iQ Store Berlin

Im Februar wurde der deutschlandweit erste iQ Store in der Stralauer Allee in Berlin eröffnet. Eigens gewidmet dem Stadtauto Toyota iQ. Künstlerisch und spielerisch interpretierten dazu vier Designbüros aus der Hauptstadt den kleinsten 4-Sitzer der Welt. André Wyst, Mario Lombardo, Floor5 und Hort sind kreativ am Werk gewesen. Herausgekommen sind vier iQs, die unterschiedlicher in ihrer Visualität nicht sein könnten.

André Wyst ist verantwortlich für die Gestaltung vieler schöner Hefte – wie des renommierten Design- und Architektur-Magazins AD oder der deutschen Ausgabe von Intersection. Seine Idee zum iQ heißt “Moon Patrol” und ist angereichert mit Merkmalen und grafischen Features aus der Zukunft – super space-ig und wie ein fiktives Fahrzeug aus 2001 Odysee im Weltraum, Blade Runner oder Star Wars. Von André haben wir die Images mit seiner Entwurfszeichnung und den Foliensatz zur Herstellung der Aufkleber erhalten. Very cool!!

Das Design von Mario Lombardo thematisiert Vergänglichkeit. Er hat seinen iQ mit Tafellack lackiert und ihn anschließend mit Kreide bemalt oder vielmehr bezeichnet. Ein hochspannendes Wechselspiel zwischen Fahrzeug, Witterung, Umgebung, Passanten und der aktuellen Stimmung und Laune des iQ-Fahrers entsteht. Das Bekritzeln des geparkten Autos ist nicht verboten, sondern ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Das fremde Auto als Kommunikationsobjekt.

Das Designbüro Floor5 von Marek Polewski und Jens Pieper thematisiert den geringen Verbrauch des iQs und bearbeitet den Gedanken der Erzeugung von Energie durch Windräder bei Fahrtwind auf spielerische Art: 2500 kleine verchromte Windräder bedecken die Außenhaut des kleinen Flitzers. Der fahrende – oder parkende – iQ wird zum Kleinkraftwerk…

Der iQ von Hort ist mit vielen handgezeichneten und knallbunten Grafiken beklebt, die für Geschwindigkeit, Bewegung und ständiges Sichverändern stehen.

Auf youtube könnt ihr ein sehr schön gemachtes Video zu Konzept und Entstehung der vier Entwürfe sehen.

iQ Store Berlin

ähnlich: formfreu.de: The Krink Mini

Copyright der Entwurfszeichnung und des Foliensatzes: André Wyst

Heldenmarkt @ Postbahnhof am Ostbahnhof

Shoppen für Weltverbesserer

“Nachhaltig leben heißt, gut, gesund, partnerschaftlich und tolerant zu leben, den Dingen ihren Wert gewähren, bewusst genießen, auch genussvoll konsumieren. Das heißt auch, auf Qualität zu achten, nicht jeder Mode nachzulaufen, aber auch nicht jede zu verachten – das gehört zur Lebensqualität.“*

Am letzten Märzwochenende lud die dritte Ausgabe des Heldenmarkts in Berlin dazu ein zu entdecken, wie sich verantwortungsvoller Konsum, Genuss und Freude an ästhetischer und technischer Kreativität im Alltag verbinden lassen. Auf 2000 Quadratmetern im Postbahnhof präsentierten rund 100 Aussteller coole und ungewöhnliche Produkte aus ausgefallenen neuen und alten Materialien. Gebrauchsstabilität, Upcycling und neuer Chic. Daniel Kroh ReClothings, affentor, YEAYEA, …

Heldenmarkt

*Zitat: Lorek, Sylvia und Spangenberg, Joachim H., Sozio-ökonomische Aspekte nachhaltigkeitsorientierten Konsumwandels. Aus Politik und Zeitgeschichte (B24/2001). c/o heldenmarkt.de

VELOBerlin

Am vergangenen Wochenende war es soweit: Die VELOBerlin, die neue Messe rund um Fahrrad und urbane Mobilität öffnete auf dem Berliner Messegelände zum ersten Mal ihre Tore. Ein Pflichttermin für alle, die sich für die neuesten Entwicklungen im Bereich Fahrrad interessieren. Die Messe selbst war in drei Themenwelten gegliedert: “Fine.Art.Handmade”, “Trends & Innovations” sowie “Urban.Wild.Style”. Es war alles dabei: die hochmodernen E-Bikes, die coolsten Liegeräder und das ganz normale City-Rad. Auf mehreren Testparcours durfte außerdem getestet und ausprobiert werden – CO2-freier Fahrspaß garantiert. Ein Teil der Schau fand übrigens im historischen Palais am Funkturm statt…

Im Kontext der VELOBerlin gab es außerdem den Fachkongress “Metromobile – Mensch und Mobilität im urbanen Raum”. Verschiedene Zukunftsszenarien einer menschenfreundlicheren urbanen Mobilität wurden aufgezeigt und die Chancen und Herausforderungen erörtert. Die gestiegene Relevanz des Fahrrades für die Gesellschaft sollte so deutlich gemacht werden.

VELOBerlin

schreiend grellgelb

Mercedes-Benz SLS AMG E-Cell @ Mercedes-Benz Gallery Berlin

Strom ist gelb. Knallneongelb. Die Farbe nennt sich AMG lumilectric magno und gehört zum Elektro-Flügeltürer aus Stuttgart.

Die vier nahe den Rädern positionierten Synchron-Elektromotoren bringen eine satte Leistung von 525 PS und sorgen so für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden. Ab 2013 zu haben…

RE:arrange @ Freies Museum Berlin

RE:arrange – Als Antwort steht die Neuordnung.

RE:arrange lautet das Thema der Abschlussarbeiten der 46 Studenten aus den Studiengängen Motion- und Interaction Design der Berliner Technischen Kunsthochschule (BTK).

RE:arrange beschreibt den Prozess des Umgestaltens und der Neuorientierung. Die Absolventen verbinden Analoges und Digitales: RE, die digitale Antwort aus dem E-Mail-Verkehr und arrange, das analoge Gestalten. Mit einer vielseitigen Mischung an Arbeiten fand die Ausstellung im Freien Museum statt, wo sie sich auf drei Etagen präsentierte. Neben fotografischen und filmischen Arbeiten zeigte sie Webgestaltung, Illustrationen und Printdesign, sowie Ideen für Advertising- und Imagekampagnen. *

Super interessante Arbeiten:
Christoph Andrews: Typographie als Objekt www.christophandrews.com
George König: Die Ästhetik der Fehlfunktion
Matthias Müller: Wenn Träume Wirklichkeit werden
Kevin Nerlich: Berlin – Beat einer Großstadt www.kaizenkan.de
Matthias Müller: Wenn Träume Wirklichkeit werden www.sublimegraphic.com
Stefan Schaubitzer: Vernunft und Moral: Eine Spurensuche

RE:arrange

*vgl. www.btk-fh.de

Panton and contemporary Danish design @ Nordische Botschaften

Viele viele Designerstühle in den Nordischen Botschaften in der Rauchstraße.

Der Name Verner Panton steht wie kein anderer für visionäres Design und einen historischen Wandel in der Farb- und Formgestaltung. Eine knallbunte und fröhlich-organische Plastikwelt. Pop-Art trifft die Welt der Möbel. Die Dänische Botschaft zeigt zum ersten Mal eine der breiten Öffentlichkeit nicht zugängliche Sammlung aus seltenen Original-Möbeln und -Objekten. Von Pantons Frühwerk wie dem Tivoli-Chair, Pantons ersten seriell gefertigten Stuhl (1955), den er eigens für den berühmten Kopenhagener Tivoli-Vergnügungspark entworfen hat, bis zum Spätwerk mit dem Panto Swing (1994), zeigt die Ausstellung vor allem seltene und wenig bekannte Möbel und Textilien. Natürlich darf auch der berühmte Freischwinger (The Panton chair) nicht fehlen.

Neben den Panton-Klassikern gibt es im Felleshus auch aktuelle Arbeiten zeitgenössischer dänischer Designer zu sehen. Wie groß Pantons Einfluß bis heute ist, belegen Busk+Herzog, Tine Mouritsen, Hay Furniture, GRID Montanagroup und Kvadrat.

Nordische Botschaften

Winterquartier der Zierfische

Die Zierfische sind gerettet. Barbara Dechant und Anja Schulze haben sich die Bewahrung und Dokumentation von Buchstaben zur Aufgabe gemacht und auch den Neonröhrenfischen plus dem charmanten Schriftzug vom Frankfurter Tor ein Weiterleben gegeben. Das Buchstabenmuseum präsentiert noch bis Ende März dieses grafische Kulturgut exklusiv in der Karl-Marx-Allee 85. Das Schaudepot des Buchstabenmuseums findet ihr sonst in der Karl-Liebknecht-Str. 13.

Ort Karl-Marx-Allee 85, 10243 Berlin
Laufzeit 29.01. bis 26.03.2011
Öffnungszeiten jeden Samstag 16–20 Uhr

Buchstabenmuseum

formfreu.de: Buchstabenrettungsaktion: Rettet die Zierfische

This is not America & The Sound of No-One @ STATTBAD Wedding

Das STATTBAD Wedding ist die ungewöhnliche und geniale Location für zeitgenössische Kunst und urbane Kultur in der Hauptstadt. Das im preussischen Stil 1907 errichtete, im Krieg beschädigte und Anfang des Jahrtausends stillgelegte ehemalige Stadtbad atmet irgendwie noch immer den Geist und die Ästhetik der 60er Jahre, in denen es zuletzt – zeitgemäß modern – wieder auf- und umgebaut wurde. Die eigentlichen Schwimmhallen, die Umkleiden und der Heizungskeller sind heute ein super spannender Rahmen und Kontext für Ausstellungen und Events. “Dort wo Frauen und Männer zu beginn des letzten Jahrhunderts noch getrennt in zwei Hallen ihre Bahnen zogen, bietet sich heute Kreativen aus aller Welt Raum für ihre Entfaltung.”*

Das STATTBAD Wedding startete mit einer großen Doppelvernissage in 2011. Für This is not America und The Sound of No-One öffneten sich den Besuchern zusätzlich zu den Lichthof-Galerien auch beide Schwimmhallen und weitere, sonst oft verschlossene Bereiche des Hauses.

This is not America richtet den Blick auf die amerikanische Metropole New York. “Bereits zum vierten Mal lud der renommierte amerikanische Fotograf Todd Weinstein (“Darkness into Light: Re-emergence of Jewish Culture in Germany”) im September 2010 die Designstudenten der Berliner Technischen Kunsthochschule (btk) zu einem Workshop nach New York ein. Die Ausstellung erzählt den Mythos der Stadt aus der Perspektive junger Fotografen und Fotografinnen, die ihren Fokus auf das Unscheinbare richten; ruhige, fast schon private Augenblicke beobachten und sie so aus dem hektischen und ewig pulsierenden Treiben der Großstadt herausschälen.” *

The Sound of No-One ist der Beitrag des STATTBAD Wedding zum Digital Arts and Sound Weekend (DAS Weekend). “Die teils minimalistischen, teils großformatigen Soundinstallationen von Guido Canziani Jona, Douglas Henderson und Marianthi Papalexandri-Alexandri spielen gekonnt mit den besonderen Räumlichkeiten des STATTBAD und laden das Publikum in das Reich eines Klangs ein, der stets wechselt zwischen dem Schönen und Unheimlichen. Damit lädt The Sound of No-One uns ein, unsere Position im digitalen Zeitalter neu zu erkunden.”* Die beiden Schwimmhallen und der Heizungskeller werden zu unerwarteten und einzigartigen akustischen Erfahrungen.

Die Ausstellungen sind noch bis 26. Februar im STATTBAD zu sehen.

STATTBAD

STATTBAD bei formfreu.de gibt es hier und hier und hier.

*Zitate: stattbad.net

Mehr Michelberger Hotel

Alles andere als langweilig. Das Michelberger Hotel von Tom Michelberger in Berlin.

Kein gelecktes und glossy Hotelstyling, sondern viel Patina und Poesie. Flohmarktmöbel statt gleichförmiger Designermöbel. Jedes Detail ist bis ins Letzte durchdacht. Die Gäste sollen bei ihrem Aufenthalt immer wieder neue Dinge entdecken und vor allem erleben können. Der international bekannte Designer Werner Aisslinger hat dem alten Fabrikgebäude an der Warschauerstraße ein neues Gesicht gegeben, aber die architektonischen – für die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts typischen – Charakteristika behutsam in das Gesamtkonzept eingebettet: die Klinkerfassaden, die riesigen Sprossenfenster und die hohen Decken blieben erhalten und bilden zusammen mit dem frischen und frechen Interiordesign eine ungewöhnliche Hotelerfahrung. Macht Spaß!

Michelberger Hotel
Studio Aisslinger

formfreu.de: Michelberger Hotel Berlin

Schöner Reisen mit formfreu.de: Hoteltipps auf formfreu.de

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