Oldtema Erfurt 2014

‘In der Kälte wird dem Oldtimer-Fan warm ums Herz!’

Die Oldtema in Erfurt war wieder der große Wintertermin für den Altautofan im Osten der Republik. Seit 2002 kommen immer mehr Aussteller, Verkäufer und Clubs in Thüringens Hauptstadt. Am vergangenen Wochenende waren es 350 Anbieter aus ganz Europa und über 13000 Besucher. In zwei Hallen und dem schneeweißen und saukalten Freigelände drehte sich am vergangenen Wochenende wieder alles um Old- und Youngtimer. Ganz besonders konnten sich natürlich die knatternden Ostmobilherzen von Wartburg, Trabant, Barkas & Co. und deren stolze Besitzer über reichlich Teile und Zubehör freuen. Zu bestaunen waren zudem Melkus, P 70, Dixi, Skoda, Mercedes-Benz, Rover und viele andere Kostbarkeiten aus altem Blech bzw. alter Pappe… Gleich am Eingang zur Messe erwartete der Allgemeine Wartburgfahrerclub Eisenach die Besucher. Die Mädels und Jungs warben für das große Treffen vom 1.-4. August auf der Spicke: noch 180 Tage bis “Heimweh 2014″! Jede Menge spannende – ölhaltige – Benzingespräche und leckere Thüringer Rostbratwürste rundeten den Besuch ab.

Oldtema

Unsere Fotostrecke zur Oldtema Erfurt 2013 findet ihr hier.

Dieser Beitrag ist die 1000. formfreu.de-Fotostrecke. Seit sieben Jahren zeigen wir Schickes und Schönes und Schnelles. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren zahlreichen Besuchern und Freunden. Ihr seid unser Antrieb!

Pilar Clergue @ Ambulatorium

Auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain hat sich eine wilde Mischung aus Clubs, Bars, Kunsträumen, Sportstätten und lokalen Projekten angesiedelt. Man kann den Künstlern der Graffitiszene beim Malen und Sprühen zusehen, durch den Flohmarkt stöbern, kulturelle Veranstaltungen besuchen, das multikulturelle Berlin in vollen Zügen genießen oder einfach die Seele bei gutem Kaffee baumeln lassen. RAW ist das einstige “Reichsbahn-Ausbesserungswerk”.

Das Ambulatorium präsentierte im Januar Arbeiten der französischen Künstlerin Pilar Clergue. Collagen sind das große Thema ihrer Arbeit. Bunt beklebte Luftballons mit comicartigen Grafiken baumelten wie übergroße Ostereier von der Decke der Kunsthalle, andere Werke hingen wie Wäsche an Klammern an an Balken gespannten Seilen. Pilar Clergue stammt aus dem südfranzösischen Perpignan. Nach Stationen in London und San Francisco lebt sie in Berlin.

Pilar Clergue: The Cultural Project
Ambulatorium

Flughafen Berlin-Tegel

Flohmarktfund: Historische Aufnahmen des Flughafens Berlin-Tegel

Die Tage von TXL sind gezählt. Zwei gewaltige, sechseckige und mehrstöckige Waben aus Glas, Stahl und Beton markieren den Entwurf der Architekten Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg. Der restmoderne “Drive-in-Airport” ist ein typischer Vertreter der Architektursprache der 70er Jahre, eine Zeitreise ins einstige Berlin (West) von Harald Juhnke oder Edith Hancke. Der Flughafen wurde 1974 eröffnet.

Ähnlich: Flughafen Berlin-Tempelhof 2010 und Flughafen Berlin-Tempelhof 2008.
Restmoderne in Berlin: ICC Berlin, Bierpinsel

Hinweis: Die gezeigten Fotos wurden auf einem Flohmarkt erworben. Urheber und Rechteinhaber des Bildmaterials sowie die fotografierten Personen sind natürlich unbekannt. Sollte jemand nachweislich im Besitz der Bildrechte sein, bitten wir ihn, sich mit formfreu.de in Verbindung zu setzen.

Rückspiegel: Alpentour 1991

Aus dem Familienalbum:

Französisch-italienisches Grenzkammgebiet 03.08.-09.08.91

Geländewagensommer in den Alpen: 2x Land-Rover 88 und 1x Suzuki Samurai. Staubig und steinig: Grimselpass, Col de l’Iseran, Assietta-Kammstraße, Lago Nero, Sommeiller, Col de Forclaz…

Tschüß, ICC Berlin

Die Hauptversammlung der Daimler AG am 9. April wird die letzte Großveranstaltung im Internationalen Congress Centrum Berlin (ICC Berlin) sein. Danach wird das Gebäude in den ‘Stillstandbetrieb’ überführt. Das heißt, es wird geschlossen. Ob es saniert und in ein paar Jahren beispielsweise als Einkaufszentrum wieder geöffnet wird, ist offen.

Als ein stolzes Stück Berlin begrüßt das aluminiumverkleidete Raumschiff im Ortsteil Westend des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf den über die Avus anreisenden Hauptstadtbesucher. Der Bau scheint aus einer Episode der Zeichentrick-Reihe ‘Captain Future’ zu entstammen. Er wird heute der sogenannten Restmoderne zugerechnet. Vor fast 35 Jahren wurde das ICC Berlin nach vierjähriger Bauzeit eröffnet. Es war Europas größte Tagungsstätte und eine der Top-Kongressadressen der Welt. Der neue City-Cube an der Stelle der abgerissenen Deutschlandhalle übernimmt diese Funktion.

Das 320 Meter lange, 80 Meter breite und 40 Meter hohe Gebäude wurde nach Plänen der Berliner Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaut. Die markante und ziemlich space-ige Fassade ist typisch für die Architektursprache der 70er Jahre. Wie der berühmte ‘Bierpinsel’ der beiden Architekten gehört das ICC mit seiner Betonung der technischen Elemente zum West-Berlin der 70er und 80er Jahre wie Harald Juhnke, Edith Hancke oder ‘Die drei Damen vom Grill’.

Ich liebe den Parkplatzbereich und die Unterführung zum Messegelände mit den knallorangefarbenen Kacheln. Sehr cool! Ich mag orange, und ganz besonders wenn es glänzt!

Fotostrecke mit mehr als einer Träne. Zum Nichtsattsehen und Nichtvergessen.

formfreu.de: ICC Berlin

Aerodynamischer Park @ Campus Adlershof

Der Trudelturm, der Schallgedämpfte Motorenprüfstand und der Große Windkanal sind das Erbe der einstigen am Flugplatz Johannisthal angesiedelten Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und bilden heute den Aerodynamischen Park auf dem Campus Berlin-Adlershof. Sie wurden im Laufe der 1930er Jahre errichtet. Maschinenarchitektur von damals. Skulptural, heute reichlich abgefahren und heftig surreal, weird… Der space-ige Charakter wird durch eine Klang- und Kunst-Installation namens ‘Air Borne’ verstärkt, die aus roten ufo-ähnlichen Lautsprechern besteht, welche seltsame Geräusche aus dem Fundus des Deutschen Radio-Archivs von sich geben…

Campus Adlershof: Technische Denkmale

Classic Remise Berlin 2013.12

Das Automekka in Berlin. Dezemberfotos.

Die Classic Remise – einst ‘Meilenwerk’ - ist die Kombination aus Oldtimer-Ausstellung, Servicebetrieben, Werkstätten und Verkaufsflächen sowie einem Restaurantbistro, hübsch gelegen in einem alten Straßenbahndepot in Berlin-Moabit und immer einen Besuch wert. Die Glasgaragen sind weltberühmt und oft kopiert.

Die Classic Remise ist das absolutes ‘Must’ für alle Freunde und Fans alten Blechs. Automobilkultur zum Anschauen und Träumen: auf Hochglanz polierte Oldtimer, hochpreisige Einzelstücke und einstige mittlerweile selten gewordene Jedentagautos. Eine tolle Mischung. Dauerlächeln und strahlende Augen beim Besucher in den Wiebehallen. Schon mal was vom einzylindrigen Goliath Pionier Rolldach-Coupé oder vom BMW 700 SportCoupé im Michelotti-Design oder vom Mustang Sport Wagon V8 gehört? Ein ganz besonderes Highlight ist der Simca-Facel 8 Sport, das französische Schwestermodell des Cisitalia 202 SC. Wunderbar!

Die Freiflächen der Werkstattbetreiber mit auf Restaurierung wartenden Schätzchen sind wie immer ein ganz außergewöhnlicher Hingucker.

Classic Remise

Mehr Classic Remise Berlin findet ihr hier und hier und hier. Und alle unsere Beiträge zu Meilenwerk bzw. Classic Remise gibt es hier.

#Meilenwerk

Buchtipp: Pieces of Berlin

Pieces of Berlin ist ein Fotoblog über die schönste Stadt der Welt und ihre Einwohner. Gelegt und eingefangen wird ein Querschnitt durch den Alltag Berlins, ganz Berlins. Leute – Studenten, junge Mütter, Migranten und Rentner – werden auf der Straße angequatscht, mit einem Foto portraitiert und über ihr Zuhause ausgefragt. Seit 2009 streift Florian Reischauer mit seiner analogen Mittelformat Kamera durch die Hauptstadt.

Jetzt hat Florian Reischauer eine Reihe seiner zufälligen Straßenbekanntschaften als Buch veröffentlicht. Es ist eine tolle Dokumentation über das Geschehen und die Veränderungen der Stadt geworden. Die eigentlich unauffälligen, “alltäglichen” Menschen, die man eigentlich nicht unbedingt beachten würde, und Orte wie beispielsweise Freiflächen mit verfallenen Fabriken oder überwucherte Fußballfelder, interessieren den Fotografen und bewegen Blogbesucher und Buchanschauer.

Das Buch ist bis März 2014 exklusiv nur auf piecesofberlin.com erhältlich.

Eckdaten zum Buch:
208 Seiten – Hardcover
C-Print – Fadenbindung
deutsch/englisch
nummeriert – signiert
Gestaltung – Stefan Bauernberger
Vorwort – JM Stim
Auflage 1000 Exemplare
Eigenverlag

Pieces of Berlin

Alle Buchtipps bei formfreu.de gibt es übrigens hier.

#Buchtipp

Druck Berlin Print Festival @ STATTBAD

Das STATTBAD in Wedding ist der Hotspot für zeitgenössische Kunst, Musik und urbane Kultur in Berlin. Das im preussischen Stil 1907 errichtete, im Krieg beschädigte und Anfang des Jahrtausends stillgelegte ehemalige Stadtbad atmet irgendwie noch immer den Geist und die Ästhetik der 60er Jahre, in denen es zuletzt – zeitgemäß modern – wieder auf- und umgebaut wurde. Ein spannender Kontext für Ausstellungen und Events. Und der perfekte Veranstaltungsort für das Druck Berlin Festival – riesig und wasserfest!

Im kühl-rohen Schwimmbadcharme gab es einen tollen Einblick in die Siebdruckszene, ihre Methoden, Techniken und Ästhetik des Siebdrucks. Abtauchen: Das leere Schwimmbecken wurde zum großen Eventbereich. Aktuelle Urban Art im gekachelten Ambiente konnte man zudem in den Umkleideräumlichkeiten entdecken…

Druck Berlin Festival
STATTBAD

STATTBAD bei formfreu.de: hier und hier und hier und hier und hier

Weihnachtsrodeo Vol. 5

Jingle-Bells-Atmosphäre im ehemaligen Warenhaus Jandorf in Berlin-Mitte

Zum 5. Mal öffnete das Weihnachtsrodeo seine Pforten. Keine gebrannten Mandeln, keine Holzkrippen, keine Thüringer Rostbratwurst und kein Weihnachtsmann weit und breit. Stattdessen gab es allerlei Schönes und Kreatives zu schauen und zu kaufen bei einer clubbigen DJ-Klangkulisse. Nachdem das Stadtbad Oderberger im letzten Jahr nicht mehr ausreichend Platz geboten hatte, hatten sich die Organisatoren für eine neue, größere aber ebenso einzigartige Location entschieden, das einstige Warenhaus am Weinberg. Eine genialer Kontext für die Aussteller aus den Bereichen Design, Kunst, Fashion und Accessoires. Tolle Atmosphäre. Mein tolles Schnäppchen von der Schau: Der eigentlich nicht zu verkaufende Spiegel vom les D’Arcs-Stand bzw. aus Annas Badezimmer…

Das Warenhaus Jandorf wurde 1904 von Adolf Jandorf an der Brunnenstraße in Berlin-Mitte eröffnet. Das Warenhaus war bis 1945 in Betrieb, danach diente es in der DDR als Institut für Modegestaltung.

Weihnachtsrodeo

Klasse-Austeller:
elreinventor. daniel carrion rivas.
This City Rocks
Berlin Boombox
Utoberlin
TIMELESS by William Laubert
Berlin Underwear
les D’Arcs – Anna Ingensand
MilaEtMila
formes Berlin
Yackfou
Project Graft Berlin – Anna-Kristina Schröder

Und alle unsere Fotostrecken zum Weihnachtsrodeo aus den letzten Jahren findet ihr hier.

#Weihnachtsrodeo