36. Internationales Oldtimer-Meeting Baden-Baden

Im schicken Baden-Baden kann mann sich in den heissen Quellen weichkochen lassen, sich im Festspiel-, oder im Kurhaus beim Tanztee amüsieren, in der Spielbank reich werden oder auch seit 1976 mit seinem Klassiker im Juli ein tolles Wochenende beim Internationalen Oldtimer-Meeting verbringen. Über 350 Fahrzeuge waren eingeladen, um sich im Kurpark auszustellen. Die diesjährige Veranstaltung fiel auf den 14. Juli, den französischen Nationalfeiertag und deshalb standen die französischen Marken im Mittelpunkt und wurden auf dem Ehrengastareal vor der Trinkhalle präsentiert. Bugatti, Delahaye, Talbot, Delage, Facel Vega. Einige kamen extra aus der Collection Schlumpf und waren noch nie in Deutschland zu sehen. Wir waren mit unserem Porsche 911 von 1968 dabei und rutschten gerade so noch in die Baujahrgrenze von 1970. Ein netter Herr des Porsche 356 Clubs und Stammtisches Rhein/Nahe (ebenfalls mit Mainzer Kennzeichen!!!), den wir auf der vortagigen Elsass-Ausfahrt kennengelernt hatten, reserviert uns einen schönen Parkplatz in bester Gesellschaft neben zwei 356 Cabrios. So hatten wir unverhofft Logenplätze und bei den (raren) sonnigen Momenten auch genügend Platz die Picknick-Decke und Campingstühle auszupacken. Letztere hatte ich noch im Keller gefunden und sind wie neu, da sie nur einmal beim Zelten vor 30 Jahren auf der Apfelwiese im Hunsrück zum Einsatz kamen. Gut, dass ich nichts wegschmeisse. Der Freitag Abend war leider verregnet, aber am Samstag wurden im Park die Tische mit Kerzenständern und Köstlichkeiten gedeckt, in der Dämmerung Lampions angezündet und die Teilnehmer und Besucher konnten die tolle Atmosphäre bei musikalischem und gastronomischem Rahmenprogramm geniessen. Ein wahres Oldtimer Fest!

Oldtimer-Meeting Baden-Baden

Le Mans Classic 2012

Mythos Le Mans Classic 2012 by Romain Gauvin

Hochoktanige und glorreiche Rennsportvergangenheit in der westfranzösischen Provinz. Le Mans Classic ist das im zweijährigen Turnus ausgerichtete ultimative Oldtimerrennen. Über 400 Fahrzeuge trafen sich vergangenes Wochenende auf dem legendären Rundkurs. Fotostrecke von Romain Gauvin. Vrrooooom…..

Die vorletztjährige Bilderreihe findet ihr hier.

Le Mans Classic

Fotos: Copyright Romain Gauvin

15. Silvretta Classic_ Rallye Montafon

Einmal im Jahr werden die Bewohner von Schruns und der umliegenden Dörfer im österreichischen Montafon noch vor dem Glockenläuten von röhrenden Motoren geweckt. Die Silvretta Classic kommt nun schon zum 15. Mal in die Region und lockt 166 Teilnehmer in die Berge, um sich den ausgebufften Sonderprüfungen und den Kurven der Traumstrassen zu stellen. Parallel zur Wertung der Oldtimer findet auch die dritte Silvretta E-Auto Rallye statt, die jedoch mit den 29 Fahrzeugen auf verkürzter Strecke fahren. Bei beiden geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Präzision. Vorgegebene Teilabschnitte müssen in exakten Zeiten gefahren werden. Ich war mit dem Team von Mercedes-Benz Classic unterwegs und habe auf den 550 km viele schöne Momente mit der Kamera einfangen.

 

Eintreffen der Fahrzeuge und Rallye-Tag 1:

Schon am Mittwochnachmittag kamen die Trucks mit den Museumsfahrzeugen an und wurden vor dem Hotel abgeladen, um für die technische Abnahme mit den Startnummern beklebt zu werden. Das Classic Team hat einen blauen 300 SL Roadster von 1959 und einen ebenfalls blauen 300 SE von 1963 gemeldet. Letzterer hat den großen Straßenpreis von Argentinien 1963 und 1964 gewonnen und ist ein wahrhaftiges Rallyeauto. 195 PS und einen unüberhörbaren Sound! Auch Innen hat er nicht mehr viel mit der Luxuslimousine gemein. Hosenträgergurte, Zusatzinstrumente und Schalensitze, die so tief montiert sind, dass man kaum über die Haube schauen kann. Da hilft der Stern beim Peilen. Auch mit dabei ist ein roter 300SL Flügeltürer eines Kunden. Immer wieder kommen Wanderer vorbei und auch eine ältere Dame gesellt sich dazu und freut sich sehr, einen der Mechaniker vom letzten Jahr wiederzuerkennen. Da durfte sie mal in einen SSK reinsitzten und eine Runde mitfahren. Davon träumt sie heute noch.

Auf den heftigen Regen in der Nacht folgt am nächsten Tag die Sonne und so sind alle gut gelaunt und treffen sich beim Fahrerbriefing und für die Startaufstellung in Partenen.  Um 12 Uhr rollt das erste Fahrzeug über die Startrampe und macht sich auf die 102km Etappe. Die 32 Kehren der Silvretta Hochalpenstrasse hinauf zur auf 2037m hoch gelegenen Bieler Höhe. Zahlreich Fans campieren an den schönsten Streckepunkten und erwarten freudig die Renner. Wir müssen alle paar Meter anhalten, weil ich einen noch schöneren Fotopunkt entdecke und dann manches Mal schnell in den Wagen hechten, um einem bestimmten Fahrzeug hinterherzufahren. Die Kurven sind grandios und der Ausblick ein Traum. Oben warten dann sogar auch Kühe und Pferde und es ist praktisch, dass die Teilnehmer für eine Zeitkontrolle anhalten müssen. So kann ich mal kurz um die Szenerie drumrumlaufen. Porsche 356 Speedster, einer von nur zwei existierenden Skoda 1100 OMC 968 Spider, VW Käfer, Jaguar Mk9, Karmann Ghia TC 145 aus Brasilien. Die kommen so schnell nicht mehr zusammen. Und weiter geht’s nach Galtür und Ischgl. Dann dieselbe Strecke zurück mit kurzem Kaffee und Kuchen- Zwischenstopp auf der Bieler Höhe bis zur Zieleinfahrt in Schruns. Gar nicht schlecht der erste Tag und am Abend fahren alle Teilnehmer nochmals den Berg hinauf. Diesmal allerdings mit der Gondel zum Hütt’n Abend auf der Nova Stoba Bergstation.

 

Rallye-Tag 2:

Heute war früh aufstehen angesagt, denn es ging mit ca. 300km und sechs Alpenpässen auf die längste Etappe. Einen Wecker brauchte ich jedoch nicht, denn unsere Mechaniker holen die Fahrzeuge morgens schon früh mit unüberhörbarem Motorgrollen aus der Garage, um sie vor dem Hotel aufzustellen und fit für den Tag zu machen. Auch der BMW 507 oder der 328 Berlin Rom sind keine Leisetreter.

8 Uhr, Start, Regen. Richtung: Bregenzer Wald. Ich beneide die Roadster Fahrer nicht und bin eigentlich ganz froh mit Dach unterwegs zu sein. Erste Zeitkontrolle im dichten Nebel. Eine ganz unwirkliche Stimmung. Man hätte es für einen Film nicht besser aufbauen können. Die konstanten Wetterkapriolen der ersten Tage lassen mich jedoch Hoffnung auf Besserung schöpfen und tatsächlich kommt während der Mittagspause (um 10:30!!) so etwas wie Sonne zum Vorschein und lässt die umliegenden Wiesen grün leuchten. Fast alle Fahrzeuge sind auf dem großen Parkplatz versammelt und man kann sich einen schönen Überblick über das breite Teilnehmerfeld verschaffen.

Über Warth führt und die Strecke weiter in die Wintersportorte Lech und Zürs. Während in Lech noch einiges los ist, gleicht Zürs einer vernagelten Geisterstadt und am Flexenpass kommt dann auch wieder der Nebel zurück und drückt in die Tunnel rein wie in einer Geisterbahn. Wahnsinn! St Anton, Landeck, Pillerhöhe, Jerzens und Imst folgen. Im Inntal geht es zurück zum Ziel nach Gaschurn.

 

Rallye-Tag 3:

Ein Fahrer ist heute nicht frei und so entscheide ich mich kurzerhand mit dem eigenen Auto zu starten. Gleichwohl muss ich parallel das Roadbook lesen, um nicht vom Weg abzukommen, was etwas kniffelig ist. Dennoch eine gute Entscheidung, denn die Strecke ist wieder vom Feinsten. 150 km geht es durch das Silbertal in Richtung Vorarlberg, Inntal, hoch nach Brand, Rankweil und zurück. Wieder Regen, der sich im Laufe des Tages zu strahlendem Sonnenschein wandelt. Es ist wirklich nicht leicht für die Offenfahrer, sich zwischen Regenkombi und Sonnencreme zu entscheiden. Am Nachmittag hat der Jaguar E-Type Leightweight Lindner Low Drag eine Panne und steht am Staßenrand. Der Gaszug ist gerissen, aber das Problem scheint lösbar. Ich stehe in der Wiese und schaue mir die vorbeifahrenden Oldtimer an. Rauno Aaltonen rauscht mit seinem Mini Cooper S vorbei, eine fette Corvette Stingray, ein Volvo P544, der wunderschöne Alfa Romeo Giulia Sprint Speziale, Lancia Flaminia Supersport Zagato oder ein Mercedes Benz 300 SL. Ich könnte noch ewig weiterschauen, muss aber weiter, sonst verliere ich den Anschluss. Gebummelt wird nicht. Den letzten Teil der Strecke Richtung Bludenz fahre ich hinter einer tollen Gruppierung von Autos her, die recht flüssig unterwegs sind. Unser blauer 300 SL, ein Austin Healey 3000 MK1, Citroen DS Cabrio und ein Porsche 356 A. Es geht leicht bergab, die Strecke ist wunderbar und ich beschließe, dass ich genug Fotos auf den Chip habe und bleibe an der Gruppe dran. In Vandans ist der Zieleinlauf. Er wird mit einem Sonderlauf, dem „Grossen Preis von Vandans“ abgeschlossen. Wieder sind die Zuschauer ganz nah dran und sehr begeistert, den schönen Autos und die erschöpften Fahrer zuzuschauen. Und auch mancher Prominente aus Politik oder Rennsport fährt durch den Bogen. Zum Abschlussabend ging es abermals mit einer Gondel hoch hinauf. Diesmal auf das Hochjoch, wo die Teilnehmer mit einem tollen Panorama und grandiosem Sonnenuntergang und die Sieger mit Pokalen verabschiedet wurden.

Am nächsten Morgen fragt mich Robert Wägerle, der zusammen mit Marcel Tiemann die 300SE Heckflosse steuerte, was denn das Schönste für mich gewesen ist. Ich muss kurz überlegen, weil mir ganz viele Situationen in den Kopf schießen. Neben der tollen Straßenführung und den Zuschauern an der Strecke ist es aber wohl die Bergwelt, die den Oldtimern eine grandiose Kulisse bietet. Es sind die tollen Ausblicke auf die sich in den Hängen schlängelnden Strassen und die unterschiedlichsten Klassiker, die darauf fahren.

Silvretta Classic

Goodwood Festival Of Speed 2012

Gartenparty für Drehzahl Junkies

Einmal im Jahr verwandellt sich das idyllische Landgut des Earl of March in West Sussex zu einer PS-Party der Superlativen. Goodwood Festival of Speed nennt sich das dann und wer noch nie dort war (so wie ich), kann sich gar nicht vorstellen, was da alles abgeht. Seit knapp 20 Jahren schon treffen sich hier Rennfahrer mit ihren Boliden, um die 1,86km lange Strecke einen Hügel hinauf zu donnern. Der Schnellste gewinnt. Manche pfeifen auch auf die Bestzeit und lassen lieber die Reifen qualmen oder drehen Donuts, was bei den über 100000 Besuchern gut ankommt. Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen und Rennserien vermischen sich in den Padocks. Vorkrieg, Nachkrieg, Langstrecke, Sportwagen, Formel 1, Rallye, Conceptcars oder auch Motorräder. Hersteller wie Renault, Mercedes Benz oder Toyota habe das Tafelsilber aus ihren Sammlungen geholt, aber auch viele Privatleute. Die Liste der anwesenden Schätze ist lang und variantenreich: Jaguar C und D-Type oder XJS Trans Am, Ferrari 250 MM oder GTO, Alfa Romeo 3000 LM, Porsche 917 K, Ford GT40 und MkIV, Zakspeed Ford Capri, Peugeot 405 T16 GR ‘Pikes Peak’, Porsche 956 oder 962C, Sauber Mercedes C9, Shelby Cobra Daytona Coupe. Unglaublich auch der sechsrädrige March Cosworth 761-’2-4-0′ von 1976, der niemals ein Rennen fuhr oder eines meiner Highlights: Der Maserati Tipo 151/3 von 1964 mit einem Pierre Drogo Bradvan Body!! Auch Aktuelles ist dabei. Ferrari, Mercedes, McLaren, Lotus und Caterham haben ihre vorjährigen Formel 1 Boliden mitgebracht, Audi den Le Mans Sieger R18 E-Tron Quattro, Toyota den TS030 HV-R, Porsche einen GT3 Cup und Nissan einen brachialen GT-R GT1. Lotus ist die Ehrenmarke und so haben sie dieses Jahr die Skulptur vor dem Goodwood House gebaut. Eine riesige Spirale, auf der die Autos im Raum zu fahren scheinen. Auch wurde ihnen ein aus drei Klassen bestehendes Sonderfeld mit Formel 1, Sport- oder Serienwagen gewidmet. Ein Genuss für jeden Fan der Marke.

Das Festival Areal ist gigantisch gross. Auf den Freiflächen kann man sich bei BBQ, Champagner oder Burgern stärken, die aktuellen Fahrzeuge der anwesenden Hersteller (und das sind fast alle!!!) in den eigens errichteten Markenpavillons anschauen und am Donnerstag sogar auf der Strecke probefahren oder automobile Souvenirs erstehen. Die Cartier ‘Style et Luxe’ Sonderausstellung zeigt zum Thronjubiläum der Queen Privatfahrzeuge und Staatskarossen aus ihrem Besitz oder dem Rest der Welt. Läuft man den Hügel entlang der Rennstrecke hinauf, erreicht man die Forrest Rallye Stage. Eine Rallyestrecke mitten durch den Wald. Hier vergnügen sich Lancia Stratos, 037 oder Delta Integrale, Porsche 911 RS, Audi sport quattro, Ford RS200, Suzuki Impreza oder auch ein Rallye Lotus Esprit im Matsch und auf dem Schotter. Immer sind die Zuschauer nah dran am Geschehen und auch an den Fahrern. Autogramm- und Fotowünsche werden geduldig erfüllt. Jenson Button steht ganz hoch im Kurs, aber auch Alain Prost, dem auch eine Sondersausstellung mit seinen Formel 1 Wagen gewidmet ist, ist begehrt. Man kann ihn mit Sebastian Vettel beim Plaudern über seinen 30 Jahre alten Renault sehen oder Rene Arnoux, wie er Spässchen macht. Auch Pink Floyd Mann Nick Mason und seine Frau, der Earl of March selber oder die alten Haudegen von früher greifen zum Steuer. Stirling Moss, Jackie Steward, Richard Attwood, Emerson Fittipaldi, Jacky Ickx oder John Surtees, der nicht nur in einem Lotus Climax 18, sondern auch auf seinem Motorrad Norton F-Type von 1955 unterwegs ist. Noch ganz schön frisch, der Bursche!

Der Weg auf die Insel hat sich gelohnt, der Linksverkehr wurde gemeistert und vier Tage erschienen nicht zu kurz für den Besuch, um alles gesehen zu haben. Wir hoffen nun, dass sich der zertrampelte Rasen und die das Gelände bewohnende Tierwelt bis nächstes Jahr wieder schön erholen wird. Denn dann wirds wieder laut in Goodwood und die Fans kommen in Massen in den beschaulichen Süden Englands und Asterix wusste es schon längst: Die spinnen, die Briten…

Goodwood Festival of Speed

Mehr Goodwood bei formfreu.de gibt es hier und hier

12. Klassikertreffen an den Opelvillen

Jede Menge schickes und schönes und mitunter ziemlich schnelles altes Blech gab es am vergangenen Wochenende zwischen Festung, Opelvillen, Main-Ufer und Verna-Park in Rüsselsheim zu sehen. Sommersonntag und eine wunderbare Kulisse. Für den Oldiefan ist das Klassikertreffen an den Opelvillen jedes Jahr das große Highlight in Rhein-Main. Es waren dieses Mal “mehr als 2000 Oldtimer, die im Lauf des Tages in die Opel-Stadt kamen. Damit ist das Rüsselsheimer Klassikertreffen die größte Oldtimer-Veranstaltung Deutschlands.”*

Die markenoffene Veranstaltung bot wieder ein wunderbares Klassiker-Potpourri der verschiedensten Hersteller und Baujahre. Ein toller Mix – sogar ein Nissan Figaro im frechen Retro-Look des Gutbrod Superior schaffte es, sich in die Oldieherde zu schmuggeln. Das Treffen macht einfach Spaß. Tolle Autos, nette Leute und spannende Benzingespräche.

Die Fotostrecke vom vorletzten Jahr findet ihr hier.

Klassikertreffen an den Opelvillen

* Zitat: echo-online.de

#opelvillen

Blaulichtmuseum Beuster

Das Blaulichtmuseum befindet sich in der kleinen Elbgemeinde Beuster in der östlichen Altmark. Wer sich für historische (Volks-)Polizei-, Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge interessiert, der kommt im Blaulichtmuseum Beuster voll auf seine Kosten. In den Hallen und Barracken erwartet den Besucher eine sehr umfangreiche Fahrzeugsammlung vorwiegend aus DDR-Beständen. Dazu gehört historisches Blech der ehemaligen NVA und der sowjetischen Streitkräfte sowie mehrere Fahrzeuge der ehemaligen DDR-Regierung. Neben jeder Menge Wartburg, Lada, Wolga oder Barkas gibt es auch wahre Raritäten wie zum Beispiel den von Stasi-Chef Erich Mielke benutzten Volvo, eine Raketenabschusslafette auf russischem LKW ZIL oder das ehemalige Regierungsflagschiff Tschaika (Vorgänger der Volvo-Generation) zu bestaunen.

Eine spannende Zeitreise. Ein alter Konsum und eine Minol-Tankstelle aus DDR-Zeiten mit endlos vielen originalen Produkten und Alltagsartikeln sind weitere Höhepunkte der Sammlung. Wie einst: Narva, Florena, Spee, ORWO, VK 88, … Und in der Kasse liegt natürlich die Ost-Mark.

Das alljährliche Museumsfest im Blaulichtmuseum Beuster ist der große Treffpunkt und die große Party für alle Ostmobilfreunde. Der diesjährige Termin: 21.-29. Juli 2012. Vormerken!!

Blaulichtmuseum Beuster

Noch mehr DDR-Klassiker findet ihr bei formfreu.de hier und hier und hier und hier und hier

3. Auto Zeitung Youngtimer Classic

formfreu.de startete im Wartburg bei der Auto Zeitung Youngtimer Classic 2012.

Los ging es in der Klassikstadt in Frankfurt. Die kunterbunte Rallye mit einer Hundertschaft automobiler Highlights aus den 70er, 80er und frühen 90er Jahren startete vergangenen Samstag zum dritten Mal. Das Feld war wieder eine spannende Mischung an Young- und Oldtimern und ein tolles Potpourri von unvergessenen Sportwagen wie dem Lamborghini Jalpa 350 oder dem BMW M1 bis hin zu Alltags-Rennern wie VW Golf GTI, Peugeot 205 GTI oder dem Seat Ibiza im originalen Giugiaro-Look und mit System-Porsche-Antrieb. Wer erinnert sich noch an den Scirocco II ‘White Cat’ oder an den Lotus Excel? Jemals was vom Indra oder vom Puma GTS gehört? Ein besonderes Highlight war das Jaguar XJ-SC-Cabriolet, das Ende der 1980er-Jahre von Lady Diana genutzt wurde. Sie ließ übrigens für ihre Söhne William und Harry eigens zwei Kindersitze in das eigentlich nur mit zwei Plätzen bestückte V12-Modell einbauen. Rennikone Striezel Stuck war für Volkswagen Classic unterwegs, die beiden Rallyemeister Matthias Kahle und Peter Göbel im historischen Rennskoda. Mit der Startnummer 66 bereicherte das formfreu.de-Team im ahorngelben 85er Wartburg 353W die Klassikerherde. Mit der Kraft der drei Kerzen und im Zweitakt ging es durch den Spessart, über den Vogelsberg und über den Schottenring, eine alte Straßenrennstrecke zwischen Fulda und Gießen. Auf dem Frankfurter Rossmarkt wurde nach über 300 Kilometern, diversen Zwischenprüfungen und Navigationsaufgaben die Zielflagge geschwenkt. Mit amtlicher Sondergenehmigung durfte natürlich auch unser Ost-Klassiker in die umweltbezonte Frankfurter Innenstadt.

Der Abend überraschte mit einem super Resultat. Die stolzen Wartburgpiloten glänzten durch sehr erfolgreich gefahrene Wertungsprüfungen und wurden sogar mit einem Pokal in der ‘Offenen Klasse’ belohnt. So macht das Rallyefahren Spaß!! Special Thanks an den tapferen Wartburg und an Navigator Niels!

Ein toller Tag und eine tolle Sause! Wir danken der Auto Zeitung fürs Mitfahrendürfen und melden uns hiermit schon für die 2013er Edition an!

Auto Zeitung Classic Cars

Noch mehr Rallyespaß im Wartburg findet ihr übrigens hier und hier

Fotos: Thomas Sälzle und Niels Kasten

ADAC-Eifelrennen 2012

ADAC-Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal 2012 @ Nürburgring

Nur wenige Tage nach „Rock am Ring“ gab es mit dem ADAC-Eifelrennen am Fronleichnam-Wochenende ein weiteres Highlight im Kalender des Nürburgrings. Vom 8.-10. Juni stand drei Tage lang feinster historischer Motorsport auf dem Programm.

Aufregende Rennwagen und röhrende, brüllende oder knatterne Motoren – wohin das Auge nur blickte bzw. das Ohr nur hörte. Vorkriegs-Boliden, Kampfzwerge, Cup- und Tourenwagen der 1990er oder CanAm-Hubraummonstern begeisterten die benzinhungrigen Zuschauer. Die grüne Hölle, ein Karussell, Heckmotoren, Heckflossen, Elefanten und ein Wartburg. Abseits der Strecke lohnte natürlich der Besuch im Fahrerlager. Jede Menge spannenden Sport und tolle Unterhaltung. Zu den besonderen Glanzpunkten gehörten die Mercedes-Benz Classic Sonderläufe. Die Rennfahrerlegenden Dieter Glemser und Klaus Ludwig steuerten Stern-Preziosen über den Ring. Hochoktanig gänsehautig! Vrrrooooommm…..!!

ADAC-Eifelrennen

Noch mehr Rennklassiker am Nürburgring findet ihr bei uns übrigens hier und hier und hier

Retro Classics meets Barock 2012_Concours d’Elegance_Ludwigsburg

Retro Classics meets Barock fand nun schon zum neunten Mal im Schlossgarten in Ludwigsburg statt. Schon am Freitag rollten alle Teilnehmer an, um sich für das Wochenende in Position zu bringen und wurden von den allseits bereiten netten Helfern eingewiesen. Rolls-Royce war die Ehrenmarke und 81 chromblitzende Exemplare aller Epochen drappierten sich vor dem Schloss. Dazu gab es zwischen Rosenbüschen und Springbrunnen Sonderwettbewerbe zu Porsche 911 oder das Festival of Classic Cars, bei welchem von der Jury nicht ganz so strenge Bewertungskriterien wie beim Concours d’Elegance angelegt werden. In der Klasse der Wirtschaftswunderwagen stand ein schöner blauer Citroen GS, ein Käfer nebst Erstbesitzerehepaar oder ein Opel Kadett von 1978 im Originalzustand. Er sollte dieses Jahr sogar den Klassensieg holen. Neben seinem MG-Midget bläst der Eigner stilecht mit Schottenrock bekleidet den Dudelsack, daneben wird gepicknickt oder gefaulenzt. Wir fanden uns mit unserem Ferrari Dino 308 GT4 im Feld der Rennfahrzeuge & Sportwagen bis 1982 mit Alfa Romeo Montreal, Lotus Esprit (in Bond Ausführung!!), Jaguar E-Type, Bitter CD, Maserati Ghibli Cabrio, Alpina B7S Turbo oder einem Dino 246 GT wieder. Den Klassensieg konnten wir nicht erringen, dafür belohnte die Jury unseren Wagen mit dem Preis für das “Bestgepflegte Automobil”! Ganz exotisch war der Lancia Sibilo von 1978, den Marcello Gandini auf Basis des Stratos für Bertone entwarf. Vertikaler Scheibenwischer, kreisrunde Seitenfenster und im Interior ein Mäusekino. So sah damals die Zukunft aus. Er wurde letztes Jahr während der RM-Auktion in der Villa d’ Este für 95200 Euro an seinen jetzigen Besitzer verkauft. Corrado Lopresto brachte gleich noch drei weitere Schmuckstücke aus seiner automobilen Schatulle mit ins Schwabenland. Die autobegeisterte Familie Friedrich aus Molsheim rückte mit zwei perfekten Bugattis an. Einer gehört dem 13-jahrigen Sohn, der ihn höchstpersönlich über die Bühne fuhr, der andere -ein 57C mit einer Karosserie von Letourneur et Marchand - der Grossmutter, die sich von der Tochter chauffieren ließ. Sie gewann damit den “Best of Show” Pokal.

Die Abende klangen gemütlich im Schloss oder auf der Terrasse bei Buffet, Live-Musik und Feuerwerk aus. Am Samstag sogar bei Fussball. Deutschland gewann 1:0 und so bemühte sich das Operntrio Incanto redlich darum, gegen das Hupkonzert des Autocorsos anzusingen….

Retro Classics meets Barock

Die beiden letztjährigen Fotoreihen findet ihr hier und hier.

#RetroClassics

Goodbye Karmann

Schön war die Zeit

Wie alle meine Autos habe ich – entgegen der fachmännischen Meinung – nie lange gesucht, sondern immer das Erstbeste gekauft. Wohl habe ich mich vorher ausreichend informiert, aber es war immer Liebe auf den ersten Blick und nie hat mich mein gutes Bauchgefühl betrogen. So war es auch mit dem Karmann Ghia, für den ich schon immer schwärmte. Vielleicht weil meine Mutter mal einen gefahren ist. Ende 1999 war es soweit. In einer Anzeige habe ich ihn damals entdeckt und bin nach Darmstadt gefahren, um das schöne Stück stolz wie Bolle mit allen Dokumenten und schmalen 72000 km auf der Uhr zu kaufen. Als 1500er mit 44PS, Baujahr 09/1966 wurde er einst von Osnabrück nach West-Berlin erstausgeliefert. Wie es sich damals gehörte, vom Vater auf den Sohn vererbt, blieb er über 20 Jahre in der Familie, wurde gehegt und gepflegt und gelangte danach über Umwege und verschiedene Besitzer nach Hessen und dann zu mir,  mein erster Oldtimer!

Nach einigen Jahren als Picknick- und Sonntagsausflugsmobil entdeckte ich Oldtimerrallyes als neues Einsatzgebiet. Als formfreu.de-Team sammelten wir mit ihm bei Gleichmässigkeitsfahrten Erfahrungen mit Stoppuhr und Lichtschranke und konnten gleich beim ersten Mal, der 2008er Hamburg Berlin Klassik , grosse Erfolge feiern. Wir haben völlig überraschend die zweite Wertungsprüfung (unseres Lebens) auf der holprigen Hamburger Elbbrücke und einen Pokal gewonnen. Unter 160 Teilnehmern belegten wir am ersten Rallytag Platz 6! Das sollte freilich nicht so bleiben und so rutschten wir dann doch noch ein ganzes Stück ab…Egal. Wir waren heiss! Und so folgten in den daraufliegenden Jahren viele weitere Rallyeinsätze mit grossem Spass und tollen Fotostrecken. Wir schwammen bei der Creme 21 im Feld der meisst deutlich jüngeren und schnelleren Youngtimer auf der letzten Rille mit, durchstreiften das Erzgebirge bei der Sachsen Klassik, genossen die schönen Strecken bei der ADAC Mittelrhein Rallye, der Rhein-Main Oldtimerfahrt oder der MainRallye. Wir wurden von VW nach Wolfsburg in die Autostadt und das Ritz Carlton eingeladen, haben bei der Motor Klassik Club Krone den 3.Platz belegt und parkten im Fahrerlager des Nürburgrings. Viele schöne Erlebnisse und Erinnerungen verbinde ich mit dem VW und er hat mich (bis auf einen weggeflogenen Keilriemen und schwächelnde 6V Batterie) nie im Stich gelassen. Oft auf der Hutablage dabei auch das Filzkarmann- Maskottchen von Eliza.

Vor zwei Wochen wurde er nun verkauft, weil eine ungeplante Neuanschaffung (wir berichteten) anstand. Etwas Wehmut kommt auf, auch weil sich zu einer Fahrt nie eine Gelegenheit ergeben hatte. Die zum Geburtsort des Coupes nach Osnabrück ins Karmann Werk. Vielleicht schaffe ich mit dem neuen Oldie, denn er wurde in den gleichen Fabrikhallen gebaut.

Danke Karmann!

hier tolle historische Fotos von der Karmann Produktion

Concorso d’Eleganza 2012__Villa Erba

Traditionell richtet der BMW Konzern das Wochenende um den Concorso d’Eleganza in Cernobbio am Comer See aus und bringt am Sonntag die Fahrzeuge des zuvor in der Villa d’Este gezeigten Wettbewerbs in die benachbarte Villa Erba, um sie auch dem breiten Publikum zugänglich zu machen. Zusätzlich werden Sonderausstellungen zum Thema BMW Motorsport und Microcars gezeigt. Nach dem grossen Erfolg des Concorso für Motorräder im letzten Jahr, findet nun eine Neuauflage statt.

Die Besucher kommen in Scharen und es herrscht Volksfeststimmung. Freilich für gehobene Ansprüche. Man flaniert stilecht oder elegant gekleidet (aber auch Schlappen, Shorts und Bier aus dem Plastikbecher werden gesichtet). Bei Live-Combo Klängen kann man auf Liegestühlen ruhen, den Blick über den See und/oder die Oldtimer schweifen lassen und in Ruhe darüber nachdenken, welchem der Glanzstücke man mit seinem Votum zum Gewinner des Publikumspreises verhelfen möchte. Die Fahrzeuge sind nach Klassifizierung in Gruppen mit klangvollen Namen aufgestellt: Graceful Open Air Style, Interpretation Of Elegance, The Art Of Streamlining, Little Jewels, Stars of the Rock ‘N’ Roll Era, The Ferrari 250 Dynasty, La Dolce Vita, Gentlemen’s Sportscars, Heroes Of Le Mans oder auch die futuristischen Conceptcars und Prototypen. Die Besitzer der exklusiven Stücke geben bereitwillig darüber Auskunft, erklären den Restaurationsprozess oder die Besonderheiten, öffnen Türen und Hauben und lassen sogar manchmal die Motoren an. Schnell bilden sich Trauben um Ferrari 250 LM oder den Jaguar D-Type und die Fotohandys werden zum Filmen gezückt, um alsbald das gewonnene Digitalzelluloid bei Youtube hochzuladen oder mit den Daheimgebliebenen zu teilen. Für kurze Momente wird der sanfte Duft des Parks mit hochotanigen Molekülen der grollenden Motoren geschwängert und wir freuen uns live dabei zu sein. Ein Fest für Augen, Ohren und Nase.

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Concorso d’Eleganza Villa d’Este auf formfreu.de

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Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2012

Schönheiten am Comer See

Der Concorso d’Eleganza in der Villa d’Este in Cernobbio hat auch dieses Jahr wieder einen Besuch gelohnt. Fahrzeuge der absoluten Spitzenklasse präsentierten sich am Samstag im Park bei Life-Musik und Champagner. Schon am Freitagabend konnten wir erste Eindrücke im noch verschlafenen Grandhotel sammeln. BMW präsentiert als Weltpremiere ein von Zagato entworfenes Coupé auf Basis des Z4. Nahe der Einfahrt postiert sich ein anderes Glanzlicht der Veranstaltung, welcher freilich ausserhalb der Wertung am Wettbewerb teilnimmt. Der Rolls Royce PII Jonckheere Aerodynamic Coupe von 1935, der extra aus dem Petersen Museum in Kalifornien nach Europa gebracht wurde. Er ist an Imposanz und Eleganz nicht zu übertreffen und befindet sich formal mit seiner dramatischen Proportion irgendwo zwischen Batmobil und Colani, wirkt dennoch mit seinen kreisrunden Türen und der Heckflosse ungeheuer modern und ausgwogen. Ein Kunstwerk auf Rädern! In der Tiefgarage erspähen wir die Stars des Concours, welche im dämmrigen Licht zu schlafen scheinen und wir freuen uns auf den nächsten Tag…

Samstag früh, es duftet nach See und Blumen, die Luft ist noch mild. Auf dem Wasser ziehen einige Yachten umher und im Garten sind die Concoursschönheiten postiert und werden im ersten Rundgang von der Jury begutachtet. Der Autofan wähnt sich im Paradies und der Pulsschlag erhöht sich beim Anblick einiger Fahrzeuge, die oftmals nach langjähriger Restaurierung zum ersten mal in der Öffentlichkeit gezeigt werden. In der Klasse The Art Of Streamlining finden wir einen Avions Voisin C25 Berline Aerodyne mit Bullaugenfenstern im Schiebedach, einen Tatra 87 mit 8 Zylinder Heckmotor aus Tschechien. Der Volkhart V2 Sagitta von 1947, der stilistisch als Bindeglied zwischen dem Porsche Berlin-Rom Wagen und dem 356 gilt. Er erreicht mit seinen 24,5 PS dank seiner Stomlinienform 150 km/h! Bei den Little Jewels stehen ein Porsche 550/1500 RS, ein O.S.C.A. Fratelli Maserati 1600 SP, der bis heute im Besitz der Maserati Familie ist und dem kleinsten Fahrzeug im Feld, dem wunderbaren Abarth Fiat 500 von Zagato, der mit seinem Besitzter Shiro Kosaka aus Japan angereist ist. Den Ferrari 250 wurde eine Sonderklasse gewidmet und wir sehen verschiedenen Karosserievarianten von Vignale, Pinin Farina, Zagato und Scaglietti. In der Klasse G (La Dolce Vita) konkurrieren ein Maserati 5000 GT, ein Ferrari 400 Superamerica, das von Tom Tjaarda gestaltete Einzelstück Lancia Flaminia Coupé, welches einst von Battista Farina mehrere Jahre als Privatwagen genutzt wurde, dem Ferrari 365 GTB/Daytona Prototype von 1967, der vorne noch Ähnlichkeiten zum 275 GTB zeigt, hinten jedoch schon den Daytona vorwegnimmt. Auch dabei ein von Valentino Balboni gesteuerten Lamborghini Miura SV/J mit 30 PS mehr und einigen Kilo weniger gegenüber der Serienversion und ein Countach LP 400, dem 28sten von 157 gebauten Exemplaren. Ganz besondere Highlights stehen in der Klasse der Heroes Of Le Mans: Aston Martin DBR1, Jaguar D-Type, Ferrari GTO und gleich daneben ein Ferrari 250 LM, Ford GT 40 Mk3 und der Porsche 917 K des Engländers Mark Finburgh, den wir schon vor Kurzem beim Espiritu de Montjuic Festival in Barcelona gesehen haben. Neben den tollen Fahrzeugen sind es aber gerade auch die Geschichten um ebendiese. So erfahren wir dass Mark seinen 917er vor knapp 40 Jahren von Porsche selbst für weniger als 10000 Dollar erworben hat. In Erwartung einer feierlichen Übergabe im Werk wurde er in einen gammeligen Hinterhof geführt, wo in einer Ecke unter einer schneebedeckten Plane (es war Winter) sein gerade erworbener Rennwagen stand. Das wars. Bereut hat er den Kauf dennoch nie.

In einer separaten Klasse wird der Bogen von der Vergangenheit zur Zukunft gespannt und Konzeptcars von Bertone, Pininfarina, Zagato, Aston Martin, Alfa Romeo, Rinspeed, Ford, Italdesign, Toyota und Rimac gezeigt. Rot schien hier die Modefarbe zu sein. Sieben von zehn waren so lackiert! Ebenfalls ausser Konkurrenz zeigte BMW ein weiteres Design Highlight: Das erste BMW Konzeptcar überhaupt, den 1972 als Sicherheitsfahrzeug von Paul Bracq entworfenen BMW Turbo. Er ging nie in Serie, hatte aber stilistisch Einfluss auf den sechs Jahre später präsentierten M1. Der Turbo wurde übrigens zweimal gebaut, der andere steht im BMW Museum in München.

Am Nachmittag fahren die Fahrzeuge vor der Jury und dem Publikum vor. Alle bekommen Applaus, einige auch Preise. Der Tatra 87 bekommt den Pokal für die weiteste Anreise auf eigener Achse, Der Porsche 917 gewinnt den Preis für das am besten erhaltene Nachkriegsmodell, der Lamborghini Countach den für das spektakulärste Design und die Coppa d’Oro, den grossen Goldpokal für den Sieger nimmt der Besitzter David Cohen mit seinem Alfa Romeo 1750 GS 6C Coupé mit einer Karosserie von Figoni mit nach Hause. Am Folgetag waren alle Teilnehmer nochmals in der benachbarten Villa Erba zu sehen, doch davon berichten wir im nächsten Beitrag…

Concorso d’Eleganza Villa d’Este

Alle Bilderreihen und Beiträge zu Villa d’Este bei formfreu.de findet ihr hier.

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