Retro Classics meets Barock 2011

Die Retro Classics in Stuttgart im März ist eine der größten Oldtimer-Messen Europas und der mittlerweile schon zur Tradition gewordene Saisonauftakt für alle Fans von schönem altem Blech in Süddeutschland. Das Retro Classics Team um Karl Ulrich Herrmann weiss aber auch im Sommer die Freunde klassischer Automobile zu begeistern: Dann heißt es ‘Retro Classics meets Barock’. Und Residenzschloß und Blühendes Barock in Ludwigsburg werden für ein Wochenende zu einer atemberaubenden Kulisse für exquisite Oldtimer. Ende Juni gab es die achte Edition der feinen Veranstaltung.

Der Schwerpunkt des Events war der “Concours d’Élégance”. Die teilnehmenden automobilen Kostbarkeiten durften dabei nicht älter als 50 Jahre sein und mußten sich der strengen Prüfung der 27-köpfigen Fachjury unter Vorsitz von Prof. Peter Pfeiffer und unter Leitung von Matthias Runar stellen. Gesucht wird ‘der künstlerische Ausdruck einer dynamischen Skulptur’. Kriterien sind neben Schönheit und Eleganz auch Originalität und Seltenheit, Homogenität, exzellente Technik und geschichtliche Bedeutung. Der diesjährige Gewinner war ein super schöner Maybach SW 38 aus dem Jahre 1938 – eines der zwei letzten noch existierenden Sportcabriolets. Der Concours d’Élégance besitzt die FIVA-A-Lizenz. Somit wird diese Schönheitskonkurrenz auf der gleichen Qualitätsebene wie die weltberühmten Veranstaltungen in Pebble Beach und der Villa d`Este durchgeführt.

Parallel dazu lief das “Festival of Classic Cars”. Hier durften Oldtimer, die bereits in den vergangenen Jahren am Concours teilgenommen haben oder jünger als 50 jahre alt sind, um die Wette glänzen und strahlen. Es siegte in diesem Jahr ein VW Käfer 1200 von 1967 in nahezu perfektem Originalzustand.

Der Innenhof des Residenzschlosses war der elegante und perfekte Rahmen für eine hochkarätige Sonderschau: 47 seltene Automobile des diesjährigen Premiumpartners Maybach gab es zu bewundern – sowohl Oldtimer als auch aktuelle Modelle und größtenteils natürlich Unikate. Die ebenfalls im Schlossinnenhof gezeigten historischen Feuerwehrfahrzeuge waren ein spannender Kontrast zu den Maybach-Limousinen. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war das Sonderfeld Rolls-Royce anläßlich des 100. Geburtstags der “Spirit of Ecstasy”. “eVisions” oder “Ludwigsburg elektrisiert”: Die Residenzstadt ist Modellkommune für E-Mobilität und lud zu einer Sonderausstellung historischer und aktueller Elektrofahrzeuge.

Das Maybach-Sonderfeld gibt es in einem weiteren Beitrag zu sehen.

Alle Fotostrecken zu Retro Classics bei formfreu.de findet ihr hier.

Retro Classics meets Barock

#RetroClassics

Werkschau Pforzheim _Etienne Giuga: „What is if the Future was Yesterday“

Wie ein prähistorisches Insekt im Bernstein eigeschlossen scheint das Stereolithographie Modell im 150kg schweren Silikonblock zu schweben. Etienne Giuga zeigte auf der letzten Semesterpräsentation in Pforzheim zwei unglaubliche Modelle, die als Praktikumsarbeit und Bachelor Tesis in Zusammenarbeit mit Audi entstanden sind.

Sehr filigran ist auch das andere Modell. Mit verschiedenen Materialien und Farbverläufen dekoriert, spitzwinklig, dann wieder fließend, asymetrische Layer übereinandergeschichtet, Schaum herausquellend, leicht luftig, dennoch wie aus einem Guss. Vor dem Modellpodest stehen zwei Originalzeichnungen aus verschiedenen Kollagetechniken mit Tape und Papier und Farben. Sie sorgen für eine visuelle Expolison und Tiefe, die schwer in einem Foto einzufangen ist. Man muss auch nicht immer alles verstehen, um fasziniert zu sein….

 

WHAT IF THE FUTURE WAS YESTERDAY – BACHELOR THESIS 2011

“In meiner Abschlussarbeit habe ich mich mit verschiedenen Zuständen und Bereichen der Natur des Menschen bis hin zu seinen Vorlieben und Gefühlen auseinandergesetzt. Dadurch bin ich in der Gestaltung und dem Design von Automobilen einen neuen, viel weiteren Schritt gegangen.

Um meine Version der Zukunft, die gedankliche “Überzukunft” zu erreichen, versuche ich, das bis zu diesem Zeitpunkt Mögliche zu durchbrechen; dass heißt Einschränkungen zu überwinden und so Akzeptanz außerhalb bestehender Konventionen zu ermöglichen. So gebe ich Gelegenheit etwas, was denkbar und vielleicht erstrebenswert ist zu verwirklichen, wenn wir uns nicht an geltende Konventionen halten müssen und somit gegenüber vollkommen neuen Ideen in Bezug auf den Umgang mit Formen und Formsprache offen stehen.

Für das Formale „Exterieur“ (Kubus) habe ich mich an einer Form, die sich vom Quadrat ableitet, orientiert: ein Quader. Dieser ist gleichzeitig Symbol der puren minimalistischen Expression des Menschen und Brücke zur formalen Darstellung des Fahrzeuges der “Überzukunft”.

Im Inneren befindet sich die Projektion einer Retrospektive jenes Automobildesigns, welches wir bis zu diesem Zeitpunkt gekannt und wahrgenommen haben.

Für das Formale des „Interieurs“ habe ich mich an denen eines Sportwagens orientiert, weil ein weiteres Ziel meiner Abschlussarbeit war, Emotionen zu erzeugen.

Die Technik ist vom Design getrennt. Das Auto bewegt sich in einem System, von mir Anathema genannt; dies geschieht dank dem Energieaustausch zwischen den Molekülen aus denen der Kubus erstellt ist und diesem System.”*


 

AUDI STEED CORAL – INTERNSHIP PROJECT 2010

“Im Jahr 2140, beim Vierten Vierzigsten Jubiläums-Quattro, wird Audi ein Weltrennen veranstalten.

Dieses Rennen wird auf verschiedene Orte der Welt verteilt in den vier Jahreszeiten statt finden.

Das Konzept ist, dass am Ende das Auto seine Geschichte, die es durch formale Veränderungen der Außenhaut und der Proportionen des Fahrzeug durchgemacht hat, „erzählen“ kann.

Im Auto fährt eine Crew von vier Personen: Driver, Mechanic, System Engineer und die Weather Gril.

Es befinden sich 4 Antriebe in den 4 Rädern, die unabhängig voneinander arbeiten: somit ist die Quattro-Technologie aufs höchste Niveau gebracht worden.

Das Modell wurde nach Ablauf des ersten Abschnitts des Rennens, während dessen das Auto die Antarktis befahren hat, hergestellt. Auf der rechten Seite wurde es von einem Schneesturm getroffen und dadurch hat es sich sehr poligonalisch geformt und es haben sich Eiskristalle gebildet. Die linke Seite, die nicht frontal vom  Sturm getroffen wurde, hat sich durch die Strömungen des Windes organisch umgeformt.

Durch den extremen Temperaturunterschied zwischen Winter und Sommer werden die Übergangsjahreszeiten verschwinden, und statt dessen entsteht ein Phänomen wo Farben fassbar werden; dieses habe ich „Colour Break“ genannt.”*


 

Noch mehr schöne Sachen aus Pforzheim gibt es hier.

 
* Text: Etienne Giuga

Studiofotos: Etienne Giuga/FH Pforzheim

#Pforzheim

Werkschau Pforzheim 15./16.Juli 2011

Eine Reise nach Pforzheim lohnt eigentlich nur, wenn zweimal im Jahr die Designstudenten der Fakultät für Gestaltung der Hochschule ihre Semesterarbeiten zeigen. So geschehen am letzten Freitag und Samstag. Im Hauptgebäude in der Holzgartenstrasse gibt’s traditionsgemäß Visuelle Kommunikation, Mode-, Schmuck- und Objekt- und Industrialdesign zu sehen. Sehr schön auch in den oberen Stockwerken das kreative Chaos der Malereiräume. Bloß nicht aufräumen!!

Im gediegenen Congress Centrum erwarteten die Transportationdesigner die Besucher. Am Freitag auch nicht so voll, sehr angenehm also. Im hinteren Eck gegenüber der Kaffee-Bar versteckten sich die 2.-Semester-Studenten. Ohne Grund, denn deren Skizzenkollagen zu verschiedenen Wochenprojekten konnten sich durchaus sehen lassen!! Tolle Ideen zu den Themen Renault 4, Porsche 914, Tiere und Automarken oder britischen Sportscars. Das 3. Semester beschäftigte sich mit kreativen Minimalkonzepten inspiriert vom Mini Moke oder dem Citroen Merhari. 4. und 6. Semester erarbeiteten Interior- und Exteriorvisionen in Zusammenarbeit mit BMW. Thesisprojekte waren u. a. eine Mini Limousine, Neue Ästhetik und Funktion für ein Mercedes Elektroauto, Bike`n trike oder abstrakte Themen wie eigenZeit, Beyond Digital- back to reality, Relativität, Between the folds oder Shape-Shifting Architecture-inspired by bio-structural analogues…hmmm. Interesting.

Den kreativen Vogel abgeschossen hat aber Etienne Giuga, der zwei Modelle in Zusammenarbeit mit Audi zeigte. “What is if the Future was Yesterday” war ein in einen 150kg schweren Silikonblock eingegossenes Stereolithographie-Modell. Daneben eine filigrane Skulptur auf Rädern mit allerlei Materialien und Farbverläufen dekoriert. Ich bin begeistert und mache demnächst noch ein Extraposting zu den Projekten…

Alle unsere Beiträge aus der Pforzheimer Hochschule findet ihr hier.

HS Pforzheim

 

#Pforzheim

Marzal, Stratos HF Zero, Bravo & Co. @ RM Auctions #1

Villa d’Este 2011. Für alle, die noch nicht genug exquisite Autos gesehen hatten oder sich vielleicht noch eines zulegen wollten, gab es eine im Rahmen des Concorso d’ Eleganza erstmalig veranstaltete und bis in den späten Abend dauernde Auktion mit der Versteigerung ganz besonderer Preziosen. 32 Fahrzeuge sollten durch RM Auctions unter den Hammer kommen. Darunter waren sechs aufregende Prototypen aus der Sammlung der Designschmiede Bertone aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Sibilo, Athon, Bravo, Testudo, Marzal und Stratos HF Zero. Einzigartige Einzelstücke und wahrhafte Ikonen des Automobildesigns. Vielleicht ein letztmaliger gemeinsamer Auftritt. Irgendwie und irgendwo parken sie schon immer in der Tiefgarage meines Herzen. Meine Kindheitstraumautos schlechthin. Ganz viel Gänsehaut. Automobildesigneradrenalin pur. Zum Nichtsattsehen und Nichtsattfotografieren.

Von Giorgetto Giugiaro, Marcello Gandini und Marc Deschamps gezeichnete Meisterwerke. Flitzer, die allesamt wie aus einem Science-Fiction-Film wirken. Flach und futuristisch. Keilform pur. Schärfste Kanten. Vrroooommm….

Den Auftakt machte der braune Lancia Sibilo von 1978: Der Renner mit den Bullaugenschiebefenstern konnte für unerwartete 95200 Euro den Besitzer wechseln, und der 1980er Lamborghini Athon erreichte satte 347200 Euro. Wahnsinn: Der 1974er Lamborghini Bravo übertraf seine Preisvorstellungen von 150000 bis 220000 Euro mit unglaublichen 588000 um Längen. Der 1963er Chevrolet Testudo blieb mit 336000 Euro dagegen hinter den erwarteten Erlösen zurück, während der 1967er Lamborghini Marzal mit stolzen 1512000 Euro klar und souverän seine Erwartungen erfüllte. Überraschend niedrig war dann allerdings das Ergebnis des extrem gezeichneten 1970er Lancia Stratos HF Zero, der für ‘lediglich’ 761600 Euro den Besitzer wechselte.

Tausend Impressionen. Von der Preview und vom Auktionsabend im Park der Villa Erba.

Noch mehr schöne Autos und alle Fotostrecken vom Lago di Como: Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de.

Mehr automobile Träume aus Italien gibt es hier. Und mehr Marzal findet ihr hier.

RM Auctions @ Villa d’Este 2011

Hochkarätige Klassiker unterm Hammer.

Weiter geht es mit den Fotostrecken von Villa d’Este 2011. Im Rahmen des feinen Concorso d’Eleganza lud in diesem Jahr RM Auctions erstmals zum exquisiten und hochpreisigen Oldtimerversteigern in den Park der Villa Erba. Fahrzeuge im beeindruckenden Wert von 23 Millionen Euro wechselten den Besitzer. Während der Bugatti Type 57 SC Atalante oder der Ford GT Prototype Roadster nicht verkauft werden konnten, erreichte der 1955er Ferrari 375 MM Berlinetta die Rekordsumme von 3.360.000 Euro. Der bunte 1957er Ferrari 500 TRC wurde für 2.800.000 Euro verkauft. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Versteigerung von sechs Design-Prototypen aus der Bertone-Sammlung. Dazu dann demnächst eine gesonderte Fotostrecke.

RM Auctions ist das weltweit größte Auktionshaus für historische Automobile.

RM Auctions

Alle Bilderreihen und Beiträge zum Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

Prototyp. Personen. Kraft. Wagen.

Prototyp ist seit ein paar Jahren für Autofans die gute Adresse in der Hamburger Hafencity. In dem privat geführten Museum gibt es Porsche-Raritäten und faszinierende Unikate des deutschen Rennsports in modernem Ambiente zu sehen.

Rundgang durch die ehemaligen Fabrikhallen der einstigen ‘New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie’.

Bis Mitte Juni lief die Sonderausstellung Archetypen – die ersten Volkswagen mit seltenen Urahnen und Vorläufern des VW Käfer. Zu sehen waren Versuchsfahrzeuge und Sonderkarosserien, die die Anfänge des Käfers aufzeigen. So z. B. der älteste noch existierende Vorläufer des Volkswagens, der Porsche Typ 32 von 1934, oder der originalgetreu rekonstruierte V 30 Versuchswagen von 1936/37. Highlight war sicher der wieder aufgebaute Berlin-Rom-Wagen VW Typ 60K von 1939.

Mehr Prototyp Hamburg bei formfreu.de findet ihr hier. Mehr Berlin-Rom-Wagen gibt es hier, und mehr V 30 Prototyp gibt es hier.

Prototyp. Personen. Kraft. Wagen.

Best Of British Classic Car Events by Julian Thomson

Wir berichten ja viel aus Deutschland, Italien, Spanien oder auch mal aus Frankreich. Aber England? Hmm, bisher eher weniger. Um so glücklicher sind wir, dass Julian Thomson in seinem Archiv gekramt und uns ein tolles “very best of” der besten Classic Car Events der letzten Jahre zusammengestellt hat. Ich kenne Julian noch als meiner Zeit im Design Center Europe von VW in Spanien, inzwischen ist er Leiter des Jaguar Advanced Designs, wo er z.B. letztes Jahr den C-X75 entwickelt hat. Hier nun Pics vom Festival of Speed 2009, 2010, Goodwood Revival 2008, Hurlingham Concours d’Elegance 2010 oder Silverstone 2008 und 2009. Ein paar Fotos von Villa d’ Este 2007 sind auch am Schluss mit reingerutscht. Grelle Farben, tolle Kontraste, sehr schön!!!

formfreu.de: Goodwood Festival of Speed 2010

Fotos: Julian Thomson

Mehr DMY Satelliten

DMY International Design Festival Berlin 2011

Ergänzend zur zentralen Ausstellung öffneten zahlreiche Satellitenveranstaltungen ihre Türen. Über 50 Ausstellungen – zusammengefaßt unter dem Modul DMY Satelliten – luden dazu ein, in Berliner Designstudios, Galerien, Museen und Hochschulen die kreativen Orte der Stadt zu erkunden.

Die Fotostrecke zeigt folgende thematische Sonderausstellungen, Locations und Events:

tokyobike @ Parkhaus – tokyobike feierte im Rahmen von DMY 2011 Debüt in Deutschland. Das trendige Fahrrad aus Japan kombiniert minimalistisches Design in leuchtenden Farben. Reduziert auf das Wesentliche: Leichter Stahlrahmen. Kleine Laufräder. Gerader Lenker. Das wunderschöne Fahrrad zum fairen Preis – für alle fahrradbegeisterten und trendbewussten Groß- und Kleinstädter. – tokyobike
Himo @ Mimosa Pale – Skulpturale Kopfbedeckungen aus Materialien, die man vorher noch nie auf dem Kopf getragen hat: Tischdecke, Diskokugeln, Schnapsgläser oder Zuckerwatte. Performance im Alltag. – Himo @ Mimosa Pale
m.a.l.v. – konzeptionelles Experimentieren mit roten Klebestreifen auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes – m.a.l.v.
snapshot UdK 2011: Mythos Original – über Kopien, Duplikate und Reproduktionen – Kompliment oder Verbrechen? Wann ist etwas eine Inspriation, eine Referenz, eine Hommage, ein Remix, wann ein Plagiat? – Designtransfer UdK Berlin
filqshake @ Ateliershof Kreuzberg – Das Berliner Duo filq präsentierte aktuelle Arbeiten in seinem Studio auf dem Ateliershof Kreuzberg. Natürlich mit dabei: die berühmten Klappsessel und -tische von Philipp Becker und Philip Paul. – filq
Sandberg Institute: Dirty Art Department @ Boetzow-Brauerei – Workshop und “ein offener Raum für alle möglichen Gedanken, Kreationen und Aktionen”… Frohes Pizzabacken und Biertrinken zum Start des neuen Master-Studienganges in Angewandter Kunst und Design in Amsterdam – Sandberg Institute
Le Van Bo: Hartz IV Wohnung – Make Yourself A Home @ Open Design City (Betahaus) – Fröhliches Möbelbauen. Basierend auf einer Einraum-Standardwohnung hat der Architekt Le Van Bo eine Musterwohnung mit Selbstbaumöbeln entwickelt, die auf minimalem Wohnraum maximale Lebensqualität ermöglichen soll. Nicht unbemerkt blieben außerdem die super schönen roten Häkellampenschirme im Cafébereich des Betahauses. – Le Van Bo

DMY Berlin

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DMY Satelliten _Direktorenhaus: Materiality

DMY International Design Festival Berlin 2011

Als Satelliten des Festivals luden über 50 Galerien, Museen, Studios und Designinstitutionen zu dezentralen Ausstellungen in ganz Berlin. Neben den Ausstellungen und Präsentationen lokaler, nationaler und internationaler Designer, konnten Besucher in zahlreichen offenen Studios und Ateliers Einblicke in die Arbeitsprozesse der Designer gewinnen.

Das Direktorenhaus ist Berlins neuer Ort für Designkunst. Eine Mischung aus Museum, Galerie und Concept Store. Am 3. Juni startete dort ‘Materiality’ mit Arbeiten von Benjamin Hubert – seine erste Einzelausstellung. Außen am Gebäude hängen bunte Vogelhäuschen von Beugism.

Mehr Direktorenhaus gibt es bei formfreu.de hier und hier.

Direktorenhaus

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DMY 2011 _Zentrale Ausstellung

DMY International Design Festival Berlin 2011 @ Zentralflughafen Berlin-Tempelhof

Zum neunten Male hieß es DMY. Das diesjährige DMY International Design Festival zeigte Produkte, Projekte und Ideen von über 500 Designern. Wie schon im vergangenen Jahr bildete der ehemalige Zentralflughafen Berlin-Tempelhof mit seinen lichtdurchfluteten geschichtsträchtigen Hangars und dem endlos scheinenden Landefeld eine beeindruckende Kulisse für die zentrale Ausstellung.

Auf 14.000 qm gab es Arbeiten professioneller Designer, Studios und Firmen sowie auch junger Talente und Hochschulen zu sehen. Institutionen aus Hong Kong, Taipei, Seoul und Buenos Aires präsentierten mit einer Auswahl an kuratierten Ausstellungen interessante Ländershows. Helsinki wird 2012 World Capital of Design sein. Der diesjährige Länderfokus richtete so sein Augenmerk auf Designkultur und Designästhetik sowie neue Arbeiten aus Finnland.

Das Verzeichnis der zahlreichen Aussteller findet ihr hier.

Die Fotostrecken von DMY@THF des vergangenen Jahres gibt es hier und hier und hier.

DMY Berlin

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DeZir & Co. @ Villa d’Este 2011

Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2011. Concept Cars e Prototipi.

Zeitreise am Comer See. Während in den Garten- und Parkanlagen des feinen Grand Hotels die kostbarsten historischen Fahrzeuge aus vergangenen Epochen um die Wette glänzen, braucht man nur wenige Schritte – auf die andere Seite der Hotelterrasse – zu machen, um aus der glorreichen automobilen Vergangenheit in eine spannende – elektrisch elektrisierende oder kohlefaservolle – Zukunft zu schauen. Die neuesten Concept Cars und Prototypen aus den Kreativabteilungen namhafter Autohersteller und kleiner Designschmieden präsentieren den Dernier Cri Automobile.

Die Schau der Designstudien in Cernobbio ist eine äußerst seltene Gelegenheit, diese Fahrzeuge außerhalb der künstlichen Inszenierungen auf Automobilmessen oder der offiziellen Pressefotos zu sehen. Man kann direkt bei Tageslicht die Formen mit ihren Reflexionen und Spiegelungen auf den lackierten Oberflächen betrachten und die Proportionen und die Details gegenüberstellen und studieren. Dieses Jahr gab es für die Formenschauer ein ganz besonderes seltenes – pitschenasses – Spektakel: Ein heftiger Platzregen donnerte und fegte während der Parade über die Hotelterrasse…

Weltpremiere: Aston Martin hat zusammen mit Zagato den Aston Martin V12 Zagato Concept aufgelegt. Der V12 Vantage wurde von den Italienern in ein komplett neues – für die Briten untypisches feurig rot lackiertes – Aluminium-Karosseriekleid gesteckt. Er soll an den DB 4 von 1960/61 und die Zusammenarbeit mit dem britischen Sportwagenbauer vor über 50 Jahren erinnern. Natürlich darf dem Zagato-Entwurf das typische Double-Bubble-Dach nicht fehlen. Die Studie wird übrigens kein Einzelstück bleiben. Schon im kommenden Jahr soll eine Kleinserie aufgelegt werden. Der spektakuläre Renault DeZir war schon vergangenen Herbst in Paris zu sehen: Ein futuristischer und gleichzeitig sinnlich-leidenschaftlicher Zweisitzer mit scherenartig gegenläufigen Flügeltüren, die auf der linken Seite in Fahrtrichtung und auf der rechten Seite entgegengesetzt öffnen, und mit in tiefem Rot lackierten muskulösen Flanken mit polierten Aluminiumeinsätzen…

Einen außergewöhnlichen Auftritt zeigte der Amerikaner James Glickenhaus mit dem Scuderia Cameron Glickenhaus P4/5. Der Supersportler wurde von Pininfarina als persönliches Projekt für den US-Milliardär entwickelt. Als Basis des in einer Karbonrüstung steckenden GT2 Renners im Stil des 330 P3/4 von 1967 dient ein Ferrari F430 Chassis. Der hier gezeigte P4/5 soll am 24 Stunden-Rennen am Nürburgring teilnehmen. Mercedes-Benz präsentierte nochmals seinen eleganten Shooting Brake auf Basis des neuen CLS und Infiniti den Etherea Concept mit unkonventionellem Säulenwerk. Der Audi quattro Concept in Col de Turini-Weiß soll dem Start der Allradaudis vor über 30 Jahren huldigen. ItalDesign Giugiaro parkte mit dem Minivan Volkswagen Go auf der berühmten Hotelterrasse. Eigentlich hätte das sportliche Schwestermodell Tex viel besser in den eleganten Kontext gepaßt. Und Gastgeber BMW feierte – außer Konkurrenz – mit dem 328 Hommage das 75-jährige Jubiläum der Markenikone 328 aus Eisenach.

Für Zagato war der Concorso d’Eleganza ein erfolgreiches Heimspiel: In der Klasse der ‚Concept Cars and Prototypes’ konnte sich der Entwurf der Lombarden für Aston Martin als schönstes Fahrzeug durchsetzen.

Noch mehr schöne Autos und alle Fotostrecken vom Lago di Como: Concorso d’Eleganza Villa d’Este bei formfreu.de. Einen gesonderten Beitrag zum neuen Karbon-Heritage-BMW findet ihr hier. Und noch mehr DeZir gibt es hier und hier