Saisonausklang @ Meilenwerk Region Stuttgart

Die Tage werden spürbar kürzer, die Nächte kühler. Die automobile Saison 2012 geht langsam aber sicher dem Ende zu. Am 20.und 21. Oktober 2012 gab es im Meilenwerk Region Stuttgart nochmals jede Menge blitzenden Chroms, glänzenden Lacks, brummender oder knatternder Motoren und natürlich allerbeste Benzin- (und Gemisch-)Gespräche. Ein wahres Volksfest für den Oldtimerfreund. Allerschönstes fast schon hochsommerliches Herbstwetter lockte rund 2000 automobile Schönheiten und Kostbarkeiten über das Wochenende auf das Gelände des ehemaligen Landesflughafens Stuttgart. Auf dem Flugfeldgelände war mächtig was los. Ein feiner und bunter und toller Automix. Vrrroooooommm!!

Meilenwerk

Alle unsere Beiträge zu Meilenwerk bzw. Classic Remise findet ihr übrigens hier.

#Meilenwerk

Racing Legends_Markus Haub

Gestern wurde die Ausstellung Racing Legends des Autodesigners und Künstlers Markus Haub in Barcelona eröffnet. Die Galerie Victor Lope Arte Contemporaneo zeigt in Zusammenarbeit mit Speedstar-Gallery die teilweise grossformatigen Werke der Racing Legends und die kleinen Arbeiten der Serie Stars&Cars noch bis zum 24. November.

The series „Racing Legends“ was born in 2007 out of the passion for classic cars from the 60s or 70s. Markus goes to the racetracks in Spain, Germany, England or France, where he photographs the cars in action. Ferraris at the Mille Miglia, Porsche 911 or 917 at Le Mans Classic or Montjuich Revival, Maserati, Alfa Romeo or Mercedes-Benz 300SL at the Nürburgring in Germany. Previously the collection has been exhibited at Gentlemen Drive Club in Barcelona, Auto Retro Fair in Barcelona, Meilenwerk (now Classic Remise) in Düsseldorf, Germany  and at the Cité de l’Automobile, Musée National – Collection Schlumpf in Mulhouse, France.

Stars&Cars ist the new series of small paintings (20x20cm) by the artist Markus Haub. Its an homage to some TV series and movies of the 60s, 70s and 80s, where some great sportscars appeared next to the actors and helped to create the fame of the series.The Persuadors! started in 1971 in England in which Tony Curtis and Roger Moore where solving cases while driving signture cars. A Ferrari Dino 246 GT and an Aston Martin DBS. In the 80s we watched Tom Selleck as Thomas Magnum in Magnum, P.I. In the action drama television series he is a private investigator in Hawaii driving around in Robin Masters Ferrari 308GTS. Also from the 80s is Miami Vice. The police detectives Sonny Crockett und Ricardo Tubbs were investigating undercover in Miami. The series was recognized for the heavy integration of music and scenes with bright neon-light, like the music videos from that time. Also the clothes worn on Miami Vice had big influence on men’s fashion. During the first episodes Sonny Crockett was driving a Ferrari Daytona Spyder (replica), later a white Ferrari Testarossa.One of the most renowned moviecars was James Bonds Aston Martin DB5, which first appeared in Goldfinger with Sean Connery in 1964. The car also was used in Thunderball, GoldenEye, Tomorrow Never Dies, Casino Royale and Quantum of Solace. Another british sportscar achieved eminence in various James Bond episodes was the Lotus Esprit driven by Roger Moore, which first appeared in 1977 as a White S1-series car on The Spy Who Loved Me, then in For Your Eyes Only as a red Turbo-version.Some other paintings of the series show sequences or cars of the cult movie Le Mans with Steve McQueen from 1971. McQueen, who also produced the movie, was playing a racedriver at the Le Mans race of 1970 fighting for the victory in a legendary Porsche 917. All the series are unthinkable without these cars and suceeded to gain cult status amongst car lovers. The paintings want to capture some of the great scenes and the memories we connect with them.

Galerie Victor Lope Arte Contemporaneo
Speedstar-Gallery

Mehr Racing Legends bei formfreu.de gibt es hier.

Heimweh “besser wissen” @ Automobilwerk Eisenach

Wartburg-Technik-Seminar.

“Kennt Ihr das Gefühl vor dem Auto zu stehen und nicht zu wissen, warum gerade mal wieder was nicht geht, warum er stottert oder gar nicht anspringt? Habt Ihr Probleme beim Lösen und Abbauen bestimmter Teile und wollt einfach nur mal gezeigt bekommen, wie es gemacht wird? Heimweh “besser wissen” ist eine Veranstaltungsreihe, die sich mit technischen Schulungen zum Thema Eisenacher Automobile bis zum Ende des AWE befasst. Hier kann der Laie von Fachleuten lernen, wie man z. B. eine Zündung einstellt, einen Vergaser auf Vordermann bringt, einen Motor repariert oder was beim Restaurieren an bestimmten Baugruppen zu beachten ist. In Zusammenarbeit mit Vereinen und dem Museum „automobile welt eisenach“ hat der Allgemeine Wartburgfahrerclub Eisenach diese Veranstaltung ins Leben gerufen.”*

Am vergangenen Samstag ging es um das Fahrgestell. Wie wechselt man eine Antriebswelle? Wie baut man ein Getriebe oder Motor richtig aus? Wie wechselt man Stoßdämpfer und Federn? Was ist bei der Bremsanlage zu beachten? Jede Menge hilfreiche Info, Tipps und Tricks gab es für den Wartburgfahrer von Michael Stück, dem ehemaligen AWE-Kundendienstleiter und Wartburgexperten, von Rallyefahrerlegende Egon Culmbacher und von Enrico Martin und dem Team vom Allgemeinen Wartburgfahrerclub Eisenach.

Die historische Ostkantine war die geniale Location für die praktischen Übungen und Anwendungen. Neben einzigartigen Einblicken in die Werkstatträume des Vereins Automobilbau Museum Eisenach (AME) e.V. war es natürlich wieder einer der besonderen Momente mit ganz viel Gänsehaut, die seltenen Prototypen und Einzelstücke des AME Fundus bestaunen zu können. Ein Hingucker ist der im September erstmals gezeigte von den Vereinsmitgliedern restaurierte Rallye-Wartburg 353. Höhepunkt des Seminars war die Vorführung des einst von der Mannschaft um Conrad von Freyberg entwickelten 3-Zylinder-4-Taktmotors, der bereits 1984 im 353 ohne große Änderungen an Getriebe oder Karosserie in Serie hätte gehen können, wenn es die politische Führung in Ostberlin erlaubt hätte.

Ein Klasse Samstag! Dank an die Heimweh-Orga!!

Heimweh

Alle unsere Beiträge zum Heimweh-Treffen findet ihr hier. Mehr mit Egon Culmbacher gibt es hier, und die Fotostrecke zum Museum awe gibt es hier.

Heimweh#, #Wartburg
* Zitat: Heimweh

INDIGO Berlin Alexanderplatz

INDIGO Berlin Alexanderplatz ist das neue schicke und schöne und aufregende Hotel mitten im pulsierenden Herzen der Hauptstadt.

Das 4-Sterne-Superior-Haus ist das jüngste Mitglied der Interconti Gruppe in Berlin. Seit seiner offiziellen Eröffnung im August 2012 ist das Hotel auf dem besten Wege, neuer Favorit der Musik-, Mode- und Kreativszene zu werden. Gleich neben dem ‘Haus des Reisens’ gelegen, ist das INDIGO ein direkter Nachbar zum berühmten WeekEnd-Club. Gastgeber im Hotel INDIGO ist General Manager Dirk Dreyer (vormals Lux 11 und The Weinmeister), der selber lange Zeit als Musikmanager und DJ tätig war.

Das Design – mit Liebe für witzige Details – greift Elemente des unmittelbar angrenzenden Alexanderplatzes auf. Der Fernsehturm und der Neptunbrunnen sind wiederkehrende Gestaltungselemente in den Zimmern und den öffentlichen Bereichen. Auf den Foyerregalen stehen viele kleine Trabanten mit 1989er-Nummerntafeln und erinnern an die historischen Momente des politischen Umbruchs. INDIGO Berlin Alexanderplatz verfügt über 153 Zimmer, jedes davon ausgestattet mit luxuriösem Komfort. Die Zimmer in den oberen Etagen bieten zudem eine wunderbare Aussicht auf Rotes Rathaus und Fernsehturm. Regendusche und ein traumhaft bequemes Bett lassen den Stadttrubel vergessen. Die Bar ‘White 5′ lädt zum entspannten Verweilen ein und offeriert leckere Berliner Cocktail Klassiker. Das Restaurant ‘La Maison de L’Entrecote’ bringt das Pariser ‘Steak Frites’ Konzept nach Berlin – hier steht ausschließlich Entrecote auf der Karte.

Eine Top-Empfehlung für den Trip nach Berlin.

INDIGO Berlin Alexanderplatz

Schönes Reisen mit formfreu.deunsere Hoteltipps

Hotel#

Saisonabschluss @ Breuningerland Ludwigsburg 2012

Der vergangene Sonntag war leider ein nicht ganz so schöner Vertreter des ‘Goldenen Oktobers’. Wir trotzten dem grauen Himmel und den Regenwolken und starteten unsere Nachmittagsausfahrt in die Residenzstadt im Norden Stuttgarts. Im Zweitakt ging es mit den Denkendorfer Wartburgfahrern zum Kulttreffen vor dem Breuningerland Ludwigsburg. Der Saisonabschluss ist mittlerweile ein fester Eintrag in den Terminkalendern der schwäbischen Oldtimer-Fans. Der Parkplatz des Einkaufszentrums bot wieder ein vielfältiges Bild: Ein schöner Mix aus ‘Butterbrotautos’ und exotischen Raritäten. Unsere Wartburgs durften dann sogar die Präsentationsrampe der Sternfahrtteilnehmer erklimmen und wurden sachkundig und professionell dem Publikum vorgestellt.

Die Fotostrecke zur letztjährigen Veranstaltung findet ihr hier. Noch mehr schöne Autos in Ludwigsburg gibt es hier und hier und hier.

#Wartburg

Bertone: cento anni di car design

Bertone: cento anni di car design @ Museo Nazionale dell’Automobile di Torino

Das Museo Nazionale dell’Automobile di Torino ist der Palast der Automobilgeschichte in Italien. Ein wunderbarer Ort zum Staunen und Bewundern und natürlich die perfekte Location für die Erinnerung an die große Vergangenheit der Carrozzeria Bertone. Christoph Reichelt war für uns in Turin.

Die Sonderausstellung feiert anhand der bedeutendsten Modelle und größten Meilensteine das hundertjährige Firmenjubiläum. Ein aufregendes Wiedersehen mit Testudo, Runabout, Carabo, Kayak, Birusa & Co. Eine spannende Zeitreise.

Noch mehr Bertone findet ihr bei formfreu.de hier und hier und hier und hier und hier. Und unsere Fotostrecken zum Museo Nazionale dell’Automobile di Torino gibt es hier und hier und hier.

Fotos: Copyright Christoph Reichelt

14. Nutz- und Militärfahrzeugtreffen Wünsdorf

Der Oktober steht im brandenburgischen Wünsdorf ganz im Zeichen von altem Blech. Traditionell gibt es am 3. Oktober das Oldtimertreffen zum Tag der Einheit. Ein weiteres Highlight ist das Nutz- und Militärfahrzeugtreffen im Bunkerpark, dem – normalerweise unzugänglichen – Areal der ehemaligen sowjetischen Streitkräfte.

Mehr als tausend Besucher strömten am letzten Wochenende zur 14. Auflage des Treffens in die Bunkerstadt: 120 Fahrzeuge vom kleinen Willys bis zum großen Ural-Lkw oder Tatra-LKW. Es dominierten zwar wieder Fahrzeuge aus Beständen von NVA oder Roter Armee, aber es gab natürlich auch einiges Geländegängiges von der anderen Seite des Eisernen Vorhangs zu bestaunen: Unimog, Mercedes-Benz G, Iltis oder Munga. Besondere Hingucker waren die 6-zylindrigen Sachsenring/Horch P3. Teilemärkte luden zum Stöbern ein, und Rostbratwurst, Spanferkel und Gulaschkanone sorgten für die Stärkung zwischendurch.

Mehr Fotostrecken aus Wünsdorf findet ihr bei formfreu.de hier und hier und hier. Noch mehr altes Militärfahrzeugblech gibt es hier und hier und hier.

Ural-Team Babelsberg

Drap Art ’12_Recycling Art Festival

Heute war der letzte Tag der DRAP ART Festivals im CCCB in Barcelona. Also nochmal schnell hingeflizt, um die Ausstellungsstücke rund ums kreative Recyling mit dem Titel “From Waste to Want, Recovering Sustainable Attitudes” abzulichten. Es waren dieses Jahr nationale, wie auch internationale, bekannte und auch unbekannte Künstler eingeladen, um einen Gedankenaustausch verschiedener Nationen und Generationen rund ums Thema zu führen. Klasse, was da wieder so alles bei rausgekommen ist. Geweihe aus Stuhl- oder Tischbeinen, ein Sofa aus alten Kleidern, Wandschmuck aus alten Schallplatten, Lampen aus Kunststoffflaschen oder Skulpturen aller Art…

mehr Drap Art Festival bei formfreu.de hier

drapart

#drapart

Rally Costa Brava 2012 – FIA European Historic Rally Championship

2009 konnte sich Walter Röhrl noch mit Beifahrer Peter Göbel auf seinem Rallye-Elfer RSR gegen die scharfe Konkurrenz von Renault Alpine, 911 oder den drei Lancia Stratos Gruppe 4 Wagen durchsetzen. Bei der diesjährigen, 60. Ausgabe der Rally Costa Brava ist er nicht am Start. Wohl aber 91 andere Fahrzeuge, die wir bei der technischen Abnahme beobachtet haben. Sie fand diesmal in Girona statt, welches auch als Rallye Hauptquartier diente. Der örtliche SEAT Händler bot genügend Raum und auch Schutzt vor dem immerwieder einsetztenden Regen. SEAT ist Sponsor und hat wohl das halbe Museum ausgeräumt, um  mit einer ganzen Ladung an Fahrzeugen am Start zu sein: Seat Ibiza, 600D, 124 2000, 124 Sport, 1200 Sport, oder 127. Nach dem Shakedown reihten sich die Fahrzeuge wie immer in Lloret de Mar an der Strandpromenade auf, um am Abend auf die Nachtetappe zu gehen. Am heutigen Samstag stehen weitere Wertungsprüfungen auf dem Programm. Es wird heiss hergehen auf den kurvigen Strassen des Hinterlandes der Costa Brava…

Hier gibt es alle formfreu.de-Beiträge zur Rally Costa Brava von 2008-2012.

RallyClassics

#Rallycostabrava

Go East #2

Ostmobile Begegnungen. Teil 2.

Verwittertes Altblech: Wartburg, Trabant, Barkas und Skoda.

Unsere erste Go East-Fotostrecke findet ihr hier.

#Wartburg

Autosalon Paris 2012

Messerundgang, Fois Gras und Himbeertörtchen

Während draußen auf den Strassen von Paris der tägliche Verkehr so vor sich hin kollabiert und die Stadt der Liebe zu ersticken droht, stellen die Autohersteller in den Messehallen an der Porte de Versailles ihre Neuheiten vor und versprechen eine bessere Zukunft.

Auf dem Ausstellungsgelände endlich angekommen stolpere ich in die VW Pressekonferenz um 9 Uhr. Greenpeace war schon früher auf den Beinen oder ist mit der Metro gekommen und versteckte sich wohl über Stunden gut in der Deckenbeleuchtung, um pünktlich zur Vorstellung des neuen Golfs seine Klimaplakate vor der Bühne herunterzulassen. Dennoch war das Timing nicht perfekt, denn Herr Hackenberg erzählte gerade vom Sparmeister BlueMotion mit einem Verbrauch von nur 3,2l/100km und einer Gewichtsreduzierung von bis zu 100 kg. Dass das schöngerechnet ist und die meisten Modelle nur um das Gewicht von gut 20 Kilo erleichtert wurden, wird wohlweislich verschwiegen. Wäre ja auch peinlich. Der Golf  VII kommt vertraut daher. Klar, die Front kennt man vom Polo, die spitzigen Heckleuchten sind auch aus dem Konzern bekannt und die C-Säule wurde dem 4er Golf entliehen. Er ist so eine Art Markus Lanz mit Rädern, der es allen recht machen will und wird. Bei Skoda steht der der Rapid (nicht zu verwechseln mit Aston Martins Rapide) im Rampenlicht, der zwischen Fabia und Octavia positioniert ist. Highlight ist an ihm der in den Tankdeckel integrierte Eiskratzer. Das Pendant dazu bei Seat ist der Toledo. Endlich wieder ein Produkt für Barcelonas Taxifahrer. Auch er wird für unschlagbar günstige 13999 Euro angeboten. Aber wohl ohne Eiskratzer. Zweite Neuheit hier ist der zackige Leon, der sich die technische Basis mit dem Golf teilt. Bei Audi legt man das Targa-Concept Steppenwolf von 2000 noch mal auf  und nennt es nun Crosslane Coupe. Formal bedient es sich allen im Konzern verfügbaren Elementen. Inzucht ist nicht so gut für die Gene, da müsste mal frische Blut rein. Ist das Grundvolumen ja noch prima, wirken Grill, Leuchten und Schulter unnötig angestrengt und kompliziert. Dazu droht der dicke Targabügel ohne Dach optisch abzubrechen, weil der Radius am Seitenfenster viel zu klein ist. Es ist nun wirklich an der Zeit sich mal neu zu erfinden und einen formalen Ideenträger zu entwickeln, der die Marke in die Zukunft bringt.  BMW ist das mit dem i3/i8 auch gut bekommen…Porsche zeigt einen attraktiven Sport Tourismo Kombi auf Panamera Basis und fordert damit den Mercedes Benz CLS Shooting Break heraus. Vielleicht hätten ihm aber eigenständigere, etwas größere Rückleuchten (und nicht die thematisch dem Allrad 911er entliehenen) besser gestanden, nicht zuletzt um die vielen horizontalen Linien zu vermeiden. Nunja.

Und was haben die Franzosen so im Gepäck? Renault widmet sich auf einem tollen Messestand ganz dem neuen, gut gelungenen Clio und dem elektrischen Zoe. Wie Blumen auf einem Hügel verteilen sich die roten, orangenen oder gelben Autos. Auf der anderen Seite die weißen Zoe. Peugeot stellt ein echtes Show Car vor, welches Erinnerungen an den Oxia von 1988 weckt. Flunderflach, breit und mit Bauteilen aus Karbon und Kupfer, welche im Lauf der Zeit eine gewisse Patina bekommen. Der Onyx gefällt nicht auf Anhieb, sondern man muss sich auf ihn etwas einlassen und nach einiger Zeit die Subtilität der Flächen entdecken und begreifen. Das Interior ist mit Filz ausgekleidet und am Armaturenbrett kommen alte Zeitungen zum Einsatz. Dazu gibt’s im selben Style noch einen Scooter und ein Fahrrad. Mit dem neuen, ungleich profaneren Peugeot 301 wird der Messebesucher wieder in die Realität zurückgeholt. Dacia, der Erfinder des modernen Billigautos, geht derweil mit dem Logan und dem Sandero in die zweite Runde. Erwachsen ist er geworden und erstaunlich attraktiv! Also, schon mal die schmalen 6790 Euro auf die Seite legen, denn nächstes Jahr kommt er auf den Markt. Weitere Neuheiten sind der Jaguar F-Type, der Range Rover, der echt schnittige Kia Pro_cee’d, der Smart ForStars, der exzentrische Lexus LF-CC, der knuffige Opel Adam, der überflüssige Mini Paceman, der fett bespoilerte Bentley Continental GT3, der Citroen DS3 Cabrio, oder der äußerst attraktiven, entfernt an den Honda FR-V erinnernde BMW Concept Active Tourer, der von einem 3-Zylinder Twinturbo und einem Elektromotor angetrieben wird. Mercedes-Benz zeigt noch mal das Concept Style Coupe auf A-Klasse Basis, welches wohl nächstes Jahr in Serie gehen wird und hüllt den SLS in einen sündhaft teuren, blau schimmernden Effektlack, der allerdings entfernt an die Schutzfolie auf Elektrogeräten erinnert. Dafür ist der Holzboden im CLS Kombi Kofferraum Klasse! Für 17:45h war dann noch die Enthüllung des neuen McLarens P1 angesetzt. Das Warten hat sich – …äeh… – nicht gelohnt. Die angepeilten Leistungsdaten sind mit 950 PS zwar beeindruckend, KERS-Hybrid Technik wird verbaut, Karbon, Magnesium und Titan werden zwecks Gewichtsreduzierung an Bord sein, aber der organic-style ist schon grenzwertig. Das Auge isst ja schließlich mit. Da gefallen mir die Häppchen bei Mercedes besser. Süß-Salzig war das Motto der Komposition und so wurde der Gaumen mit feinen Macarons, Himbeertörtchen und dazu Fois Gras verwöhnt.

Unsere beiden Fotostrecken zum Autosalon 2010 findet ihr hier und hier. Und 2008 gibt’s hier.

Mondial de l’Automobile