aufgesetzt und fängt für meinen Geschmack an, nach kurzer Zeit irgendwie zu nerven. Da wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Immerhin bleibt das Berlinwochenende so in pinkfarbener Erinnerung!

Das nhow-Hotel ist Teil der sog. ‘Mediaspree’-Investorenprojekte in Berlin. Es strebt die Ansiedlung von Kommunikations- und Medienunternehmen entlang eines Teils des Spreeufers und eine diesem Bereich entsprechende Umstrukturierung an. Die Initiatoren sehen in dem Projekt eine große Chance für den Osten Berlins, Kritiker allerdings den Ausverkauf seiner wertvollsten Flächen. Das Hotel ist schon jetzt das neue Symbol der Mediaspree-Gegner: mehr dazu hier…

nhow-Hotels

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Related Story bei formfreu.de : Megaspree Tours

*Zitat: mixology.eu

Hotel#

Fenomenon Stratos @ Meilenwerk Berlin

Es ist immer besonders spannend, Concept Cars nicht im Rahmen ihrer üblichen Auftritte auf den Drehtellern und Schaubühnen von Messen und Präsentationsveranstaltungen zu begegnen.

Der Lancia Stratos ist ein automobiler Meilenstein und eine Legende, die in den 70er Jahren dreimal in Folge die Rallye-Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Pure Begeisterung und automobile Pornografie! Derzeit ist der Stoschek-Pininfarina New Stratos in aller Munde. Doch dies ist nicht das erste Mal, daß das Original-Bertone-Gandini-Design der Rallye-Ikone in zeitgenössische Formensprache umgesetzt wird.

Auf dem Genfer Salon 2005 sorgte die Londoner Designfirma Fenomenon um Christian Hrabalek und Serge Porcher für Furore. Der damals in quiteschendem und giftigem Maigrün präsentierte Fenomenon Stratos baute auf die unverwechselbare und schnittige Keilform, die Kanten, Überhänge und das kurze Heck mit den großen Rückleuchten des Originaldesigns. Der sportlich-aggressive Entwurf hat es aber leider nie in die für 2006 oder 2007 angekündigte Kleinserie geschafft. Die Fotostrecke zeigt den inzwischen in ein weniger spektakuläres Anthrazit-Metallic umlackierten Fenomenon Stratos – geparkt zwischen anderen Klassikern in den Hallen des Berliner Meilenwerks.

Übrigens gab es eine weitere Stratos-Interpretation im Jahre 2000. Original-Stratos-Designer Marcello Gandini und Coachbuilder Stola zeigten auf dem letzten Salone dell’Automobile in Torino ihre – damals eher unterschätzte und aus dem heutigen Blickwinkel eigentlich hochinteressante – leuchtrote Studie. Bilder gibt es dazu hier und hier;-)

Lancia Stratos bei formfreu.de: hier und hier
Meilenwerk bei formfreu.de: hier

#Meilenwerk

Weihnachtsrodeo 2.0 @ .HBC

unkonventionell Geschenke shoppen / brunchen / chillen

Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr, ging das Weihnachtsrodeo in die zweite Runde. Dieses Jahr dienten die Räumlichkeiten des Haus Ungarn (.HBC) in der Karl-Liebknecht-Straße als Show- und Verkaufsfläche für mehr als 50 Designer, Künstler und Szeneshops. Es gab eine einzigartige Weihnachtsatmosphäre im einstigen Ostblockbau und ein zeitgemäßes Musikprogramm sowie die Klassiker wie Glühwein, Kekse und gebrannte Mandel. Weihnachtsrodeo ist eine gelungene Alternative zum stressigen Weihnachtseinkauf auf dem Kurfürstendamm, in der Shoppingmall oder im Netz. Es gab viele Ideen für Geschenke, die man so nicht unter jedem x-beliebigen Weihnachtsbaum findet – z.B. von Ein Löffel voll Zucker, berlinesk, legang oder Codierbar?!

Das .HBC ist ein sog. Ad hoc Art Project Space. Das ehemalige Haus Ungarn ist ein temporärer Spielplatz für Künstler, eine Melange aus Parties und Performances oder Installationen. “Funky carpeting, three bars, multiple levels, and a ‘70s sense of interior design all come together in a confusedly charming way.”* Einzigartig und super cool sind die originalen Holzvertäfelungen an den Wänden. Das etwas trashige Siebziger-Jahre-DDR-Ambiente mit abgewetzten Retroplastikstühlen erinnert ein bisschen an das Café Moskau vor seiner Renovierung. Und das ist gut so.

Im .HBC kann man übrigens auch sehr lecker und fein essen – mit grandiosem Blick auf den Fernsehturm….

Weihnachtsrodeo
.HBC

formfreu.de: Weihnachtsrodeo

*Zitat: berlin.unlike.net

#Weihnachtsrodeo

unzertrennlich

Jacques et Brigitte @ CREATE BERLIN Showroom

Eine Begegnung mit zwei surreal ineinander verzahnten und unzertrennbaren Fahrrädern. Fahrradgeflecht oder Fahrradsex. Die Installation ist Teil der Schau FORGET BERLIN des Schweizer Design- und Illustrationsteams Jacques et Brigitte derzeit in der Almstadtstrasse in Berlin-Mitte.

CREATE BERLIN

Realstadt.Wünsche als Wirklichkeit @ ehemaliges Kraftwerk Mitte

Realstadt.Wünsche als Wirklichkeit

“Städte sind aus Wünschen gebaut und von Wünschen durchlebt. Alltägliche Wünsche und spektakuläre, idealistische und ökonomische, lokale und weltumspannende: Sie verbinden den architektonischen mit dem sozialen und dem utopischen Raum. Davon erzählt Realstadt.Wünsche als Wirklichkeit am Beispiel deutscher Städte und den Potenzialen ihrer Normalität”*

In Nachbarschaft zur düsteren Technohöhle “Tresor” zeigt – im beeindruckenden Ambiente der gewaltigen Turbinenhalle des 1961 erbauten und 1997 stillgelegten Kraftwerks Berlin-Mitte – die Ausstellung Realstadt.Wünsche als Wirklichkeit 250 Architekturmodelle und 65 Projekte aus ganz Deutschland. Bis über DDR-Zeiten hinaus wurde dort für den gesamten Berliner Osten Energie erzeugt. Jetzt ist aus der einst zerfallenen 30 Meter hohen Halle des alten Vattenfall-Kraftwerkes in der Köpenicker Straße ist ein bizarr-bezaubernder Ausstellungsraum und eine wunderschöne Kunstgalerie geworden. Kirchenartig. Wie eine Basilika. “(…) dieser Bau bietet in seiner massiven Brüchigkeit einen überwältigenden Resonanzraum für die Stadtimpulse, die dort auf zwei Geschossen ausgebreitet werden.”*

Die Ausstellung ist eine Reise durch die Republik. Man reist von Aachen nach Bremen, von Hamburg nach Ulm. Man überblickt West- und Ostberlin. Konkrete Projekte. Neuartige Wohnformen. Experimente. Und Surreales und Utopisches.

Natürlich ist der Schloßplatz in Berlin ein Hauptthema der gezeigten Projekte. “Berlin 2057: Das Stadtschloss ist eine militärgraue Kaserne. Gleich daneben ragt der ehemalige Palast der Republik, senkrecht aufgestellt, als kupferfarben verspiegeltes Hochhaus in den endlosen Raum. Und die Spitze des Fernsehturms verschwindet in einem Wald aus Wolkenkratzern.Die Zukunftsvision “A question of Lust – der Berliner Schlossgarten d.D. 2057″ von Michael Birns lässt sich mit ein paar Schritten umrunden und wie von einem Adler im Flug von oben herab betrachten.”** Konstanze Noack, Katrin Günther und Joseph Rustom mischen die öffentlichen Plätze der Hauptstadt kräftig durcheinander. Das ICC steht plötzlich neben dem Dom – genau da, wo einst der Palast der Republik war. Sie nennen dieses Spiel Rochade – urban switch Berlin. Karsten Konrad zeigt aus seiner Serie Trauerarbeit/lost architecture das Modell DDR(aussen) aus dem Jahre 2005. Er hinterfragt die Interessen hinter dem Abriss des ehemaligen DDR-Außenministeriums. “Das Modell mahnt die Erinnerung an ein Bauwerk, das – so der Künstler – architektonisch anspruchsvoller war, als so mancher “deprimierender Mainstream der letzten 15 Jahre”.”*

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist ein riesiges Ostberlin-Modell im Maßstab 1:500. Das historische Planmodell der DDR “Zentrumsbreich Ost-Berlin läßt den Besucher in einer Zeitreise die ehemalige Hauptstadt der DDR überfliegen.

Mit dem ehemaligen Kraftwerk Mitte hat Berlin – neben dem alten Flughafen Tempelhof, dem Berghain oder dem Stattbad im Wedding – ein weiteres faszinierendes ‘Zwischennutzungsgebäude’. Wir sind alle hochgespannt auf die kommenden Veranstaltungen!!

Realstadt.Wünsche als Wirklichkeit
architekturzeitung.eu: Der Flaneur in der Realstadt

* Zitat: Realstadt.Wünsche als Wirklichkeit
** Zitat: Camilla Péus. www.art-magazin.de/architektur/34514/realstadt_berlin