Heimweh 2013

Wartburgs haben Heimweh. Im Zweitakt nach Eisenach.

Zum 14. Mal gab es “Heimweh” in Eisenach. Die azurblauen Abgasfahnen und der feine Geruch des Zweitaktmotoren führten vom 2. bis 5. August wieder auf die Spicke. Unser ahorngelber 353 W war auch dieses Jahr wieder mit dabei.

Das alljährliche Treffen von einst im AWE gebauten Fahrzeugen der Marken Wartburg, BMW/EMW, Dixi und IFA stand in diesem Jahr ganz unter dem Motto “60 Jahre Zwei-Takt-Historie in Eisenach”. Trotz glühender Sommerhitze kamen über 450 Fahrzeuge aus 14 Ländern nach Thüringen. Der Festplatz war knallvoll. Autos, Autos, Autos soweit das Auge reichte. Es war wieder ein Treffen der Superlative und ein geniales Wochenende! Wunderbar die Vielfalt, lässig die Kulisse. Herzlich, spontan, entspannt, zwanglos. Dem Freund ostdeutscher Automobilbautradition wurde ein kunterbuntes Potpourri durch die unterschiedlichsten Baureihen geboten: vom perfekt erhaltenen oder restaurierten Schätzchen, dem Alltagsklassiker, dem tiefergelegten 1.3 Lowburg, der Melkus-Flunder bis zum skurrilen ‘Rattburg’. Das Feld dominierten die klassischen Typen 311/312 sowie die ‘restmodernen’ 353er. Jede Menge ölhaltige Benzingespräche, ungezählte Thüringer Rostbratwürste, knallrote Fassbrause, urlaubiger Sonnenmilchgeruch, das Rennsteiglied im Glockenklang und allerbeste Stimmung! Es passte alles! Damit die Autos auch weiterhin knattern und wie Bienen laufen, gab es Teilemärkte mit allem, was das Wartburgherz so begehrt. Fahrzeugbewertungen, Werksführungen, Poetryslam, ein gigantisches Feuerwerk und ein toller Vortragsabend von Konrad von Freyberg zur Zweitakthistorie sorgten für allzeit kurze Weile. Auch die allnächtlichen Alkoholkontrollen durch die Eisenacher Polizei vor den Spicketoren wurden mit Krombacher Alkoholfrei und einem souveränen Lächeln gemeistert… Der Wartburgfahrer nutzte wieder die Gelegenheit, die berühmte Ostkantine zu besuchen. Das einstige “Kameradschaftsgebäude der BMW AG” wird vom Verein Automobilbau Museum Eisenach (AME) e.V. genutzt und beherbergt einen umfangreichen Fahrzeugfundus. Obligatorisch waren außerdem die Fahrt zur Wartburg und der Fototermin am denkmalgeschützten AWE-Haupttor.

Ein Heimweh-Highlight war auch dieses Jahr wieder die große Ausfahrt. Die Wartburgkarawane knatterte über wunderschöne Straßen Thüringens und Osthessens. “138 Fahrzeuge haben in diesem Jahr an der Ausfahrt teilgenommen. 156 Fahrzeuge kamen dann in Eisenach an. Einige Oldtimerfreunde haben sich mit dazwischen gemischt was die gesamte Truppe noch mal länger machte.”*

Viele, viele kräftige und autobunte Eindrücke. Wir danken dem Organisatonsteam! Noch 358 Tage bis Heimweh 2014! Wir kommen wieder!

Heimweh
Heimweh @ formfreu.de

Alle unsere Beiträge und Bilderreihen – auch aus den vergangenen Jahren – zum Heimweh-Treffen findet ihr hier.

Heimweh#, #Wartburg
*Zitat: Heimweh

Restmodern: Ernst-Reuter-Sekundarschule Wedding

“restmodern” ist ein von dem Architekturkritiker Oliver Elsers und dem Fotographen Andreas Muhs ins Leben gerufener Begriff. Als “restmodern” bezeichnet man die typischen, aber vom Verschwinden bedrohten Bauten und Details der Nachkriegsmoderne.

Zum 1953 an der Bernauer Strasse in Berlin-Wedding errichteten Schulgebäude wurde 1980 ein viergeschossiger Neubau aus Stahl- und Stahlbeton-Fertigteilen mit vorgehängter Fassade aus Betonelementen für Verwaltung, Mensa, Klassenräume und Fachräume der neuen Gesamtschule geschaffen. Ein typischer 80er-Ausdruck mit space-iger abgerundeter Fenstergestaltung.

Mehr “restmodern” findet ihr bei formfreu.de hier und hier und hier

Merks Motor Museum

In Nürnberg gibt es ein ganz besonderes Schmankerl für den Freund alten Blechs: Merks Motor Museum in der ehemaligen Produktionshalle der Fensterfabrik Schlee.

Die einstige Fabrik wurde liebevoll restauriert und dient seit 2011 als Zuhause für die automobile Sammlung der Familie Merk. Gesammelt wurde seit Mitte der 70er Jahre. Aktuell präsentiert das Museum 84 Autos und 20 Motorräder. “Jedermanns Brot- und Butterauto” wie Lloyd Alexander TS, Ford Badewanne, Trabant oder den Polo Steilheck erwecken Kindheitserinnerungen wieder zum Leben. Panhard, Ro 80 oder Maserati sind Ausstellungsstücke der gehobenen Automobilbaukunst. Eine tolle Zeitreise durch die bundesrepublikanische Produkt- und Designkultur fasziniert zudem den Besucher. Zahllose Schreibmaschinen oder Radios der regionalen Marken Grundig oder Simonetta sind zu bewundern, und Heintje grüßt vom Schallplattencover. Ein Wiedersehen mit dem alten Briefmarkenautomaten oder dem alten Telefon, als der Fernmeldedienst noch zur Deutschen Bundespost gehörte. Wunderbar nostalgisch… Das Museum macht Spaß!

Merks Motor Museum

11. Deizisauer Oldtimertreffen

Altes Blech im Neckartal.

Viele, viele Oldtimer sind gestern zum großen markenoffenen Treffen nach Deizisau gerollt. Die 6.500 Einwohnern große Gemeinde zwischen den Städten Plochingen und Esslingen war in jeder Ecke zugeparkt mit Schickem und Schönem und Schnellem. Einfach hinfahren, Oldtimer abstellen und Spaß haben. Jede Menge hochglänzender Schätzchen und automobiler Raritäten warteten auf den Autofreund. Der knallrote 100-jährige Franzose Philos A4M, zahllose Käfer, amerikanische Straßenkreuzer, Borgwards, Prinzen, E-Types und natürlich der Wartburg wetteiferten um die Bewunderung der Besucher. Top: Für Rote Wurst & Co. wurden die Oldiefahrer von den Deizisauern sogar mit Verzehrgutscheinen umsorgt. Danke!!

Oldtimerfreunde Deizisau

Goodwood Festival of Speed 2013

Goodwood 2013!! Die PS-Party der Superlative und das Mekka für Freunde hochoktaniger Momente im Vereinten Königreich. Simon Grand pilgerte vorletztes Wochenende zu den Ländereien des Earl of March. Motorengebrülle, Motorengekreische und Motorengedröhne. Es gab mehrere hundert Renn- und Sportwagen sowie aktuelle Designstudien zu sehen, riechen, hören und fühlen. Simon hat für uns einige Impressionen mitgebracht. Viele Ganznahdrandetailbilder. Formfreu.digen Dank!

Goodwood Festival of Speed

Beiträge zu den letztjährigen Fotostrecken aus Goodwood findet ihr bei uns hier und hier und hier und hier

Bilder: Copyright: Simon Grand

19. Oldtimertreffen Neckartailfingen

Der traditionelle Oldiehock im Schulhof.

Jede Menge in der Hochsommersonne blitzendes Altblech im Neckartal: Die Oldiefreunde und der Sängerbund Neckartailfingen luden heute zum 19. Oldtimertreffen bei Roter Wurst, Radler und vielen Benzingesprächen. Vrrrooooom…….

Eine nette Wartburgbegegnung mit Christians 353er aus Berlin. Der aufmerksame formfreu.de-Besucher kennt den atlasweißen Genex-Flitzer natürlich bereits aus Anklam.

Sängerbund Neckartailfingen

Curtain Wall

Vorhangfassade @ Bauhaus Dessau.

Eine der berühmtesten Curtain Walls der Architekturgeschichte ist die Fassade des Bauhaus in Dessau-Roßlau. Das Gebäude entstand 1925 bis 1926 nach Plänen von Walter Gropius als Schulgebäude für die Kunst-, Design- und Architekturschule Bauhaus. Die völlig in Glas aufgelöste sog. “offene” Fassade war damals einzigartig. Transparenz, Leichtigkeit, Flächigkeit und Ornamentlosigkeit bestimmen den Bau und stellten alle damals herrschenden Vorstellungen von Ästhetik in Frage. Außen und Innen stehen miteinander in neuer Beziehung. Es wird der Eindruck von Freiheit und Übersichtlichkeit vermittelt. Impressionen.

Auch gucken: formfreu.de: Bauhaus Dessau

Lonsee 2013

Trabant- und IFA-Treffen Lonsee 2013

Die Alb stand vergangenes Wochenende im Zeichen der azurblauen Abgasfahnen. Im schwäbischen Lonsee-Ettlenschieß trafen sich die Ostautofahrer aus Süddeutschland und der Schweiz. Gut 50 Fahrzeuge aus der einstigen DDR präsentierten sich neben Zelten und Wohnwagen auf der grünen Wiese. Es gab Trabanten, Wartburg, Skoda und Lada zu sichten. Mit dabei die “Zweitakterz Süd” aus Stuttgart. Veranstalter des Treffens ist das Trabant-Team Ulm.

Trabant Team Ulm

Übrigens: Am 17. August gibt es das Zweitakt- und Ostautotreffen in Denkendorf. Hinkommen!

61. Coppa Intereuropa

61. Coppa Intereuropa. Photos by Daniele Madia.

Die Coppa Intereuropa ist die wichtigste sportliche Veranstaltung für historische Fahrzeuge in Italien. 250 einstige Rennfahrzeuge – von der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre gebaut – traten vergangenen Monat im Autodromo Nazionale di Monza nördlich von Mailand gegeneinander an. TZ1, TZ2, T33 “Periscopica”, 33TT3, 33TT12, Giulietta Promiscua Collie hatten dabei ein grandioses Heimspiel. Zahlreiche Automobilklubs zeigten ihre Fahrzeuge. 150 Porsche 911er feierten auf dem Rundkurs den 50. Geburtstag ihres Modells. Ein hochoktaniges italienisches und lombardisches Wochenende. Die Coppa Intereuropa gilt als das “italienische Goodwood”.

Wir haben diese wunderbaren Impressionen von Daniel Tomicic, dem Gründer der Scuderia Zagreb erhalten, welche im Rahmen der diesjährigen Coppa Intereuropa die Convention “Milano&Cars” veranstaltete. Mailänder Automobilkultur und Leidenschaft für einzigartige Fahrzeuge waren das Thema der Veranstaltung. Verschiedene Vortragsreihen fanden im röhrenden Kontext der Rennstrecke statt. Alessandro Maccolini (Alfa Romeo), Giulio Partisani (Bertone), Gioacchino Acampora (Castagna) und Marco Bonetto waren einige der Redner.

Coppa Intereuropa
Scuderia Zagreb
Daniele Madia

Photos: Copyright: Scuderia Zagreb/Daniele Madia

StarMaxx 2013

Die Rallye für Youngtimer und Klassiker der Zukunft.

Die StarMaxx-Rallye gilt längst als fester Bestandteil der Youngtimer-Szene. Die Devise lautet: viel Fahren und dabei jede Menge Spaß haben. Vergangenes Wochenende war es wieder soweit.

Auf dem Programm standen rund 500 Kilometer durch Donautal, Oberschwaben und Schwarzwald. Gestartet wurde in Tuttlingen. Jede Menge reinen Fahrvergnügens auf abgelegensten Strecken. Zwischendurch gab es zahlreiche, bisweilen sehr unterhaltsame Sonderprüfungen, die mal alles und mal nichts mit dem Auto zu tun hatten: vom Beschleunigungsrennen zum Reifenstapeln, vom Kartfahren zum Baumstammweitwurf…

Teilnehmen kann jeder Youngtimer oder ein “anerkannter” Klassiker der Zukunft. Mit dem Nissan 350 Z passten wir somit bestens in Feld. Der tummelte sich dort unter anderem mit R129, R230, 996, Crossfire, Ferrari F430 Spider, Suzuki Cappuccino, MX5, Clio V6 und weiteren interessanten Schätzen. Nissan 300 ZX, Audi 80, B1-Passat Variant, Santana, Polo G40, W201, 924, 928, 911 und der M3 E30 waren tolle Vertreter im Youngtimerfeld. Top-Navigation von Copilot Jan. Dankeschön!!

Ziel war das Boxenstop-Museum in Tübingen. Ein besonderes Highlight am Abend war die Begegnung mit Horst Clauss und seinem berühmten Katmandu-Bulli.

Vroooooooommmm…..!!

Boxenstop

Klassikwelt Bodensee

Das Messegelände in Friedrichshafen war drei Tage lang wieder das Mekka der Oldtimerszene, insgesamt 37 300 Besucher wurden gezählt. Die sechste Verkaufs- und Eventmesse für Klassiker zu Lande, zu Wasser und in der Luft bot alles, was historisch wertvoll ist, fliegt, fährt oder schwimmt: Klassische Autos, Motorräder, Traktoren, Flugzeuge und Boote. Altblech mit Patina oder Perfekterhaltenes oder Perfektrestauriertes. Viele Markenclubs präsentierten wieder ihre Schätzchen, darunter auch der DKW-Stammtisch Solitude mit seinen zweitaktenden Schätzchen. Besucher im Oldie hatten auf dem Innenhof einen ganz besonderen Parkplatz – gänzlich zur Freude der Messebesucher. Vroooooom……..

Klassikwelt Bodensee

DMY 2013 _Berlin Design Week

Berlin Design Week.

Ergänzend zur Zentralen Ausstellung in den Hangars des historischen Zentralflughafens Tempelhof öffneten zahlreiche Satellitenveranstaltungen ihre Türen. Viele Ausstellungen luden dazu ein, in Berliner Designstudios, Ateliers, Galerien, Museen und Hochschulen die kreativen Orte der Stadt zu erkunden. Wir waren unterwegs in folgenden Sonderausstellungen und Locations:

Lobby for a Week: „Lobby for a Week“ war ein Projekt der Berliner Gestalter Stefan Reinberger, Rainer Wiencke, Frank Dingel und Karsten von Kuczkowski. Eine temporäre Couture-Concept-Galerie in den privaten Räumen des Stylisten-Duos “DvonK”. Über den Dächern von einem der schönsten Plätze Berlins gab es einen spektakulären Blick sowohl auf den Gendarmenmarkt als auch auf Mode, Schmuck, Dekorationsobjekte, ungewöhnliche Installationen und spannende Objektkompositionen. Lobby for a Week

HSOWL @ Plattenpalast: Die Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur ist ein Pool von jungen Gestaltern. Es wird konzipiert, entwickelt, experimentiert, ausprobiert und umgesetzt. Der Plattenpalast war ein toller Rahmen für die Ausstellung. Der Plattenpalast ist ein gelungenes Beispiel für “Recyclingarchitektur”. Er besteht aus demontierten Großflächenplatten des Plattenbautyps WBS 70 und – genial!!! – Fensterscheiben des Palasts der Republik. Zum Ende der Abbrucharbeiten des Palasts der Republik im Dezember 2008 wurden die Scheiben dieses viel diskutierten Bauwerks in dem recycelten Plattenbau in Berlin Mitte wieder eingebaut. Hochschule Ostwestfalen-Lippe

tokyobike: tokyobike ist eine kleines, unabhängiges Fahrradunternehmen gegründet im Jahr 2002 in Yanaka, einem ruhigen Vorort von Tokio. In gleicher Weise wie das Mountainbike für die Berge konzipiert wurde, sind tokyobikes für Tokio entworfen. Basierend auf dem Konzept “Tokyo slow” sind die Räder leicht und setzen einen Schwerpunkt auf Komfort über Geschwindigkeit. tokyobike

Institut für Produkt- & Prozessgestaltung an der UdK Berlin: X-fach-Playterst für experimentelle Produktionslinien. Prototyping in the Wild. Das weite Sortiment an Materialien und Halbzeugen bei Modulor bot ein “Paradies für parasitäre und partizipatorische Wertschöpfungsstrategien“. UdK Berlin

Zur Berlin Design Week gehörte auch die Ausstellung Werner Aisslinger: Home of the Future im Haus am Waldsee. Aisslinger stellte anhand zahlreicher Möbel- und Objektbeispiele sein zentrales Thema des Materialtransfers vor. Es wurden urbane Themen, Alltagstendenzen und Wohnvisionen gezeigt. Den formfreu.de-Beitrag findet ihr hier.

DMY Berlin
formfreu.de: DMY 2013 _Zentrale Ausstellung

Alle unsere DMY Beiträge findet ihr übrigens gebündelt hier.

DMY#