Casa Camper Hotel Barcelona

Ein etwas anderes Hotel ist die Casa Camper im Stadtteil Raval, welche von der gleichnamigen Schuhfirma ins Leben gerufen wurde. So bestehen z.B. die 25 Zimmer aus jeweils 2 Räumen. Das wäre ja noch nichts besonderes, wenn diese nicht durch den Hotelflur getrennt wären. Man hüpft also von seinem der Strasse zugewandten, “Mini Lounge” genannten Wohnzimmer mit Fernseher, Sofa und Hängematte zum Schlafzimmer und sollte dabei den Schlüssel nicht vergessen. Dort kann man dann in Ruhe schlafen, weil dieses sich dem mit einer Pflanzenwand dekorierten Innenhof zuwendet. So blickt man vom Bad aus ins Grüne, anstatt auf eine kahle Wand. Ansonsten verfolgt das Hotel eine ökologische und umweltbewusste Philosophie. Man wird vor dem Aufzug aufgefordert, doch lieber die Treppe zu benutzten. Das sei gesünder. Auch herrscht überall Rauchverbot, Wertstoffe werden recycelt, auf dem Dach gibt es Sonnenkollektoren und der Wasserverbrauch wird durch Wiederverwertung halbiert.

Inzwischen gibt es auch einen Ableger in Berlin.

Casa Camper

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Hotel Me Barcelona

Das Hotel Me wurde von Dominique Perrault entworfen und ist mit 120 Metern das zweithöchste in der Stadt. Für 2700 Euro kann man sich in die 150m2 grosse Sky Suite im obersten Stockwerk einmieten und hat neben der Übernachtung auch noch einen Butler, eine kostenlose Wagenwäsche und einen der grandiosesten Blicke über Barcelona inklusive. In der 24. Etage kann man sich im Restaurant “Dos Cielos” kulinarisch verwöhnen lassen. Es hat nur wenige Tische und man kann von ihnen den Kreationsprozess der Köche in der offenen Küche beobachten.

Zur VIP Floor -Terrasse “The Level” im 25. Stock haben nur die Gäste der luxuriösesten, obersten 43 Zimmer und 23 Suiten Zugang und können bei Champagner den Rundblick schweifen lassen. Im 6. Stock ist neben dem Pool auch die Angels & Kings Bar. Die erste, die die renommierten New Yorker ausserhalb der USA eröffneten.

Das Gebäude wurde nach 3 jähriger Bauzeit 2008 fertiggestellt.

Hotel Me

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Autosalon Paris 2010

Die Krise scheint überwunden und die Hersteller haben die Weichen für die Zukunft gestellt. Wer noch immer nicht weiss wo’s lang geht bleibt auf der Strecke. Elektroautos stehen vor der Tür und man kann sie auf der Messe sogar testfahren. Renault Fluence ZE, Nissan Leaf oder Mitsubishi iMiEV. Den Fluence wirds ab 21300 Euro geben. Ein Kampfpreis.

Überhaupt gab es einiges Interessantes und Konzeptiges zu sehen. Allem voran natürlich bei den Franzosen. Die wollen sich beim Heimspiel nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Renaults werden weich und sinnlich. Die Jahre der scharfen Kanten sind vorbei und auch der Nissan Townpod hebt sich mit seiner dicklich, sympatischen Form wohltuend vom Massengeschmack ab. Er war eines der schönen Überraschungen der Messe. Peugeot präsentiert den HR1 Concept, einen Mini-SUV von nur 3,60m Länge und gibt formale Ausblicke auf seine Kleinwagenklasse. Bei Citroen hat man sich aus der Modebranche den Partner Lacoste ins Haus geholt und zusammen ein Freizeitmobil geschneidert.

Überraschung und Enttäuschung liegen manchmal nah beieinander. So bei Lotus. Ein wahres Modellfeuerwerk wird abgebrannt. Neben einem kleinen Citycar werden Nachfolger für Elite, Esprit, Elan, Eterne und Elise hingestellt, die glorreiche Vergangenheit verschmiert sich leider im stilistischen Einheitsbrei. Einige sind einem Lamborghini Gallardo nicht unähnlich..Dort ist man freilich schon einen Schritt weiter und stellt den Sesto Elemento zur Schau. Mit teurem Materialmix wird das Gewicht auf nur 999kg gedrückt und er soll so Platz in einer ökologischen Nische finden. Gefallen tut er mir nicht. Komische Oberflächen und wirre Linien und Kanten im Terminator-Stil wirken kopflos und der danebenstehende Gallardo erscheint im Vergleich irgendwie jünger.

Ansonsten gabs noch den neuen 6er von BMW, eine flache Flunder von Jaguar, den immernoch mauen Seat IBE, ein sehr interessantes, knackiges Audi Quattro Concept zu Ehren des 30 Jahre alten Ur-quattros, Audi A7 Sportback, Kia Pop, Opel GTC, den Renault Twizy in Serienversion und einige Scooter-Studien von Mini und Smart. Vielleicht hat die mobile Zukunft ja nur auch nur 2 Räder?

formfreu.de: Autosalon Paris 2008

Rückspiegel: Transportation Design in den 90ern im automobilen Kontext _FH Pforzheim

FH Pforzheim in den 90ern.  Ich kam zum ersten Mal 1991 zu einer Semesterpräsentation in die Holzgartenstrasse und mir hat sich das grosse Rendering mit dem Ferrari Konzept und dem F40 Transporter dahinter (ich glaube, es war von Stefan Lamm),  ins Hirn gebrannt und eine grosse Begeisterung ausgelöst. Das ist fast 20 Jahre her! Digitale Fotografie kam erst viel später auf, Handy und Internet hatte die Massen noch nicht erreicht und von Facebook konnte man nur träumen. Unglaublich…Damals wurde ausschliesslich von Hand gearbeitet, Renderings waren Renderings und Skizzen Skizzen. So hingen sie an der Wand und es war gut so. Digitales Modellieren mit Alias kamen gegen 1993, als BMW uns zwei Stationen zur Verfügung gestellt hat. Das Angebot wurde jedoch nur sehr zögerlich angenommen. Erst gegen Ende der Dekade kamen einige Studenten mit Photoshop in Berührung und peppten Ihre Präsentationen mit grossen Prints auf.

Einige der hier gezeigten Arbeiten sind stark gealtert (vielleicht liegt es auch an der schlechten Fotoqualität, vielleicht waren sie aber auch schon damals nicht sonderlich frisch), andere jedoch erstaunlich zeitlos und aktuell. Noch immer gut in Erinnerung sind mir die Präsentationen von Boris Jacob, sein tolles Kutschenmodell zum Beispiel. Das gabs noch nie. Oder die grandios-komplexen Konzepte von Marten Verschoore, das Kuhfell-Auto von Sebastian Wilm, die tollen Polychromos Skizzen von Achim Badstübner oder den Minimal-Style von Soomin Choe.  Auch die Arbeiten von Andreas Mindt, Marc Lichte oder Peter Wouda, später auch von Robert Lesnik oder Christian Felske waren prägend für die Zeit. All die Fotos aus den verstaubten Kisten durchschauend, fallen mir aber besonders die Zeichnungen von Miklos Kovacs ins Auge, die die Zeit unbeschadet überstanden haben. Sein BMW Roadster Konzept ist heute noch wie damals äusserst schräg, avantgardistisch und faszinierend.

Auf den Messen der frühen 90er herrscht der Bubble Style vor. Ghia war ganz gross, besonders mit dem 1992 vorgestellten Ghia Focus schuf Taru Lahti sich und Ford ein Denkmal. Der Audi Spyder, der AVUS  und Renault Twingo erscheinen. 1993  der von Giugiaro entworfene, atemberaubende Bugatti EB112 und auch der Pininfarina Ethos 1, der auf der damaligen Ökowelle mitschwamm. Schon damals wurden Elektromobile zu Hauf vorgestellt (BMW E1, Bertone Blitz, Fiat Zic und Zac). Der Hotzenblitz erschien und verschwand wenig später. Der Turiner Salon ist noch gross und wichtig, man kann auf der Lingotto Fabrik noch Testwagen fahren und der Fiat Scia ist ein echtes Highlight mit dem viele tolle Erinnerungen verbunden bleiben. Im Mercedes F100 oder im BMW Z13 werden mittlere Fahrerpositionen ausprobiert und bei Porsche und Aston Martin wurde mit dem Boxster Konzept und dem DB7 die Moderne eingeläutet. Der Renault Argos erscheint 1994 und ist ein ganz grosser Wurf. Das wird spätestens nach dem Erscheinen des Audi TT Konzepts 1995 klar. Eine Ikone ist geboren und bei VW entwirft Thomas Ingenlath den NOAH, der in Frankfurt gezeigt wird. Renault erwirbt sich mit einer ganzen Reihe von Conceptcars (Laguna, Argos, Modus, Initiale) Design-Lorbeeren und stellt 1997 den Vel Satis vor, der für einige Jahre prägend für das Renault Design sein sollte und die Marke als Leader in Sachen Kreativität strahlen lässt. Mit Koleos, Talisman, Wind und Altica sollten noch viele folgen… Schön war die Zeit.

formfreu.de: Rückspiegel: Salone Internazionale dell’Automobile di Torino 2000

#Pforzheim

Filz-Autos_________Eliza

Jedes der kleinen Autos aus Filz ist ein Einzelstück und mit viel Geduld und Imperfektionismus von Hand genäht. Eliza entwirft ihre eigenen Modelle in bunten Farben oder fertigt beliebte Modelle nach. VW Käfer, Nissan Cube oder auch schon unseren formfreu.de-Karmann Ghia. Fast alles ist möglich…

Bei Interesse gerne eine Mail an: markus@formfreu.de

Audi Museum Ingolstadt

Auch immer eine Reise wert, wenngleich auch nicht so opulent und spektakulär wie die Museen von Mercedes oder Porsche, ist das von Audi in Ingolstadt. Auf einer Art Paternoster fahren Konzeptcars auf und ab und man kann sie in verschiedenen Blickwinkeln begutachten. Der immer noch schöne Audi quattro Spyder und der AVUS quattro von 1991, der Rosemeyer von 2000, Steppenwolf, Al2, Roadjet oder der TT Clubsport quattro oder als Shooting Break. Neben der permanenten Ausstellung findet  bis zum 30.11. noch die Sonderschau “Farbverlauf” statt. Anhand von 12 Fahrzeugen wird den zeittypischen Farben und der Geschichte der Lackierung auf den Grund gegangen. Vom schwarzen Horch bis zum violetten Lamborghini.

Audi Museum

Mercedes-Benz C111 Prototyp_Mercedes Museum

Er versteckt sich in einer Vitrine im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart. Ein Prototyp C111 von 1969. Der von Bruno Sacco gestaltete Wagen zeichnet sich durch seine extreme Pfeilung an Front und Heck aus und erinnert stilistisch eher an einen Opel. Mit den anderen C111 Versuchsträgern hat er wenig gemein. Trotzdem eine echte Überraschung, die eigentlich im Museum und nicht in der Garage stehen sollte!

Der neue CLS stand auch schon vor der Tür. Aber darüber berichten wir demnächst in einem ausführlichen Fahrbericht…

formfreu.de: Mercedes-Benz Museum

Mythos Sportwagen 2010_Saalfelden

Auch dieses Jahr fand wieder das “Mythos Sportwagen” Treffen auf dem ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum in Saalfelden statt. Los gings mittags beim Madlbauer am Thumsee und dann über schöne Strassen zum Gut Brandlhof, dem Ort des Geschehens. 15 bunt gemischte Fahrzeuge waren am Start und konnten die Pferde auf dem Handlingkurs springen lassen. Ford GT40, Dodge Viper, De Tomaso Pantera GTSi, Porsche 911, KTM X-Bow, Lamborghini Gallardo Spider, Lotus Elise, Wiesmann Roadster, Ferrari 458 Italia und ein wunderschöner Maserati Merak. Hauptattraktion war aber sicherlich der Rallye Audi quattro!

formfreu.de: Mythos Sportwagen 2009

mythos-sportwagen

2. Schloss Bensberg Classics 2010

Unter dem Motto “Very important cars only” stand die 2. Ausgabe der Schloss Bensberg Classics. Der Rallye am Samstag folgte der Concours d’Elegance am Sonntag. Mit dabei waren wirklich rare und/oder schöne Stücke. Einer von nur 2 gebauten BMW 328 mit Stomlinienkarosserie von Wendler, das Einzelstück Bugatti Typ 57C Cabriolet Gangloff, ein toller Rometsch Beeskow Coupe , den die Berliner die “Banane” nannten. Er kann als der stilistische Vorfahre des Audi TT (speziell in der Conceptcar Version ohne 2. Seitenfenster) gelten. Der anwesende De Tomaso Mangusta war ein ganz frühes Exemplar von 1967, der noch Details der Vorserienmodelle trägt. Ebenfalls aus den 60ern ein Alfa Romeo Tipo 33 Stradale, der einzigartige Ferrari 250 GT SWB “Breadvan” sowie der Prototyp Ghia G230S , der schon in der Villa d’ Este dieses Jahr zu sehen war.

Besonders gut hat mir der wunderschöne, filigran und elegant von Giugiaro gezeichnete VW Karmann Ghia Typ 1 Studie von 1965 gefallen. Sehr futuristisch, wenn man bedenkt, dass der Karmann Ghia Typ 14, auf dessen Basis der Prototyp mit nur 1,2l und 34 PS  sitzt, sich mit seinen voluptiösen Formen gerade mal in der Mitte seines Produktionszuklus befand. Von 1969 und noch viel spektakulärer das Opel Konzept CD von Chuck Jordan. Mit 230 PS und sogar schon einem Autotelefon!

Ein anderes fantastisches Auto brachte Alois Ruf mit. Ein Porsche 901 von 1964, der später aufgund von Namensstreitigkeiten mit Peugeot in 911 umbenannt wurde und mit seinem Design den Grundstein für eine Legende legte. Offiziell wurden die 82 gebauten 901er nie verkauft, sondern nur zu Ausstellungszwecken oder Tests verwendet. Rufs Porsche trägt die Fahrgestellnummer 37!

In der Klasse der viertürigen Sportwagen kämpften ein Lagonda Rapide, ein Monteverdi 375/4, ein Monica und das von Pietro Frua 1978 entworfene Einzelstück Lamborghini Faena um den Pokal.

Auf der verregneten Rückfahrt gabs dann noch eine schöne Überraschung, als mich ein alter Porsche überholte. Es war Alois Ruf mit seiner Frau und seinem 901 auf dem Heimweg. Faszinierend zu sehen, dass der 46 Jahre alte Wagen nicht geschont wird und immer noch über 170 Sachen läuft!

formfreu.de: 1. Schloss Bensberg Classics 2009

Schloss Bensberg Classics

2. Schloss Bensberg Classics_Ferrari 250GT SWB “Breadvan”

Der Star der 2. Schloss Bensberg Classics war sicherlich der Ferrari 250GT SWB mit dem Beinamen “Breadvan” von 1962.

Der wohlhabende italienische Graf Volpi, Rennfahrer und Besitzer des Rennstalls “Scuderia Serenissima”, bestellte 1962 bei Enzo Ferrari höchstpersönlich zwei Ferrari 250 GTO, die soeben der Öffentlichkeit präsentiert worden waren. Da Volpi beim Firmenchef aber in Ungnade gefallen war, wurde ihm die Lieferung der beiden GTO verweigert. Also beschloss der Graf, einen Ferrari zu bauen, der schneller und leichter als der GTO sein sollte – um damit genug Potenzial zu haben, diesen bei Rennen zu schlagen.

Ausgerechnet Giotto Bizzarrini, den Schöpfer des GTO, beauftragte Volpi mit dieser Aufgabe. Zusammen mit Piero Drogo, einem Rennfahrer und Karosseriebauer aus Modena, entwickelte man aus einem regulären 1961er Ferrari 250 GT SWB (“Short Wheel Base”) einen reinrassigen Rennwagen, dessen besonderes Augenmerk auf der Aerodynamik lag: Die Linie ist konsequent nach den Erkenntnissen des Aerodynamik-Spezialisten Wunibald Kamm geformt. Ein lang auslaufendes Heck mit Abrisskante bietet deutliche aerodynamische Vorteile gegenüber klassischen Schräg- oder Stufenheckformen. Er war in Le Mans auf der langen Hunaudiéres-Geraden sieben km/h schneller als der Ferrari GTO.*

*Text: Schloss Bensberg Classics

OPEL ICONA _Commuter Vehicle for Land and Sea

Uns hat Post aus Schweden erreicht. Juan Pablo Bernal hat für das Umea Institute of Design seine Master-Abschlussarbeit in Zusammenarbeit mit Opel im GM Europe Design Center gemacht und wir stellen sie kurz vor.

Mit seinem Projekt blickt er auf die umwelttechnischen und demografischen Herausforderungen der Gesellschaft im Jahr 2050. Die Weltbevölkerung wächst und die schmelzenden Gletscher führen zum Ansteigen des Meeresspiegels. Das V-förmig gestaltete Fahrzeug kann sich sowohl auf dem Land, als auch auf dem Wasser fortbewegen und ermöglicht es so neue oder unbewohnbar gewordene Gebiete zu besiedeln. Wind dient als Antrieb und Solarzellen auf dem Segel speisen zusätzlich Elektromotoren mit Energie. Vater und Sohn, bzw Mutter und Tochter können so zusammen im Einklang mit der Natur in derselben unterwegs sein, die Elemente spüren und jede Reise zum Erlebnis werden lassen. Das Fahrzeug dient so nicht nur der Fortbewegung, sondern fördert und fordert durch die gemeinsam zu verrichtenden Bewegungsabläufe die Verbindung der Passagiere untereinander. Werte, die im Zeitalter der Videogames und elektronischen Medien Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten.

www.juanpablobernalp.carbonmade.com

Familientreffen _Porsche 911 im Autowerk

Das Treffen der ungleichen Brüder fand in der grandiosen Kulisse einer alten Fabrikhalle im Autowerk auf dem Opelgelände statt. Ein Porsche 911 G-Modell von 1985 tritt zum optischen Vergleichstest gegen einen der letztgebauten 964er von 1993 an. Puristischer Heck- gegen progressiven Allradantrieb.

Die aus den 60er Jahren stammende Urform des 11ers wurde  in den darauf folgenden 30 Jahren nur behutsam verändert und technischen Anforderungen oder dem Zeitgeist angepasst. Unser G-Modell zieren die Faltenbalg-Stoßstangen, die aufgrund der US-amerikanischen Parkrempler-Vorschriften seit 1973 verbaut wurden und über 16 Jahre stilprägend waren. Auch trägt er die von F.A. Porsche entworfenen Fuchsfelgen aus geschmiedetem Aluminium. Einen feststehender Heckflügel gab´s damals optional. Die Formfreunde verzichteten aber darauf. Der 964 hingegen stellt mit seinen aerodynamisch geglätteten Stoßfängern und dem ausfahrbarer Heckspoiler die Endstufe der klassischen Form dar. Der Unterboden war vollverkleidet und so wurde der CW-Wert entscheidend reduziert und die Fahrleistungen auf die der Turboversion von 1989 gehievt. Im direkten Vergleich wirkt er deutlich bulliger und schwerer, als der zierliche Bruder aus der G-Serie. Auf seinen silbernen 17 Zoll 5-Speichen Felgen steht er auf dem vom Öl vieler Jahrzehnte verschmutzen Holzboden der alten Produktionshalle. Durch die Dachfenster fällt die Nachmittagssonne und reflektiert sich im dunkelblauen Lack beider Carreras. Schön zeichnen sich die Formen ab.  Man fühlt sich in die Zeit versetzt, als die Welt noch schwarz/weiß war und irgendwie kann man in der Stille noch den Lärm der Maschinen hören. Er scheint für immer in den Wänden zu stecken. Die ca. 10000 m2 große Halle bietet einen wunderbaren Rahmen und lässt die Autos winzig klein erscheinen. Säulen und Rohre wohin man blickt. An den Wänden hängen Schalterkästen, die Farbe schält sich von den Wänden und Efeu wuchert durch die Fenster herein. Hier, wo ist die Zeit stehen geblieben ist, finden wir die perfekte Kulisse….

Als Teil des künftigen Opel-Forums soll das Autowerk in seinen denkmalgeschützten, historischen Räumen und Hallen den Ort für eine markenübergreifende Oldtimerwelt bieten. Mit Teilehandel, Restauration, Wartung, Pflege, Gastronomie, Eventbereichen und Abstellflächen für Old-und Youngtimer soll der größte Treffpunkt für Freunde klassischer Automobile im Rhein-Main Gebiet entstehen. Im April und Juni fanden bereits der Saisonstart und ein Teil des Rüsselsheimer Kultursommers statt. Weitere Veranstaltungen sind geplant. Die Vermietung von Büro-, Lager- oder Werkstattflächen hat begonnen.

Autowerk

formfreu.de: Porsche 964 im Autodromo Terramar Sitges

#porschegeschichten