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SCHICKES. SCHÖNES. SCHNELLES.

16. März 2014

Retro Classics 2014 Stuttgart

von Markus und Tom

Der automobile Frühlingsanfang im Süden!

In den Stuttgarter Messehallen gibt es noch bis heute abend jede Menge schönes und kostbares altes Blech zu bestaunen. Chromgefunkel und Benzingeruch. Von Oldtimern über Youngtimer bis hin zu Neo Classics der verschiedensten Marken – für jeden Autofreak ist was dabei. Dazu Automodelle, Fachbücher und feines Pflegeaccessoire. Die Schau ist wie immer auch eine wunderbare Gelegenheit, Gleichgesinnte zu mitunter ölhaltigen Benzingesprächen zu treffen. Mercedes-Benz und Porsche haben Heimspiel. So stimmen die Zuffenhausener das Publikum mit feinen Schätzen aus dem Museum auf das nahende Comeback in Le Mans ein. Ein Highlight dann am Abend, als bei einige der Rennwagen die Motoren gestartet werden!! Ganz viel Herzblut und authentische Leidenschaft zeigen wie immer die Stände der Markenclubs und Interessengemeinschaften. Die besten Saitenwürstchen gibt es wieder bei den Freunden vom DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude in Halle 7.

Wer übrigens “standesgemäß” mit dem eigenen mindestens 30 Jahre alten Oldtimer anreist, der darf auf dem speziell dafür reservierten kostenlosen Oldtimer-Parkplatz auf der Messepiazza vor dem Eingang Ost parken. Der Oldtimer-Parkplatz ist immer ein wunderbarer Automix und eines der ersten großen Klassikertreffen der Saison… Wir widmen ihm wieder eine eigene Fotostrecke. Demnächst hier bei formfreu.de.

Alle unsere Beiträge zur Retro Classics der letzten Jahre findet ihr gebündelt hier.

Retro Classics

#retroclassics

10. März 2014

Parkhausrampe @ ICC Berlin

von Tom

Das ICC hat am Sonntag seine Tore für die Öffentlichkeit geschlossen. Im größten Kongresszentrum Europas gehen nach 35 Jahren die Lichter aus. Die Zukunft des riesigen Gebäudes ist ungewiss. Das aluminiumverkleidete Raumschiff ist für den über die Avus anreisenden Berlinbesucher eine Art Stadttor und ein markantes hauptstädtisches Wahrzeichen.

Rampenbilder von der Parkhausauffahrt. Die markante und maschinenartige – für die Architektursprache der 70er Jahre typische – Fassade und die knallorangefarbenen gekachelten Unterführungsbereiche zeigen wir in unserer großen Fotostrecke Tschüß, ICC Berlin.

Eine schöne Bilderreihe vom Parkhausen Berlin Saisonabschluß für Oldtimer, Youngtimer & Amis 2013 im ICC Parkhaus gibt es hier.

ähnlich: formfreu.de: Lingotto

9. März 2014

353 W __2014.03

von Tom

Die Winterruhe ist vorbei. Die Wartburgsaison beginnt. Ahorngelb unter der Frühlingssonne.

formfreu.de: Wartburg 353 W

7. März 2014

Sonderausstellung “24 Heures du Mans”__Genf

von Markus

In der neuen Halle 3 auf dem Genfer Autosalon verstecken sich fernab der Massen einige wirklich sehenswerte Raritäten. Die Ausstellung zeigt anhand von 20 Rennwagen die faszinierende Geschichte des 24 Stunden Rennens von Le Mans.

Das weltweite Sportereignis Nummer 1

Dieses erste grosse über einen längeren Zeitraum ablaufende Automobilrennen wurde im Jahr 1923 auf Initiative des ACO aus der Taufe gehoben und hat sich im Lauf der Jahre und der Erfolge – aber auch der Dramen – zu einem unverzichtbaren Event entwickelt. Ebenso wie der Grosse Preis von Monaco in der Formel 1, das Rallye Monte Carlo oder die 500 Meilen von Indianapolis ist der Marathon der Maschinen auf dem Circuit de la Sarthe ein wahrer Mythos geworden, der auf seinem einzigartigen Austragungsmodus mit der Dauer voller 24 Stunden und der Intensität eines legendär gewordenen Wettkampfs gründet. Bei einer 2012 von der renommierten US-Zeitschrift National Geographic durchgeführten Umfrage kamen die «24 Stunden von Le Mans» sogar auf den ersten Platz aller Sportevents weltweit, noch vor den Olympischen Spielen und der Fussball-Weltmeisterschaft.

Auf den Spuren des Mythos

Es gibt kaum Rennställe oder Konstrukteure, Zubehörmarken, Sponsoren und natürlich Piloten, die sich nicht sehnlichst einen Triumph in Le Mans wünschen. Es ist kein Zufall, dass die Grössten hier gewonnen haben, und diese fabelhafte Reise durch die Zeit auf den Spuren der Namen, die die Geschichte von Le Mans und des Automobilsports geschrieben haben, wird auf grosszügigen 1’800 m2 in der neuen Halle 3 von Palexpo geboten. Vom siegreichen Chenard&Walcker des ersten Rennens im Jahr 1923 über die unvergessenen Bentley Speed Six, Ferrari 166MM, Jaguar (D und XJR9), Ford GT40, Matra 670, Porsche (917, 956 und GT1) oder auch Peugeot (905 und 908) bis hin zum letztjährigen Sieger Audi R18 E-Tron Quattro Hybrid sind alle Wagen versammelt, um die Augen zu erfreuen und bisweilen wehmütige Erinnerungen zu wecken.

Die 20 ausgestellten Boliden: 1923: Chenard&Walcker Sport (Lagache-Léonard, Sieger)__1929: Bentley Speed Six (Barnato-Birkin, Sieger)__1933: Alfa Romeo 8C 2300 (Nuvolari-Sommer, Sieger)__1937: Bugatti Typ 57 (Wimille-Benoist, Sieger)__1949: Ferrari 166 MM (Chinetti-Mitchell Thompson, Sieger)__1954: Jaguar D-Type (Hamilton-Rolt, Zweiter)__1958: Ferrari Testa Rossa (Gendebien-Hill, Sieger)__1966: Ford GT40 MkII (Amon-McLaren, Sieger)__1970: Porsche 917K (Attwood-Herrmann, Sieger)__1974: Matra 670B (Larrousse-Pescarolo, Sieger)__1978: Alpine Renault A442B Turbo (Jaussaud-Pironi, Sieger)__1980: Rondeau M379B Ford (Jaussaud-Rondeau, Sieger)__1989: Sauber Mercedes C9 (Dickens-Mass-Reuter, Sieger)__1991: Mazda 787B (Gachot-Herbert-Weidler, Sieger)__1991: Jaguar XJR9 (Boesel-Ferté-Jones, Zweiter)__1992: Peugeot 905 (Blundell-Dalmas-Warwick, Sieger)__1998: Porsche GT1 (Aïello-McNish-Ortelli, Sieger)__2000: Audi R8 (Biella-Kristensen-Pirro, Sieger)__2009: Peugeot 908 (Brabham-Gené-Wurz, Sieger)__2013: Audi R18 E-Tron Quattro (Duval-Kristensen-McNish, Sieger; Faessler-Lotterer-Tréluyer, Sieger 2012)

Auch schauen: Ford GT40P/1016 – MkII @ Villa d’ Este

Text: www.salon-auto.ch

6. März 2014

Autosalon Genf 2014

von Markus

Messerundgang

Jede Menge zu sehen gab’s  auf dem diesjährigen Genfer Autosalon. Den Anfang  machte diesmal Renault. Um 8:00h flitzt ein kleiner Spielzeug-Twingo durch die Tür, kurz darauf ein Echter und mit seinem kaum größeren Wendekreis zirkelt er wild über die Teppichhügellandschaft des Messestandes. Guter Auftritt für den knuffigen Heckmotor-Renner, der gemeinsam mit Smart entwickelt wurde. Dann ist Porsche dran. Alles dreht sich um Motorsport. Marc Webber und Patrick Dempsey zeigen mit ihren Kollegen stolz die neuen Werkzeuge: der 911 RSR und der Le Mans Boliden 919. Auffällig lauter Applaus kam jedoch von scheinbar gebrieften und unauffällig in der Menge postierten Porsche Angestellten. Haben die Zuffenhausener so was nötig? Derweil werden um 8:30h bei Audi an der Bar schon die ersten Weißbiere gezapft (!), ich begnüge mich mit Kaffee und Gebäck und lausche wenig später der Neuheitenpräsentation. Alles sei „ultra“, wenig Verbrauch und so. Mit 3,2 l kann man A3 fahren.. Dann kommt der Hauptdarsteller. Der neue Audi TT, oder ist es nur ein Facelift? Mal die Brille aufsetzen. Die Scheinwerfer kommen mit Matrix LED Technik, das Cockpit ist volldigital, gebaut wird er in Ungarn. Meilensteine sehen anders aus. Weil TT und TTS recht fad sind, wird gleich noch ein TT quattro Sport Concept danebengestellt. Eieiei, damit hat Audi eine weitere Chance vertan, sich neu zu erfinden und stapft in ausgetretenen Pfaden. Sie wollen in den nächsten 5 Jahren 15 Milliarden in neue Modelle investieren, bleibt zu hoffen, dass davon auch was in die Designabteilungen wandert. Der neue Designchef Marc Lichte hat seine Rolle als „Victor, the Cleaner“ ja schon angetreten, in seinem Koffer hat er aber statt Salzsäure neue Malstifte mitgebracht. Bei Skoda steht ein aufregender Wagen. Groß, grasgrün und er heißt Vision C. Scharfkantig und mit coupehafter Linie von Jozef Kaban geschneidert und ebenso schneidig präsentiert. Die Marke sei „praktisch funktional, aber wir steigern uns in der Ästhetik.“ Hätte das Conceptcar nicht diese dreieckigen Leuchten, könnte man glatt einen neuen BMW vermuten. Das Ding ist echt heiß. Und auch die beiden Damen, die das Auto schmücken. Hyundai hat ebenfalls ein Highlight. Der Brennstoffzellen SUV Intrado wurde ja vorab mit mäßig guten Fotos gezeigt, entpuppt sich live aber als echter Augenschmaus. Windschlüpfrig mit runder Form und Sideblades gezeichnet und mit Leichtbauelementen gespickt steht er da. Klasse!

Die Pressekonferenzen der Hersteller gehen am Vormittag Schlag auf Schlag und sind manche sogar parallel. Weiter zu VW, die den Stand zu einem Laufssteg transformiert haben. Das Nachwuchsmodell Sara Nuru präsentiert sozusagen die Frühjahrskollektion. Die Marketingabteilung hat ein neues Wort gefunden und so kommen der neue Polo, der facegeliftete Scirocco und überhaupt fast alles im „geschärften“ Design daher. Der Blue GT bietet ökologischen Fahrspaß, mit dem Golf GTE kann man elektrisch emotional unterwegs sein und dank des Plug in Hybrids  dabei nur 1,5l/100km verbrennen. Der Star ist aber das Concept T-ROC. Ein blauer SUV mit Targa Dach, der sich größenmäßig zwischen Taigun und Tiguan einreiht. Schick&Schön! Bitte so bauen! Überhaupt haben die Kleinwagen dieses Jahr einen großen Auftritt. Citroen/Peugeot und Toyota zeigen die zweite Generation ihrer Zwergentruppe. Aller sehr verschieden und interessant. Der Peugeot trägt den konservativsten Anzug und kommt mit Markengesicht daher, den Aygo prägt eine mit Scheinwerfern und Kühlergrill x-förmig zusammenlaufende Front. Mir gefällt der Citroen C1 mit Kulleraugen und darüber sitzender Brauen am besten. Und am allerbesten als bicolores Konzept „Swiss & Me“, welches ich im hinteren Bereich des schönen Messestandes entdecke. Auch der Cactus wächst an mich heran und hat seine Stacheln verloren. Die reduzierten Formen sind wohltuend ruhig und die Farbkombinationen richtig gut! Was muss man sonst noch sehen? Den nach einigen vorangegangen Designauswüchsen ebenfalls wohltuend ruhig gestalteten Lamborghini Huracan. Ein echtes Brett! Die Italienischen Traditionsschneider sind hingegen ausgedünnt. Bertone ist verschwunden, Giugiaro, nun im VW Bauch stellt den trotz Flügeltüren total langweiligen Clipper hin. Einzig Pininfarina hat was zu bieten. Am Stand stehen der neue Ferrari California T und das zuvor erst zu wenigen Gelegenheiten gezeigte BMW Gran Lusso Coupe. Ein wirklichganz großer Wurf, der live und in Farbe erst seine wahre Pracht entfaltet. Bei Subaru sitzt Markenbotschafter DJ Bobo im Publikum und schaut sich die Enthüllungs-Show des knackig proportionierten Concepts Visiv 2 an. War der Vorgänger im letzen Jahr noch erstaunlich gefällig, zeigt dieser sich nun von einer sehr kantigen Seite, mit geöffneten Türen fast schon im Transformers-Style. Den immertreuen Schweizer Kunden wird’s gefallen! Der neue Mini hat noch mehr Speck angesetzt und ist jetzt ganz schön Maxi. BMW hat das 4er Gran Coupe und den 2er Active Tourer im Gepäck und heizt Mercedes-Benz ein. Die stellen ihr Flagschiff S-Klasse Coupe vor. Bei Volvo gibt’s den Schneewittchensarg Concept Estate und gleich daneben hat uns Maserati mit dem aufregenden Coupe Alfieri überrascht und sich selbst damit zum 100jährigen Geburtstag beschenkt.

Schon fast am Ende des Tages entdecke ich am quattroruote-Stand aber noch ein anderes Auto, welches zwar schon letztes Jahr bei der Aston Martin Jubiläumsfeier im Kensignton Park in London gezeigt wurde, danach aber in der Garage seines japanischen Auftraggebers verschwand. Das DBS Coupe Zagato Centennial. Wieder einmal zeigt sich, wie Fotos täuschen. Ich muss zugeben, die Form damals nicht verstanden zu haben und sie als eher hässlich eingestuft hatte. Nun steht ein faszinierendes Objekt vor mir, flach und breit. Mit wenigen Linien gezeichnet, ein wahres Kunstwerk auf Rädern. Der Designer Harada sagte dazu, er wollte ein einfaches, zeitloses Design schaffen, ein elegantes, sportliches und romantisches Auto, mit dem man an der Mittelmeerküste entlangfahren könne und die Zeit dabei etwas langsamer verginge. Was es nicht alles gibt!

Salon International de l’Auto

Mehr Automessen bei formfreu.de hier.

4. März 2014

Berlin Shoe Days @ Postbahnhof

von Tom

Die tolle Schuhschau im ehrwürdigen Postbahnhof am Ostbahnhof.

Berlin Shoe Days heißt die neue Tradeshow für Schuhe, die sich nicht nur an Einkäufer, Händler und Fachbesucher richtet, sondern den direkten und persönlichen Kontakt zum Endverbraucher in den Vordergrund stellt. 90 Aussteller zeigten, worin im Herbst/Winter unsere Füße stecken könnten…

Das Highlight war das temporäre Schuhmuseum: Die Niederländerin Liza Snook brachte ihr international bekanntes ‘Virtual Shoe Museum’ mit nach Berlin. Über den gesamten Messezeitraum wurden im Erdgeschoss des Postbahnhofes 50 ausgefallene – eigentlich untragbare – Kreationen und zum Staunen schöne Skulpturen unterschiedlichster Designer aus aller Welt gezeigt, die bereits in Museen wie dem Grassi in Leipzig oder der Villa Roth in Ulm ausgestellt wurden.

Berlin Shoe Days
Virtual Shoe Museum

26. Februar 2014

Street Art Meeting 2014 @ Urban Spree Gallery

von Tom

Die Winter-Edition des Street Art Meetings in der Urban Spree Gallery gab es am Wochenende: Livepaintig, Siebdruck, Party und Führungen auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain. Von Freitag bis Sonntag konnte man den Künstlern beim kreativen Arbeiten über die Schultern schauen. Screenprint, Sketch Club, Stickeria und das Darkroom Cinema waren weitere kurzweilige Programmpunkte.

Urban Spree Gallery

24. Februar 2014

Porschegeschichten: Evan und sein sandbeiger 2,0 SWB 911

von Markus

Verliebt mit 16, Probefahrt im Dunkeln und eine stürmische Überführung

Nachdem neulich unser formfreu.de 911er bei Petrolicious porträtiert wurde, haben mir Phil und sein Bruder Evan aus den USA geschrieben. Er ist Designstudent aus Michigan und hat seit einigen Jahren ein baugleiches Modell von 1968 in der Garage. Hier zeigt er uns einige Fotos und erzählt seine Geschichte zum Auto:

___________English text below

Ich war damals 16 Jahre alt und hatte seit 8 Monaten meinen Führerschein, als ich in den Computerraum des Hauses meiner Eltern ging und meine Augen zum ersten Mal auf meinen 911 trafen. Ich überflog die Fotos (ich wünschte, ich könnte sie noch finden) und nach nicht mal 2 Minuten, fragte ich meinen Vater: “Kann ich mir das leisten?”. (Eine lächerliche Frage für einen 16jährigen … aber meine Eltern hatten mir schon früh beigebracht, dass man für das, was man haben möchte, arbeiten muss. Und so hatte ich schon viele Jahre lang gespart und ich war verdammt gut darin!). Die Preise waren seinerzeit (2007) noch günstig und so konnte ich ihn zu einem guten Kurs erstehen. Wenn ich das heute erwähne, glaubt mir das keiner.

Mein Vater war seit frühester Jugend ein Vintage- Sportwagen- Sammler/ -Enthusiast und teilte das Hobby mit seinem Bruder. So hat sich der Virus auch auf mich übertragen und sich später auch auf die Faszination für Rennautos und historische Motorsportfotografie ausgedehnt, wie man an meiner tumblr Webseite sehen kann. Hauptsächlich amerikanische Sportwagen der 60er Jahre (GT40  Chaparrals  Daytona Coupes, Scarabs…) und natürlich Porsche.

Zurück zum Auto. Es stellte sich alsbald heraus, dass ich mir den 911 leisten könnte und ein paar Wochen später fuhren mein Vater und ich nach St. Louis, Illinois, um ihn abzuholen. Eine sechsstündige Reise von Grand Rapids/Michigan aus. Wir verließen das Haus am frühen Morgen und kamen gegen Mittag an. Ich werde nie vergessen, wie wir den Porsche aus der Scheune auf den Anhänger schoben. Der Verkäufer fragte mich, ob ich ihn nichtmal eine Runde fahren wollte aber ich war zu nervös und so entschied ich mich zu warten, bis ich nach Hause kam. Mein Vater fuhr für etwa 2 Stunden auf dem Heimweg, bevor er sagte: “Es ist jetzt dein Auto und du solltest jetzt auch mal lernen, wie man ein Zugfahrzeug mit einem Anhänger fährt.” Also tauschten wir die Sitze und nach einer kurzen Einführung (schaue in den Spiegel, das Gespann ist breiter als man denk…)  ging es los. Mein Vater schlief und ich schielte ständig in den Rückspiegel auf meinen nun eigenen Porsche. Nach einer guten Stunde sehe ich zur Linken einen riesigen Sturm über die Maisfelder fegen. Es fing an zu regnen und sieben Minuten später kam der ganze Himmel runter! Die vorbeifahrenden Autos überschütteten uns mit Wasser und ich schwamm für einen Moment auf und konnte das Gespann gerade noch abfangen. “SHIT! Mein erstes Auto, das erste mal mit Anhänger und dann abkacken!“ Mein Vater schlief die ganze Zeit schön fest. Kurz vor Mitternacht kamen wir zu Hause an. Als ich den Elfer vom Hänger fuhr, konnte nicht widerstehen und sagte zu meinem Vater: “Ich kann nicht mehr warten, ich muss jetzt mal um den Block fahren.” So habe ich der stockdunklen Nacht gelernt das ziemlich ausgeleierte Getriebe zu schalten und mich offiziell in den 911 mit seinem wunderbaren 6-Zylinderklang, dem trübe Licht der Kombiinstrumente und dem schlechte Grip der dünnen Reifen verliebt!

Was Reparaturen am Auto angeht, habe ich die Synchronringe im Getriebe ersetzt, den Kraftstofftank zweimal ausgebaut, Kraftstoffleitungen überprüft und die Kraftstoffpumpe und Filter ersetzt, um den Motor auf günstige Art zu säubern (als Student kommt die Kohle nicht so schnell rein, wie ich es mir für das Auto wünschen würde). Der Porsche befindet sich im Originalzustand und ich versuche ihn so zu erhalten.  Auch fahre ich nicht immer Vollgas auf den schönen, kurvigen Strassen, aber da kann man ja immer mal eine Ausnahme machen :) . Auch habe ich das Fahrwerk auf die Euro Höhe abgesenkt, das sieht besser aus und nicht wie ein Safari ST! Im Sommer versuche ich ihn mehrmals in der Woche zu fahren und im Winter steht er in einer beheizten Scheune mit anderen Freunden… Alfa GTV, ein 69er 911, 356 ‘59, ein ’31er Hot Rod, den mein Vater gebaut hat und noch ein paar anderen Autos.

Mehr formfreu.de-Porschegeschichten: hier

 

English version:

I was 16 at the time when I walked into the computer room of my parent’s house. It was then when I first laid eyes on my 911. It didn’t take more than 2 minutes of scanning through the images (i wish i could find those!) before I asked my dad, “Can I afford this?”.  (Such a ludicrous thing for a 16 to ask…but my parents taught me at a very young age that you work for what you want. So I had been working for many years before I was 16 and was pretty damn good at being tight with my money.) The market at the time was very different to what it is now. I bought this car at a very low price that when I mention it; people light up with amazement.

My father has been a vintage sports car collector/enthusiast since he was a teenager. Needless to say when I was young the bug bit me at a very, very young age.  Since my dad shared this hobby with my brother and I we were given fortunate opportunities and my father was smart and nice enough to pass on the passion.This passion then formulated into race cars and the vintage history that follows them. If you can tell by my tumblr, I am completely fascinated by them. Primarily 60’s American sports cars (GT40’s, Chaparrals, Daytona Coupes, Scarabs…etc) and of course Porsche’s.

Back to the car, turned out I could afford the 911 and a few weeks later my father and I traveled to St. Louis, Illinois. A 6 hour trip from Grand Rapids/Michigan. We left early morning and got to the car around noon. I will never forget coming up to the barn and pushing the (my) car out and onto the trailer. The seller asked me if I wanted to drive it around the block and to be honest, I was to nervous, so I opted to wait until I got home. My dad drove for about 2 hours on the way home before he said “It’s now your car and you should learn how to drive a truck with a trailer”. So we exchanged seats and off I went. He told me the basics….look in your mirrors..pay attention that you are wider than you think. So off he went to sleep as I stare in the rear view mirror looking at MY very own Porsche. An hour or so into my stint, I look over to my left and I see one of the biggest storms of the season rolling in over the corn fields. It started to rain…7 minutes later the rain came down like a blanket!  There were waves from passing cars and semi-trucks. At one point I hydroplaned into a corner and all I could think of was “SHIT! My first car, my first time towing and I am going to wreck!” I managed to save it just before the shoulder ended and carried on, during the time my dad is fast asleep.  We got it home just before midnight. I backed it off the trailer and couldn’t resist. I looked at my dad and said “I cant wait anymore, im going around the block.”  I learned the dog leg gear box in pitch black with really old syncros and rubber. The stick was all over the place. But it was on that damp, black night that I officially fell in love with the 911. The noise of the flat six, the dim light gauge cluster and the grip from the skinny tires !

As far as repairs to the car I replaced the rubber syncros for smooth, direct shifting. I dropped the fuel tank twice and went through fuel lines and bought new fuel pumps/filters to help clean up the engine in a minimal expense way. (im a student and funds aren’t coming in as strong as I’d like for this car).  So for now im preserving the car, trying not to be tempted on stepping on the gas whenever I have an open road of twisty’s….but there is always an exception :) . Oh and I lowered the car to euro height since it gives it a little better stance in my opinion. It was still at US ride height when i got it and looked like a safari ST!

During the summer I try to drive it more than once a week and during the winter it is stored in a heated barn with other friends. Alfa GTV’s, a ’69 911, ’59 356, a ’31 Hot rod my father created along with a few other cars.

#porschegeschichten

Fotos: Evan Knudsen und Harrison Fry

9. Februar 2014

Diesterweg-Gymnasium

von Tom

Restmodern und knallorange.

“Knallorange leuchtet das Gebäude des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding, dunkelgrüne Details setzten markante Akzente. Neben der Farbe sind abgerundete Fassadenelemente auffällig: soft-edge-Nachkriegsmoderne, leider von Verfall und Abriss bedroht. Die Schule entstand Mitte der 1970er Jahre im Sanierungsgebiet Brunnenviertel auf einem Baublock zwischen der Putbusser und der Swinemünder Straße.”* Der vom vom Architekturbüro Pysall, Jensen und Stahrenberg & Partner entworfene Bau weist den typisch futuristischen poppigen Stil dieser Zeit auf, den man z.B. auch im ICC oder Bierpinsel findet.

Man rechnet heute das Diesterweg-Gymnasium auch der sog. “Restmoderne” zu, ein von dem Architekturkritiker Oliver Elsers und dem Fotographen Andreas Muhs ins Leben gerufener Begriff. “Der Blick richtet sich hier nicht auf die architektonischen Stars, sondern auf die zeittypischen, im Alltagsgebrauch abgegriffenen Bauten, deren Architekten noch nie bekannt oder aber schon lange in der Vergessenheit verschwunden sind. Die Restmoderne ist also eine virtuelle Epoche der Architektur, die einzig davon zusammengehalten wird, dass ihre Ikonen die nächsten zehn bis zwanzig Jahre vermutlich nicht überleben werden.”**

“Leider sind Schule und Bibliothek seit 2011 geschlossen. Das Brunnenviertel, ein Gebiet mit schwieriger Sozialstruktur, hat mit der Schließung der Schule einen wichtigen Bildungsort und Treffpunkt verloren. Die konkrete Nachnutzung von Gebäude und Umfeld sind bislang ungeklärt, geplant ist eine Neubebauung mit Wohnhäusern.”* Was ist aus dem Konzept des Architektenteams Clemens, Horlitz und Hummel geworden?

Unsere Fotostrecke von 2009 findet ihr hier.

Ähnlich: Ernst-Reuter-Sekundarschule Wedding, Dreilinden, Behördenzentrum Suhl

*Zitat: http://www.urbanophil.net/staedtebau-architektur/adventskalender-tag-20-diesterweg-gymnasium-in-berlin-wedding/
**Zitat: http://www.kultura-extra.de/kunst/spezial/restmoderne.html

8. Februar 2014

Markus Müller Photographie

von Tom

Markus “Rasselmeier” Müller ist ein ‘autoverrückter’ Photograph. Wir freuen uns, einige seiner Aufnahmen bei formfreu.de zeigen zu dürfen.

Meine Leidenschaft ist es, klassische Autos in allen erdenklichen Zustandskategorien zu fotografieren. Mit klassischem Foto-Gerät “Old School” auf Film, meistens schwarz-weiß, selbstentwickelt. Vom Schrotthaufen bis zum perfekt restaurierten Exemplar. Die Schönheit findet sich bei diesen wunderbaren Formen in jedem Zustand, bis hin zum Verfall.

Die Bilderstrecke zeigt u.a. Aufnahmen aus Südfrankreich, wo man noch heute manch automobile Schatzhöhle mit Fahrzeugen im Dornröschenschlaf finden kann, oder vom Strassenrand in Lappland (Volvo)… sowie von verschiedenen Oldtimerveranstaltungen. Vielen Dank!

Copyright: Markus Müller