Rückspiegel: Norisring

Flohmarktfund: Rennwochenende am Norisring. 70er-Nostalgie pur.

Der Norisring ist die Rennstrecke von Nürnberg – ein ‘Stadtkurs’. Dort, wo normalerweise der Straßenverkehr der größten mittelfränkischen Stadt fließt, gibt es geilen Motorsport. In den Nachkriegsjahren fanden dort die ersten Motorrad- und Autorennen statt – vorbei an der Steintribüne des bis dahin als Reichsparteitagsgelände genutzten Areals. Die Fotos – aus den frühen(?) 70er Jahren – sind Aufnahmen von Rennen verschiedener Fahrzeugklassen. Wer darüber detaillierter bescheid weiß, kann uns gerne ein paar Sätze zukommen lassen… ;-)

Noch heute finden auf dem Norisring Rennen der DTM statt.

Allen Fans historischer Autofotografie empfehlen wir Autostolz

Hinweis: Die gezeigten Fotos wurden auf einem Flohmarkt erworben. Urheber und Rechteinhaber des Bildmaterials sind natürlich unbekannt. Sollte jemand nachweislich im Besitz der Bildrechte sein, bitten wir ihn, sich mit formfreu.de in Verbindung zu setzen.

Mille Miglia 2011 – Tiefgarage

Die Mille Miglia ist das italienische Traditionsrennen schlechthin. Über 80 Jahre pure Faszination. Die Fans historischer Rennfahrzeuge schauten vergangene Woche wieder gespannt Richtung Süden.

Von Bologna aus bewegte sich das rollende Museum am Freitag, den 13. Mai, in Richtung Adria-Küste und dann weiter ins Landesinnere, von wo aus das Etappenziel Rom wieder über Rieti erreicht wurde. In Rom konnten die alten Renner das historische Zentrum im wunderschönen Abendlicht zu erfahren, denn das Ziel war wieder die Engelsburg vor dem Petersplatz. Und da, irgendwo da, gibt es auch jene dunkle Tiefgarage, in welcher Jahr für Jahr die millionenschweren Boliden für die Nacht untergestellt, gestreichelt und für den nächsten Tag vorbereitet werden. Fabrizio Buonamassa Stigliani war auch dieses Jahr wieder vor Ort…

Am folgenden Tag ging es dann weiter Richtung Siena, Florenz, Futa, Modena und schließlich Brescia. Den Porsche 550 Spyder aus dem Porsche Museum kennen wir übrigens von der letztjährigen Sachsen Classic.

Von Alessandro Camilli sind die weiteren Aufnahmen von einer Zeitkontrolle in Viterbo.

Mille Miglia Tiefgaragenbilder aus den vergangenen Jahren findet ihr hier und hier

#Mille Miglia

Fotos: Copyright: Fabrizio Buonamassa Stigliani, Alessandro Camilli

5. OST-Fahrzeugtreffen @ Luftfahrtmuseum Finowfurt

Oldtimer von AWO bis ZT

Finow ist ein ehemaliger sowjetischer Militärflugplatz in der Märkischen Heide in Brandenburg unweit vor den Toren Berlins. Heute beherbergt das Areal die Luftfahrthistorische Sammlung Finowfurt. Eine Vielzahl von Flugzeugen, Hubschraubern, Triebwerken, Wracks und Wrackteilen gibt es zu erkunden und bestaunen. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Militär-Luftfahrt der früheren Ostblock-Staaten und die Geschichte der DDR-Luftfahrt, mit Schwerpunkt Interflug und NVA-Luftstreitkräfte. Zu sehen gibt es unter anderem die Tu-134 (die erste Version noch mit dem gläsernen Bomberbug, hinter dem der Navigator saß), die IL-14P (die frühere Regierungsmaschine von Walter Ulbricht), die Jak 28 und die Mig-21.

Zum fünften Mal war das Luftfahrtmuseum Finowfurt Rahmen und Austragungsort für das OST-Fahrzeugtreffen. Auf dem historischen Gelände zwischen den Hangars und den alten Flugzeugen setzten sich geliebte Oldtimer und praktische Nutzfahrzeuge genauso in Szene wie alte Militär- und Volkspolizeifahrzeuge. Ein riesiges Event und tolles Spektakel. Über 1000 ausgestellte automobile Schätze und Kuriositäten. Motorenkrach und blauer Qualm. Ein Mekka für Trabant, Wartburg, Barkas, EMW, Skoda, Lada, Moskwitsch, Tatra, Robur, Ural, Simson, MZ und ihre stolzen Besitzer. Und eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte. Umfassende Teilemärkte, Geländefahrten im Panzer sowjetischer Bauart und Rundflüge mit dem legendären Doppeldecker AN-2 rundeten das Programm ab.

Luftfahrtmuseum Finowfurt

Noch mehr Ostautofreu.de bei formfreu.de gibt es hier und hier und hier und hier und hier. Historische Fotos von Trabant, Wartburg & Co gibt es bei autostolz.formfreu.de. Und unsere Flugzeugfotos gibt es hier. Viel Spaß!

#Wartburg, #Finowfurt

Grand Prix de Pau Historique 2011

Pau ist ein kleines Kaff im äussersten Südwesten Frankreichs und schon die Anreise ist etwas beschwerlich. Von Barcelona kommend sind die Pyrenäen zu überqueren und ich schraube mich wie Hannibal durch die Berge. Anstatt des Tunnels über die Grenze nehme ich den 1600m hohe Somport-Pass. Der Weg das Ziel. Einmal in Pau angekommen überrascht der 2,7km lange Stadtkurs mit dramatischer Streckenführung und toller Botanik. Alles erinnert etwas an Monte Carlo, nur kleiner. Schon in den 30er Jahren wurden hier Rennen gefahren, allein bis 1963 wurden 11 Formel 1 Rennen ausgetragen. Namen wie Tazio Nuvolari, Hermann Lang, Alberto Ascari, Juan Manuel Fangio, Jack Brabham, Jochen Rind oder  Jim Clark sind untrennbar mit dem Stadtkurs verbunden. Gefahren wird in verschiedenen Klassen. In der Trophée Legende stehen neben zwei BMW 328 auch 18 Bugatti der Modelle 35, 37, 44 und 51 am Start!!! Die Trophée Argentin HGPCA pré 1961 wartet mit Lotus 16 und Maserati 4CM und 250F auf. Tolle GTs und Sportzweisitzer fahren in der Klasse Phil Hill. AC Cobra, Lotus Elite, Porsche 911 und 356, Alfa Romeo 1600 GTA, Morgan +4, Jaguar E-Type und der absolute optische und akustische Leckerbissen Ferrari 250 GT Berlinetta. Ebenso megainteressant der Ferrari 156 “Sharknose” mit seinen perfekt gestalteten Details. Quirliger geht es bei der Trophée Mini Classic zu, in der 19 Morris und Austin Cooper um den Pokal kämpfen. Im Beaumont Park präsentieren sich nach dem grossen Erfolg von 2009 zahlreiche Markenclubs. Allen voran die von Lotus, Mustang, Jaguar und TVR.

Der GranPrix de Pau Historique ging heute zu Ende.

Grand Prix de Pau Historique

Barcelona International Motor Show 2011

Gleich vorweg: viel Neues gibt es nicht zu berichten. Aber wir wollen nicht meckern, denn dass die Show überhaupt mal wieder zustande kam, ist in diesen Zeiten ja auch nicht selbstverständlich. Als echte Weltpremiere kann nur der gut gelungene Hyundai i40 Sedan gelten. Der neue Beetle zeigt sich als Europapremiere und ebenso der Hyundai Elantra und der Audi Q3. Bei letzterem muss man aber schon genau hinschauen, um ihn nicht mit anderen Modellen zu verwechseln. Zur Identifizierung helfen die Stühle, die für die Pressekonferenz direkt davor aufgestellt wurden. Auch Seat kündigte im Programm Neuheiten an. Präsentiert hat Herr Muir aber nur sich selber und die beiden angestaubten Studien IBX und IBE. Da hätte man aber vor der eigenen Haustür mehr zeigen können…



#barcelonaautoshow

12. Wartburg-IFA-Oldtimertreffen

Am 30. April lud der Wartburgclub Berlin-Brandenburg e.V. zum 12. Wartburg-IFA-Oldtimertreffen nach Wünsdorf-Waldstadt bei Zossen, 35 km südlich von Berlin.

Alles rund um Wartburg & Co war zu sehen. Ein kunterbuntes Potpourri aus 311ern, 312ern, 313er (das super seltene Sportcoupé!!), 353ern und 1.3ern sowie den IFA-Autoverwandten von Barkas und Trabant. Chromgeblitze und Zweitaktsound. Erinnerung an alte Zeiten. Zur Freude der stolzen Wartburgfahrer gab’s reichlich Teilehändleraufgegebot und herrlichen Sonnenschein.

Wartburgclub Berlin-Brandenburg e.V.

Mehr Wartburg bei formfreu.de gibt’s hier und hier und hier und hier.

Rheinhessen-Rallye-Team: Osterausfahrt 2011

Am 10. September 2011 startet die 11. Rheinhessen-Rallye. Dann heißt es wieder, mit automobilen Schätzchen und klassischen Sportwagen Rheinhessen, “die deutsche Toskana”, im Wortsinn zu “erfahren”. Einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung im Spätsommer gibt die vom Team um Frank Bernhardt organisierte alljährliche Osterausfahrt.

Um die 30 Old- und Youngtimer und ihre Fahrer fanden sich am Ostermontagmorgen im Autowerk Rüsselsheim, dem Gelände des historischen Opel-Altwerks, ein. Nach Kaffee, Butterbrezel und einem kurzen Rundgang in den ehrwürdigen Hallen ging es mit brummenden bzw. knatternden (Wartburg) Motoren Richtung Taunus, um dort kurvige Strassen und eine wunderschöne Frühlingslandschaft zu geniessen. Im Gegensatz zur Rallye galt es bei der Ausfahrt, keinerlei Wertungs- oder Geschicklichkeitsprüfungen zu bestehen oder Symbole aus dem Roadbook zu entschlüsseln. Entspannter Fahrspaß war angesagt. Nichtsdestotrotz soll der ein oder andere Copilot den Überblick über Routenführung und Kartenmaterial verloren haben… Ziel der Fahrt war die Klassikstadt in Frankfurt.

Rheinhessen-Rallye

Mehr Autowerk Rüsselsheim findet ihr hier und hier. Und mehr Klassikstadt gibt es hier und hier

Miet-Vopo

DDR-Polizei-Groove

Geburtstag? Junggesellenabschied? Hochzeit? Mit diesen Fahrzeugen stehlt ihr sämtlichen Stretchlimousinen, Geländewagen und Sportwagen die Show! Leihwagen der ganz besonderen Art und eine Zeitreise inklusive gibt es bei Pankow-Mobile in Berlin: Dienstfahrzeuge der Polizei der ehemaligen DDR, der Lada 2103 und der Wartburg 353W Tourist in Volkspolizei-Uniform. Zwei nicht ganz gewöhnliche Ostautos.

Der Wartburg bringt es auf nicht mehr als 50 Zweitakt-PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h, während der Lada dank 25 PS mehr unter der Haube immerhin 150 km/h erreicht. Für heutige Maßstäbe nicht mehr ganz verfolgungsjagdtauglich. Die Lichtsignal-Anlage, die Sirene und die Sprechanlage sind bei jedem der Wagen voll funktionsfähig, wenngleich Vermieter Bernard Schelhorn natürlich darauf hinweist, daß die Benutzung von Sondersignalen im öffentlichen Verkehrsraum für Privatpersonen verboten ist. Trotzdem darf man sich für ein paar Stunden ein kleines bisschen als Volkspolizist fühlen…

Miet-Vopo

Ferrari 308 GT4 und De Tomaso Pantera ___scharfe Kanten

Der formfreu.de-Fuhrpark hat schon wieder Zuwachs bekommen. Nach dem Wartburg ist es diesmal ein Auto aus den 70ern. Mit dem Ferrari 308 GT4 von ’77 ist ein grosser Traum in Erfüllung gegangen!!

Zum ersten Fotoshooting gesellt sich bei Sonnenuntergang der schwarzer De Tomaso Pantera eines Freundes dazu, um gemeinsam die scharfen Kanten der frühen 70er Jahre zu zelebrieren. Der 308 GT4 war der erste serienmässigen Ferrari mit einem 8 Zylinder Motor. Dazu ist der 2+2 Sitzer der einzige vom Meister Marcello Gandini für Bertone gestaltete Serien-Ferrari. Im De Tomaso schlägt ein dickes 5,7 Liter Herz, die Karosserie hat Tom Tjaarda für Ghia entworfen.

Und während wir so über italienisches Design und die unterschiedlichen Konzepte philosphieren, werden die Schatten immer länger, das Licht immer weicher und die Vergangenheit immer lebendiger. Im Hintergrund auf den Feldern drehen sich langsam die Windräder. Vergangenheit und Zukunft liegen doch ganz nah beieinander….

Mehr Pantera hier.

#pantera

Fransenlampen @ Michelberger Hotel

Das Michelberger Hotel ist die erfrischend unkonventionelle Design-Herberge in der Warschauer Strasse in Berlin. An der Theke steigen oft Partys, die nicht nur Hotelgästen vorbehalten sind. Ansonsten ist die legere Sofa-Lounge ein guter Ort zum Rumhängen, Surfen, Lesen und Sichkennenlernen.

Die Lampen im Barbereich haben jüngst Fransen bekommen. Aber keine gewöhnlichen. Sondern Seiten alter Bücher – bis auf einen kleinen Kleberand jeweils wie vom Reißwolf feinst in parallele Streifen geschnitten – bilden fesche Fransenröcke. Die von der hoteleigenen kreativen Werkstatt gestalteten Fransenschirme transportieren die Poesie der Buchseiten und scheinen kleine Geschichten zu erzählen. Sie ergänzen super die Books-Leuchten von Werner Aisslinger und passen überhaupt bestens zum Patina-Flohmarkt-Nurnichtglossypremium-Ambiente des Hotels. Unbedingt anschauen gehen!

Michelberger Lookbook

Mehr Michelberger Hotel bei formfreu.de findet ihr hier und hier.

Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Werkbundarchiv – Museum der Dinge. Gegenstände des Alltags als Kulturgut. Produktkultur des 20. und 21. Jahrhunderts.

Seit den 70er Jahren werden designhistorisch bedeutsame Objekte der Warenkultur gesammelt und auf 500 qm in einem ehemaligen Werkstattgebäude in der Oranienstrasse in Kreuzberg gezeigt. Der Museumsbesuch ist eine einzigartige Zeitreise. Es ist alles zu sehen: Gegenstände der frühen industriellen Produktion, der Vorkriegszeit, aus Nazi-Deutschland, Wirtschaftwunderzeit, DDR und alter Bundesrepublik. Der Besucher wird in die eigene Kindheit versetzt und trifft das Kaffeeservice von Tante Lotte und die Bahlsenkeksdose, die es früher nur bei Tante Irmgard gab, wieder. Lurchi ist auch da. Und der Fernsehturm und Dieter Rams und Hans Gugelot. Objekte namhafter Designer und anonymes Design werden gegenübergestellt. Funktionales und puristisches Design – die sog. ‘gute Form’ – und sog. ‘Geschmacksverirrungen’ oder ‘Kitsch’ werden gemeinsam gezeigt. Es gibt Markenwaren und No-Name-Produkte zu sehen. Ein hochinteressantes Potpourri vieler schöner und nicht so schöner Dinge, das einfach nur Spaß macht. Ein Höhepunkt der Sammlung ist ein originales Exemplar der Frankfurter Küche. Die 1926 von Margarete Schütte-Lihotzky entworfene Ikone modernen Wohnens gibt es seit Frühjahr 2010 zu sehen.

Werkbundarchiv – Museum der Dinge