Oldtimerfabrik Classic Neu-Ulm #3

Februarsonntag

Seit Juni 2010 gibt es die Oldtimerfabrik Classic in der ehemaligen Kanonenfabrik im schwäbischen Neu-Ulm. Sie bietet eine Welt, in der die Zeit zurückgedreht wurde. Sie ist der Treffpunkt für Old- und Youngtimer-Besitzer, solche die es werden oder einfach nur in der Vergangenheit schwelgen wollen. Auf knapp 5.000 qm vereint sie in einer einzigartigen Architektur neben großzügigen Einstellflächen für die Young- bzw. Oldtimer auch Restaurations-, Pflege- und Reparaturmöglichkeiten.

Zahlreiche automobile Hingucker posieren für den Altblechfotografen. Ein besonders feines Schmankerl ist der Adler 2,5 Liter von 1938 mit Jenschke’scher Stromlinienkarosserie (Ambi-Budd). Wunderbar…

Oldtimerfabrik Classic

formfreu.de in Neu-Ulm:
Oldtimerfabrik Classic Neu-Ulm 2010.07
Oldtimerfabrik Classic Neu-Ulm 2012.03
Frühlingsopening @ Oldtimerfabrik Classic Neu-Ulm 2013

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Classic Remise Düsseldorf
Classic Remise Berlin
Klassikstadt Frankfurt

Autosalon Genf 2016

Messerundgang

Nein, auf die Alpine von Renault müssen wir noch etwas warten. In Genf, wo in diesen Tagen der 86. Internationale Autosalon stattfindet, ist nichts davon zu sehen. Schade, aber wir trösten und mir anderen automobilen Highlights und Schmuckstücken. Schon vor 8:00h finden die ersten Pressekonferenzen statt. Die Hallen sind zwar noch recht leer und die meisten Neuigkeiten noch abgedeckt, aber einer muss ja den Anfang machen. In diesem Fall ist es BMW, die dem Urahnen 2002 Turbo den neuen M2 zur Seite stellen. „M“ in its purest form“ heißt es und der kleine Racker spurtet in 4,3 Sekunden auf 100. Noch mehr „M“ gibt es in der großen Klasse. Der M760Li ist das neue Topmodell und neben ihm sieht der altehrwürdige 750i von 1987 arg schmalbrüstig aus. Kinder, wie die Zeit vergeht… die vergeht auch schnell beim Messerundgang, also los:

VW darf um 8:05h seine Werbebotschaften unter die Journalistenschar streuen. Erstaunlich viel Sicherheitspersonal säumt die Bühne (und versperrt die Sicht auf dieselbige). Wohl nicht ohne Grund, denn ein als „Mechaniker“ getarnter Demonstrant mischt sich in die Präsentation des neuen Up und will diesen „reparieren“! Kurzerhand und schmerzlos wird er abgeführt und die Show kann weitergehen. Der besagte Up wurde „nachgeschärft“. Ein Facelift also und ich komme auf die Idee mal eine Runde „Marketingphrasen-Bingo“ zu spielen. Es scheint, als hätte man bei VW immer besonders schnell sein Kärtchen voll! :) Ihn gibt es als „beatsaudio“ Sondermodell mit 300 Watt auf den Ohren. Auch neu ist der Golf GTI Clubsport mit 265 PS, bei Kickdown sogar 290. Pfiffig gemacht ist das summer-green metallic lackierte Konzept „T-Cross Breeze“, ein kleines SUV Cabrio, welches (dann mit Dach) so ähnlich in Serie gehen soll. Im Übrigen erfahren wir, dass im Zuge des Abgasskandals der Konzern personell wie organisatorisch neu aufgestellt werde. Man will sich mit Elektromobilität für die Zukunft rüsten und so wohl zur Konkurrenz aufschließen, die diese schon seit Jahren anbieten.

Bei Audi führt die sympathische Mirjam Weichselbraun voller Elan durchs Programm und nach einigem Spektakel kommt der neue Q2 herangerollt. Er soll die jungen Kunden ansprechen und ein urbanes Lebensgefühl versprühen. Alles kann er, ist superschnell im Internet, bremst und parkt selbstständig, und übernimmt im Stau auch mal das Fahren. Leider sieht er nicht so dolle aus. Reichlich bockig wirkt er und ein klares Designthema will sich mir bei all den Linien nicht erschließen. Zig Kanten säumen die Radläufe, die dennoch optisch nicht hervortreten wollen. Das Heck mit den Polo-ähnlichen Leuchten ist noch die beste Ansicht. Billig und viel zu groß  wirken die farbigen Plastikteile, die auf der C-Säule sitzen. Das würden ja nicht mal mehr die Japaner so machen. Schnell weiter zu Porsche.

Dort röhren die Motoren. Es wird der 4-Zylinder, der im neuen 718 steckt gepriesen und es gibt eine Neuauflage des 911 R von 1967. Puristisch, kompromisslos „Racing“! 500 PS und 1370 kg dank Karbon, Magnesium und Titan machen ihn zum leichtesten 911 im Programm. 991 Exemplare wird es für 991 glückliche Kunden geben. Dreimal so stark ist der Bugatti Chiron, dessen Serienversion nun endlich zu sehen ist. Ob er in die Fußstapfen des 10 Jahre lang gebauten Veyron treten kann, wird die Zeit zeigen. Der Preis liegt bei 2,4 Millionen, netto. Eigentlich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt , dass VW schon bei jedem gebauten Veyron 4,7 Millionen Euro draufgezahlt hat. Lamborghini feiert mit dem Modell Centenario den 100. Geburtstag des Firmengründers Ferruccio. Dieser würde sich beim Anblick der 770 PS starken Flunder freilich im Grabe rumdrehen. Durch zahlreiche Anbauteile zerklüftet ist keine Form mehr erkennbar. Der Roboterstyle gefiel mir schon am Veneno nicht und lassen Huracán und Aventador umso besser ausschauen.

Weitere Sportwagen Novitäten stehen in Halle 5: Aston Martin zeigt und den DB11. Der ersetzt den DB9 und ist vor allem im Innenraum gewachsen. Hinten passen sogar Isofix Kindersitze rein. Da kann James Bond ja mal an Nachwuchs denken. Auch bei den Italienern müssen die Bambini nicht zu Hause bleiben. Der Ferrari GTC4 Lusso bietet platz für vier, hat Allradlenkung, Vierradantrieb und ist somit die perfekte Ganzjahres-Familienkutsche. Oder man geht gleich zu Maserati und sitzt im Levante probe. Das ist ein SUV und für 88000 Euro kann man sogar ins gröbere Gelände. Designhighlights entdecke ich bei Mazda. Die Studie RX-Vision sieht betörend gut aus und soll den Wankelmotor wieder aufleben lassen. Sinnlich weich ist die Form, kein Gramm Fett, perfekte Proportion und einen Farbton zum Verlieben. Auch die Opel GT-Studie ist interessant. Winzig klein und schon ein Auto! Vergleichbar vielleicht mit dem Smart Roadster. Der Flitzer soll an den alten GT erinnern, zitiert ihn aber nicht, sondern kommt mit einem völlig neuen Look daher. Tiefe Front, kleinen Leuchten. Auf Überflüssiges wie Spiegel, Türgriff oder die ein oder andere Fuge wurde gleich ganz verzichtet. Auch die Seitenscheiben sind nicht als solche zu erkennen, sondern sind mit einer einseitig beschichteten Folie bezogen und gehen optisch in die Karosserie über.Ein rotes Band schmückt die Seite. Schick und Schön. Auch nicht schlecht ist der Skoda Vision S. Die tschechische Marke hat ihre Richtung gefunden und verfolgt sie konsequent. Fast könnte man meinen, sie nimmt dem Mutterkonzern VW die Butter vom Brot. Der Siebensitzer ist 4,70m lang, scharfe Kanten spannen sich über die ganze Länge, strecken und gliedern das Auto gekonnt. Der hundenasige Kühlergrill ist bullig, die Leuchten gruppieren sich drumrum. Alles passt und auch die eine oder andere schiefe Linie stört das Gesamtbild nicht, im Gegenteil, es schafft Charakter. Schräg gegenüber am Stand von Italdesign steht ein orangenes Fahrzeug. Der GT Zero ist ein viersitziger Flügeltürer mit elektrischem Antrieb und würde wohl gerne ein Lamborghini sein. Das Heck ist allererste Sahne und irgendwie weckt es auch Erinnerungen an Bertone, denen ein solcher Entwurf auch zuzutrauen gewesen wäre. Nicht nur wegen der Farbe.

Nach zehn Stunden Rundgang bleiben viele Eindrücke im Kopf. Ein kleines Auto aber hat einen Besonderen hinterlassen. Es ist der neue Renault Scenic! Er ist ausserordentlich gut gelungen, steht auf seinen 20 Zoll Felgen da wie eine eins und erinnert vom Charakter her und in einigen Details an die 2011 an selber Stelle vorgestellte Studie R-Space. Damit haben die Franzosen eine wirklich schnieke Modellpalette am Start und könnten eigentlich mal ein bisschen Pause machen. Aber der Pariser Autosalon steht ja schon vor der Tür. Nach der Messe ist vor der Messe. Bis denne…

Autosalon Genf

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Rückspiegel: Mitsubishi Pajero @ Ralliart Offroad Training

Aus dem Familienalbum…

In den 1980er Jahren waren Geländewagen noch keine SUVs, sondern recht urwüchsige Gesellen mit Leiterrahmen, hinterer Starrachse und Blattfedern und vor allem viel Bodenfreiheit fürs unwegsame Gelände. Neben Jeep, Land-Rover, Land-Cruiser oder Mercedes G schreibt seit 1984 der Mitsubishi Pajero – mittlerweile in vier Generationen gebaut – Geländewagengeschichte. Er schaffte es als einer der ersten, die Kluft zwischen Alltagsauto und Kletterkünstler zu schließen.

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre kam ein kurzer 84er Pajero L040 2300 TD mit 84 PS in die Familie. Natürlich mit zuschaltbarem Allradantrieb, Geländeuntersetzung und Differenzialsperre ausgerüstet. Die Karosserie war beige und kantig und durch einen “Kuhfänger” geschützt. Die serienmäßigen Rallyestreifen setzten graphische Akzente.

Der Pajero erwies sich nicht nur als treuer Begleiter und gutes Zugfahrzeug, sondern auch als Gefährte für die ein oder andere Ausfahrt in Matsch und Dreck. Er darf zeigen, was er so kann. Auf den Bildern seht ihr den Mitsubishi beim Ralliart Offroad Training.

ähnlich:
Rückspiegel: L’Hannibal Total
Rückspiegel: Alpentour 1991

Bataillon Belette__Leg Couture im Lotus Europa

Eigentlich setzt anton design studio den Schwerpunkt auf Interior Design von Fahrzeugen mit der Leidenschaft für Farben und Materialien. Das anspruchsvolle Ziel – die optimale Balance zwischen Funktionalität, Anmutung und Haltbarkeit – haben sie unter dem Label „Bataillon Belette“ auf Strumpfhosen übertragen. Und damit sich der Kreis wieder schließt setzen sie ihre Strumpfhosen natürlich mit einem Fahrzeug in Szene. Der weiße Lotus Europa (S2) kommt als charmante Kampfansage dem Leitimage von Bataillon Belette entgegen. Der außergewöhnliche Wagen (Baujahr 1970) bietet eine leicht skurrile, aber anziehend pure Plattform. Die tiefe Sitzposition ist eine kleine Herausforderung beim eleganten Ein- und Ausstieg, aber umso besser verweist sie zumindest bei kurzen Röcken auf das kleine eingestickte Herz am Oberschenkel, das geheime Markenzeichen einer Bataillon Belette Strumpfhose…

Bataillon Belette
anton design studio

Text und Fotos: Bataillon Belette

Oldtema Erfurt 2016

Der Winterpflichttermin in Thüringen für alle Ostauto- und Nichtostautoschrauber.

Nur noch wenige Wochen, dann startet die neue Altfahrzeugsaison. Im Winter wird gepflegt und gewartet. Also ab nach Erfurt. In zwei Hallen und dem Freigelände drehte sich wieder alles um die Schätzchen von einst. Schwerpunkt waren natürlich die knatternden Ostmobile – Wartburg, Trabant, Barkas & Co. Ein frohes Teilesuchen, spannendes Stöbern in Flohmarktatmosphäre. Natürlich gab es auch Komplettfahrzeuge zu kaufen und zu besichtigen. Ausserdem: Thüringer Rostbratwürste, jede Menge bekannte Gesichter und reichlich ölhaltigen Benzingesprächsstoff.

Zahlreiche Clubs hatten ausgestellt und wiesen auf ihre Veranstaltungen für 2016 hin. Der Stand des Allgemeinen Wartburgfahrerclubs Eisenach war wieder im Eingangsbereich und verbreitete schon jetzt große Vorfreude auf das kommende Heimwehtreffen im August.

Oldtema

Oldtema Erfurt 2013
Oldtema Erfurt 2014
Oldtema Erfurt 2015
31. Oldiebasar Neuruppin
7. Winterteilemarkt Magdeburg

Rückspiegel: Audi Quartz

Flohmarktfund: Audi Quartz by Pininfarina (1981)

Quartz im Schnee und der offizielle Pininfarina-Fumia-Figurino. Der Audi Quartz entstand auf Basis des Urquattro und wurde 1981 auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert. Man beachte die vierstrahlige Endrohrblendengestaltung. Der Prototyp war übrigens voll fahrbereit und es wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h gefahren.

Hinweis: Die gezeigten Fotos wurden auf einem Flohmarkt erworben. Die Zeichnung ist wohl ein offizielles Audi- bzw. Pininfarinapressebild. Urheber und Rechteinhaber des ersten Fotos sind unbekannt. Sollte jemand nachweislich im Besitz der Bildrechte sein, bitten wir ihn, sich mit formfreu.de in Verbindung zu setzen.

Rallye Monte-Carlo Historique 2016__Start in Barcelona

Wieder einmal ist Barcelona einer der Startpunkte der Rallye Monte-Carlo Historique. Die anderen Teilnehmer kommen im Pulk aus Bad Homburg (62 Teams), Reims (132 Teams), Oslo (13 Teams) oder Glasgow (6 Teams). Insgesamt gehen 313 Teams aus elf Nationen an den Start und treffen sich im Fürstentum, um auf die Jagt nach Sekunden zu gehen. Das Feld ist markenmässig breit gefächert: Porsche, Alpine, Ford, Lancia, Fiat, Morris, Volkswagen, Alfa Romeo, BMW, Opel, Volvo, Renault, Chrysler, Lotus, Triumph, Mercedes-Benz oder SEAT. Und selbst innerhalb der Marken gibt es eine große Bandbreite an Modellen. Allein Porsche ist mit 356C, 911, 911S, 911T, 911E, 912, 924, 924T und 914-6 vertreten. Ältestes Modell ist der Triumph TR2 von 1954 und der Volvo PV 544 von 1961. Start war am Freitag um 18h…

ACM Rallye Monte-Carlo Historique

Alle unsere Fotostrecken der letzten Jahre zur Rallye Monte-Carlo Historique an einem Stück gibt es hier.

#RallyeMonteCarloHistorique

Moto Technica Augsburg 2016

“Immer geil, Augsburg ist immer Freakshow.”

Die Oldtimersaison hat eigentlich noch nicht begonnen. Trotzdem gab es bereits die erste Messe im neuen Jahr in Augsburg. Die Moto Technica Augsburg ist ein überregionaler Oldtimerspezialmarkt mit Schwerpunkt Teile und Zubehör sowie Literatur, Werkzeuge, Modelle sowie ein kleines Oldtimertreffen. Mehr als 350 Händler und private Anbieter waren vor Ort. Die Augsburger Moto Technica hat sich zu einem Treffpunkt für alle Motorrad- und Automobilbegeisterten gemausert. René Rollin war dieses Wochenende in der Fuggerstadt.

Moto Technica

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Klassikwelt Bodensee 2015

Fotos: René Rollin

#RenéRollin

“Daimler Design – Unexpected Moments” @ Galerie der Stadt Sindelfingen

Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen feierte 2015 sein 100-jähriges Standortjubiläum. Die Ausstellung »Daimler Design – Unexpected Moments« in der Galerie der Stadt Sindelfingen zeigt zum Jubiläumsjahr faszinierende Einblicke in die Daimler-Designwelt in die Historie, die Gegenwart wie auch in die Zukunftsvisionen von Mercedes-Benz… Freunde von historischen Design-Massstabs-Modellen kommen ganz besonders auf ihre Kosten. Die Schau läuft noch bis zum 18. Januar. Hingehen!

Galerie der Stadt Sindelfingen

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Mercedes-Benz Classic-Center Fellbach
Mercedes-Benz Sculpture Experiments

Wir danken der Galerie der Stadt Sindelfingen für die freundliche Genehmigung, die Fotos hier bei formfreu.de zeigen zu dürfen.