Strich8 @ “Russendisko”

Filmtipp

Morgen feiert der Film „Russendisko“ in Berlin seine Weltpremiere. Im legendären Mercedes-Benz Strich8 erkunden die drei jungen Russen Wladimir (Matthias Schweighöfer), Mischa (Friedrich Mücke) und Andrej (Christian Friedel) im Sommer 1990 den goldenen Westen in Berlin. Mit wenig Geld, aber umso mehr Elan und Lebenslust wollen sie ihre Lebensträume erfüllen.

Vrrroooooommmm…. Der W114 spielt in dem Film von Regisseur Oliver Ziegenbald eine zentrale Rolle. Verkaufsstand, Fluchtfahrzeug, Unterkunft – all dies bewältigt das Kultauto mit Bravour und wird damit zu einem weiteren Hauptdarsteller. Schweighöfer: “Es ist einfach ein cooles Auto.“

Russendisko

Noch mehr kultige Mercedes-Benz in der Hauptstadt findet ihr hier und hier und hier… Und mehr über Matthias Schweighöfer gibt es bei formfreu.de hier

Fotos: Mercedes-Benz

Wartburg 353 W

Es frühlingt schon sehr. Noch wenige Tage. Dann darf der Wartburg wieder knattern. Große Vorfreu.de!!

Jede Menge Bilddateien der letzten Saison schlummerten in meiner Harddisk. Dazu nochmal der Text von unserem Beitrag in der Januar-Ausgabe des Abgefahren-Magazins, wo dem ahorngelben 353 W mehrere Seiten gewidmet wurden…

Entschleuniger mit Hamsterhaken

Reng-teng-teng. So klingt Motorsound ‚made in GDR’. Immer dem Zweitakt nach. Im Verein mit Freilauf und blauer Fahne, die unüberriechbar aus dem Auspuff weht. Normalwestler schrecken davor üblicherweise zurück. Wartburg? Das waren doch diese stinkenden und knatternden DDR-Limousinen, die die Patina von sozialistischer Mangelwirtschaft an sich hatten. Zu DDR-Zeiten die hochbegehrten etwas besseren Wagen für die besserverdienenden Genossen – eine Art ‚Premium Ost’. Keine Papp- oder Plastebomber, aber trotzdem irgendwie hoffnungslos vorgestrig und als Limousine spießbürgerlich bieder. Absolut uncool. Der besondere Kultstatus des Trabant, der es schaffte, direkt als Ikone und Symbolfahrzeug der Wendejahre ins kollektive nationale Geschichtsbewusstsein zu tuckern, blieb dem Wartburg vorenthalten.

Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen begleitet mich seit vergangenem Frühjahr 1985er eine Wartburg 353W Limousine. In ‚ahorngelb’ genannter blass-beiger Lackierung. Ohne jedwedes Chromgefunkel – dafür 80er-Jahre-zeitgeistig mit mattschwarzen plastpulverbeschichteten Anbauteilen. Natürlich ist es noch der Mittelkühler-Zweitakter – im Prinzip eine Vorkriegskonstruktion von Auto Union. Am Steuer des Wartburg fährt man auf sofaweichen – wunderbar wohnzimmerbraunen – Sitzen mit ledergenarbten Integralschaumkopfstützen fast automatisch in eine andere Welt. Eine Zeitmaschine mit RFT-Radio und Kugelboxen. Knallbunte Leuchtdioden tanzen in der Mäusedisco und informieren den Fahrer über Motortemperatur, Tankinhalt und Kraftstoffmomentanverbrauch. Die Lenkradschaltung ist tatsächlich eine feine Sache. Sie erlaubt einen freien Durchstieg und jede Menge Beifahrernähe. Die Vorwärtsgänge lassen sich spielend leicht schalten. Man hat die rechte Hand eigentlich immer am Lenkrad. Der in allen Gängen wirksame Freilauf bietet zudem noch die besondere Annehmlichkeit, dass abwärts ohne zu kuppeln geschaltet werden kann. Hinten am Wagen gibt es den obligatorischen Hamsterhaken, die Anhängerkupplung für Klaufix oder Klappfix. Das W in der Typbezeichnung steht übrigens für ‚Weiterentwicklung’ und bedeutet unter anderem den Serieneinsatz von Scheibenbremse und Drehstromlichtmaschine. Als mein Wartburg im Januar 1985 die ehrwürdigen Werkshallen des VEB Automobilwerk Eisenach – übrigens die automobile Wiege von BMW – verließ, hatte der künftige und stolze Erstbesitzer bereits – heute kaum vorstellbare – 15 Jahre Wartezeit hinter sich. Und das 1966 eingeführte Baumuster 353 war damals auch schon fast zwei Jahrzehnte alt. Um die 20000 Mark mussten bezahlt werden. Das durchschnittliche monatliche Einkommen lag bei ungefähr 800 Mark.

Ich bin ein Kind der alten Bundesrepublik ohne verwandtschaftlichen Bezug in die DDR. So war wohl meine erste Begegnung mit dem „im Volksmund gelegentlich Ostblock-Mercedes genannten“ Wartburg 353 auf Seite 54 im ‚Autokatalog 1985’. Starke und tiefe Eindrücke hinterließen dann natürlich die Bilder vom Herbst 1989, von Mauerfall und Grenzöffnungen. Neben den politischen Ereignissen galt mein Interesse damals besonders den für mich bis dahin weitgehend unbekannten und aus meinem Blickwinkel heraus auch reichlich skurrilen Ostautos. Und unter den meist barocken, chromdekorierten oder heckflossigen Formen, die die Städte und Straßen im Westen in großer Zahl eroberten, stachen die klaren, schnörkellosen und auf eine ganz eigene Art neuzeitlich wirkenden – obgleich nicht mehr taufrischen – Wartburg 353 unweigerlich heraus. Meine Sympathie für dieses Auto aus Eisenach wurde geweckt. Und der 353 hat sich ruckzuck einen Stellplatz in der Tiefgarage meines Herzens geschnappt.

Inmitten der 60er-Jahre war ein progressiver schlichter Entwurf ohne unnötige Dekoration im Bauhausgeist entstanden. Klare Kanten und Flächen oder die graphische Einheit von Frontlampen und Grill waren damals auch im Westen stilistische Avantgarde. Wäre es nach den Gestaltern um Hans Fleischer, der auch schon das Vorgängermodell 311 entworfen hatte, gegangen, hätte es das Baumuster 353 sogar nur als Kombi gegeben. Das aerodynamisch vorteilhafte Vollheck mit dem langen Dach und der steilen Abrisskante war das moderne Ideal, aber für die bestimmenden Genossen in Berlin viel zu progressiv. Für das sogenannte ’Auto bis hintenhin’ war die Zeit noch nicht reif. Das traditionellere Stufenheck musste sein. Richtig auffällig am 353 sind die breiten Fugen zwischen den einzelnen Karosserieteilen, insbesondere die horizontalen Spalte unter Motorhaube und Kofferraumdeckel, in welche man ganze Hände stecken kann. Angeschraubte Karosserieteile und eine kostengünstigere Fertigungstechnik erforderten die größere Fuge. Der Designer machte daraus eine Tugend. Es wird auf den damals modernen Plattenbau der DDR verwiesen und Fugenbild- und –rhythmus werden zum gestalterischen Thema des Entwurfs. Die absolute Antithese zu heutigem Streben nach Präzision und Wahn um schmale Fugen. Subtil modellierte Sichtkanten auf den Hauben machen auf Länge und akzentuieren gleichzeitig die Fahrzeugbreite.

Der 353 ist schlank. Klimaanlage, Servolenkung, elektrische Fensterheber – was moderne Autos fett und übergewichtig macht, fehlt. Zur heutigen automobilen Produktflut mit ständigen und inflationären Modellwechseln ist der Wartburg ein wunderbarer Gegenpol. Im Zeitalter der keil- und pfeilförmigen dynamischen muskelbepackten, breitschultrigen bedeutungsbeladenen Karosserieskulpturen mit dramatischen Licht- und Schattenspielen, aggressiven Lufteinlässen und überzogener Leuchtengestaltung wirkt der klare 353 wohltuend entspannt und gelassen. Ein automobiler Entschleuniger. Und das ist nicht nur auf den zweitaktenden 992 Kubik 3-Zylinder zu beziehen. Gar nicht so uncool. ;-)

Mehr Bilderreihen mit unserem Wabu findet ihr hier und hier und hier und hier und hier

Veranstaltungstipp: Mercedes-Benz Champions im Museo Mille Miglia

Die Sternwagen bei der Mille Miglia.

Das legendäre italienische Tausend-Meilen-Rennen und die berühmten Rennsportwagen von Mercedes-Benz und ihre Fahrer gehören unverkennbar zusammen. Daran erinnert jetzt die Ausstellung „Mercedes-Benz Champions at Mille Miglia“ im Museo Mille Miglia von Brescia. Die Schau wird morgen eröffnet und ist bis zur diesjährigen Mille Miglia 2012 (16. bis 20. Mai 2012) zu sehen.

Stars der Ausstellung sind hochkarätige Fahrzeuge aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic, die zur Geschichte der Mille Miglia gehören. Diese Rennsportwagen und weitere Exponate lassen eine Geschichte – die Gesamtsiege von Rudolf Caracciola 1931 und von Stirling Moss 1955! – lebendig werden.

“1930 startet Rudolf Caracciola mit seinem Beifahrer Christian Werner auf Mercedes-Benz SSK zu den „Tausend Meilen“. Auf Anhieb erzielt er den Sieg in der Klasse der Wagen bis 8 Liter Hubraum. Insgesamt erreicht er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 92,8 km/h den sechsten Platz. Im folgenden Jahr kehrt der Mercedes-Benz Pilot zurück nach Brescia. Diesmal sitzt er am Steuer des Typ SSKL, der auf Basis des SSK als gewichtsreduzierte Version für den Einsatz bei Straßen- und Bergrennen entsteht. Auf dem Rennsportwagen, dessen Sechszylindermotor aus 7065 Kubikzentimeter Hubraum mit Kompressor 300 PS (221 kW) Leistung entwickelt, gewinnt Caracciola diesmal die Gesamtwertung des Rennens. Der deutsche Fahrer, der von Wilhelm Sebastian als Kopilot begleitet wird, ist der erste Mille-Miglia-Sieger, der nicht aus Italien stammt.

An die Erfolge aus der Ära der großen Kompressor-Wagen bei der Mille Miglia knüpft Mercedes-Benz in den 1950er-Jahren mit einer Generation neuer Rennsportwagen an: Auf dem neuen Typ 300 SL der Baureihe W 194 erreicht Karl Kling im Jahr 1952 den zweiten Platz, Rudolf Caracciola kommt als vierter ins Ziel. Kling, der die Strecke von Brescia nach Rom als schnellster Fahrer zurücklegt, wird in diesem Jahr als „Sportler des Jahres“ ausgezeichnet. Drei Jahre später beherrscht Mercedes-Benz die Mille Miglia 1955 fast konkurrenzlos. Stirling Moss und sein Kopilot Denis Jenkinson gewinnen die Gesamtwertung auf dem Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S), dessen Achtzylindermotor aus 2982 Kubikzentimeter Hubraum bis zu 310 PS (228 kW) leistet. Die von Moss erzielte Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 157,65 km/h, das ist der beste in der Geschichte dieses Straßenrennens je erzielte Wert. Juan Manuel Fangio, der zu den „Tausend Meilen“ ohne Beifahrer startet, kommt als Zweiter ins Ziel.

Außerdem gewinnt 1955 John Cooper Fitch mit Kopilot Kurt Gesell die Wertung der GT-Fahrzeuge über 1300 Kubikzentimeter Hubraum auf einem 300 SL Seriensportwagen (W 198 I), und in der Dieselklasse siegt Helmut Retter mit Wolfgang Larcher auf Mercedes-Benz 180 D (W 120). In dieser Saison ist auch der neue Renntransporter von Mercedes-Benz im Einsatz, der auf Basis eines 300 SL entsteht. Er dient dazu, im Bedarfsfall für den schnellen Transport eines Wettbewerbsfahrzeugs zwischen Werk und Rennstrecke zu sorgen.”

mehr Mille Miglia bei formfreu.de

Zitat und Fotos: Mercedes-Benz Classic
#Mille Miglia

Automotoretrò 2012 – Lingotto

Für drei Tage war dieses Wochenende im Turiner Lingotto wieder großer Bahnhof für die Liebhaber und Sammler klassischer Automobile und Motorräder. Die traditionsreiche Veranstaltung Automotoretrò fand dieses Jahr zum 30. Male statt. Wunderbar zum Oldtimerschauen, Ersatzteilesuchen oder Eintauchen in die Welt der Modellautos… Die Messe ist natürlich ein ganz besonderes automobiles Mekka für die Freunde italienischer Fahrzeuge… ;-)

formfreu.de: Automotoretrò 2009 – Lingotto

Automotoretrò

Rallye Monte-Carlo Historique 2012 – Start in Turin

Die winterliche Rallye Monte-Carlo Historique gehört ja mittlerweile zur traditionellen Eröffnung der Rallyesaison bei formfreu.de.

Nach historischem Vorbild wurden vergangene Woche gleich in sechs Städten wieder die Startflaggen geschwungen. Aus ganz Europa ging es los nach Monte-Carlo: In Barcelona, Glasgow, Oslo, Reims, Turin und Warschau gingen die Teilnehmer auf die Strecke. Insgesamt waren über 300 Teams unterwegs in den Stadtstaat Monaco. Zu der Rallye zugelassen sind Nachkriegsfahrzeuge, die zwischen den Jahren 1955 und 1980 mindestens einmal bei der Original-Rallye mitgefahren sind.

Wir zeigen euch den Start der 15. Edition der Rallye Monte-Carlo Historique in der piemontesischen Hauptstadt. Für 113 Fahrzeuge steht die erste Etappe über Villar Perosa, Perosa Argentina, Fenestrelle, Sestriere, Cesana Torinese, Claviere, Colle del Monginevro, Briancon nach Grenoble an. Die startenden Fahrzeuge wurden allesamt von zahllosen Lancia Fulvia HF begleitet. Mit einem solchen gewann Sandro Munari – “il Drago di Cavarzere” – übrigens vor genau vierzig Jahren die berühmte Rallye.

Zum röhrenden und knatternden Starterfeld in Via Roma und Piazza Castello gehörte jede Menge coole Renner: automobile Kostbarkeiten und Kuriositäten. Schon mal was vom Mercedes-Benz 190 SLR gehört? Gleich vier Jaguar E-Type waren zweifelsohne die elegantesten Vertreter am Start. Die Herzen der Zweitakterfreunde durften ebenfalls höher schlagen. Zwei DKW F12, ein Saab 93 sowie ein IFA Trabant mit knallendem Motorensound übertönten lautstark und souverän die brummenden Maschinen der übrigen Konkurrenten. Die wohl weiteste Anreise hinter sich hatten zwei japanische Teams auf Toyota Celica 1600 GT und Toyota Sprinter Trueno.

Nächstes Jahr gibt es übrigens ein weiteres schönes Jubiläum: Wußtet ihr daß auch der Wartburg Rallyegeschichte geschrieben hat? Bei der Rallye Monte Carlo 1973, die von 272 gestarteten Teams nur 46 in Wertung beendeten, plazierte sich der Wartburg 353 von Peter Hommel und Günter Bork als erster in der 1150-cm³-Klasse der Spezialtourenwagen… ;-)

ACM Rallye Monte-Carlo Historique

Alle unsere Fotostrecken zur Rallye Monte-Carlo Historique findet ihr hier. Und noch mehr historische Rallyestarts gibt es hier

#RallyeMonteCarloHistorique

Haus am Waldsee: GRAFT Architects – Distinct Ambiguity

“Die Architekten von GRAFT haben das Haus am Waldsee in ein Szenario des 21. Jahrhunderts verwandelt. Dabei können Besucher in die visionären Welten eintauchen und anhand von Installationen, Möbeln, Modellen und Objekten aktuell relevante Architekturdebatten aus Sicht von GRAFT erleben.

GRAFTING bezeichnet das bisher Unvereinbare neu zu denken. Auf dieser Grundlage entwickeln Gregor Hoheisel, Christoph Körner, Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit als GRAFT Architekten seit über 13 Jahren komplexe Fusionsmethoden, die den Design- und Architekturdebatten der Gegenwart wesentliche Impulse verleihen. Mit Büros in Berlin, Los Angeles und Peking schafft das noch junge Team Architekturhybride, die aktuelle Geschmackskulturen und Methodikdebatten aufnehmen und politische wie ästhetische Phänomene reflektieren. Scheinbar Gegensätzliches wird neu zusammengesetzt. GRAFT ist gegenüber zukünftigen Wirklichkeiten aufgeschlossen wie kaum ein vergleichbares Architekturbüro der Gegenwart.

Die Ausstellung „Distinct Ambiguity“ zeigt das gesamte Assoziationsspektrum, auf dem die Graftwelten basieren. Wie entsteht Schönheit? Warum lieben sie eine gute Geschichte? Wieso ist Stil für sie das Gegenteil von Neugier? Wie erfindet man Strategien des Vergessens? Wie entsteht das doppeldeutig Interessante in der Welt? Die Architektursprache von GRAFT gleicht somit eher intelligenten Promenadenmischungen als hochgezüchteten Edelrassen. Ihr Entwurfsprozess wird weitgehend von modischen Wiederholungen befreit. „Genetic Bastards“ entstehen, bei denen GRAFT versucht, die Grenzen von Ideologie und Dogmatismus zu durchbrechen.”*

Das Haus am Waldsee ist der Ausstellungsort für internationale Kunst in Berlin-Zehlendorf. Im zugehörigen Park gibt es neben den Werken von GRAFT auch den Loftcube von Studio Aisslinger, die Skulpturen aus gestapelten Kühlschranken von Thomas Rentmeister oder die muschelartige Kraft-Form Outspan von Tony Cragg zu sehen.

Mehr GRAFT gibt es bei formfreu.de hier.

Haus am Waldsee

*Zitat: Haus am Waldsee

Stola S81 @ Museo Nazionale dell’Automobile di Torino

Kein Stratos und trotzdem Stratos. Und 100% Gandini.

Die Turiner Carrozzeria Stola feierte im Jahr 2000 ihren 81. Geburtstag und präsentierte auf dem Turiner Automobilsalon die Studie S81, eine nur 1,13 Meter hohe Flunder ganz im Geiste des Lancia Stratos. Kompromißlos gezeichnet von keinem Geringeren als Marcello Gandini. Dramatisch pfeilig. Die fluoreszierend rote Lackierung ist eine direkte Hommage an den Lancia Stratos HF Prototipo aus dem Jahre 1971. Super cool! Wunderbar präsentiert – oder vielmehr: inszeniert – im Turiner Automuseum.

Der S81 wirkt heute überraschend modern und kaum gealtert. Ein Vergleich mit den neueren Stratos-Interpretationen von Fenomenon oder Stoschek liegt natürlich nahe.

Den kompletten Rundgang im Museo Nazionale dell’Automobile findet ihr hier.

Museo Nazionale dell’Automobile di Torino

Wir danken Frau Paola Massetta vom Pressebüro des Museo Nazionale dell’Automobile für die freundliche Genehmigung, das Bildmaterial hier bei formfreu.de zeigen zu dürfen!

BMW Concept Coupé Mille Miglia 2006 @ Museo Nazionale dell’Automobile di Torino

Das BMW Concept Coupé Mille Miglia 2006 steht derzeit im Turiner Automobilmuseum.

Ein toller Mix und eine aufregende Synthese aus Historie und Jetztzeit. Unverkennbar trägt das BMW Concept Coupé Mille Miglia 2006 äußerlich die Züge einer Rennsport-Ikone. Sein Karosseriedesign orientiert sich am BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé, jenem legendären Gewinner des Rennens von 1940. Vollverkleidete Hinterräder zitieren das große Vorbild. Und die super schmale Niere, die geteilte Windschutzscheibe wirken wie Pfandstücke aus der (Eisenacher!!) Vorkriegszeit. Doch das schöne und spannende Spiel glatter Flächen und scharfer Kanten und die asymmetrische LED-Rück- und Bremsleuchte – eine Art roter Blitz – könnten moderner kaum sein. Ein Höhepunkt der Bangle-Ära in München. Das Concept Coupé Mille Miglia 2006 wurde vor sechs Jahren zum Start des legendären Rennens in Brescia präsentiert.

Schmetterlinge im Bauch. Zum Nichtsattsehenkönnen. Zum Nichtsattfotografierenkönnen.

Der aufmerksame formfreu.de-Besucher kennt natürlich bereits unsere Fotostrecke von der Villa d’ Este 2010. Und noch mehr schicke und schöne und schnelle Sachen aus dem Turiner Automobilmuseum gibt es hier.

Wir danken Frau Paola Massetta vom Pressebüro des Museo Nazionale dell’Automobile für die freundliche Genehmigung, das Bildmaterial hier bei formfreu.de zeigen zu dürfen!