This is not America & The Sound of No-One @ STATTBAD Wedding

Das STATTBAD Wedding ist die ungewöhnliche und geniale Location für zeitgenössische Kunst und urbane Kultur in der Hauptstadt. Das im preussischen Stil 1907 errichtete, im Krieg beschädigte und Anfang des Jahrtausends stillgelegte ehemalige Stadtbad atmet irgendwie noch immer den Geist und die Ästhetik der 60er Jahre, in denen es zuletzt – zeitgemäß modern – wieder auf- und umgebaut wurde. Die eigentlichen Schwimmhallen, die Umkleiden und der Heizungskeller sind heute ein super spannender Rahmen und Kontext für Ausstellungen und Events. “Dort wo Frauen und Männer zu beginn des letzten Jahrhunderts noch getrennt in zwei Hallen ihre Bahnen zogen, bietet sich heute Kreativen aus aller Welt Raum für ihre Entfaltung.”*

Das STATTBAD Wedding startete mit einer großen Doppelvernissage in 2011. Für This is not America und The Sound of No-One öffneten sich den Besuchern zusätzlich zu den Lichthof-Galerien auch beide Schwimmhallen und weitere, sonst oft verschlossene Bereiche des Hauses.

This is not America richtet den Blick auf die amerikanische Metropole New York. “Bereits zum vierten Mal lud der renommierte amerikanische Fotograf Todd Weinstein (“Darkness into Light: Re-emergence of Jewish Culture in Germany”) im September 2010 die Designstudenten der Berliner Technischen Kunsthochschule (btk) zu einem Workshop nach New York ein. Die Ausstellung erzählt den Mythos der Stadt aus der Perspektive junger Fotografen und Fotografinnen, die ihren Fokus auf das Unscheinbare richten; ruhige, fast schon private Augenblicke beobachten und sie so aus dem hektischen und ewig pulsierenden Treiben der Großstadt herausschälen.” *

The Sound of No-One ist der Beitrag des STATTBAD Wedding zum Digital Arts and Sound Weekend (DAS Weekend). “Die teils minimalistischen, teils großformatigen Soundinstallationen von Guido Canziani Jona, Douglas Henderson und Marianthi Papalexandri-Alexandri spielen gekonnt mit den besonderen Räumlichkeiten des STATTBAD und laden das Publikum in das Reich eines Klangs ein, der stets wechselt zwischen dem Schönen und Unheimlichen. Damit lädt The Sound of No-One uns ein, unsere Position im digitalen Zeitalter neu zu erkunden.”* Die beiden Schwimmhallen und der Heizungskeller werden zu unerwarteten und einzigartigen akustischen Erfahrungen.

Die Ausstellungen sind noch bis 26. Februar im STATTBAD zu sehen.

STATTBAD

STATTBAD bei formfreu.de gibt es hier und hier und hier.

*Zitate: stattbad.net

wearable means of transportation___project BMW/IED

“wearable means of transportation” oder “die Kleidung, die dich transportiert” ist ein Projekt, welches in Zusammenarbeit von Iniciativa BMW und Mode- sowie Transportation-Design Studenten des Instituto Europeo de Design in Barcelona entstanden ist. Es ging darum, neuartige, originelle und nachhaltige Konzepte für die persönliche Mobilität ihrer Stadt zu entwickeln. Aus ursprünglich 12 Vorschlägen wurden 5 ausgewählt und als Prototyp realisiert. Diese sind noch bis zum 30. Januar auf einem Teilstück der Rambla Catalunya ausgestellt.

Der Entwurf “Svala” (Schwalbe) inspiriert sich an der Morphologie derselben und besteht aus einer Basis mit Rädern, welche bei Nichtgebrauch horizontal an einer Art Laternenmast geparkt ist und nachts leuchtet und einer Jacke, mit welcher sie eine perfekte Einheit bildet. Zum Einsatz kommen intelligente Materialien, die vor dem Wetter schützen oder Energie umwandeln. Ein poetisches Konzept für das Jahr 2025, welches das ganze Stadtbild revolutionieren könnte…

B-Motion setzt sich ebenfalls aus zwei Komponenten zusammen. Der Anzug bläst sich bei Benutzung auf  und drückt die Gemütslage des Menschen farblich aus. Mit Hilfe des digitalen Skateboard schwebt man wie im Comic durch die Stadt. Beim Entwurf City Skiing gehen die Studenten davon aus, dass die Stadt der Zukunft grüner und gesünder wird. Ebenso betätigen sich die Bewohner sportlich und können mit der neuen Ausrüstung auf Nano-Rädern von A nach B gleiten. In den Anzug sind Blinker, Bremslicht , GPS und andere Gadgets integriert. Flymag ist ein stilisiertes Skelett, auf welchem man sitzen kann. Der Körper wir durch elastische Bänder im Mantel gehalten, die mit dem Untersatz verbunden werden. So kann man sich auch richtig in die Kurve legen. Comme des Voitures besteht aus einem Verbund von Software-Helm, Wirbelsäulenverstärkung und intelligentem Schuh mit 4 Mini-Segway Rädern. Die Zukunft kann kommen!

Mehr zu Svala auf Alfredos Blog.

Instituto Europeo di Design
Iniciativa BMW

Studiofotos: © Instituto Europeo di Design

Mehr Michelberger Hotel

Alles andere als langweilig. Das Michelberger Hotel von Tom Michelberger in Berlin.

Kein gelecktes und glossy Hotelstyling, sondern viel Patina und Poesie. Flohmarktmöbel statt gleichförmiger Designermöbel. Jedes Detail ist bis ins Letzte durchdacht. Die Gäste sollen bei ihrem Aufenthalt immer wieder neue Dinge entdecken und vor allem erleben können. Der international bekannte Designer Werner Aisslinger hat dem alten Fabrikgebäude an der Warschauerstraße ein neues Gesicht gegeben, aber die architektonischen – für die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts typischen – Charakteristika behutsam in das Gesamtkonzept eingebettet: die Klinkerfassaden, die riesigen Sprossenfenster und die hohen Decken blieben erhalten und bilden zusammen mit dem frischen und frechen Interiordesign eine ungewöhnliche Hotelerfahrung. Macht Spaß!

Michelberger Hotel
Studio Aisslinger

formfreu.de: Michelberger Hotel Berlin

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Hotel#

Schneevögel @ Luftwaffenmuseum Gatow

Snow Birds.

Schneebedecktes Fluggerät auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Berlin-Gatow. Die technische Ästhetik verfremdet und eingefroren unter dem weißen Zuckerguss. Aufregende Skulpturen. Schneevögel eingefangen.

Dick und mehrfach winterfest eingepackt ging es über das Freigelände und über die ehemaligen Pisten. Das Luftwaffenmuseum stellt die Geschichte der militärischen Luftfahrt in Deutschland dar. Die Dienststelle der Streitkräftebasis in Berlin-Gatow beherbergt die weltweit größte Sammlung von Militärflugzeugen beider großen Militärbündnisse aus der Ära des Kalten Krieges. MiG, Iljuschin, Mil, Sukhoi, Sikorsky und Starfighter nebeneinander. In den Hangars und im ehemaligen Tower kann man sich prächtig aufwärmen und dabei noch mehr wertvolle Exponate zur Militärfliegerei in Deutschland bestaunen und Informationen zur Geschichte des Flugplatzes und zur Luftbrücke bekommen.

Luftwaffenmuseum Gatow

noch mehr Flugzeuge bei formfreu.de
formfreu.de: Luftwaffenmuseum Gatow

Fliegerbilder#

Thorsten Klapsch: Palast der Republik

Buchtipp: Thorsten Klapsch: Palast der Republik

Zum 20. Jahrestag der Palastschließung und der deutschen Wiedervereinigung erschien letzten Sommer ein super spannendes und schönes ca. 120 Seiten starkes Fotobuch im Verlag Edition Panorama. Der Fotograf Thorsten Klapsch zeigt ungewöhnliche und ganz eigentümliche Einblicke in den ehemaligen Palast der Republik in Berlin, ein ganz besonderes Zeugnis der DDR-Architektur und Teil der deutschen Geschichte.

“1993, also fast 3 Jahre nach der endgültigen Schließung des Palastes der Republik, jedoch noch unberührt und komplett möbliert, erhielt Thorsten Klapsch Zugang zum menschenleeren „Haus des Volkes”. Dies dokumentierte er in einer soweit bisher bekannt einzigen und umfangreichen Arbeit, die durch einen betont sachlich distanzierten und ästhetisch reduzierten Blick brilliert. Die Arbeiten schlummerten bis zu den ersten Ausstellungen im Sommer 2009, nach dem endgültigen Abriss des Palastes, in seinem Archiv.”*

Der einstige Sitz der DDR-Volkskammer und das repräsentative und ideologiebeladene Kulturhaus einsam und verlassen. “Dort, wo einst Leben herrschte, ist Stille eingekehrt: die Ruhe vor dem Abriss.”** Der ‘Rückbau’ des Palast der Republik endete 2008.

Edition Panorama: Thorsten Klapsch: Palast der Republik

Format 31 x 31 cm
120 Seiten mit 65 Fotografien in Farbe
Mit einem einleitenden Text in Deutsch und Englisch
Gestaltet von Marcus Bela Schmitt und Edition Panorama
ISBN 978-3-89823-429-0

48.00 EUR

Thorsten Klapsch
Thorsten Klapsch – Blog

formfreu.de: Plattenpalast___Thorsten Klapsch

Die Fotoreihe zum Rückbau vom Palast der Republik auf formfreu.de gibt es hier und die formfreu.de-Buchtipps findet ihr alle hier.

Fotos: © THORSTEN KLAPSCH

*Zitat: http://www.bruecke66.com/2010/05/palast-der-republik-1993-von-thorsten-klapsch/
** Zitat: Dr. Andreas Schenk, Vorwort zu Thorsten Klapsch: Palast der Republik. http://editionpanorama.com/texte/palast-vorwort/#c2160

#Buchtipp

Rest-Berlin

Buchtipp: Andreas Muhs: Rest-Berlin

Nicht Ost-, nicht West-, sondern Rest-Berlin. Seit zwanzig Jahren wird Berlin abgerissen, aufgebaut, saniert, neuerfunden. Mit jedem Bauvorhaben verschwinden Brachen, Baulücken, Brandwände, schmucklose Alt- und Plattenbauten, die über Jahrzehnte das Stadtbild geprägt haben. Der Architekturfotograf Andreas Muhs dokumentiert seit 2009 in der Serie „Rest-Berlin“ diese Orte und Symbole. Ein schönes Berlinbilderbuch.

Andreas Muhs
Rest-Berlin
Fotografien 2009-2010

80 Seiten, 75 ganzseitige Abbildungen, 25 x 20 cm
Softcover: 22,95 Euro + Versand
Hardcover, Schutzumschlag: 32,95 Euro + Versand
book on demand bei blurb

Rest-Berlin bei blurb

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Fotos: Andreas Muhs

#Buchtipp

Spiegelradfahrrad

Hallo 2011! Hallo formfreu.de-Welt!

Zum Start ins neue Jahr gibt’s eine surreale Begegnung mit einem super ungewöhnlichen Fahrrad. Die Räder sind gebrochene Spiegelflächen. Um die dritte Dimension beraubte Discokugeln. Oder eine ganz neue Generation von Photovoltaikmodulen… Vielleicht ist das ja das zukunftsweisende ‘metaphysische Elektrobike’…

check out: formfreu.de: unzertrennlich

nhow Berlin

Das nhow öffnete seine Türen: seit einem Monat hat das erste Musikhotel Europas in Berlin-Friedrichshain, zwischen Universal und MTV Studios und am Schmelztiegel der Musik-, Fashion- und Kreativszene seinen Platz gefunden. Ein 4-Sterne plus Designhotel. Das markante, von Sergei Tchoban von nps Tchoban Voss entworfene Haus direkt am Spreeufer bietet Interior Design vom Star-Glovallove-Designer Karim Rashid und als einziges Hotel in Europa zwei Tonstudios. Extravagant, ausgefallen, poppig!

“Die Berliner “Musikmeile” am Friedrichshainer Ufer des Osthafens, die bisher aus dem deutschen Sitz von Universal und dem Fernsehunternehmen Viacom (u.a. MTV, Viva) bestand, wurde mit der Eröffnung des neuen Nhow Hotels ergänzt. Das neue Haus gehört der bekannten, spanischen Hotelkette NH Hotels. Nhow Hotels gibt es allerdings, im Gegensatz zu den herkömmlichen NH-Hotels, nur ein einziges Mal pro Land. (…) Das erste Nhow wurde 2006 in Mailand eröffnet. Ausstattung und Architektur folgten dort dem Thema “Mode”. Für Berlin hat sich der bekannte New Yorker Designer Karim Rashid ein exklusives, futuristisches Design rund um das Feld der Musik einfallen lassen. (…) Im Gegenteil zur äusseren Ansicht des Hotels, das sich mit seiner Backsteinoptik an die ehemaligen Lagerhallen am Osthafen anlehnt, dominieren im Inneren des Nhow grelle Farben und ausgefallene runde Formen. Dem Gebäude aufgesetzt wurde ein sogenannter “Kran”, ein vorragender Turm, der sich bis an die Grenzen des architektonisch Machbaren (…) der Spree entgegenstreckt. Die Unterseite des Kranturms ist verspiegelt, so dass das Gebäude je nach Lichteinfall und Wetter in einer andere Atmosphäre erstrahlt.”*

Rashid’s durchgestylter Plastikwelt kann man nicht entkommen. Seine fließenden Formen aus Kunststoff begegnen dem Hotelbesucher gleich an der Rezeption. Pink dominiert. Die Aufzüge sind knallbunt verkleidet. Seine Graphiken und Patterns erstrecken sich von den Zimmerwänden bis hin zur rosaroten Bettwäsche. Das wirkt dann doch alles in allem irgendwie künstlich und aufgesetzt und fängt für meinen Geschmack an, nach kurzer Zeit irgendwie zu nerven. Da wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Immerhin bleibt das Berlinwochenende so in pinkfarbener Erinnerung!

Das nhow-Hotel ist Teil der sog. ‘Mediaspree’-Investorenprojekte in Berlin. Es strebt die Ansiedlung von Kommunikations- und Medienunternehmen entlang eines Teils des Spreeufers und eine diesem Bereich entsprechende Umstrukturierung an. Die Initiatoren sehen in dem Projekt eine große Chance für den Osten Berlins, Kritiker allerdings den Ausverkauf seiner wertvollsten Flächen. Das Hotel ist schon jetzt das neue Symbol der Mediaspree-Gegner: mehr dazu hier…

nhow-Hotels

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*Zitat: mixology.eu

Hotel#

Season’s Greetings

2010endfreu.de und 2011vorfreu.de!!!

Liebe formfreu.de-Freunde. Wir wünschen Euch viel Kekse, Glühwein und Lametta zum Weihnachtsfest! Und Prost Neujahr!

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