Ford GT40P/1016 – MkII Race Car @ Villa d’Este 2011

Frühling am Lago di Como bedeutet ‘Concorso d’Eleganza’, der weltberühmte automobile Schönheitswettbwerb im Park der Villa d’Este in Cernobbio.

In der Gruppe H kämpfen die aufregenden Nachkriegs-Rennikonen um die Anerkennung der Jury. Inmitten der roten italienischen Renner von Alfa Romeo, Abarth und Ferrari sticht der 1965er Ford GT40P/1016 – MkII in ungewöhnlich goldfarbener Lackierung und poppiger Grafik ins Auge. Es ist der bei Shelby American Inc. im Januar 1966 fertiggestellte Renner, der im darauf folgenden Juni bei den Le Mans 24 Hours unter Bucknum/Hutcherson mit einem dritten Platz glänzte. Vrooooooooooommmm!!

Alle unsere Beiträge zum Concorso d’Eleganza findet ihr hier: Villa d’Este bei formfreu.de.

Villa d’Este

BMW 328 Hommage @ Villa d’Este 2011

75 Jahre BMW 328.

Der erfolgreiche Sportwagen der 30er Jahre hat Geburtstag. Der große automobile Meilenstein und die Legende und Ikone der weißblauen Markengeschichte kommt übrigens nicht aus München, sondern aus dem thüringischen Eisenach. Seine Rennerfolge machten BMW weltberühmt.

BMW feierte das Jubiläum und präsentierte zum diesjährigen Concorso d’Eleganza Villa d’Este den 328 Hommage, eine Neuinterpretation des klassischen Vorbilds in moderner Karbonkarosserie. Der puristische Roadster trägt die Gene des 328 und transportiert gleichzeitig die ‚layered surfacing’ genannte aktuelle Münchner Formensprache. Eine vertikal ausgerichtete BMW-Niere, die von abgeklebten Rennwagenscheinwerfern inspierierten markanten Frontleuchten und die lederberiemte Motorhaube sind nur einige historische Zitate. Ein heftigster Platzregen während des Auftritts in der Parade sollte zu einer Art Taufe des neuen Prototypen werden…

Noch mehr schöne Autos vom Lago di Como: Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de
Und außerdem unbedingt ansehen: formfreu.de: BMW Concept Coupé Mille Miglia 2006

Villa d’Este 2011

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2011. Back from Italy. Allererste Impressionen.

Feinstes altes und neues Blech parkte wieder in den Gärten und Parks von Cernobbio. Frühling am Lago di Como. Die Grünflächen von Villa d’Este und Villa Erba wurden wieder zum Schauplatz für die schönsten und seltensten und kostbarsten automobilen Exemplare. Ein stolzes Oldtimerzeigen der gehobenen Klasse. Faszinierende Klassiker in acht verschiedene Kategorien und aktuelle Concept Cars und Prototypen mußten sich dem Urteil einer hochkarätigen Jury unter der Leitung von Lorenzo Ramaciotti stellen.

Erstmals fand das Event vergangenes Wochenende zum neuen Maitermin statt. Knallende Sonne. Heftigster Platzregen. Blitzender Chrom. Open Sky. Swinging Sixties. Post War Racing Icons. Brüllende Motoren. Und flüsternder Elektroantrieb. Das schönste Motorrad. Es gab alles. BMW nutzte die Veranstaltung, um 75 Jahre 328 zu feiern, und präsentierte die Karbon-Interpretation ’328 Hommage’. Und Zagato erinnerte mit dem ‘Aston Martin V12 Zagato Concept’ an den legendären DB 4 GT und an die Zusammenarbeit mit dem britischen Sportwagenbauer vor über 50 Jahren.

Ein absolutes Highlight war die erstmals im Rahmen des Concorso d’Eleganza veranstaltete Auktion mit der Versteigerung ganz besonderer Preziosen. 32 Fahrzeuge sollten durch RM Auctions unter den Hammer kommen. Darunter sechs – und die wohl aufregendsten – Design-Prototypen aus der Bertone Sammlung. Sibilo. Athon. Bravo. Testudo. Marzal. Stratos HF Zero. Ikonen des Automobildesigns. Eine Begegnung mit ganz viel Gänsehaut.

Detaillierte Fotostrecken gibt es in Bälde…

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Alle Beiträge – auch aus den vergangenen Jahren – findet ihr dann hier: Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de

Rückspiegel: Norisring

Flohmarktfund: Rennwochenende am Norisring. 70er-Nostalgie pur.

Der Norisring ist die Rennstrecke von Nürnberg – ein ‘Stadtkurs’. Dort, wo normalerweise der Straßenverkehr der größten mittelfränkischen Stadt fließt, gibt es geilen Motorsport. In den Nachkriegsjahren fanden dort die ersten Motorrad- und Autorennen statt – vorbei an der Steintribüne des bis dahin als Reichsparteitagsgelände genutzten Areals. Die Fotos – aus den frühen(?) 70er Jahren – sind Aufnahmen von Rennen verschiedener Fahrzeugklassen. Wer darüber detaillierter bescheid weiß, kann uns gerne ein paar Sätze zukommen lassen… ;-)

Noch heute finden auf dem Norisring Rennen der DTM statt.

Allen Fans historischer Autofotografie empfehlen wir Autostolz

Hinweis: Die gezeigten Fotos wurden auf einem Flohmarkt erworben. Urheber und Rechteinhaber des Bildmaterials sind natürlich unbekannt. Sollte jemand nachweislich im Besitz der Bildrechte sein, bitten wir ihn, sich mit formfreu.de in Verbindung zu setzen.

Mille Miglia 2011 – Tiefgarage

Die Mille Miglia ist das italienische Traditionsrennen schlechthin. Über 80 Jahre pure Faszination. Die Fans historischer Rennfahrzeuge schauten vergangene Woche wieder gespannt Richtung Süden.

Von Bologna aus bewegte sich das rollende Museum am Freitag, den 13. Mai, in Richtung Adria-Küste und dann weiter ins Landesinnere, von wo aus das Etappenziel Rom wieder über Rieti erreicht wurde. In Rom konnten die alten Renner das historische Zentrum im wunderschönen Abendlicht zu erfahren, denn das Ziel war wieder die Engelsburg vor dem Petersplatz. Und da, irgendwo da, gibt es auch jene dunkle Tiefgarage, in welcher Jahr für Jahr die millionenschweren Boliden für die Nacht untergestellt, gestreichelt und für den nächsten Tag vorbereitet werden. Fabrizio Buonamassa Stigliani war auch dieses Jahr wieder vor Ort…

Am folgenden Tag ging es dann weiter Richtung Siena, Florenz, Futa, Modena und schließlich Brescia. Den Porsche 550 Spyder aus dem Porsche Museum kennen wir übrigens von der letztjährigen Sachsen Classic.

Von Alessandro Camilli sind die weiteren Aufnahmen von einer Zeitkontrolle in Viterbo.

Mille Miglia Tiefgaragenbilder aus den vergangenen Jahren findet ihr hier und hier

#Mille Miglia

Fotos: Copyright: Fabrizio Buonamassa Stigliani, Alessandro Camilli

5. OST-Fahrzeugtreffen @ Luftfahrtmuseum Finowfurt

Oldtimer von AWO bis ZT

Finow ist ein ehemaliger sowjetischer Militärflugplatz in der Märkischen Heide in Brandenburg unweit vor den Toren Berlins. Heute beherbergt das Areal die Luftfahrthistorische Sammlung Finowfurt. Eine Vielzahl von Flugzeugen, Hubschraubern, Triebwerken, Wracks und Wrackteilen gibt es zu erkunden und bestaunen. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Militär-Luftfahrt der früheren Ostblock-Staaten und die Geschichte der DDR-Luftfahrt, mit Schwerpunkt Interflug und NVA-Luftstreitkräfte. Zu sehen gibt es unter anderem die Tu-134 (die erste Version noch mit dem gläsernen Bomberbug, hinter dem der Navigator saß), die IL-14P (die frühere Regierungsmaschine von Walter Ulbricht), die Jak 28 und die Mig-21.

Zum fünften Mal war das Luftfahrtmuseum Finowfurt Rahmen und Austragungsort für das OST-Fahrzeugtreffen. Auf dem historischen Gelände zwischen den Hangars und den alten Flugzeugen setzten sich geliebte Oldtimer und praktische Nutzfahrzeuge genauso in Szene wie alte Militär- und Volkspolizeifahrzeuge. Ein riesiges Event und tolles Spektakel. Über 1000 ausgestellte automobile Schätze und Kuriositäten. Motorenkrach und blauer Qualm. Ein Mekka für Trabant, Wartburg, Barkas, EMW, Skoda, Lada, Moskwitsch, Tatra, Robur, Ural, Simson, MZ und ihre stolzen Besitzer. Und eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte. Umfassende Teilemärkte, Geländefahrten im Panzer sowjetischer Bauart und Rundflüge mit dem legendären Doppeldecker AN-2 rundeten das Programm ab.

Luftfahrtmuseum Finowfurt

Noch mehr Ostautofreu.de bei formfreu.de gibt es hier und hier und hier und hier und hier. Historische Fotos von Trabant, Wartburg & Co gibt es bei autostolz.formfreu.de. Und unsere Flugzeugfotos gibt es hier. Viel Spaß!

#Wartburg, #Finowfurt

12. Wartburg-IFA-Oldtimertreffen

Am 30. April lud der Wartburgclub Berlin-Brandenburg e.V. zum 12. Wartburg-IFA-Oldtimertreffen nach Wünsdorf-Waldstadt bei Zossen, 35 km südlich von Berlin.

Alles rund um Wartburg & Co war zu sehen. Ein kunterbuntes Potpourri aus 311ern, 312ern, 313er (das super seltene Sportcoupé!!), 353ern und 1.3ern sowie den IFA-Autoverwandten von Barkas und Trabant. Chromgeblitze und Zweitaktsound. Erinnerung an alte Zeiten. Zur Freude der stolzen Wartburgfahrer gab’s reichlich Teilehändleraufgegebot und herrlichen Sonnenschein.

Wartburgclub Berlin-Brandenburg e.V.

Mehr Wartburg bei formfreu.de gibt’s hier und hier und hier und hier.

Miet-Vopo

DDR-Polizei-Groove

Geburtstag? Junggesellenabschied? Hochzeit? Mit diesen Fahrzeugen stehlt ihr sämtlichen Stretchlimousinen, Geländewagen und Sportwagen die Show! Leihwagen der ganz besonderen Art und eine Zeitreise inklusive gibt es bei Pankow-Mobile in Berlin: Dienstfahrzeuge der Polizei der ehemaligen DDR, der Lada 2103 und der Wartburg 353W Tourist in Volkspolizei-Uniform. Zwei nicht ganz gewöhnliche Ostautos.

Der Wartburg bringt es auf nicht mehr als 50 Zweitakt-PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h, während der Lada dank 25 PS mehr unter der Haube immerhin 150 km/h erreicht. Für heutige Maßstäbe nicht mehr ganz verfolgungsjagdtauglich. Die Lichtsignal-Anlage, die Sirene und die Sprechanlage sind bei jedem der Wagen voll funktionsfähig, wenngleich Vermieter Bernard Schelhorn natürlich darauf hinweist, daß die Benutzung von Sondersignalen im öffentlichen Verkehrsraum für Privatpersonen verboten ist. Trotzdem darf man sich für ein paar Stunden ein kleines bisschen als Volkspolizist fühlen…

Miet-Vopo

Fransenlampen @ Michelberger Hotel

Das Michelberger Hotel ist die erfrischend unkonventionelle Design-Herberge in der Warschauer Strasse in Berlin. An der Theke steigen oft Partys, die nicht nur Hotelgästen vorbehalten sind. Ansonsten ist die legere Sofa-Lounge ein guter Ort zum Rumhängen, Surfen, Lesen und Sichkennenlernen.

Die Lampen im Barbereich haben jüngst Fransen bekommen. Aber keine gewöhnlichen. Sondern Seiten alter Bücher – bis auf einen kleinen Kleberand jeweils wie vom Reißwolf feinst in parallele Streifen geschnitten – bilden fesche Fransenröcke. Die von der hoteleigenen kreativen Werkstatt gestalteten Fransenschirme transportieren die Poesie der Buchseiten und scheinen kleine Geschichten zu erzählen. Sie ergänzen super die Books-Leuchten von Werner Aisslinger und passen überhaupt bestens zum Patina-Flohmarkt-Nurnichtglossypremium-Ambiente des Hotels. Unbedingt anschauen gehen!

Michelberger Lookbook

Mehr Michelberger Hotel bei formfreu.de findet ihr hier und hier.

Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Werkbundarchiv – Museum der Dinge. Gegenstände des Alltags als Kulturgut. Produktkultur des 20. und 21. Jahrhunderts.

Seit den 70er Jahren werden designhistorisch bedeutsame Objekte der Warenkultur gesammelt und auf 500 qm in einem ehemaligen Werkstattgebäude in der Oranienstrasse in Kreuzberg gezeigt. Der Museumsbesuch ist eine einzigartige Zeitreise. Es ist alles zu sehen: Gegenstände der frühen industriellen Produktion, der Vorkriegszeit, aus Nazi-Deutschland, Wirtschaftwunderzeit, DDR und alter Bundesrepublik. Der Besucher wird in die eigene Kindheit versetzt und trifft das Kaffeeservice von Tante Lotte und die Bahlsenkeksdose, die es früher nur bei Tante Irmgard gab, wieder. Lurchi ist auch da. Und der Fernsehturm und Dieter Rams und Hans Gugelot. Objekte namhafter Designer und anonymes Design werden gegenübergestellt. Funktionales und puristisches Design – die sog. ‘gute Form’ – und sog. ‘Geschmacksverirrungen’ oder ‘Kitsch’ werden gemeinsam gezeigt. Es gibt Markenwaren und No-Name-Produkte zu sehen. Ein hochinteressantes Potpourri vieler schöner und nicht so schöner Dinge, das einfach nur Spaß macht. Ein Höhepunkt der Sammlung ist ein originales Exemplar der Frankfurter Küche. Die 1926 von Margarete Schütte-Lihotzky entworfene Ikone modernen Wohnens gibt es seit Frühjahr 2010 zu sehen.

Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Salone del Mobile Milano 2011

In diesem Jahr feierte die Mailänder Möbelmesse ihr 50-jähriges Bestehen. Schon lange ist die Messe nicht nur mehr einfacher Treffpunkt und Marktplatz der Möbelbranche. Vor allem der Fuorisalone, das Programm außerhalb der FieraMilano in Rho, lockt designinteressiertes Publikum aus aller Welt an.

Simon war für uns vergangene Woche in Mailand unterwegs. Impressionen von Satellite (FieraMilano Rho), L’università degli Studi di Milano und Fuorisalone (Zona Tortona).

Fuorisalone

Fotos: Copyright Simon Grand

#SimonGrand